Nullsensor -> Automatisch auffindbare Home-Position, warum nicht standardmäßig eingebaut?

fuetti

Aktives Mitglied
Teure Montierungen haben absolute Positionsmessung durch absolute oder relative Winkelsensoren.
Bei Servomotoren ist das offensichtlich notwendig.
Bei Schrittmotoren jedoch kennt man im Prinzip immerhin die relative Position durch die Zahl der Schritte.

Die absolute Position mit Schrittmotoren kennt man allderdings nur, wenn das Homing einwandfrei funktioniert und sauber durchgeführt wird.
Doch die kleinste Abweichung zerstört diese Information, z.B. wenn man das Teleskop bewegt (andere Kamera -> anderer Schwerpunkt), einen Feststellhebel nicht fest genug angezogen hat oder man eine der Achsen manuell drehen musste, weil die Montierung nicht präzise genug steuert.
Dann muss man wieder alles in die Home-Position fahren und neu einstellen. Das ist nervend!

Sehr preiswerte Lösung: Nullsensoren, die der Montierung sagen, wenn sie in der Home-Position ist.

Warum ist das bei Montierungen für den Massenmarkt nicht standardmäßig eingebaut?
Oder gibt es andere Tricks, wie man sich das Leben erleichtern könnte und ich machs umständlicher als nötig?

Claus
 
Hallo,

Plate Solving ist das Zauberwort.
Seit ich Nina verwende, interessiert mich die mechanische Lage der Montierung nicht mehr.
Die Programme CartesDuCiel, GreenSwampServer, PHD Guiding2 und NINA tauschen alle Daten untereinander aus, so daß ich nur noch die Motive und die Belichtungswerte auswählen und den Prozess starten muß (starke Vereinfachung).
Bis dahin war es aber eine steile Lernkurve mit vielen Umleitungen. :)

Gruß
 
Bei mir funktioniert Plate Solving nicht mit Ekos/indi.
Bin noch mitten in dieser Lernkurve ;-)

Hat jemand mit Nullsensoren schon experimentiert oder diese selbst gebaut?
 
Nein – meine Lösung als Mac-User, wenn ich sowas brauche, ist mittlerweile der Mini-PC mit Windows 11 Pro am Teleskop, auf dem Sharpcap, ASCOM und Co laufen. Wird dann per Windows-App vom Mac remote gesteuert.

Beste Grüße,
Alex
 
Meine Ragdoll 20 Pro hat einen physikalischen Home Sensor. Ich finde das auch super praktisch, da sie auch einen kleinen Button an der Seite hat, den ich zu jederzeit bedienen kann, vorausgesetzt, die Montierung hat Strom. Ich finde auch, dass physikalische Home Sensoren zum Standard gehören sollten. Find ich klasse!

VG
Tom
 
Hallo,
ich verwende ebenfalls Plate Solve mit NINA an 3 Montierungen, wobei ich je nach Objekt Doppelsetups -parallel montiert- und Single-Setups verwende. Die Nullpositionen unterscheiden sich dann logischerweise um 90 deg. Ich habe an jeder Montierung 2 Markierungen, um 90 deg versetzt, das reicht völlig aus. Bräuchte man dann für diesen Fall 2 Endlagenschalter oder macht das die Software?
CS Dieter
 
Hallo,
ich verwende ebenfalls Plate Solve mit NINA an 3 Montierungen, wobei ich je nach Objekt Doppelsetups -parallel montiert- und Single-Setups verwende. Die Nullpositionen unterscheiden sich dann logischerweise um 90 deg. Ich habe an jeder Montierung 2 Markierungen, um 90 deg versetzt, das reicht völlig aus. Bräuchte man dann für diesen Fall 2 Endlagenschalter oder macht das die Software?
CS Dieter
Ich hätte gedacht, dass beim Homing die Nullpunktsensoren der Software ein "stop"-Signal geben.
So ähnlich funktioniert das auch bei manchen CNC-Maschinen und 3D-Druckern, nur hat man da 2 Sensoren pro Achse.
Da genügen i.A. einfache Mikroschalter.
Markierungen habe ich auch, und die sind für kurze Brennweiten ausreichend. Hat das Teleskop >500mm hast Du dabei keine Freude mehr.

Bei einer Montierung darf er ja nicht die Bewegung behindern. Ist da vielleicht ein optischer Sensor sinnvoll und präzise genug?
Kennt sich da jemand aus hier?




VG, Claus
 
Hallo Claus,
ich wende dieses Vefahren auch beim 10" Meade mit 2032mm Brennweite auf iOptron CEM 70 ohne jedes Problem an. Ich habe wenig Optik kleiner 500mm. Allerdings mache ich das auch schon ein paar Tage.:)
CS und VG Dieter
 
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