stefand
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
gestern habe ich, nach dem heißen Tag und einem Besuch im Playmobil-Land mit drei Kindern, abends den grandiosen Himmel gesehen. Naja, sommerlich aufgehellt, aber doch ganz okay.
Trotz müder Knochen und leicht lädierten Nerven habe ich also mein eigenes Equipment herausgeschleppt. Schleppen ist ja relariv ... eine EQ5, ein Newton 114/900 und das Zubehör.
Ziel waren offene Sternenhaufen in der Cassiopeia, denn die steht im dunkleren Bereich unseres Vorstadthimmels.
Vorher musste ich noch den Kugelsternhaufen NGC6229 (9,4mag) im Herkules aufsuchen. Der ist sogar im 32mm Super Plössl (28x) zu erkennen. Mein Ziel war aber das hohe Vergrößern dieses schwächeren Objekts. Mit dem 8mm Planetary konnte sowas wie gemottel am Rand des Haufens erkannt werden. Gut, das schien mir ordentlich für einen 5.5mag-Himmel.
Den NGC6210 habe ich nich klar erkannt - das 6mm TSSW brachte heute nicht mehr, als das 8mm Planetary. Bei 112x ist ein kleines leicht bläuliches Objekt zu sehen, welches nicht mehr ganz stellar aussah. Lt. uranometria und Tri-Atlas steht das Objekt richtig. Ich denke er war es.
Im Cepheus (ich nähere mich endlich der Cassiopeia) habe ich bei NGC6939/6946 vorbeigeschaut. Der offene Sternenhaufen war leichter zu erkennen, aber die Galaxie tat sich für ein 9mag-Gebilde schwer. Eine strukturlose Wolke ohne zentrals Aufhellung war alles. Am Besten bei einer AP 2.4 im 19mm Okular. Im 32mm Okular war beides im GEsichtsfeld, die GX war aber nur zu erkennen, wenn man wusste, woe sie stand.
So jetzt endlich in die Cassiopeia und ran an NGC 659, 663 und 654, welche mit dem 32mm alle im Gesichtsfeld stehen. So gefallen mit diese am Bestern. Das hohe Vergrößern bringt Einzelsterne hervor, ist aber nicht mehr so ästhetisch anzusehen. Ein Schwenk zu NGC 637 und den NGC 559 im 32mm konnte ohne Sucher durchgeführt werden. Auch diese kleinen Sternenaufen sind schön anzusehen - wie die vorherigen auch mit dem 32mm. Das 19mm zeigte mehr Details, der Raum drumherum blieb aber erhalten. Beim schwachen NGC559 (9,5mag) wollte ich es nochmals wissen und habe das 8mm reingesetzt - dabei kamen so ca. 5 Sterne hervor. Die schwachen Sterne sind aber nich mehr so gut als Wölkchen zu sehen und daher habe ich mich schnell von dieser Ansicht verabschiedet.
Als Abschluss habe ich nochmals alle obigen offenen Sternenhaufen in der Cas mit dem 32mm abgefahren. Herrlich, wie diese Objekte im Raum stehen.
Den M52 habe ich kurz gestreift - schön viele Sterne bei 60x.
Zum Schluss der Jupiter. Er kam über dem Dach des Nachbargebäudes hervor. Bei 112x konnte ich die zwei Bänder schön erkennen, eines sogar strukturiert. Der obere Teil des Jupiters war dunkler. Bei 150x war weniger zu sehen - das Bild wurde matschig, was ich von früher so nicht kannte. Seeing oder Justage ... Letztere verstellt sich gerne mal.
Mein Fazit: Ich habe mich gefreut wieder ein paar alte und z.T. neue Objekte gesehen zu haben und wenn man nicht allzu oft unterwegs ist, dann tun es bei mir auch der 114mm Spiegel. Er hat aber seine Macken - ein kleine Diva. Mein kleiner 80mm Achromat kann da übrigens nicht mithalten - der hat definitv weniger Öffnung, auch wenn er unobstruierend daherkommt.
CS,
Stefan
gestern habe ich, nach dem heißen Tag und einem Besuch im Playmobil-Land mit drei Kindern, abends den grandiosen Himmel gesehen. Naja, sommerlich aufgehellt, aber doch ganz okay.
Trotz müder Knochen und leicht lädierten Nerven habe ich also mein eigenes Equipment herausgeschleppt. Schleppen ist ja relariv ... eine EQ5, ein Newton 114/900 und das Zubehör.
Ziel waren offene Sternenhaufen in der Cassiopeia, denn die steht im dunkleren Bereich unseres Vorstadthimmels.
Vorher musste ich noch den Kugelsternhaufen NGC6229 (9,4mag) im Herkules aufsuchen. Der ist sogar im 32mm Super Plössl (28x) zu erkennen. Mein Ziel war aber das hohe Vergrößern dieses schwächeren Objekts. Mit dem 8mm Planetary konnte sowas wie gemottel am Rand des Haufens erkannt werden. Gut, das schien mir ordentlich für einen 5.5mag-Himmel.
Den NGC6210 habe ich nich klar erkannt - das 6mm TSSW brachte heute nicht mehr, als das 8mm Planetary. Bei 112x ist ein kleines leicht bläuliches Objekt zu sehen, welches nicht mehr ganz stellar aussah. Lt. uranometria und Tri-Atlas steht das Objekt richtig. Ich denke er war es.
Im Cepheus (ich nähere mich endlich der Cassiopeia) habe ich bei NGC6939/6946 vorbeigeschaut. Der offene Sternenhaufen war leichter zu erkennen, aber die Galaxie tat sich für ein 9mag-Gebilde schwer. Eine strukturlose Wolke ohne zentrals Aufhellung war alles. Am Besten bei einer AP 2.4 im 19mm Okular. Im 32mm Okular war beides im GEsichtsfeld, die GX war aber nur zu erkennen, wenn man wusste, woe sie stand.
So jetzt endlich in die Cassiopeia und ran an NGC 659, 663 und 654, welche mit dem 32mm alle im Gesichtsfeld stehen. So gefallen mit diese am Bestern. Das hohe Vergrößern bringt Einzelsterne hervor, ist aber nicht mehr so ästhetisch anzusehen. Ein Schwenk zu NGC 637 und den NGC 559 im 32mm konnte ohne Sucher durchgeführt werden. Auch diese kleinen Sternenaufen sind schön anzusehen - wie die vorherigen auch mit dem 32mm. Das 19mm zeigte mehr Details, der Raum drumherum blieb aber erhalten. Beim schwachen NGC559 (9,5mag) wollte ich es nochmals wissen und habe das 8mm reingesetzt - dabei kamen so ca. 5 Sterne hervor. Die schwachen Sterne sind aber nich mehr so gut als Wölkchen zu sehen und daher habe ich mich schnell von dieser Ansicht verabschiedet.
Als Abschluss habe ich nochmals alle obigen offenen Sternenhaufen in der Cas mit dem 32mm abgefahren. Herrlich, wie diese Objekte im Raum stehen.
Den M52 habe ich kurz gestreift - schön viele Sterne bei 60x.
Zum Schluss der Jupiter. Er kam über dem Dach des Nachbargebäudes hervor. Bei 112x konnte ich die zwei Bänder schön erkennen, eines sogar strukturiert. Der obere Teil des Jupiters war dunkler. Bei 150x war weniger zu sehen - das Bild wurde matschig, was ich von früher so nicht kannte. Seeing oder Justage ... Letztere verstellt sich gerne mal.
Mein Fazit: Ich habe mich gefreut wieder ein paar alte und z.T. neue Objekte gesehen zu haben und wenn man nicht allzu oft unterwegs ist, dann tun es bei mir auch der 114mm Spiegel. Er hat aber seine Macken - ein kleine Diva. Mein kleiner 80mm Achromat kann da übrigens nicht mithalten - der hat definitv weniger Öffnung, auch wenn er unobstruierend daherkommt.
CS,
Stefan
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