Nova, ein neues fotografisches Newtonteleskop

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hallo Peter,

deine HP hat gleich einen Ehrenplatz unter meinen Favoriten bekommen.

Aber wer gleich einen Wynne-Korrektor von P.Keller einplant, handelt schon nach der Devise: nicht kleckern sondern klotzen!

Mich würde vor allem mal das Gewicht des kompletten Tubus interessieren.

Ich habe ja auch das Ziel, meinen 18" f4.5 mal fotographisch zu nutzen. Da ich das Ganze aber weitgehend selber baue (bis auf den Spiegel aus USA - ohne Probleme übrigens) dauerts halt ein wenig.

Ich bin auf deine fotografischen Ergebnisse schon mal supergespannt.

clear skies

Wolfgang
 
Wer die Kohle für sowas zur Verfügung hat, darf sich wirklich glücklich schätzen!

Hallo,
Ich weis ja was ich für den Spiegel bekommen habe. Ich habe eine ungefähre Vorstellung davon was der Tubus gekostet hat. Facit: Ich kenne Leute die haben für ein Obsession von Kriege aus den USA mehr bezahlt. Das Ergebnis was wir hier sehen ist auch ein Erfolg einer besonderen Begabung ganz genau zu wissen was man will, und dann auch bereit sein zu suchen wo man das preiswert und perfekt her bekommt.
Natürlich kannst du dir ein ähnliches Instrument von P. Keller kaufen und halt da dann die Entwicklung, und die entsprechenden Preise bezahlen.
A propos: Man hätte ja, da das ganze sowieso praktisch ausschließlich fotografisch genutzt werden soll, den Fangspiegel weglasen können, den Korrektor und die Kamera direkt im Primärfokus einbauen können. Fokusierweg brauchst du da praktisch keinen, das kann man beinahe mit drei Justierschrauben justieren und fokusieren. (nur so eine Idee)
Grüße Martin
 
Hallo Wolfgang,
das freut mich besonders, daß Dir meine H.P. so gut gefällt. Wie ich schon oben schrieb, ist es sicher meine letzte große Umrüstung, und da soll alles perfekt funktionieren. Der Tubus mit Spiegel wird etwas über 60kg wiegen. Auf die Fotos bin ich selbst sehr gespannt, und glaube ja nicht, daß ich keine elenden Wartezeiten hinter mir habe!! Wenn Du alles selbermachen kannst, dann beneide ich wiederum Dich, denn alles selbstgemachte bringt m.E.
doppelte Freude.
Alles gute auch für Dein Projekt.
Mit herzlichem Gruß Peter.
 
Hallo,
super Gerät! Eine Frage zur Fotographie - ist es möglich bei grossen Teleskopen etwaige mechanische Schwingungen elektronisch auszugleichen?
Grüsse
Andi
 
Hallo Martin,
den Okularauszug hätte man nicht weglassen können,
weil ich nach über 10 Jahren Schmidtkamera endlich auch mal
wieder "glotzen" wollte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> Deinen 18,5" Spiegel dahaben, und
nicht mal den Mond sehen???
Es ist gut, wie es ist.
Herzlichen Gruß Peter.
P.S Übrigens bin ich ja so viel variabler. Es ist sicher einfacher,
mit dem computergesteuerten Okularauszug andere Kameras oder was immer dranzuhängen, als den ganzen Kram total einzubauen.
 
Hallo Andi,
danke, aber ich habe davon noch nie was gehört, ich bin der Meinung, daß von vorne herein nichts schwingen darf.
Allerdings gibt es von SBIG die AO7, ein Vorsatzgerät für deren CCD_Kameras, die in die Nachführung eingreifen, und kleine, träge Nachführfehler der Getriebe ausgleichen können.
Aber schwingen sollte da nichts,
und das ist ja primär eine Frage der Montierung, bei den etwa
250 kg meiner OTE 1200 B auf Betonfundament ist selbst bei
600x das einzige, das schwingt, leider die Luft.
C.S Peter.
 
Hi Zusammen,

da wird man an physikalische Grenzen stossen. Bitte stellt Euch mal die Anforderungen vor. Ich möchte mal behaupten, daß die relevanten Schwingungen so im Bereich 20Hz bis runter auf 0,5 Hz stattfinden.
Diese Schwingungen wären nur mit Motoreinsatz zu kompensieren. Für die hohen Schwingungen ist aber das Getriebespiel zu hoch, und wegen der Reaktionszeit durch Detektion und Getriebespiel bleibt von einer langsamen Schwingung dann ein hochfrequenter Rest, der geradezu erzeugt wird. Dazu kommt, daß eine Schwingung der Montierung ja ohnehin auf einer Resonanzbasis stattfindet, und der setzte ich dann mit Motorkraft eine gleichfrequente Schwingung auf, die aber nur für das Teleskop entgegengesetzt ist, nicht aber für den ruhenden Teil, also vom DE-Lager an abwärts. Ich würde also das ganze Gebilde gleich noch mit Resonanzschwingungen versorgen.

Das ganze stellt also gewaltige Ansprüche, die im Amateurbereich unüberwindbar sein dürften. Obige Gedanken fordern ja, daß man nicht die Schwingung direkt ausgleicht, sondern daß man sie per Interferenz auszugleichen sucht.
Man muß hier ähnlich schnell arbeiten, wie die aktive adaptive Optik, die aber hat den Vorteil, durch die Piezo-Elemente mechanisch direkt wirken zu können.

Ich denke, es wird immer erheblich billiger sein, Schwingungen an sich zu verhindern.
-> Montierungssteifigkeit, Windschutz, Fokussiermotor, schwingungsdämpfende Füsse

Clear Skies
Sven
 
Hi,
Kann mich den vorrednern nur anschließen
Wahnsinns Teleskop <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Selbstbau betreibt man ,um Geld zu sparen-und das haste doch oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> somit bist du ein ATM-freak <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Besonders deine Spiegelzelle ist absolut professionell
Frage : entsteht da wirklich kein Astigmatismus durch die vielen Kunststoffschrauben(verspannung durch falsches anziehen)?

Frage : was würde deine Monti für ein Refraktor(D,f?)max. tragen können für rein visuelle Beobachtung?
 
Zitat:
Aber eins muß ich dennoch anmerken, auch wenn mich vielleicht einige steinigen: Ein reiner Selbstbau scheint es wohl nicht zu sein...

Hallo Ralf und Peter,
nur kurz eine Information von der Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau: Fürs VdS-Journal werden sowohl kommerzielle Instrumente als auch pure Selbstbauten abgedruckt. Das darf sich auch auch überschneiden, z.B. mit Verbesserungen an kommerziellen Geräten. Selbstverständlich sind auch Berichte von Geräten willkommen, die zwar selbst konstruiert aber mangels Möglichkeiten von anderen hergstellt wurden.


Zitat:
ist es möglich bei grossen Teleskopen etwaige mechanische Schwingungen elektronisch auszugleichen?

Hallo Andi,
ich denke, wer ein solches Projekt wie Peter durchführt, dem wird der Begriff "Steifigkeit, Masse und das daraus resultierende Schwingungsverhalten" nicht unbekannt sein. Als erstes gilt es im Montierungsbau, die Mechanik in den Griff zu bekommen. Schwingungsdämpfung ist zwar ein weit umspannendes Gebiet - man denke nur mal an den Automobilbau. Ich habe auch noch nichts darüber gehört, dass man im Montierungsbau mechanische Schwächen durch Elektronik ausgleichen könnte.

Ach ja, ein Buch kann ich noch empfehlen: "Fernrohre und ihre Meister" von Rolf Riehker


Gruß Nirosta
 
Hallo Clark,
danke für das Lob.
Also gerade durch die große Anzahl an Schrauben vermeide ich jede Verspannung, denn diese werden ja nicht angeknallt, sondern ohne Werkzeug nur angelegt mit den Fingerspitzen. Der Spiegel ruht also in jeder Lage in einem festen Gürtel, im Gegensatz zu einer Lagerung an drei seitlichen Anlagepunkten, wo beim Blick zum Horizont die
25 kg des Spiegels auf einem Punkt liegen, und m.E.die optische Kurve deformieren.Die noch"etwas größeren" Profiteleskope sind noch viel aufwendiger gelagert, da ist mit 3 Schräubchen auch nichts mehr zu machen.
Zum Selbstbau: alle Teile sind nach meinen Vorstellungen perfekt gefertigt, ein Teleskop dieser Qualität würde
bei Zulieferern für Deutsche Spitzenteleskope das 2,5fache
kosten, und hätte doch gegenüber Nova nicht diese Details.

Ich habe schon von bei bekannten Hobbyfreunden die tollsten Dinger erlebt mit teuer bezahlten Teleskopen.
Zur Tragekraft der Monti hänge ich Dir den Link zu OTE dran.
(Ich glaube nicht, daß ein Refraktor, den wir gewöhnliche Sterbliche uns leisten können, das Ding zum Wackeln bringt!)

Mit freundlichen Güßen
Peter.
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