Vielen Dank für die Blumen Ben, aber ich bin da immer der generell unzufriedene und selbstkritische Typ. Ich merke oftmals erst anhand von anderem Feedback, dass die Aufnahmen vielleicht doch nicht so schlecht ist, wie ich denke.
Ja das mit der Motivation war bei mir auch ziemlich hart. Aber ich habe mich in meinen Hintern getreten und am Vorabend alles aufgebaut und eingestellt dann und abgedeckt. Dann war auch das unsichere Gefühl im Magen, ob mit meinem lichtschwachen System überhaupt was vom Schweif sichtbar wird.... lohnt sich die Mühe.... Naja dann doch den Wecker auf 4 Uhr oder so was gestellt, und dann mühsam aus dem Bett gekrochen. Das nervige war dann noch, ich habe die Höhe von dem Kometen unterschätzt, und musste dann fast eine Stunde warten, bis er gegen 5 Uhr mal langsam sichtbar wurde. Bis dahin habe ich ständig den Horizont abgesucht... Und dann blieb auch nur die halbe Stunde bis es dämmerte. Aber wie es scheint, hat es sich gelohnt. Ich habe noch ein zweites Teleskop mit halb so langer Brennweite laufen lassen, auch hier muss ich die Bilder noch sichten und entwickeln.
@Jens - Das Histogramm ist bei solchen generell "dunklen" Aufnahmen nicht unbedingt die hilfreiche Richtlinie. Bezüglich der erwähnten Regel gehe ich davon aus, dass du hier ohne Nachführung arbeitest. Was bei 200mm natürlich alles andere als einfach ist, da du hier wirklich nur sehr kurz Belichten kannst, die f/6.3 machen das ganze auch nicht einfacher. Du bist hier also schon deutlich eingeschränkt. Wenn die 2 Sekunden also korrekt sind, ist das also nur eine Frage wie hoch du mit der ISO maximal kannst, in Bezug auf deiner Schmerzgrenze was das Rauschen angeht. Der Himmel muss hier nicht zwingend Schwarz sein, und das würde ich auch nicht als Richtlinie nehmen. In erster Linie ist es wichtig, den Kometen mit allen Details einzufangen.
Hier eine Einzelaufnahme mit kürzerer Brennweite von mir, bei der der Hintergrund auch recht hell durch die Dämmerung und Lichtverschmutzung ist. Das muss halt nachher in der Bildbearbeitung bearbeitet werden. Wenn du so belichtest, dass der Hintergrund schwarz ist, gehen wohl auch Details vom Schweif unter.