Off-Axis Guiding an einem SC

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JustusMünch

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Hallo Zusammen,

in "Corona-Zeiten" kann man sich zu genüge mit seinem Teleskop beschäftigen. Ich bin auf der Suche nach einem Off-Axis Guider für ein EdgeHD C8, wobei ein 0.7x Reducer im Spiel ist und deshalb der Sensor Abstand durch den Celestron T-Adapter festgelegt und dadurch bindend ist.
Nun gibt es eine tolle Erfindung, die einen Off-Axis Guider in einen T auf EOS-Ring verpackt. Das ganze wird dann als: "TS-Optics Off-Axis-Guider für Canon EOS Kameras" bezeichnet und soll den T-Ring ersetzten und dementsprechend keinerlei optischen Weg in Anspruch nehmen.
Alles passt mir also gut in den Kram, sollte bestellt werden und dann kam mir der Gedanke: Ein EHD ist ein f/7 (bzw. f/10 ohne Reducer) System, sieht die Guidingcam überhaupt noch ein paar Sternchen zum guiden?
Hat Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Muss man erst mal 1 Stunde am Ring drehen, bis ein Stern gefunden ist oder ist das ganze kein sonderliches Problem... Anbei sollte ich erwähnen, dass auf dem Foto-Plan auch ein paar Nebel stehen, die nicht inmitten der Milchstraße liegen...

Ich begrüße alle Antworten mit Freuden. Euch allen wünsche ich natürlich ein frohes Osterfest, trotz Quarantäne!
Schönen Gruß
Justus Münch
 
Hallo Justus,
bei Punktlichtquellen, also bei Sternen, ist das Öffnungsverhältnis egal. Zur erreichbaren Grenzgröße ist nur die Öffnung entscheidend. Ich Guide seit Jahren mit OAG an verschiedenen Teleskopen. Von 65mm F/6,5 bis 8" F/5. Beim kleinen APO gab es in sternarmen Regionen immer mal wieder etwas Sucherei, aber letztlich dauerte es nur ein paar Minuten, bis doch ein passender Leitstern auftauchte.Als Guidingcam nutze ich die ALccd5L-IIm.
Übrigens lässt sich der Guidefinger an dem von dir vorgeschlagenen OAG nicht verdrehen. Das wäre auch recht sinnlos, weil man an das Gehäuse der EOS anstossen würde...

Grüße Rainer
 
Hallo Rainer,

vielen Dank für deine Hilfe! Das, dass Öffnungsverhältnis bei Sternen nichts ausmacht war mir nicht bewusst. Im übrigen nutze ich genau die gleiche kleine Cam wie du.

Danke sehr und einen schönen Wochen-Start.
Schönen Gruß
Justus Münch
 
Hallo Justus,

ich habe mir vor kurzem einen OAG besorgt mit dem ich am 8"/f7 (Reducer) Mead SC mit einem MGen2 guiden wollte.
Bisher war ich immer mit einem 600mm f7,5 Leitrohr unterwegs.
Naja, was soll ich sagen. Mit OAG habe ich einen Knall bekommen. Im Vergleich zum Leitrohr war es sehr schwer einen Leitstern zu finden. Nach dem Meridianflip ist der weg und man muss ihn erstmal neu suchen bevor man weiter guiden und fotografieren kann.
An sich ist das eine coole Sache weil man eine Menge Gewicht spart. Aber ich finde das ist nichts für langbrennweitige Geräte.
Trotzdem behalte ich ihn mal schön. Wer weiß was noch so ins Haus kommt ;)

Viele Grüße und CS
Marco
 
Hi Marco,

danke für deine Erfahrung. Da ich noch am normalen 9x50 Sucher guide (mit 180mm Brennweite), ist ein 600mm Sucher zu einem Off-Axis auch nochmal ein kleinerer Schritt als er dies bei mir währe...
Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass das Suche nach einem Stern sehr nervig ist...
Schönen Gruß
Justus
 
Hi Justus,

habe erst mit der Astrofotografie angefangen, bin aber direkt mit EdgeHD 800, dem 0.7 Reducer und dem Celestron OAG gestartet. Alles hängt an einer ASIAir Pro mit ZWO 290 Mini als Guidecam.
Das beschriebene Problem, dass man nach dem Meridian Flip die Guidestar neu anwählen muss kann ich bestätigen, empfinde ich aber als nicht besonders kritisch. Nervig ist, dass man teilweise neu Kalibrieren lassen muss...
Bei der Brennweite kommt man, da sind sich fast alle einig, um einen OAG nicht herum, es sei denn du baust einen Refraktor als Guidescope ans Edge (für mich wäre das aber zu schwer).
Ich habe das Teil erst in wenigen Nächten ausgetestet und die Erfahrungen sind durchmischt (mag der Tatsache geschuldet sein, dass ich blutiger Anfänger bin).
Bisher gab es nur eine Nacht, in der ich wirklich kreisrunde Sterne gesehen habe, ansonsten waren diese in die Länge gezogen und teils sehr unscharf. Erstauntlicherweise war das Guiding trotzdem relativ gut (0,6-0,8 im Durchschnitt).
Trotz ärgert es mich, dass die Stern nicht rund sind, wie bei meinem normalen Guidescope (Grund?).
Gut ist, dass man den Bereich mit der Guidecam drehen kann, entweder gemeinsam mit der Kamera, sodass man einen Guidestern zu kann ohne das Prisma in den Sensorbereich zu bewegen oder auch unabhängig von der Kamera.
Ich drehe aber immer gemeinsam mit der Kamera, da ich das Prisma so eingestellt habe, dass es außerhalb des Kamerasensors liegt und auch im Bildrand keine Vignettierung verursacht.
Wenn ich noch das Problem mit den punktförmigen Sternen gelöst habe, bin ich in Summe sehr zufrieden.
Es handelt sich aber sicherlich nicht um die einfachste Art Fotos zu machen, ein EdgeHD ist eben kein Refraktor...

VG

Martin
 
Hallo Martin

Ich habe ein C9.25 und nutze einen Sucher mit 162mm Brennweite für das Guiding. Das funktioniert sehr gut. Man muss nicht unbedingt einen OAG bei einem SC benutzen. RMS in PHD2 liegt zwischen 0,5 und 0,8.
Ich bekomme auch runde Sterne. Aber ab und zu sind diese auch eiförmig. Das liegt dann aber wohl an der Montierung. Denn zur Zeit nutze ich noch eine HEQ-5 Pro und die ist da schon ziemlich am Limit. Kritisch wird es vor allem dann, wenn ich nahe am Zenit aufnehme.
Einen Meridian Flip versuche ich eigentlich immer zu vermeiden ;-)

VG Tom
 
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