Ehemaliges Mitglied
Moin Zielgruppe!
Heute abend hatte mein kürzlich erworbener 60/910 mm-Refraktor seinen
ersten "scharfen" Test am Sternenhimmel. Es handelt sich hier um eine
ältere Optik, keineswegs vergleichbar mit den üblichen Kaufhaus-Röhren.
Alles an meinem Refraktor ist massiv aus Alu gefertigt - sogar die Stell-
knöpfe - hat einiges über 10 Jahre auf dem Buckel und wiegt OTA gut seine
2 Kilo. Die Optik ist noch made in Japan und wurde gleich mit 1,25"-Adapter
versehen. Montiert ist das Ganze auf einer Astro-1-Monti. Beo-Ort war unser
Garten nahe am Kieler Stadtzentrum.
Allererstes Objekt am Himmel war Epsilon Lyr, um mal ein Gefühl für die Auf-
lösung zu bekommen. Die engeren Komponenten trennten sich bei 91fach (10er
Siebert), bei 130fach war die Sache deutlicher, aber die Sterne zeigten doch
Koma. Ich werde also nochmal mit dem Laser den OAZ richten müssen.
Weiter gings mit DeepSky - der Refri besitzt einen 6x30-Sucher und damit
war das Auffinden vom Ringnebel gar kein Problem. Im 16er Plössl zeigte sich
schon der kleine Rauchkringel, bei 91fach wurde die Sache deutlich. Ebenfalls
im 16er (57fach) ging es weiter zu M71, der doch einen erstaunlich guten
Anblick bot, bedenkt man, wie groß bzw. klein die Öffnung ist.
Von dem Sternhaufen ist es nur ein Katzensprung hoch zu M27. Hier ließ sich
bei gleicher Vergr. schön die Form erkennen.
Nächstes Objekt war M15 (KS in Peg): Auch sehr gut als kugeliger Nebelfleck,
aber deutlich hell zu erkennen. Danach mußte ein kleiner Planetarischer Nebel
dran glauben: NGC7662, der Blaue Schneeball in Andromeda. bereits im 25er
TAL-Plössl fiel das Objekt bei 36facher Vergr. auf, nämlich als einziger "Stern",
der sich in dem Gebiet nicht scharfstellen ließ. Bei höheren Vergrößerungen
kam die kugelige Form heraus, von der Farbe, wie ich sie aus größeren
Optiken kenne, aber keine Spur. Trotzdem nett. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Achja - Schwenk nochmal zurück zu M11, dem OS im Schild ziemlich im Süden.
Auch das kam erstaunlich gut und das Sternengewimmel konnte sich durchaus
sehen lassen (36- und 57fach).
Wieder zurück in den Nordosten: h+Chi Persei bei 36fach boten einen schönen
Anblick. Beide Haufen im Bild vor fast schwarzem Hintergrund. Nun zogen aber
plötzlich Wolken herein, also schnell nochmal zur Andromeda-Galaxie. Mit
derselben Vergrößerung konnte ich von M31 gut was erkennen, selbst M32
daneben war sofort auszumachen. Jetzt ging aber das Licht aus, denn die
Wolken waren da.
Kurze Standort-Änderung im Garten, so daß ich Mars ins Visier nehmen konnte.
Mehr als 91fach war allerdings nicht drin, die Marscheibe waberte einfach
noch zu stark (es war gegen 23 Uhr). Erkennbar waren trotzdem eine dunkle
Struktur über den Mars, dazu fein die Polkappe. Selbst mein mittlerweile
dazugekommenes Mütterlein konnte die Polkappe nach kurzem Blick sehen. das
will schon etwas heißen, weil sie sich sonst mit dem Erkennen von Planeten-
details als Laie recht schwertut. Also: Lob an die Optik! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Danach war Sense - der Himmel total zugezogen. Aber für einen ersten Test
hat's ja nun gereicht. Die 60 mm-Optik liefert (noch mit kleiner Einschränkung)
ein gutes Bild, die Astro-1 hielt den Refri ganz annehmbar (natürlich wackelt
alles, wenn man an den Stellknöpfen dreht, aber das muß für's Erste langen).
Heute abend hatte mein kürzlich erworbener 60/910 mm-Refraktor seinen
ersten "scharfen" Test am Sternenhimmel. Es handelt sich hier um eine
ältere Optik, keineswegs vergleichbar mit den üblichen Kaufhaus-Röhren.
Alles an meinem Refraktor ist massiv aus Alu gefertigt - sogar die Stell-
knöpfe - hat einiges über 10 Jahre auf dem Buckel und wiegt OTA gut seine
2 Kilo. Die Optik ist noch made in Japan und wurde gleich mit 1,25"-Adapter
versehen. Montiert ist das Ganze auf einer Astro-1-Monti. Beo-Ort war unser
Garten nahe am Kieler Stadtzentrum.
Allererstes Objekt am Himmel war Epsilon Lyr, um mal ein Gefühl für die Auf-
lösung zu bekommen. Die engeren Komponenten trennten sich bei 91fach (10er
Siebert), bei 130fach war die Sache deutlicher, aber die Sterne zeigten doch
Koma. Ich werde also nochmal mit dem Laser den OAZ richten müssen.
Weiter gings mit DeepSky - der Refri besitzt einen 6x30-Sucher und damit
war das Auffinden vom Ringnebel gar kein Problem. Im 16er Plössl zeigte sich
schon der kleine Rauchkringel, bei 91fach wurde die Sache deutlich. Ebenfalls
im 16er (57fach) ging es weiter zu M71, der doch einen erstaunlich guten
Anblick bot, bedenkt man, wie groß bzw. klein die Öffnung ist.
Von dem Sternhaufen ist es nur ein Katzensprung hoch zu M27. Hier ließ sich
bei gleicher Vergr. schön die Form erkennen.
Nächstes Objekt war M15 (KS in Peg): Auch sehr gut als kugeliger Nebelfleck,
aber deutlich hell zu erkennen. Danach mußte ein kleiner Planetarischer Nebel
dran glauben: NGC7662, der Blaue Schneeball in Andromeda. bereits im 25er
TAL-Plössl fiel das Objekt bei 36facher Vergr. auf, nämlich als einziger "Stern",
der sich in dem Gebiet nicht scharfstellen ließ. Bei höheren Vergrößerungen
kam die kugelige Form heraus, von der Farbe, wie ich sie aus größeren
Optiken kenne, aber keine Spur. Trotzdem nett. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Achja - Schwenk nochmal zurück zu M11, dem OS im Schild ziemlich im Süden.
Auch das kam erstaunlich gut und das Sternengewimmel konnte sich durchaus
sehen lassen (36- und 57fach).
Wieder zurück in den Nordosten: h+Chi Persei bei 36fach boten einen schönen
Anblick. Beide Haufen im Bild vor fast schwarzem Hintergrund. Nun zogen aber
plötzlich Wolken herein, also schnell nochmal zur Andromeda-Galaxie. Mit
derselben Vergrößerung konnte ich von M31 gut was erkennen, selbst M32
daneben war sofort auszumachen. Jetzt ging aber das Licht aus, denn die
Wolken waren da.
Kurze Standort-Änderung im Garten, so daß ich Mars ins Visier nehmen konnte.
Mehr als 91fach war allerdings nicht drin, die Marscheibe waberte einfach
noch zu stark (es war gegen 23 Uhr). Erkennbar waren trotzdem eine dunkle
Struktur über den Mars, dazu fein die Polkappe. Selbst mein mittlerweile
dazugekommenes Mütterlein konnte die Polkappe nach kurzem Blick sehen. das
will schon etwas heißen, weil sie sich sonst mit dem Erkennen von Planeten-
details als Laie recht schwertut. Also: Lob an die Optik! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Danach war Sense - der Himmel total zugezogen. Aber für einen ersten Test
hat's ja nun gereicht. Die 60 mm-Optik liefert (noch mit kleiner Einschränkung)
ein gutes Bild, die Astro-1 hielt den Refri ganz annehmbar (natürlich wackelt
alles, wenn man an den Stellknöpfen dreht, aber das muß für's Erste langen).