Hallo Peter,
ich würde einen normalen Crayford in guter Qualität verwenden.
Gründe dafür:
- mit Abstand am einfachsten zu integrieren
- relativ steife Lösung (Fotografie!)
- eine gewisse Länge des OAZ ist ohnehin erforderlich zur Ausblendung von seitlich einfallendem Streulicht. Alternativ müsste man den Tubus nach oben weiter überstehen lassen
Einen Okularschlitten wollte ich auch mal bauen, hab's dann aber aufgegeben.
Gründe:
- eine steife Führung des FS ist nur mit großem Aufwand machbar (Fotografie!)
- Die ganze Sache ist sehr aufwendig: man braucht ein Riesenloch im Tubus, muss eine steife und spielfreie Linearführung zusammenbasteln, muss sich überlegen wie man den Fangspiegel befestigt (fette 1-Arm-Strebe kommt nur in Frage bei rein fotografischer Verwendung), eine Verstellmöglichkeit muss gefunden werden (Spindel, Zahnstange o.ä.), Schutz gegen Staub ist nur schwer zu erreichen...
Bei Gitter-Dobsons mit stangenbasiertem Hut könnte ein Schlitten jedoch evtl. interessant sein. Staubschutz ist dort ja ohnehin nicht gegeben, und Streulichtschutz auch eher nicht.
Man sollte übrigens nicht in den Flachest-möglicher-OAZ-Wahn verfallen. Bei Fotografie werden die Aspekte Streulicht-Ausblendung und Helligkeitsabfall zum Rand mit zunehmend flachem OAZ immer kritischer.
Einen Brennpunkt 100mm über Tubus sollte für KB-Fotografie ganz brauchbar sein.
Viele Grüße
Martin
PS: Peter, kennen wir uns evtl. vom "gleichnamigen" Berg? Stichwort Drehkranz im Tubus?