Nochmal Schneckenantriebe

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Der_Michael

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Hi!
Ich habe mich jetzt, so weit es ging, um den mechanischen Teil der Montierung gekümmert. Jetzt kommt der Schneckenteil...
Es sollen 100er bis 120er Schneckenräder verwendet werden. Weiter weiß ich aber noch nichts! Hier einige Fragen:

-Warum müssen die Schnecken justierbar sein?

-Können an der Deklinationsachse und an der
Rektazensionsachse verschiedene Antriebe benutzt werden?

-Kann ich für den Deklinationsantrieb auch ein Billig-
getriebe vom Schrottplatz verwenden ohne auf die Foto-
tauglichkeit der Montierung zu verzichten?

-Wer kennt DEN Hersteller für Schneckengetriebe?
(also gibt es konkrete Erfahrungen mit den Firmen
weil bei der Suche mit Google wird man ja von Anbietern
überschüttet und ich suche PREISWERTE Räder also 120-150
Euro...)

-Was muss genauer sein, dass Schneckenrad oder die
Schnecke?

-Gibt es das von mir geforderte Schneckenrad? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Würde mich sehr über Antworten freuen, da ich was die thematik der Schneckenantribe betrifft noch voll im dunklen tappe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

mfG Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ciao Michael,
anbei ein paar Anmerkungen:


-Warum müssen die Schnecken justierbar sein?
>> Du kannst die Konstruktion auch fix machen (hatte ich an meiner ersten Montierung mit 20mm Achsen). Aber mit Justagemöglichkeit hast du die Chance Fehlstellungen (Verkippungen in jede beliebige Richtung) auszujustieren. Ausserdem gibt es ja auch Temperatur-bedingte Effekte, wenn die Materialien verschieden sind. Im Notfall könntest Du also einen Antrieb mit zuviel Reibung im Sommer (ausgedehnt) wieder etwas leichter einstellen). Mit Fixkonstruktion ist es so wie es eben ist. Kommt auf Deine Genauigkeitsanforderungen an.
Und: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=montierung&Number=103503&page=0&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=1

-Können an der Deklinationsachse und an der
Rektazensionsachse verschiedene Antriebe benutzt werden?
>>> Ja - ist kein Problem.

-Kann ich für den Deklinationsantrieb auch ein Billig-
getriebe vom Schrottplatz verwenden ohne auf die Foto-
tauglichkeit der Montierung zu verzichten?
>>> Kommt auf dei Aufnahmebrennweite an. Ich hatte früher mal mit 200mm Objektiven photografiert und einen ganz einfachen Tangetialarm-Antrieb in Delta. Das ging einwandfrei. Aber wenn Du 1000mm Brennweite hast und Du mit Motor korrigieren wiullst (musst), dann brauchst Du was besseres.
AUSSERDEM: Bei GOTO brauchst Du in Alpha UND DELTA einen vollen Schneckenantrieb.

-Wer kennt DEN Hersteller für Schneckengetriebe?
(also gibt es konkrete Erfahrungen mit den Firmen
weil bei der Suche mit Google wird man ja von Anbietern
überschüttet und ich suche PREISWERTE Räder also 120-150
Euro...)
Es gibt fertige Antrieb von OTE:
http://www.ote.de/index.html
Oder such mal mit
http://web.wlwonline.de/wlwonline/start/de/DE/start.html


-Was muss genauer sein, dass Schneckenrad oder die
Schnecke?
>>> Beides muss in der Genauigkeit + Steifigkeit aufeinander abgestimmt sein. Schau Dir mal ein paar Konstruktionen im Web an (z.B. bei 'Zellix' siehe User=Nirosta) http://zellix.bei.t-online.de/

Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat:
Würde mich sehr über Antworten freuen, da ich was die thematik der Schneckenantribe betrifft noch voll im dunklen tappe.


Hallo Michael,

tröste dich damit: Du bist mit Sicherheit nicht der einzige!

über Schneckengetriebe gäbe es seeehr viel zu schreiben. So kannst du ja mal auf meiner Seite http://zellix.bei.t-online.de/schn.htm schauen, da ist beschrieben wie ein Schneckengetriebe hergestellt bzw. berechnet wird.

Bei der Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau kommen öfter Anfragen zum Thema Schneckengetriebe. Da kommt es drauf an, welche Nachführgenauigkeit verlangt wird. Wird hohe Laufgenauigkeit verlangt, so kann ich nur Getriebe empfehlen, bei denen eine gewisse Laufgenauigkeit vom Hersteller garantiert wird (wenn die Einbauhinweise exakt befolgt werden!). Die kosten aber mal schon mal was... Bei Schneckengetrieben aus dem Maschinenbau kann man durchaus Überraschungen erleben, was die Laufgenauigkeit betrifft.
Wie schon angedeutet, kommt es natürlich auch darauf an, dass das Schneckenrad zur Schnecke exakt justiert ist. Es gilt ja nicht nur das Getriebespiel einzustellen, es müssen da auch einige andere sehr wichtige Parameter beachtet werden - da gibt es etliche Fehlerquellen! Wie gesagt, da gäb's viel zu erzählen...

Gruß, Nirosta
Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau
 
Hi!
Ja deine Seite kenne ich in und auswendig! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Kannst du mir denn was sagen (außer die Faustregel Modul 1 zu wählen), auf welche Kriterien ich sonst noch achten muss?
mfG Michael
 
Hallo Michael,

ich kenn deine Seite natürlich auch. Zu deinen Fragen:

1. Warum müssen die Schnecken justierbar sein?
Antwort: In erster Linie um das Spiel zwischen Schnecke und Schneckenrad einstellen zu können. Auf der Seite http://zellix.bei.t-online.de/schn.htm ist beschrieben, wie ein Schneckenrad hergestellt wird. In exakt der selben Stellung wie der Wälzfräser bei der Bearbeitung war, muss nachher die Schnecke eingebaut werden - mit dem entsprechend vorgesehenem Spiel natürlich. Wird die Schnecke verdreht oder versetzt eingebaut (oder beide Fehler zusammen), so entsteht ein ungleichmäßiger Lauf des Schneckenrades, auch unter "periodischer Fehler" bekannt.

2. Können an der Deklinationsachse und an der Rektazensionsachse verschiedene Antriebe benutzt werden?
Antwort: ja

3. Kann ich für den Deklinationsantrieb auch ein Billiggetriebe vom Schrottplatz verwenden ohne auf die Fototauglichkeit der Montierung zu verzichten?
Antwort: Nur bedingt. Ich würde einen federbelasteten spielfreien Tangentialarm nehmen - über Motor zu verstellen

4. Wer kennt DEN Hersteller für Schneckengetriebe? (also gibt es konkrete Erfahrungen mit den Firmen weil bei der Suche mit Google wird man ja von Anbietern überschüttet und ich suche PREISWERTE Räder also 120-150 Euro...)
Antwort: Ich hoffe, da meldet sich jemand - den such ich nämlich auch schon lange...

5. Was muss genauer sein, das Schneckenrad oder die Schnecke?
Antwort: Beide müssen die gleich präzise bearbeitet sein


Grüße, Nirosta
 
Hi,Hubert
bei Wetzlar-Kremp hatte ich mal wegen 250er Schneckenrad angefragt-macht der nicht-bietet aber in Einzelfertigung 210mm Räder an-da kann man sicherlich gewissen einfluß auf die konstruktion annehmen
preis so ~ 265 DM +schnecke 60 DM
vielleicht ne Sammelbestellung sinnvoll <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo,
Meine Seite "Herstellung und Berechnung von Schneckengetrieben" http://zellix.bei.t-online.de/schn.htm (weiter oben schon erwähnt worden) habe ich um einen Aufsatz "Gedanken zum Schneckengetriebe" erweitert - für diejenigen, die sich näher mit Schneckengetrieben befassen wollen oder müssen...

Gruß Nirosta
 
Hi!
ja also die Frage hat sich bei mir bereits erledigt: <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
3. Kann ich für den Deklinationsantrieb auch ein Billiggetriebe vom Schrottplatz verwenden ohne auf die Fototauglichkeit der Montierung zu verzichten?
Antwort: Nur bedingt. Ich würde einen federbelasteten spielfreien Tangentialarm nehmen - über Motor zu verstellen

Nun meine Idee:
das Schneckenrad für die Deklinationsachse kann von den Laufgenauigkeiten schlecht sein. Das einzige, was gegeben sein muss ist Spielfreiheit ja?
Was bedeutet Spielfreiheit?
muss ich die Schnecke so weit in die "Rillen" des Schneckenrades drücken, bis die Zähne der Schnecke den boden des Schneckenrades erreichen?
Wie muss das überhaupt sein?
Wenn ich die Schnecke justiere... in welche Richtung justiere ich die denn dann? Abstand Schnecke <->Schneckenrad oder eine andere Verschiebung?

Also ich brauche Modul 1. Was für eine Steigung brauche ich?
Mir wurde gesagt, dass bei Modul 1 die Steigung ohne Belang wäre. Was ist denn besser, wenn ich die Auswahl habe?
Welche Schneckenräder haben weniger Spiel, die mit einem großen oder die mit einem kleinen Modul?!
hmm wieder so hammerfragen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />
Ich hoffe sie sind nicht ZU hart!
mfG Michael
 
Hi Michael,
ich denke Du solltest nun die beantworteten Fragen erstmal durchgehen und Dir nicht so viele Gedanken machen welche "Steigung" dein Schneckentrieb haben soll. Also zum einen ist dir geantwortet worden, du könntest in der Deklination einen Tangential-Antrieb bauen und das IST DER TIPP, weil zum einen sehr genau in der fotografischen Nachführung und zum anderen relativ einfach zu bauen. Desweiteren kannst du dann zur unterstützung der Dekli-Achse einen einfachen Schneckentrieb bauen, der dir die Einstellung der Objekte in Deklination ermöglicht. In Stunde müsstest du einen relativ guten Schneckentrieb verwenden, diesen könntest du mal bei Maedler anfragen. Die Firma Maedler macht doch verschiedene Schneckentriebe. Wichtig bei der Auswahl des Schneckentriebes ist daß das Schneckenrad relativ stabil ist, also mind. 10 mm breit sein sollte und daß es nicht unbedingt mit all zu dünnen Speichen gegossen ist. Die Schnecke wiederum müsste relativ lange Achs-Schenkel haben, damit du diese auch vernünftig lagern kannst. Alles andere bringt der Schneckentrieb mit sich und musst dir keine Gedanken drum machen.
Gruß,
Max
 
..nein, eigentlich nicht. Kaufe für die Deklination eine relativ günstige, da dieses Schneckenrad ja nur zum "von Hand-Einstellen" dient und zum Nachführen während der Belichtung hast du dann diesen Tangential-Antrieb. In der Stundenachse musst Du halt eine etwas stabilere Ausführung haben, Modul 1 ist ok. Dann musst du schon die Schnecken in beiden Achsen so konstruieren, daß sie einstellbar bleiben, wie das geht, siehst Du am besten auf der Site von Kurt? oder halt googelst du mal ein wenig.
Generell kannst Du da aber wenig falsch machen.
Gruß,
Max
 
Hallo Nirosta!

Ich habe mich in den letzten Tagen mal wieder mit den EQ6-Beiträgen beschäftigt und bin einem Kauf
noch immer nicht ganz abgeneigt. Aber der Nachführfehler...
Wäre da Einschleifen eine echte Verbesserung?

In wie weit verringert denn das nachträgliche Einschleifen des Schneckengetriebes mit Schleifpasten
den periodischen Fehler? Kann man so jede Montierung verbessern? Oder macht man sich bei der
Spieljustage nach dem Schleifen alles wieder kaputt?

Und vielleicht auch für Michael ganz interessant: Wie wäre es denn mit einem Bandantrieb?
Also nur Schrittmotor und großes Gegenrad über einen Riemen verbunden? Das Gegenrad sollte doch
einfach (und genau) zu drehen sein. Man kann Ausfräsungen zur Gewichtsersparnis einbringen.
Nur die Selbsthemmung fehlt. Aber zum Aufbau der Mount könnte ja ein Bolzen das Gegenrad sperren.
Mit Microschritt sollte doch so eine sehr gute Nachführung möglich sein, oder?

Viele Grüße

Lars
 
Hallo Lars,
eine gute Frage - dieses Problem werde ich in meinen Aufsatz mit einbeziehen.
Bevor man ein Einschleifen in Erwägung zieht, sollte zuerst die Oberfläche der Schnecke auf Grate, Riefen (mit 6fach Lupe oder Okular) überprüft werden. Ist z.B. ein winziger Grat entfernt, kann der per. Fehler schon deutlich reduziert sein. Ein Eischleifen bringt meiner Ansicht erst etwas, wenn die Zahnlücken im Schneckenrad eingelaufen sind, Riefen aufweisen... Primär werden aber bei solchen Aktionen nur die Oberflächen geglättet. Der Lauf kann danach ruhiger sein. Der periodische Fehler muß dabei nicht unbedingt besser werden - er kann sich sogar verschlechtern.

Zu deinem Vorschlag zum Bandantrieb. Es wurden schon sehr viele Antriebsarten in Teleskopmontierungen verbaut. Unmöglich kann ich hier alle mir bekannten Arten aufzählen. Auf http://zellix.bei.t-online.de/vds/adeut.htm kann man z.B einen Reibradantrieb sehen...

Freundlich Grüße, Nirosta
 
Hallo Nirosta,

so ein Reibradantrieb habe ich auch schon mal bei einer sehr großen Montierung gesehen. Aber Metall auf Metall gefällt mir nicht wirklich. Und das Holzrad, ohne Worte. Die Mount mit den Roboterarmen habe ich auf dem ITV gesehen. Sehr schön für selbstgebaut aber auch sehr teuer. Und der Restnachführfehler war irgendwie nicht periodisch, durch das komische Getriebe bedingt. Da war irgendein flexibler Zahnring drinnen der in einem Innenzahnring lief. Sehr interessant!

Aber noch mal zum Schleifen: Ich kann mir schon vorstellen die Schneckenwelle alla Michael fest zu lagern und dann unter Last einzuschleifen. Naturlich erst sehr grob und dann immer feiner. Es muss schon mehr als nur eine Politur sein. Alle Präzisionsteile werden doch geschliffen, geläppt oder so? Nur darf ich dann die Einstellung nicht mehr ändern weil ich damit die Winkelverhältnisse der Zahnflanken zueinander verändere. OK, Dreck im Fett kann natürlich immer vorkommen...

Hach, man müsste es mal ausprobieren!

Viele Grüße

Lars

 
Hallo Lars,

in der Tat können durch das Läppen die Teile aneinander sehr genau angepasst werden. Man denke nur mal an die Herstellung eines Fernrohrspiegels (eigentlich wäre der richtige Ausdruck Spiegel"läppen" stat Spiegel"schleifen" - nur so nebenbei). Beim "Einläppen" eines Schneckentriebes geschieht aber folgendes: Es wird sowohl die Form der Schnecke als auch die Form des Schneckenradzähne verändert. Schau dir mal ein verschlissenes Schneckengetriebe an: Da ist im Prinzip nichts anderes passiert als beim Läppen. Dieser Vergleich ist narürlich übertrieben, aber du verstehst was ich meine?

Gruß, Nirosta
 
Klar, es ist quasi eine schnelle Abnutzung! Aber wenn's hilft...
Ich habe noch mal im Buch "The Design and Construction of Large Optical Telescopes" nachgeschaut.
Da wird noch mal der Reibradantrieb vorgestellt (mit allen Vor- und Nachteilen).
Fazit: Schnecke ist bei großen Scopes out, Reibrad sehr gängig (bis über 4 Meter Durchmesser des Gegenrades)
und eine Art Linearmotor wohl top aber auch teuer.
Sieht so aus wie eine Bremsscheibe beim Motorrad wobei die Scheibe der Magnet und die Bremse die Spulen sind.
Das Ganze natürlich mit mehreren Metern Durchmesser.
Für den Amateur aber alles zu groß und teuer. Also hilft wohl doch nur Schnecke+Qualität=gute Nachführung.

In diesem Sinne

Lars
 
Hallo Primax,
wie soll denn eine Kombination Dec-Schneckenantrieb plus Tangentialarm aussehen?
Auf die technische Ausführung und ihren Sinn wäre ich sehr neugierig.
C.S.Peter Böhm
 
Hallo Michael,

Deine Probleme sind so typisch - kenne ich auch. Deshalb hier mal so ein paar Antworten aus Sicht eines Nicht-Feinmechanikers, der trotzdem an Montierungen bastelt. Ich habe allerdings nicht den Anspruch nach 2-Bogensekunden periodischem Fehler...

1. Antrieb in Dek: Kann von dem in RA unterschiedlich sein, also z.B. auch einfacher ausgeführt. Ich bin derzeit dabei meine alte Wachter-Montierung mit einem Dek-Schneckenantrieb nachzurüsten. Dafür verwende ich ein 100-Zähne-Rad (Modul 1) von Kremp-Wetzlat. Ziemlich billig - und sicher besser, als Schrott zu verwenden! Für Dek aber ausreichend, wenn die Montierung ordentlich eingenordet ist. Bei Kremp gibts preiswerte Schneckenräder "von der Stange" bis 150 Zähne.

2. Unterschiedliche RA- und Dek-Antriebe wirken sich eigentlich nur für GoTo-Ansteuerung aus. Die funktioniert bei einfacherern Steuerungen (Sinus 2 /MTS-3) nämlich NUR mit gleichen Übersetzungen in beiden Achsen. Aufwendigere Steuerungen (FS2) können aber auch unterschiedliche Übersetzungen berücksichtigen.

3. Justiermöglichkeiten müssen deshalb sein, weil es (mit Amateurmitteln) fast unmöglich ist, die Schnecke 100-prozentig richtig einzubauen. Man wird immer kleine Fluchtungsfehler o.ä. haben, die man dann eben wegjustiert. Nicht berücksichtigt sind dabei natürlich die leichten Veränderungen im Laufe der Zeit (einschleifen oder Abnutzung), die man auch gerne nachjustieren will, ohne deshalb die gesamte Schneckenhalterung neu zu bauen.

Im Übrigen: Die RA-Schnecke meiner Wachter-Monierung war auch von Wachter selbst verkantet eingebaut und lief deshalb schlecht. leider hat Wachter nur sehr eingeschränkte Justagemöglichkeiten vorgesehen, so dass ich mit hauchdünnen Unterlegplättchen korrigieren muss... Es sind also nicht nur die Selbstbastler, die "großzügig" arbeiten...

Ich hoffe, diese Erfahrungen/Überlegungen helfen Dir weiter.

Gruß,
René
 
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