Nur 30 fach?

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petb1

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Hallo zusammen.
Bin neu hier im Forum.
Durch ständiges Googeln im Internet, über die Marslandung, und in weiterer Folge auch durch Bilder über andere Planeten, bin ich auf den Geschmack gekommen mir die Sterne mal genauer unter die Lupe(Fernrohr) zu nehmen.
Da ich seit klein auf Mit Terestrischen Fernrohren und Ferngläsern der Firma Swarovski und Zeiss schaute,(mein Vater ein Fernglasfan),und ein Swarovski 30x75 besitze, wollte ich dies jetzt mal zum einsteigen in die Astronomie verwenden.
Da es bis jetzt imma schlecht Wetter war, konnte ich das Fernrohr noch nei Astronomisch testen.

Jetzt meine Frage, wird es für den Anfang ausreichen.
Was ist mit 30 facher Vergrösserung alles zu sehen? Und is 75mm durchmesser genug?

Was kann ich mir erwarten?

Mfg

Peter
 
Hallo Peter,
Bei http://www.taunus-astronomie.de/art_gf.html findest Du ein paar Beispiele, was man am Himmel sehen kann. Bei 30-facher Vergrößerung siehst Du ungefähr das, was bei 900mm Brennweite mit einem 30mm Okular zu sehen ist.
Wenn Du den deepsky-brothers: http://www.deepsky-brothers.de/ Über Einsteiger/Beobachtung Fernrohransichten/ folgst, siehst Du, welche Auflösung man mit 75mm Öffnung erzielen kann...

Alles in allem, kannst Du mit dem Fernglas schon einiges am Himmel erkennen.

CS(clear skies), Holger
 
Hi!
wahrscheinlich sieht man nicht viel, die Bilder (Beispielsweise von Andromeda täuschen, da man die Galaxie so nur mit 10" Öffnung sieht.
Du kannst dir mal den Mond und vielleicht Saturn - später auch Jupiter anschauen, für deep-sky wirds nicht reichen.

Gruß,
Clemens
 
Hallo Peter,

ein Fernglas oder Feldstecher ist für viele Sternfreunde der Einstieg, aber fast für jeden auch neben dem Teleskop ein häufiger Begleiter.
30x ist schon eine recht hohe Vergrößerung, was einerseits erfordert, dass man ein Stativ verwendet, um wirklich angenehm beobachten zu können, andererseits ermöglicht es auch einiges mehr, als der übliche 10x50. Für besondere Übersichtsbeobachtungen könnte ein 10x50 aber trotzdem seinen Sinn haben...

Mit dem 30x75 kannst Du jedenfalls eine ganze Reihe Objekte beobachten. Jupiter und Saturn sind ja derzeit gut beobachtbar, Saturn früh am Abend, Jupiter später. Von Saturn müsstest Du die typische Form des "Henkelplaneten" erkennen können, und flächig ist die Planetenkugel auch schon. Von Jupiter sollten sich ganz schwach die beiden Wolkenbänder abzeichnen. Natürlich sind auch die vier gallileischen Jupitermonde zu sehen und als hellster Saturnmond Titan, bei den anderen Saturnmonden wird es wohl schwierig.
Mars ist im Moment so weit entfernt und so klein, dass ich bezweifle, dass man ihn in der Abenddämmerung noch packt und als flächig erkennen kann.

Interessanter wird die Optik aber bei Deepsky-Objekten. Die vielen offenen Sternhaufen der Messier-Liste lassen sich hervorragend beobachten und auch einige Galaxien, wenn der Himmel dunkel genug ist. Das Galaxienpaar M81 / M82 zum Beispiel ist recht spannend. Und natürlich sollte man einen Blick auf die Andromedagalaxie wagen - unter wirklich dunklem Himmel ohne Störlicht naher Städte wird sie wohl das Bildfeld des Feldstechers sprengen. Unter schlechtem Himmel bleibt nur das Zentrum übrig, und das passt locker ins Bild.
Der Doppelsternhaufen H&Chi zwischen Perseus und Cassiopeia ist auch ein schönes Feldstecherobjekt.

Du solltest Dich etwas mit Literatur ausrüsten. Zum Beispiel ist der "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka ein guter Ratgeber, um interessante Objekte zu finden. Außerdem enthält das Buch Aufsuchkarten für den gesamten Himmel. Ergänzt mit einer drehbaren Sternkarte und einem astronomischen Jahrbuch bist Du darüber informiert, was gerade so am Himmel vorgeht.

Ach ja... wenn ab und an mal hellere Kometen beobachtbar werden, dann ist so ein Feldstecher das Mittel der Wahl.

Clear Skies
Sven
 
Ich danke euch für euer Wissen.
Warte jetzt nur noch bis es endlich mal Sternenklar wird in der Nacht.
Für den Fall dass ich süchtig werde nach Anblick der Sterne hab ich auch schon mal überlegt, ob ich mir nicht ein Astronomisches Fernrohr zulegen sollte.
Da gibts ja im Internet zu haufen Angebote um die ca. 200 bis 500 Euro.
Da ich bei einem Kauf etwas für längerfristig in Erwägung ziehe, würde ich auch nicht scheuen so bis zu 1000 Euro auszugeben.
Kann man es Preißlich kathegoresieren, wo mann sich bewegen sollte, um etwas brauchbahres auch für deep Sky zu kaufen?

Peter
 
Hi!

Das ist so eine Standard-Frage in diesem Board - überflieg einfach mal die letzten paar Seiten und schau dir die Threads mit interessanten Titeln an.
Für 200 Euro kriegst Du ein ziemlich gutes Okular oder ein ziemlich wacklig montiertes Teleskop, das keinen Spaß macht, oder einen brauchbaren Dobson ohne jegliches Zubehör. Bis 500,- geht schon einiges, außer Du willst was auf parallaktischer Montierung (ein "richtiges" Teleskop, wie man's sich vorstellt). Ein solider 8"-Dobson ist in der Preisklasse schon drin, kann bei der Ausstattung aber Wünsche offen lassen.

Mit bis zu 1000 Euro sollte ein schöner 8"- bis 10"-Dobson mit ziemlich vollständiger Ausstattung gut machbar sein - das wäre ein Spiegelteleskop auf simpler Hoch-Runter-Rechts-Links-Montierung, bei dem Budget auch mit brauchbaren Okularen, Filtern und Literatur. Mit acht Zoll Öffnung siehst Du am Himmel genug für die nächsten Jahre. Weniger als 8" zeigen bei vielen Deep-Sky-Objekten noch zu wenig Details. Das Gerät sollte keine zu kurze Brennweite haben (dadurch vergrößerst Du von Haus aus etwas höher und brauchst keine zu teuren Okulare, um scharfe Bilder zu krigen); außerdem hast Du für etwas mehr Überblick ja dein Spektiv (das einiges zeigen sollte - kleine Linsenteleskope mit 80mm Öffnung sind grad ziemlich beliebt, da kompakt und doch recht leistungsfähig). Der 8-10"-Dobson kann dann auch ein Leben lang Spaß machen, ohne Folgekosten zu haben.

Nimm's mir nicht übel, wenn ich auch beim Dobson auf die Threads in diesem Board verweise, da findest Du auch rasch Links zu einigen lesenswerten Einsteigerseiten.

Der Dobson ist in der Preisklasse die beste Alternative, die auch einem Einsteiger einige Aha-Erlebnisse im Okular gibt, und noch transportabel. Nur Fotografie geht nicht, aber die ist mit dem Budget eh nicht drin. Motorische Nachführung gibt's auch keine, aber damit kommen die meisten Leute ganz gut zurecht. Falls es in deiner Gegend eine (Volks-) Sternwarte gibt, unbedingt Kontakt aufnehmen, um die Geräte, ihre Ausmaße und Leistungsfähigkeit mal live zu sehen. Vielleicht kommt dann auch der Entschluss, lieber einem Verein beizutreten und die vorhandenen großen Geräte zu nutzen als sich was kleineres eigenes zu kaufen.

So, dass waren mal meine ersten Gedanken, die dir etwas Recherchestoff geben - dein Problem ist ja nichts ungewöhnliches:-) wenn die Fragen dann konkreter werden, immer raus damit.

Gruß,
Alex
 
Hi Peter,
Du fängst mal wieder die Diskussion nach dem optimalen Einsteigergerät an - die findest Du in diesem Forum schon viele Male (von anderen) durchgekaut. Alles, was wir Dir raten können, steht wahrscheinlich schon irgendwo.

Trotzdem:

Dein Anfang mit dem Fernglas ist schonmal gut (auch wenn 30fache Vergrößerung schon recht hoch ist). Du wirst wahrscheinlich noch oft mit einem Fernglas beobachten.

Dass Du an Deep Sky Objekten interessiert bist, schreibst Du ja auch schon - dafür brauchst Du im Allgemeinen vor allem Öffnung, denn Öffnung bringt Dir einerseits Auflösungsvermögen so dass Du Details erkennen kannst und andererseits Helligkeit, die Du benötigst um auch bei großen Vergrößerungen überhaupt die Objekte erkennen zu können.
Die meiste Öffnung fürs Geld bekommst Du mit einem Newton-Teleskop (Reflektor/Spiegelteleskop). Alternativ könntest Du einen Refraktor (Linsenteleskop) in Betracht ziehen - dabei gibt es große Unterschieden vor allem in Bezug auf die Farbreinheit und den Preis (ein Newton ist immer farbrein). Außerdem gibt es noch katadioptrische Systeme (Spiegel und Linsen im Strahlengang), wie Maksutov- oder Schmidt-Newtons bzw. -Cassegrains. mit ihren jeweiligen Eigenschaften.
Außerdem musst Du die Optik irgendwie beweglich montieren: den Newton gibt es mit günstigen Dobson-Montierungen (azimutal), die auf dem Boden stehen. Alle Optiken können auch auf ein Stativ montiert werden (azimutal oder parallaktisch), dabei übersteigt bei günstigen Optiken (Newton oder Fraunhofer-Refraktor) der Preis für die notwendige Montierung den der Optik, denn ein paar Kilo Teleskop mit seinen Hebelverhältnissen auf ein paar Bogensekunden genau zu halten ist eine mechanisch anspruchsvolle Aufgabe.
Zu jedem Teleskop benötigst Du weiterhin Okulare, die für das Teleskop angemessen sein müssen. Dafür gibst Du meist ebensoviel Geld aus, wie für die Optik. Die Okularbeigaben der Komplettangebote reichen meist allemal für erste Beobachtungen und um Hunger auf mehr zu machen.

Das weitere Zubehör (Rotlichtlampe, Sternkarten, Himmelsführer, warme Socken, Thermoskanne usw.) benötigst Du auch noch - selbst wenn Du nur mit dem Feldstecher beobachten gehst.

Mit Deinem Budget von 1000€ langfristig kannst Du schon eine ganz brauchbare Ausrüstung zusammenstellen - falls Dich aber der Virus packt, wird es schnell mehr werden ;)

Insbesondere bei den 'günstigen' Angeboten gibt es ein paar Fallen, in die Du nicht tappen solltest:
- Für Einsteiger grundsätzlich abzuraten ist von 'kurzbauenden Newtons', die eine deutlich längere Brennweite als Tubuslänge haben, weil sie optische Probleme haben, die von Einsteigern kaum beherrscht werden können.
- Oft sind die Montierungen unterdimensioniert. Das daraus folgende Gewackel stört den Beobachtungsspaß erheblich - danach steht das Teleskop meist dekorativ irgendwo in der Wohnung rum, anstatt am Himmel benutzt zu werden.
- Manch 'schnelles' Teleskop mit einem Öffnungsverhältnis (Brennweite zu Öffnung) von F/5 oder darüber - wie bei Fotoblenden: kleine Zahl ist 'schneller' - erfordert richtig teure Okulare mit Einzelpreisen von rd. 200€!

Außerdem of angepriesen und ebenso umstritten: 'GOTO'-Funktionalität, die erlaubt, dass das Teleskop sich von selbst auf ein Beobachtungsobjekt ausrichtet. Das funktioniert bei billigen Montierungen und Steuerungen meist schlecht, kostet aber Geld, das besser in die Optik investiert wäre.

Wenn Du nicht fotografieren oder mit (Kinder-)Gruppen beobachten willst - sowie bereit bist dich selbst am Himmel zu orientieren, bekommst Du die meiste Öffnung mit einem Newton auf Dobson-Montierung. Da gibt es brauchbare Optiken mit 8"(200mm) Öffnung schon für 2-300€. Demnächst wohl auch ein Einsteigergerät mit 6" (150mm) Öffnung. Dazu kannst Du das gleiche Geld nochmal in eine Okularpalette stecken (siehe: http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html)
und prima Beobachtungsnächte erleben.

Wenn Du mit (Kinder-)Gruppen beobachtest oder Dir die Dobson-Montierung nicht liegt, ist eine parallaktische Montierung sinnvoll, weil nur in einer Achse nachgeführt werdenmuss. Für den Preis der Montierung musst Du allerdings auf Teleskopöffnung verzichten. Du kannst dann einen 4.5"(114mm) oder 5"(130mm) Newton - F/6 oder langsamer! - oder einen 80mm Fraunhofer-Refraktor auf einer EQ-3 oder GP-Montierung (oder einem ihrer Clones) kaufen. Für weiteres Geld eine praktische Okularpalette dazu und los gehts.

Falls Du fotografieren und visuell beobachten willst ist eine _stabile_ parallaktische Montierung zwingend erforderlich. In diesem Fall wird Dein Budget schon sehr knapp.

Und weil das ganze so kompliziert ist und so sehr von Deinen Interessen und Vorlieben abhängt, wäre es am Besten, wenn Du Dir ein paar Sternfreunde oder einen Händler in Deiner Umgebung suchst, mit denen Du verschiedene Teleskope und Montierungen ausprobierst und Varianten durchdiskutierst und Dich dann erst wohlinformiert entscheidest. Hobby-Astronomen beissen nicht!

Einige Händler erlauben es übrigens, ein Teleskop vor Ort auszuprobieren oder gar fürs Wochenende auszuleihen und sind meist auch nicht teurer als Internetangebote.

Die dabei gemachte Beobachtungspraxis ist durch nichts zu ersetzen!

Grüße und CS
Holger
 
Hallo Peter,

ich würde sagen, Du hast das Mittel zu einem guten Einstieg in unser Hobby in der Hand.
Nutze es.
Mit einem guten Stativ darunter erschließst Dir dieses Fernglas schon viele astronomische Objekte und es ist (mit eier drehbaren Sternenkarte und dem "Karkoschka" dazu) das Mittel der Wahl, um sich in der Orientierung am Himmel zu üben.
Neben der Beobachtung sollte nun die Information über Fernrohre allgemein stehen und noch(!) keine konkreten Kaufüberlegungen.
Wir haben derzeit die kurzen hellen Nächte, allzuviel verpasst der Geduldige derzeit nicht.
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
http://www.deepsky-brothers.de/index.htm
http://www.taunus-astronomie.de/
Ein paar Beispiele für gelungene HPs mit Einsteigerinfos.
Sehr zu empfehlen ist auch die Kontaktaufnahme zu alktiven Beobachtern (und ihren Teleskopen) vor einem Kauf.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Danke euch für eüre zahlreichen Antworten.
Also eins steht fest, ich habe gestern mit meinem Fernglas den Mond beobachtet, und wahnsinn, was mann da alles erkennen kann. Ich beobachtete einen Sonnenuntergang in einem Krater. Echt irre. Zur späteren Stund versuchte ich anhand meiner Sternenkarte zum Saturn zu tasten. Ich fand den auch, allerdings wurde mir schnell klar, dass ich für sowas ein Anderes Gerät benötige, da mir das Resultat zu wenig war. Bei längerem Betrachten sah ich sogar die Ringe, allerdings nur ganz schwach. Ich will da mehr....

Ich hätte noch eine letzte Frage in Bezug auf die Vergrösserung. Mann liest ja da die unterschiedlichsten Meinungen.
Ich habe wie gesagt ein 30x75 Glas von Swarovski.
Mein Vater besitzt einen Carl Zeiss 20x60 Stabilisator(ein [zensiert] Teures Glas um ca.5000 Eur) vielleicht kennt das einer von euch.
Ich benutzte zum vergleich den Zeiss von meinem Vater und Peilte den Mond an. Und obwohl dieses Glas im vergleich zu meinem 30 Fachen nur 20 fach hat, konnte ich mehr damit erkennen. Es wahr einiges Heller, und auch deteils kamen besser raus.
Mein Vater der auf seinen Zeiss schwöhrt, meinte es liege an der Vergütung den Linsen, und der gesammten Güte des Glases, und meines könne dass mit der um 10fach mehr Vergrösserung nich wet machen....

Wie seht ihr dass, bzw. ist es auch beim Kauf darauf zu achten? Macht mann mit weniger Vergrösserung und mehr Güte des Glases mehr wet?


Danke euch nochmals für euer Wissen.

Peter
 
Hallo Peter,

ich habe ein 20x60, dein 30x75 zeigt also nochmal etwas mehr, aber auf alle Fälle sollte eine stabiles Stativ her. Ich denke, mit diesem Instrument könntest du den gesamten Messier-Katalog abfahren, wenn dein Himmel natürlich dunkel genug ist. Auch wenn Kugelsternhaufen nicht aufgelöst werden oder Galaxien nur einen lichtschwachen Schimmer abgeben, es macht einfach Spaß die ganze Objektvielfalt mit beiden Augen zu erleben. Doppel- und Mehrfachsterne, Veränderliche Sterne, helle Nebel, die Sonne und Kometen sind ebenfalls dankbare Objekte. In meinem 20x60 war z.b. die ovale Form von Saturn bereits deutlich zu sehen (bei günstiger Ringneigung könntest du sogar Galileos Beobachtung der Henkel nachvollziehen) und bei Jupiter sah ich neben der Monde etwas angedeutet auf dem Planetenscheibchen, Mars und Venus habe ich damit sogar schon am Taghimmel beobachtet. Doch vor allem wird dich der wechselnde Anblick des Mondes begeistern.

Du siehst, mit einem Fernglas (und Stativ) kann man doch schon viele Objektklassen erkunden. Nutze einfach die nächste sternklare Nacht - entweder es packt dich, oder nicht.

Doch auf einen Spruch von Wilhem Herschel möchte ich dich noch aufmerksam machen: "Erwarten Sie nicht, beim Schauen schon zu sehen, Sehen ist eine Kunst, die erlernt werden muss." Gerade für Anfänger ist das wohl der wichtigste Satz - indirektes Sehen sei hier als Stichwort genannt. Gerade bei den schwachen Deep-Sky-Objekten brauchst du Zeit und Geduld, doch am Ende zieht dich die Fernglasastronomie (vielleicht) doch in den Bann.

Es gibt auch Literatur mit Objektvorschlägen für den Feldstecher, desweiteren findest du in jeder Ausgabe von interstellarum unter "Astronomie mit dem Fernglas" auch viele Anregungen.

P.S. An die Moderation: Wäre dieser Thread vielleicht im Fernglas-Board besser aufgehoben? Vielleicht melden sich so noch mehr Fernglasbeobachter.
 
Hi Peter,

Wie seht ihr dass, bzw. ist es auch beim Kauf darauf zu achten? Macht mann mit weniger Vergrösserung und mehr Güte des Glases mehr wet?

Nein, es liegt an unserem Gehirn, das beidäugige sehen lässt 20x wie 40x aussehen, daher der Unterschied zu 30x mit nur einem Auge. Das hellere Bild wiederum hängt damit zusammen, das du mit dem Fernglas die größere AP (3mm im Vergleich zu 2,5mm) hast.

Gruß

Lots
 
Hi Peter,

hast Du mit Stativ beobachtet? Ein ruhiger Stand würde auch einiges ausmachen.

CS

Klaus

 
Wenn du am Saturn mehr sehen willst, dann hilft nur eins: Nachvergrößerung. Das Primärobjektiv sollte bei einem solchen Markeninstrument eine Vergrößerung von 70-100x gestatten. Das heißt, du benötigst eine etwa 3-fache Nachvergrößerung.

Diese Vergrößerung bieten die einfachen Fernsehbrillen, die es beim Optiker gibt (unter 20€). Du teilst das Gerät und nimmst nur eine Hälfte, die du irgendwie an das Okular adpatieren musst, z.B. mit einer Hülse zum Stecken.

Eine Kombination dieser beiden Geräte macht aus deinem 30x75 eben ein ~100x75. An Planeten siehst du deutlich mehr. Die optischen Mängel werden wohl eher von der Fernsehbrille als von deiner Primäöroptik herühren. Auf jeden Fall ist dies eine lohnende Ergänzung.

Und: Bau dir einen Sonnefilter aus Baader-Folie! Auch da gibt es viel zu sehen, 30x ist eine schöne Vergrößerung.
 
Hi,

wie gehst Du am besten vor ? - hier meine Tips (teilweise Wiederholungen meiner Vorredner, die natürlich die gleichen Erfahrungen gemacht haben):

1. Drehbare Sternkarte kaufen
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3440080617/ref=pd_bxgy_text_2/028-0597121-7649365
anwenden lernen und und die wichtigsten Sternbilder lernen...
2. Den 'Karkoschka' kaufen
http://www.amazon.de/Atlas-für-Himmelsbeobachter-Objekten-Sternkarten/dp/344008826X/ref=pd_sim_b_1
und die hellsten Objekte mal suchen (mit Hilfe der Sternbilder !) und diese studieren
(3) Ein astronomisches Jahrbuch kaufen
http://www.amazon.de/Kosmos-Himmelsjahr-2008-Sterne-Jahreslauf/dp/3440110214/ref=pd_sim_b_1
damit man den Jahreslauf der Sterne mal exemplarisch vor Augen geführt bekommt und weiss was Planetenbewegungen sind...
4. Ein Stativ ist ein Muss für jede Vergrösserung > 10x.

5. Wichtiger als ALLES andere ist: MAXIMAL dunklen Himmel suchen ! Mit dem Auto rausfahren, möglichst hoch hinaus und weit weg von den Städten. Bei schlechtem Himmel ist das grösste Teleskop sinnlos. Bei gutem Himmel macht das Beobachten selbst mit einem kleineren Gerät sehr viel Spass ! Aus diesem Grund ist maximale Transportabilität Deiner Ausrüstung essentiell wichtig ! Wichtig ist auch Richtung Süden möglichst uneingeschränkte Sicht (keine Bäume etc) zu haben und in dieser Richtung keine Städte (Streulicht, Himmelsaufhellung) zu haben.

6. Ein grosses/teures Teleskop/Feldstecher ersetzt am Nachthimmel kein Know-How. Deshalb langsam lernen und DANN wachsen, nicht umgekehrt. Mit dem Feldstecher anfangen ist ideal ! Nur muss man sich eben orientieren können und wissen WO die Objekte sind, die ich sehen will... Übrigens zu Deiner Frage ist zu sagen: Hohe Vergrösserung ist gar nicht entscheidend für Astronomie-Beobachtungen - sondern Objektivöffnung ! (= maximal viel Licht aufsammeln)

7. Falls Du mal ein Teleskop willst: 8" Dobson f/6 + 3 versch. Okulare + 1 Nebelfilter. Fertig. Reicht für 10 Jahre Beobachtungsspass, wenn man es richtig macht !

8. Nimm's nicht persönlich aber eine Warnung noch: Die richtige Frage ist nicht 'was kann ich erwarten' (die Antwort darauf ist nämlich: nicht viel - und zwar auch mit Teleskopen !) - sondern einfach ausprobieren und dann fragen: 'Wow, was ist DAS denn ?' - d.h. das Live-Erlebnis steht im Vordergrund. Wenn Du von Hubble-Space-Teleskop Bildern begeistert bist und diese sehen willst, ist es am besten zuhause am Computer zu surfen... Du wirst i.a. sehr enttäuscht sein von Deinem Feldstecher - und auchj von allem was Du als Privatperson so kaufen kannst. Selber nachts am Himmel zu beobachten ist etwas VÖLLIG anderes und hat seinen ganz eigenen Thrill, völlig egal mit welchem Teleskop oder Feldstecher !

9. Such Dir Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch, d.h. z.B einen Astroclub in Deiner Umgebung ...

Guten Beginn + viel Spass !
Peter
 
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