Obsession 18 f/4.5 aus dem Jahre 1997

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Hallo in die Runde,

wie sehen eure Erfahrungen bezüglich Planeten mit so großen Geräten aus ?
Vor allem auch der Aspekt: Seeing
Wie häufig spielt das so mit, dass sich die Öffnung auch lohnt ?

Ich bin mit meinem Upgrade von 8" auf 12" Dobson zwar zufrieden aber die Bedingungen machen mir da schon all zu oft einen Strich durch die Rechnung.

Gruß,
Holger
 
Ich hatte im September mit meinem 18 f4,5 einen unglaublich tollen Saturn bei sehr gutem Seeing. Um die volle Öffnung ausspielen zu können braucht es solche Bedingungen und die sind halt eher selten - wenn es aber passt - und die Spiegel gut sind! - dann ist es eine Offenbarung. Ich hab auch schon manchmal umsonst aufgebaut .... Das ist eben manchmal so! Schlechtes Seeing wirkt sich bei einem großen Dobson halt so aus, dass das Bild einfach "verschmiert". Man sieht das Wabern - wie in kleineren Geräten - nicht mehr. Wenn die Bedingungen aber nicht ganz mies sind, gibt es immer wieder ruhigere Phasen auch.... Da braucht man manchmal etwas Geduld. LG, David
 
Hallo Holger,

ich kann aus eigener Erfahrung berichten, als ich vor einigen Jahren einen sehr schönen 12“MN mit perfekter Intes Micro Optik bei recht guten Bedingungen auf der Emberger Alm stehen hatte. Jupiter war ein Genuß, wie du dir vermutlich vorstellen kannst. Wie es sich so ergab, stellte Matthias Wirth seinen damaligen 18“ F4 mit Zambuto Spiegel genau neben mein Gerät.

So konnte man direkt vergleichen. Und was kam heraus? Ich konnte es zunächst nicht glauben, aber musste zugeben, dass im 18er eben doch noch mehr zu sehen war. Aller feinste Girlanden auf Jupiter und Strukturen auf den Monden waren im größeren Gerät einfach leichter und „offenbarer“ zu erkennen.

Das Ende vom Lied: Der 18er F4 Zambuto ist seitdem mein eigener. Der 12er, so schön er auch war, musste irgendwann gehen… ;)

Viele Grüße
Werner
 
Zusatz:

Wie es im Leben manchmal so spielt…eigentlich wollte ich zur damaligen Zeit eine schöne Monti für den 12er haben. Das war der ursprüngliche Plan. Nach dem Ereignis (siehe oben) war die Monti dann Legende. :giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Guten Abend Sebastian,

nun hat der 18zöller eine neue Heimat gefunden und sorgt für Beobachtungsfreude.
Ein guter Bekannter hatte solch ein Traumgerät und wir haben oft gemeinsam beobachtet, er mit dem 18 Zoll Obsession und ich mit dem 10Zoll Lomo.
Er hat mir unvergessliche Einblicke beschert, obwohl das schon viele Jahre her ist. Auch heute noch ein Traumgerät.
Die Leichtbauweise ist nicht immer von vorteil. Da habe ich schon einiges gesehen, was mir einfach zu wackelig war. Masse ist zwar nicht schön, wenn man sie durch die Nacht schleppen muss, aber sie stabilisiert eben auch. Wie auch immer, jedes Teleskop findet seinen Besitzer ;-)
Ich kann deine Gedanken zum Teleskop nachvollziehen und wünsche dir viel Freude damit und viele Gelegenheiten das Teleskop nutzen zu können.

Gruß Thomas
 
wie sehen eure Erfahrungen bezüglich Planeten mit so großen Geräten aus ?
Vor allem auch der Aspekt: Seeing
Wie häufig spielt das so mit, dass sich die Öffnung auch lohnt ?
Hallo Holger,
deine Frage ist so pauschal nur schwer zu beantworten, es spielen ja noch mehr Faktoren wie Seeing und Öffnung eine Rolle.
Zum Beispiel die optische Qualität, das Auskühlverhalten, Objekthöhe usw.
Sie alle haben einen großen Einfluss auf Sehen oder nicht Sehen bzw. das alles muss letztlich zusammen kommen, aber wem erzähle ich das...
Natürlich auch eine Geldfrage, doch mit deinen minimalistischen Fähigkeiten wurdest du bestimmt aus wenig das maximale herausholen;)
Andererseits ist deine Frage auch einfach zu beantworten, die schönsten Bilder mit hoher Auflösung sind mit großen Spiegelteleskopen gemacht.
Die Kulminationshöhen der Planeten kennst du ja sicher, Mars wird bis 2027 immer kleiner, dafür steigt er immer höher und bis 2035 wird er zwar immer größer, wandert jedoch wieder Richtung Horizont.
Jupiter wird die nächsten Jahre bis ca. 2027 ordentlich was zeigen können, da sehr hochstehend.
Saturn wird 2029-2033 zum Hochgenuss, maximale Ringöffnung und sehr hoch stehend.
Mond ist quasi jeden Winter und Frühjahr ein Highlight.
So gesehen, wenn eine größere Öffnung dann jetzt:cool:
LG
 
Die Kulminationshöhen der Planeten kennst du ja sicher
Ja da blicke ich immer mit Stellarium in die Zukunft.;)

So gesehen, wenn eine größere Öffnung dann jetzt
Naja, der Sprung von 8" zu 12" war jetzt schon nicht mehr so groß. Die Bedingungen bei mir vor Ort spielen da viel zu selten mit.
Ich nutze ja nun wirkich fast jede Gelegenheit um schnell den Pott aufzubauen. Dennoch bin ich der Meinung den 12er z.B. bei der aktuellen Jupiter-Saison noch nicht richtig ausgereizt zu haben. Ich sehe das ja schon am Livebild. Phasenweise tauchen feinste Details auf aber insgesamt, selbst bei besseren Bedingungen, recht selten und kurz. Zumindest beruhigt mich das bezüglich der Qualität der Optik.

Gruß,
Holger
 
Hallo Forum,

ich habe seit einigen Jahren einen 15er F4,5 Obsession Classic mit ServoCat und Argo Navis und allem ZipundZap (gebraucht gekauft und es war kein Schnäppchen sondern ich denke fair für Käufer und Verkäufer).

Ja, es ist schwer. - Aber man hebt es ja nicht, man fährt es als Schubkarre auf Rampen in den Kofferraum.

Ja, der Spiegel ist dick. - Aber aus fused Quarz.. und liefert relativ schnell scharfe Bilde, und hat einen hervorragenden Strehl und auch Planeten sind in dem Gerät einfach genial.
Ja, es ist teuer. - Aber viele Details sind einfach Klasse und durchdacht, obwohl das Design bald 35 Jahre auf dem Buckel hat und die Verarbeitung ist prima.

Ja, es ist gut.

Beste Grüße,
Rainer
 
Hallo,

heutige Spiegel werden ausnahmslos mechanisch mit Maschinen hergestellt und dabei einfach im Foucault-Test auf richtige Form, beim + nach dem polieren im Sterntest + Roncitest geprüft.

Damals wurde auch schom mechanisch geschliffne und poliert und genau so geprüft besonders in den Zonen, beim Poliren aber wurde immer auch Händisch poliert wenn die Form schon zu 98 - 99% stimmte.
Dann wurde mit weniger Druck auf Glätte Poliert, manchmal bis zu Sichtbarkeitgrenze durch ein Auflicht - Mikroskop, siehe frühste Fertigungs - Beschreibung bei Zambuto und Coulter, bis die gerade und scharf definierte Hell + Dunkellinien im Roncitest, den Ansprüchen der Schleifer genügten!

Das kann jeder wer will heute noch nachprüfen, bei nach Alten + Modernen Fertigungungen, hergestellten Spiegel noch sehen, da die Glatten ungestörten Hell + Dunklen Ronci Linien, dort die durch Rauheitsstörungen aufgehellten Dunkellinien und und die leicht gezackten und sich diffuse zeigenden hellen Linien.

Einige sagen das kann man auch im Prüfstnd testen, bei solche Prüfungen aber sind die Unzulänglichkeiten der Prüfeinrichtung und deren Umgebung und Handhabung, oft größer als die möglichen zu erreichenden Ergebnisse und deshalb sind Abweichung in solchen Ergebnisse sehr groß und wenig verlässlich!


Das hatte auch seinen Preis und jeder Spiegelschleifer hier weis, wieviel Zeit auch durch „Wiederholungen" darauf zu verwenden ist bis das so stimmt.
Mache hören irgend wann genervt mit weiterer Politur auf, auch ohne ein Zambuto vergleichbares Roncibild erreicht zu haben!
Es ist aber schon eine hervorragende Leistung, zu 92% - 95% einem so versierten „Glasmeister“ so nah wie möglich gekommen zu sein!

Durch einige so gute Spiegel konnte ich schauen und an den Details und klarer Darstellung an den Planeten erkennt man den Unterschied sofort!

Gruß Günter
 
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