Objektiv und Ausrüstung um die Milchstraße zu fotografieren

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Kusifu

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Hey fleißige Kollegen. Ich bin relativ neu im Thema deepsky Astrofotografie, also einzelne Nebel galaxien. Nun hätte ich Lust auch zusätzlich mit der Milchstraßen Fotografie zu beginnen.

Meine Ausrüstung CGEM Stativ, CGEM - DX Montierung, 200/1000 Carbon Newton dafür unbrauchbar, Canon EOS 1000D astromodifiziert, 80/328 Refraktor Touptek G3M-178-Colour guiding Cam, Canon EOS Adapter auf 2 Zoll, 50mm 2 Zoll Verlängerung.

1. Welches Objektiv brauche ich um die Milchstraße aufzunehmen und was ist bei Objektiven der unterschied zwischen einem 50 Euro Objektiv und einem 1000 euro objektiv bei Teleskopen kenne ich die Unterschiede.
2. Wie adaptiere ich meine Kamera alleine an die Montierung. oder soll ich vielleicht die Nachführung lieber weglassen
3. Was brauche ich sonst noch
4. Ich würde aus einem kleinen Dorf vom Balkon fotografieren Bortle 3 eher 4 hab die Milchstraße vor 2 Wochen von dort sehen können.

Clear Skies
Felix
 

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Hallo,

was Du brauchst ist ein Normal- oder Weitwinkelobjektiv, je lichtstärker und je kürzer die Brennweite um so besser. Da reicht für einen ersten Versuch schon das Kit-Objektiv der 1000D (allerdings im manuellen Fokus-Mode, sofern Deine 1000D NICHT wieder auf Autofokus justiert wurde), denn dann fokussiert sie automatisch falsch.

Der Unterschied bei den Objektiven liegt im Material. der Konstruktionsqualität, den Gläsern, der Abbildungsgüte. Für die 1000D wäre aber ein normales Objektiv wie das 1.8 50 STM von Canon ok, das auch am Tag eine qute Leistung macht oder ein Weitwinkel von Meike, Laowa oder Samyang (z.B. 12 - 14mm Brennweite). Die sind sehr preiswert und können tatsächlich etwas. Nicht Top-Qualität, aber brauchbar. Normalbrennweite, also dem Seheindruck der Augen entsprechend wäre für Aps-C ein 35mm Objektiv.

CS
Jörg
 
Hi
ich habe für Weitwinkelfotografie ein Samyang 14mm f/2,8. Das geht mit APS und Vollformat und macht am Tage als auch astronomisch gute Bilder. Astronomisch in Verbindung mit einem Rollei astroklar Filter kann man auch nahe großer Städte agieren.
Aufpassen muss dennoch ein wenig. Mein erstes Exemlar war verspannt und produzierte astigmatische Sterne. Ging retour und das Austauschobjektiv war dann ok.
In die Richtung könntest m.E. schaun.
CS
 
Hi,

die Sterne, insbesondere am Rand des Feldes, danken es einem auch mit bisweilen deutlich runderem Erscheinungsbild wenn etwas abgeblendet wird, z.B. zwei Blendenstufen. Das hängt natürlich von der Qualität der Linse ab, bei hochwertigen Objektiven ist das u.U. weniger kritisch als bei günstigeren.

Viele Grüße
Sven
 
Hallo,

Ohne Nachführung auf einem gewöhnlichen Fotostativ gilt meines Wissens für die max. Belichtungszeit bei APS-C die Fausregel: Max. Belichtungszeit = 500 / (Brennweite * 1,6)
D.h. mit 20mm Brennweite, ca. 15 Sekunden max. Belichtungszeit, danach gibt es Striche :)

Mit Nachführung wäre in punkto lange Belichtungszeit also besser. Dazu benötigst du eigentlich nur eine Prismenschiene mit einer Fotostativschraube (z.B. Teleskop-Express: TS-Optics Foto-Prismenschiene GP/EQ5-Level mit Langloch und Fotoschraube)
Vielleicht auch noch ein sehr kleines Gegengewicht. Vielleicht geht es aber auch ohne...

Grüße
Sener
 
Hallo Sener,

den Crop-Faktor kannst Du raus lassen. Wie groß der Chip ist ist weniger relevant als die Pixelgröße. Wenn die Pixelgröße sehr klein ist verschmiert das Bild eher. Das Chipformat begrenzt nur das Aufnahmefeld.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg

Danke fürs berichtigen. Dann nennen wir es mal anstelle von Crop Faktor einfach Berichtigungsfaktor um den mit einem Crop Sensor meist einhergehenden kleineren Pixeln näherungsweise Rechnung zu tragen... :)
Zumindest war die damit errechnete Belichtungszeit in meinem Fall annähernd korrekt. EOS 400D, 50D, 77D mit verschiedenen Objektiven / Brennweiten

CS
Sener
 
Moin,

ich bin kein Freund dieses "Crop"-Faktors der immer wieder in Anleitungen herumgeistert, da viele Leute das damit verwursten, dass sich die Brennweite ändert wenn sie eine "Crop"-Kamera anschließen, was selbstredend völliger Quatsch ist. Ausschlaggebend ist immer wie viel Himmel landet auf einem Pixel. Und da viele Kameras mit kleinen Sensoren auch kleine Pixel haben tritt der Verschmiereffekt eben früher ein.

Der "Crop-Faktor" ist ein Begriffsunding wie das "Bokeh-Monster" oder der "Lichtriese" - man wird ihn aber nicht mehr los.

CS
Jörg
 
Hi,

schaumal hier rein, da findest du diverse Erfahrungsberichte zu Fotoobjektiven bei astrografischer Anwendung.
Ansonsten pauschal das bereits erwähnte Samyang 14/2,8 oder wahlweise das xp14/2,4 aus selbem Hause.

Gruß
Okke
 
Ok vielen Dank schonmal das bringt mich weiter.
Seiner, ich hab ja eine Nachführung die Prismeschiene mit Fotoschraube kann ich dann vermutlich auf meine losmandy 3 Zoll Schiene schrauben.
Was du mit Gegengewicht meinst weiß ich nicht. Falls da Probleme auftreten reicht meine Gegengewichtsstange die wiegt 2,5 kg.

Clear Skies
Felix
 
Naja, bezüglich des Gewichts schrieb ich ja "vielleicht". Hängt vom Objektiv ab. Weitwinkelobjektive, so wie sie dir ja empfohlen wurden sind denke ich leicht genug, so dass du ohne Gegengewicht auskommst. Die EOS1000D ist ja nun auch nicht soooo schwer.

Ich habe leider nicht bedacht, dass die CGEM einen Losmandy Montierungssattel hat. Die kann zwar auch Vixen-Prismenschienen aufnehmen, aber wenn ich das auf dem Bild richtig gesehen habe, könnte es sein, dass die dann zu "tief" im Montierungssattel verschwinden und damit deine Kamera an den Backen der Klemmen aufgeht... ob man die Prismenschiene auf deine Losmandy Schiene aufschrauben kann, weiß ich nicht ...

CS
Sener
 

Das ist vielleicht der falsche Begriff für die richtige Lösung,
aber raus lassen kannst du ihn halt nicht.
Zumindest nach meiner Erfahrung.
mit 500 gerchnet mit dem 1,6 Multiplikator passt nicht wirklich ganz.
Aber ohne Multiplikator passt es halt gar nicht bei MEINEN Erfahrungen.

Rechne mit Faktor wenn du APS-C hast oder mit dem Wert 300 dann kommst du näher ans IST.

Aber am Ende heisst es eh .... TESTEN.
Du musst dir ja keine Aufnahmen versauen oder gute Beobachtungszeit opfern.
Nimm das Objektiv an einer halbwegs vernünftigen Nacht. Wo du normal nicht wirklich fotografieren würdest.
Pack es auf ein feststehendes Stativ und richte in eine markante Sternenregion (Cassiopeia, Großer Wagen, Schwan what ever).
Und probiere ein paar Belichtungszeiten mehrmals aus. 8sek. bis 15sek. . je nach Brennweite.

Schau dir die Bilder dann an und entscheide selbst, wo dir die Sterne zu eierig sind.
Der ganze Test kostet dich vielleicht 15min pro Objektiv. Das tut an einem leicht bewölkten Abend keinem Weh
und man brauch sich um Berechnugsformeln keine Gedanken machen.
Als anhaltspunkt zum starten sinddie OK ... aber ausprobieren musst du eh ^^

Wenn du eh nachführen kannst ist das egal.
Aber Wenn du so schon mit bloßem Auge die Milchstraße erkennen kannst ^^ das ist ne feine Sache.
Da geht dann auch auf die schnelle mal etwas nur mit Stativ und später dem Programm Sequator.



Da reicht für einen ersten Versuch schon das Kit-Objektiv der 1000D
Aber auch nur ansatzweise zum reinschnuppern ob überhaupt was geht.
Denn selbst auf 5,6 Blende abgeblendet verhageln dir die Verzerrungen am Bildfeldrand den Spass am Ergebnis.
Zumindest beiden Standart 18-55 Kitobjektiven die bei geschmissen werden.
Und auf über 5.6 Blende kommt zu wenig Licht auf den Sensor bei Kurzbelichtungen von 8-10 sek.


Gruß
Markus
 
Moin Markus,

das STM ist recht brauchbar, keine Erleuchtung, aber ok. Die alten Kit-Objektive sind deutlich schwächer, da bin ich dann bei Dir, die taugen wirklich nur für's Alltagsgeknipse. Aber um erstmal zu testen ob man das überhaupt will gehen sie auch. Die aufgezeigten Alternativen sind ja im Zweifel auch in Reichweite und falls man Spaß daran hat auch schnell beschafft. Wichtig ist das ANFANGEN und nicht ewig über das WIE und WENN nachzugrübeln. Nur Versuch macht kluch.

CS
Jörg
 
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