Noch einige grundlegende Unklarheiten

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Max_Eberle

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Hallo,

Da ich mich in letzter Zeit intensiv mit der Astrofotografie beschäftige, sind bei mir noch einige Fragen aufgekommen.

1. Wenn ich ein DSO fotografiere, gibts es ja immer verschiedene Arten von Bilder, Lights, Darks, Bias... welche sollte man als Anfänger verwenden und macht es viel aus wenn ich mein Bild nur aus Lights und Darks zusammensetzte?

2. Wenn ich ein Dark aufnehme und angenommen zuvor den Orionnebel in Light aufgenommen habe, bei dem Light hatte ich eine Belichtung von etwa 5min, muss ich das Dark dann auch 5 Minuten belichten oder wie genau soll ich das verstehen, da man die Darks ja mit den gleichen Einstellungen wie den Lights machen sollte?

3. Ich würde gerne meine Eq-6 via Stellarium steuern, wie man die Eq-6 mit Stellarium "Synchronisiert" weis ich jetzt, was für ein Kabel benötige ich jedoch um den Pc mit der Handsteuerung zu verbinden ?

4. Meine Letzte Frage bezieht sich auf die Verbindung von DSLR (Nikon D5100) und Pc, ein Programm habe ich bereits gefunden, aber mit welchem Kabel verbinde ich Pc und DSLR, geht das mit dem HDMI-Anschluß?

Vielen Dank,
Gruß, Max
 
Hallo Max,

eventuell kann ich auch noch die letzten Klarheiten bei dir beseitigen ;-)

1. Es kommt darauf an... An deiner Stelle würde ich aber erst mal langsam anfangen, denn die Bearbeitung der Bilder als solches ist schon eine Herausforderung. Ich mache meist nur Lights, dafür versuche ich aber zum einen die ISO möglichst nicht höher als 400 zu schrauben (in Ausnahmen bei f/10 schon mal ISO 800) und vor allem ausreichend Bilder zu machen. Sobald du 15 oder mehr Lights stacken kannst, ist das Rauschen bei moderaten ISO-Werten gut in den Griff zu bekommen, so dass ein Bias nicht unbedingt soooo viel Gewinn bringt. Was anderes wäre es noch Flats zu erstellen um die Vignettierung der Optik zum Rand hin besser in den Griff zu bekommen. Es gibt zwar auch dafür Softwarelösungen, aber da wird es schon sehr anspruchsvoll, was die Nachbearbeitung angeht. Falls du aber zuerst nur mit normalen DSLR-Objektiven arbeiten willst, kannst du dir die Flats auch sparen und LR die Korrektur überlassen.

2. Ja!

3. Entweder du schaust mal nach einen Poseidon-Adapter, von USB zur Montierung, dann kannst du die Handsteuerbox im Karton verschwinden lassen, oder du nimmst das mitgeliferte Kabel und besorgst dir einen USB->Seriell-Adapter und verbindest damit dann die Handsteuerbox mit dem PC. Eine weitere Möglichkeit wäre den ST-4-Ausgang einer Guidingkamera zu nutzen.

4. Am besten geht das mit einem USB-Kabel, da du damit idR. (ich kenne das genaue Vorgehen bei Nikon nicht, da ich Canon nutze) auch die Kamera fernbedienen kannst und auch Bilder auf den PC übertragen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Max,

bei der Nikon sollte eigentlich ein USB Kabel mitgelierfert werden, kameraseitig Mini-USB. Mittels HDMI kannst Du nur wiedergeben.

Grüße
Sven
 
Servus Max,
das dark ist nicht einfach mit der dslr zu erstellen, da die Temperatur gleich (ähnlich) sein sollte. Deshalb habe ich eine Zeit auf darks verzichtet. Darks sollten auch möglichst viele zu einem Masterdark vereint werden (dss, pi usw. machen dies für einen).
Am wichtigsten ist das flat, beseitigt die Einflüsse von Vignettierung und Staub auf dem Chip. Am teuersten mit einer Lumineszensfolie, oder in der Dämmerung gegen den Himmel, mit T-Shirt vor der Optik. Momentan mache ich 30-50 flats. Zwischen flat und eigentlicher Aufnahme muss die Kamera in genau der gleichen Position zur Optik bleiben (am Besten noch nicht mal mehr den Fokus verändern). Flats belichte ich mit der manuellen Belichtungseinstellung (bei Kameraobjektiven auch die Blendeneinstellung belassen), etwa 1/3 bis 2/3 Lichtwerte über dem was der Kamerabelichtungsmesser meint.
Noch einfacher sind die flatdarks, gleiche ISO, gleiche Belichtungszeit wie die flats, Deckel davor. Viel hilft viel, also auch am Besten 30-50, manche machen sogar noch mehr.
Wenn es erst mal nur drum geht, dass der Orionnebel etwa zu erkennen ist, genügen flats, je mehr Details Du aus dem Hintergrund kitzeln willst, um so mehr wird Rauschen zum Problem, und um so sorgfältiger musst Du kalibrieren. Der ISO-Wert ist da fast schon egal, da es den Daten wurscht ist, ob sie in der Kamera oder in der ebv "gequält" werden.
Aufnahmen von mir: http://www.astrobin.com/users/Gottfried/

Sternfreundliche Grüße,

Gottfried
 
Hallo,

Vielen Dank für die Antworten, habe mich jetzt noch ein Bischen über die Lights, Flats, Bias und Darks informiert. Die Seite von Deep Sky Staker erläutert die Aufnahmetechnik dieser verschiedenen Bildkonponenten recht einfach und gut. Wenn ich nun also ein Flatframe aufnehme muss der Iso-Wert ja mit dem der Lightframes übereinstimmen, wie sieht es jedoch im allgemeinen mit der Belichtung aus, man Belichtet ein Objekt ja meist unterschiedlich lamg also 1x 30Sek. 2x 60Sek. ..., muss ich nun nach jeder Aufnahme ein Dark aufzeichnen oder wie macht man das am besten, da sich das Rauschen je nach Belichtung ja verändert. Als letzte Frage hätte ich da noch welche Komponenten ich am besten wie am Anfang beschrieben verwenden sollte reicht es wie beschrieben Lights, Flats und Darks zu verwenden oder benötige ich auch noch Bias? Zudem habe ich die Aufnahmetechnik der Flats via t-Shirt noch nicht ganz verstanden, die Flats werden ja in der Dämmerung erstellt, muss ich diese dann auch Belichten und wenn muss ich ja schon vorrausplanen wie lange ich das Light denn in der Nacht belichten will oder ?

Entschuldigt bitte die dummen Fragen, aber als Anfänger ist dieses Hobby doch etwas schwerer zu erlernen.

Gruß, Max
 
Hallo,

Vielen Dank für die Links habe jetzt denke ich soweit alles verstanden.

Gruß, Max
 
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