Öffnungsverhältnis eines 8" Newtons

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drluebke

Aktives Mitglied
Hallo,
ich plane die Anschaffung eines 8" Newtons. Aus kostengründen zuerst für die Rockerbox (visuell), später für eine überdimensionierte parallaktische Montierung (fotografisch).
Meine Beobachtungsvorlieben liegen eher bei DS-Objekten; Planeten und Mond nur am Rande!

Nun schwanke ich zwischen f/4, f/5 und f/6.

Transportabilität ist mir schon ziemlich wichtig, deshalb ist mir f/6 eigentlich schon zu lang.
f/4 gefällt mir sehr gut, soll auch für spätere fotografische Zwecke recht gut sein, jedoch schwerer zu handhaben, wie ich gehört habe. (?!?)

Die logische Schlussfolgerung wäre ja eigentlich die goldene Mitte, da ich bisher jedoch mit einem 70/900 Refraktor beobachte und mich deshalb bei den Newtons nicht auskenne, frage ich lieber mal nach..
Welches Öffnungsverhältnis würde mir denn, eurer Meinung nach, die meiste Freude bereiten? Oder sind die Unterschiede gar nicht so groß, so dass ich getrost zu einem f/4 greifen kann?

Danke im Voraus für eure Antworten!
LG Alex
 
Hallo Alex,

also für mich stellt ein Newton mit f/6 DAS Universalgerät überhaupt dar!
So ein Gerät ist nicht ganz so kritisch was die justage angeht, und vor allem ist auch die Okularwahl wesentlich entspannter, d.h. auch mit einfachen Okularen kommt bei so einem Instrument schon freude auf und man hat immer noch maximales Gesichtsfeld mit entsprechenden Okularen.
Fotografisch ist so ein Teil nicht das schnellste, aber es ist ebenfalls alles möglich, nur eben die Baulänge.....tja.

In der Wahl eines f/5 Newtons will ich dich bestärken, sowas ist auch universell und dann doch ein bischen kompakter.

Prinzipiell kann dir aber jeder Newton Freude bereiten, egal ob f/4, f/5 oder f/6, Hauptsache die Optik ist gut, du hast Okulare die gut mit dem System klar kommen und du bekommst es hin das ganze auch ordentlich zu justieren.

Hast du mit solchen Geräten schonmal beobachtet? Versuche vor dem Kauf dir die Geräte mal anzusehen und nach Möglichkeit auch mal damit zu beobachten und setze dich weiter mit den Vor und Nachteilen der Instrumente auseinander, damit du selbst in kürze sachlich abwägen kannst was für dich das beste Instrument ist.
Aktive Sternfreunde die dich dabei unterstützen können gibts mit Sicherheit auch bei dir in der Gegend.

clear skies,
André
 
Hi Alex,

möchte den Aspekt, den André bereits angesprochen hat, noch etwas anders formulieren:

Bei f/4 kommst Du in keinem Fall umhin, Dir teure Okulare (z.B. Nagler) zuzulegen, musst vor jeder Beobachtung pingeligst justieren, hast dafür aber - mit entsprechenden 2"-Okus - auch ein vergleichsweise größeres Gesichtsfeld als bei langsameren Öffnungsverhältnissen. Bei f/5 genügen auch günstigere Okus; bei f/6 allemal, die Newtons müssen nicht vor jeder Beobachtung supergenau justiert werden, allerdings zum Preis etwas kleinerer Gesichtsfelder. Mein Fazit: Ein 8", f/4 ist eher was für Freaks, vieleicht ein nettes Zweitinstrument zur Beobachtung großflächiger Objekte.

Wie André sagt: Mal die Instrumente bei anderen Astros aus Deiner Umgebung anschauen, durchschauen, selbst testen und vor einem Kauf gut durchrechnen, was die Investition in die zum Teleskop passenden Okulare betrifft...

Viele Grüße

Serenitatis
 
Hallo Alex!

Wenn Du einen Schwerpunkt auf DS setzt und gleichzeitig Wert auf Kompaktheit legst, dann ist imo ein f/5 erste Wahl. Wenn die Optik gut ist, dann kann ein f/5 sogar am Planeten spitzenmäßig performen.


Gruß Harald
 
Hallo Alex,

die Idee mit einem 8"f/irgendwas Dobson anzufangen und den Tubus dann später
auf einer adäquaten Montierung für die Photographie weiterzunutzen ist sicher
pfiffig.

Was sollte der Dobson nun für eine f/ratio haben?
Ich kenne derzeit 8"f/6 von Verschiedenen Herstellern/Vertreibern, sowie nur
einen f/4 Dobson, den gibt es bei www.intercon-spacetec.de

Ich bin der gleichen Ansicht wie André Walczak daß der f/6 für`s visuelle der
Allrounder schlechthin ist. Ein 8"f/6 passt mit 114cm Tubuslänge noch quer
auf die Rücksitzbank der typischen Kleinwagen wie Polo,Fiesta,Corsa,Uno.

Wenn Deep Sky Photographie im Vordergrund steht wäre allerdings auch ein
f/4 Dobson zu erwägen. Der kann mit einem Komakorrektor ausgestattet werden.

Der kurze f/4 stellt auch weniger drastische Anforderungen an die Montierung.

Allerdings erfordert er für visuelle Nutzung sehr gut korrigierte Okulare.
Televue Nagler oder 1,25" Vixen LVW gehen aber schon ziemlich ins Geld,
das ist dann der Nachteil bei der Sache.

MfG,Karsten
 
Hallo ihr alle! Danke für eure Antworten!

Sieht so aus, als würde ich nun vorzugsweise einen f/5 nehmen.

Allerdings hat Karsten recht und es gibt so gut wir nur f/6 Dobsons zu kaufen.
Evtl. frage ich mal bei Teleskop-Service nach, ob die mir auch einen f/5 auf eine Dobsonmontierung bauen können. Die einzelne Anschaffung wird sicher um einiges teurer.

Wenn nichts vernünftiges dabei rauskommt, muss ich mir wohl doch einen f/6 aussuchen, das dürfte dann kein Problem sein.

Oder habt ihr vielleicht eine Lösung? Kommt man vielleicht irgendwie an eine billige Dobsonmontierung?
Hab die bis jetzt noch nicht einzeln zu kaufen gesehen.
Und einen Selbstbau traue ich mir nicht zu..

Gruß Alex
 
Hallo Alex,

Oder habt ihr vielleicht eine Lösung? Kommt man vielleicht irgendwie an eine billige Dobsonmontierung?

per Suche-Annonce hier im Board. Viele haben ihre Dobsons parallaktisiert und
die Box schimmelt im Keller vor sich hin. Ich bin überzeugt daß du gebraucht
günstig Box plus die Plastikhöhenräder erstehen kannst.

Die Höhenräder kannst du dann an einen 8"f/5 schrauben. Allerdings:
Ich würde keinen f/5 nehmen. Das ist für mich weder Fisch noch Fleisch.

MfG,Karsten
 
Hi Alex,

ich würde die Entscheidung, welches Öffnungsverhältnis dein zukünftiger Dobson haben soll, nicht davon abhängig machen, ob er als Dobson angeboten wird oder nicht.
Mit ein bisschen schreinermässigen Geschick kannst du dir zum Beispiel eine Rockerbox auch selbst herstellen.
Holzrohrschellen, Ebonystar, Teflonpads gibts alles bei verschiedenen Herstellern zu kaufen und die Konstruktion einer Rockerbox ist auch nichts weiter kompliziertes.

Kauf dir den Newton, der dir am ehesten zusagt und baue dir die Rockerbox selbst.

Gruß + CS
Peter
 
Danke nochmal!
Werde mal versuchen einen 8 Zoll f/5 und einen f/6 Newton live zu testen und mich dann entscheiden.

Was die Rockerbox angeht, werde ich bevor ich einen Blick auf den Konstruktionsplan werfe, wohl eine ganze Weile auf die Suche nach einer gebrauchten gehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Für weitere Tipps bin ich immer dankbar!!

LG Alex
 
Danke nochmal!
Werde mal versuchen einen 8 Zoll f/5 und einen f/6 Newton live zu testen und mich dann entscheiden.

Was die Rockerbox angeht, werde ich bevor ich einen Blick auf den Konstruktionsplan werfe, wohl eine ganze Weile auf die Suche nach einer gebrauchten gehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Für weitere Tipps bin ich immer dankbar!!

LG Alex

Hi Alex,

egal, ob es nun der 8er f6 oder f5, wird: Versuch den, KOMPLETT gebruacht zu bekommen. Da kannst Du natürlich Geld sparen (die China-Dosen sind ab 150 € zu bekommen), Du kannst den Vorbesitzer schon mal nach Erfahrungen "ausquetschen" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> (sprich Qualität, Handling etc. ... ) und Du kannst gespartes Geld dann in die Okulare investieren. Denn das wirst Du - gerade, wenn Du den schnelleren f5 nehmen solltest - machen müssen. Da wirst Du mit den China-Plössl´chens, die anbei liegen, über kurz oder lang qualitativ gegen die Pumpe rennen und .. dann kommt die Sucht nach besserem, was dann auch teurer wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

Sollte Geld bei Dir nicht ganz so das Thema sein, dann .. lieber einmal mehr investieren, und diese ganze China-Choose vergessen und einen richtig guten Dobs - auch mechanisch! - bei entsprechenden Händlern (nein, keine Empfehlungen, die nur auf PM-Basis ...!) nachfragen.

Lieber einmal richtig investieren und wirklich zufrieden sein, als diese ganze China-Billig-Hinundherstocherei!

Grüsse Hannes
 
Ciao,

einige Dinge wurden ja schon gesagt. Hinzufügen möchte ich noch 2 Aspekte, die mit der Brennweite zu tun haben (die eben auch aus Deiner Entscheidung f/4, f/5, f/6 folgen wird f=800, 1000, 1200mm):

- Ein kurzbrennweitiger Newton hat ein grösseres Feld. Viele nahe DS-Objekte sind in einem solchen grossen Feld sehr schön zu beobachten (Nordamerika, California, Andromeda, Dunkelwolken, Übersichten allgemein). Ein (sehr gutes!) WW-Okular an so einem Newton ist ein Erlebnis bei dunklem Himmel. Diese Okulare kosten allerdings z.T. ähnlich viel wie (oder mehr als) das Teleskop selbst.

- Ein kurzbrennweitiger Newton ist leichter nachzuführen, einfach weil die Brennweite kürzer ist und damit die Nachführtoleranzen weniger streng sind. Ein f=1200mm Newton hat eben 50% (d.h. Faktor 1.5x) strengere Nachführtoleranzen als ein f=800mm.

Auch wegen der optischen Problemchen bei extrem schnellen Öffnungsverhältnissen (f/4, Komakorrektur) würde ich deshalb am ehesten einen f/5 (aber eben keinen f/6) Newton nehmen.

Kauf eine gute Optik, am besten mit garantierten Werten !

Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo allerseits, hallo Peter,

was Du schreibst, kann ich im Wesentlichen unterschreiben.

Ich möchte 2 Punkte etwas pointierter herausstellen:

1. der f/4er hat fotographisch Vorteile: größeres Feld (Primärfokus) möglich, leichter nachzuführen, geringere Größe, geringeres Gewicht, geringerer Hebelarm, geringere Windempfindlichkeit, deutlich geringere Belichtungszeit. Die Justage ist schwieriger und präziser durchzuführen, Dejustage wirkt schlimmer, Okularanforderung wesentlich höher. Visuell ist durch die höhere Obstruktion für Flächenobjekte etwas weniger Licht pro Flächeneinheit da und im Hochvergrößerungsbereich ist a) die MTF für mittlere Ortsfrequenzen etwas schlechter, b) die Okularbrennweite ziemlich gering.

2. der f/6er hat visuell Vorteile: relativ einfachere Justage und relative Dejustageunempfindlichkeit, einfachere Okulardesigns und Brennweitenbereich. Für Hochvergrößerung ist die geringere Obstruktion ein marginaler Vorteil, für ausgedehnte Flächenquellen ebenfalls (ein kleines bisschen mehr Licht pro Flächeneinheit).

Beide Geräte lassen sich visuell im vollen Arbeitsbereich bezüglich Vergrößerung und AP betreiben. Natürlich sind die dazu nötigen Okulare (Okularbrennweiten) wegen des unterschiedlichen f/x auch anders abzustufen. Wenn wir mal einen gut dunklen Himmel annehmen, dürfte mit AP=7 mm die Minimalvergrößerung erzielt werden. Das wäre beim f/4er ein 28mm (möglichst 2", WW, edel) und beim f/6er 42 mm (dito) Okularbrennweite. Dabei ergibt sich dieselbe Vergrößerung und dasselbe Feld (ist ja auch max. Feldblende für 2"-Okulare). Fürs Visuelle wäre also die streng verstandene Aussage, der f/4er könnte sinnvoll mehr Feld bringen, eher marginal - fotographisch im Primärfokus ist dies korrekt. Natürlich kann man in den f/4 ein 38er Oku reinstecken und hat dann noch geringere Vergrößerung, allerdings mit einem dann fiesen Einblick (AP zu hoch) und fettem Fangspiegelschatten - nicht wirklich verwendbar.

Ihre Höchstvergrößerung erreichen beide bei (je nach Gusto) 0,7 (0,9-0,5) mm AP.

Hohe Oberflächengenauigkeit und mechanische Präzision lohnt auf jeden Fall, ist aber auch kostspielig.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Moin moin!


Matthias_Müller schrieb:

Beide Geräte lassen sich visuell im vollen Arbeitsbereich bezüglich Vergrößerung und AP betreiben. Natürlich sind die dazu nötigen Okulare (Okularbrennweiten) wegen des unterschiedlichen f/x auch anders abzustufen. Wenn wir mal einen gut dunklen Himmel annehmen, dürfte mit AP=7 mm die Minimalvergrößerung erzielt werden. Das wäre beim f/4er ein 28mm (möglichst 2", WW, edel) und beim f/6er 42 mm (dito) Okularbrennweite. Dabei ergibt sich dieselbe Vergrößerung und dasselbe Feld (ist ja auch max. Feldblende für 2"-Okulare). Fürs Visuelle wäre also die streng verstandene Aussage, der f/4er könnte sinnvoll mehr Feld bringen, eher marginal - fotographisch im Primärfokus ist dies korrekt. Natürlich kann man in den f/4 ein 38er Oku reinstecken und hat dann noch geringere Vergrößerung, allerdings mit einem dann fiesen Einblick (AP zu hoch) und fettem Fangspiegelschatten - nicht wirklich verwendbar.

Ihre Höchstvergrößerung erreichen beide bei (je nach Gusto) 0,7 (0,9-0,5) mm AP.

Genau dies ist der Grund warum ich den f/6er Newton als DAS Universalinstrument ansehe. Er bietet eben noch visuell volles Feld, aber mit dies auch mit wesentlich freundlicheren (auf den Preis bezogen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />) Okularen.
Fotografisch ist das Feld natürlich drastisch kleiner und die Belichtungszeit mehr als doppelt so lang aber auch mit f/6 kann man alles machen.

clear skies,
André
 
Ciao,

ja kann man sicher nur zustimmen zu diesen Punkten.
Aus der Praxiseinschätzung heraus würde ich noch folgendes zu dem Thema sagen:

- Ein 8" Newton ist ein super Gerät, mit dem man - wenn er gut ist, und er Himmel auch - tierisch viel sehen kann. Das ist eine gute Entscheidung. Und auch der geplante Ersteinsatz als Dobson, absolut gute Herangehensweise !!!
Zum Anfixen dazu noch folgende Beobachtungsreports mit einem 8" f/4.5 z.B.:
http://eyes4skies.de/Internet/Astro/Beob..._08_30_KABR.txt
http://eyes4skies.de/Internet/Astro/Beob..._09_04_HEHO.txt

- Als Fotoinstrument ist diese Kiste aber schon eine anspruchsvolles (im Sinne von nicht leicht zu handhabendes) Instrument, weil heikel beim Nachführen und weil die Bildfehler, selbst mit einem kleinen Chip schon korrigiert werden müssen (Koma-Korrektor). Dazu braucht man - wie Du eingangs ja auch schon selbst gesagt hast - eine gute Montierung und wieder einiges an Geldinvestition. Stabiler Okularauszug, möglichst einen mit Microfokussierung (Untersetzung) etc etc... Will sagen: ein kleiner 3" APO mit Bildfeldebnung wäre hier ein leichterer + problemloserer Zugang !

- Da Du bisher wahrscheinlich kein 2" Equipment hast: jetzt stellt sich natürlich die Frage, welche Okulare + Filter Du in 2" (mittel-/langfristig) dazu noch anschaffst. Gerade diese bieten eben das maximale Feld mit dem Newton. Das kommt in den Finanzrahmen des gesamten Projektes mit hinein... 2" Filter sind teuer, ja, aber langfristig (!)finde ich es sehr angenehm, nicht auf kleine Okuklare damit eingeschränkt zu sein !

Nur so mit auf den Weg !
Gruss, Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!
Das Ciao habe ich jetzt mal überhört <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Danke für die vielen weiteren Beiträge!

Was den hohen Anspruch beim Fotografieren angeht: Ich werde sicher erstmal mindestens ein Jahr mit dem Dobson beobachten, da habe ich noch ne Menge Zeit mich evtl. für ein Zweitgerät statt einer großen und schweren Montierung zu entscheiden. Mal sehen wie ich mit dem Newton klarkomme...

Zu den Filtern: Die 2" Okulare gibt es ja nur mit großen Brennweiten, dann gehe ich mal davon aus, dass Reducer ein 2" Gewinde haben. Das könnte sich schon lohnen, zumindest die meist verwendetsten Filter eine Nummer größer zu bestellen.
Reicht eigentlich ein gutes WW-Okular für 2" aus, oder bräuchte man mehr um den 2" Bereich sinnvoll abzudecken?

Gruß Alex
 
Hallo Alex,

wieder eine Sache, die auch vom gewählten Öffnungsverhältnis abhägt.

Wird es ein 8" F/6 läge die max. sinnvolle AP von ~7 mm im Bereich eines 42er - 38er Okulars mit
2" Steckdurchmesser und Weitwinkelauslegung wird dann auch größtmögliches Feld erreicht.
Der Einsatz eines solchen Okulars ist mit Nebelfiltern unter allen Bedingung sinnvoll, ohne
solche Filter bringt das nur an sehr dunklen Standorten, also bei sehr guter Himmelsqualität etwas.
Ansonsten saufen schwache Objekte im aufgehellten Himmelsumfeld ab und es wäre die Anschaffung
eines Okulars mit kleinerer Brennweite anzudenken.
Ein recht guter Daumenwert findet sich in der Grenzgrößenabschätzung am bevorzugten
Beobachtungsstandort. Siehst Du Sterne von 5 Mag Helligkeit mit bloßem Auge, so wäre ein Okular,
welches 5 mm AP Liefert, ideal, also am 8" F/6 ein Okular mit 30 mm Brennweite, wobei 33 mm sicher
noch gut machbar sind.
Am 8" F/6 können also durchaus zwei Okulare mit 2" Steckdurchmesser interessant sein
und wenn man bedenkt, dass z.B. ein 22er Nagler mit ~80° Feld für den Strahlenkegel 2" Durchgang
benötigt, auch deren Drei. Darunter hört es dann m.W. so langsam auf, mit sinnvoller/erforderlicher
Auslegung der Okulare in 2", auch bei extremer Weitwinkligkeit.

Bei 8" F/5 erreichst Du max. AP bereits mit einem 35 mm Okular und unter städtischen Bedingungen
ist u.U. ein 2" Okular mit 27 mm Brennweite schon das Maß der Dinge für filterlose Beobachtung.
Nebelfilter sollten demnach, wenn möglich, ebenfalls in 2" Durchmesser gewählt werden.
So genannte "Skyglow"-Filter ersetzen m.E. die Anpassung der AP nicht.

CS
*entfernt*

PS: Nach einem dezenten Hinweis bedurfte ein "Flüchtigkeitsfehler" der Berichtigung.
Aufgehellter Himmel erfordert Anpassung der AP nach unten, also Okulare geringerer (nicht höherer) Brennweite. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />
Der Text wurde dahingehend geändert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ciao,

da kann ich den Kollegen hier im Prinzip nur beipflichten!

Ich habe für meinen 8" Newton f/4.5 2 Stück 2" Nagler-Okulare (sauteuer, aber eben Langfrist-Investition): 31mm und 20mm. Bin mit beiden SEHR zufrieden. Das 31mm ist von der AP her grenzwertig, weil Maximale AP = F-zahl x 7mm = 4.5 x 7 = 31.5mm (also gerade noch kein Lichtverlust, wenn meine Pupillen maximal offen sind). Dazu dann Filter in 2" (leider nochmal teuer, aber ...).

Aber man muss auch sehen:
- Lange Brennweiten erleichtern das Aufsuchen + die Übersicht (auch wenn die mal ein bisschen AP zu gross ist, naja geht schon)
- Man hat auch noch andere Teleskop wo diese Okuklare dann bei kleinerer AP gut eingesetzt werden können (ich habe z.B noch ein C11 f/10)
- Mit Filtern hat man dunklen Himmel und kann die grosse AP wirklich gebrauchen

Schöne Grüsse
Peter

PS: 2" --> 1.25" Adapter MÜSSEN ein 2" Gewinde haben (und haben es auch normalerweise). Ebenso ein ZP (beim Newton weniger wichtig, zugegeben :-)! Dann kann man nämlich auch die Okulare durch wechseln, während der Filter drin bleibt ... !
 
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