Oh, Oh schon wieder Oktober.

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Udo_S

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Hallo zusammen
Gelegentlich lese ich hier im Forum:"Also unter 5,5mag lohnt keine Deep Sky Beobachtung oder unter 8"gibt es nichts zu sehen" Nun finde ich dunklen Himmel auch nicht schlecht ebenso eine große Öffnung. Aber etwas berücksichtigen diese Aussagen nicht, das Sammeln von Erfahrungen. Was nützt mir ein guter Himmel und ausreichend Lichtsammelvermögen, wen ich nichts finden kann oder Objekte als solche gar nicht wahrnehme?
Darum hab ich in den letzten Tagen wieder meine Technik aufgetragen um Erfahrungen zu sammeln und ehrlich ich hatte auch mal wieder "Bock auf Spechteln".

Bericht: 1.10. 04
Aufbau von 23:45- 0:20 Uhr
Ende 2:00 Uhr
Ausrüstung: 10" Schmidt-Newton, LXD 55 Monti. 7,5; 10; 14mm Speers Waler Okus.
Bedingungen: Mond, durch feuchte Luft wirkte der Himmel milchig; 4,5mag Grenzgröße, relativ mild.

Eigentlich wollte ich nur ein paar Mondaufnahmen machen. Da ich zuvor hier im Forum den Bericht von der Supernova gelesen habe, wollte ich es auch mal versuchen.

NGC 6939 Cep OC Dieser offene Sternhaufen war mein Glück,
erstens wusste ich, die Gegend ist richtig.
zweitens besteht der Haufen aus 12mag Sternen und diese konnte ich gut ausmachen, damit sollte die SN auch machbar sein.

NGC 6946 Cep Gx Die Gx selber konnte ich nicht erhaschen. Allerdings konnte ich ein Sterndreieck das den südl. Rand der Gx markiert gut erkennen von diesem Dreieck etwas nordöstl. sollte die SN zu finden sein. Um ehrlich zu sein die Chance das ich das richtige Sternchen als solche gesehen habe 70%, die Möglichkeit das die SN unter den schwachen Sternchen dabei war die ich beobachten konnte 99%
Dank der im Forum existierenden Karten.

Bericht: 3.10.04
Aufbau 20:30-20:45 Uhr
Ende 23:00 Uhr
Ausrüstung 4,5" Einsteigernewton, parallaktische Monti. 9,7;15; 40mm Super Plössl, UHC und OIII Filter
Bedingungen: Kurz nach Beginn der Beobachtung ging der Mond auf, Schleierwolken, ab und zu auch dickere Wolken, Grenzgröße von 4,8 auf 4,4 mag zurückgehend. Mild 13C°

NGC 457 Cas OC Der "Eulenhaufen" fasziniert mich schon seit dem ich ihn zu ersten Mal sah, sieht echt wie eine Eule mit gespreizten Flügeln aus. Mein Highlight des Abends.

M 103 Cas OC Naja mit dem 4,5" nicht mehr als 4-5 Sternchen.

NGC 663 Cas OC Am Anfang nur ein paar Sternchen wahrgenommen, dann gemerkt das Wolken stören, danach einen schönen offenen Sternhaufen mit ca. 15 Sternen.

NGC 654 Cas OC Da der 4,5" zum Auflösen nicht reicht, sah ich einen helleren Stern, wie in einem Nebel eingebettet.

NGC 281 Cas GN Oh da hab ich was gesucht, durch ziehende Wolken machten es auch nicht leichter. Irgendwann passen die Sternenmuster mit meiner Aufsuchskarte überein. Im UHC Filter zeigt sich ein ziemlich großer matter Schimmer (2/3 des Gesichtsfeldes des 40mm SP) um einen helleren Stern am besten ist der Nebel zu erkennen, wenn ich das Teleskop etwas hin und her schwenke.

NGC 7662 And PN "Blauer Schneeball" Blaufärbung war leider nicht sehr ausgeprägt. So war ich mir erst mit dem OIII Filter sicher. Beim Einsatz des 9,7mm Oku deutlich eine helle Scheibe, die in der Mitte etwas abgedunkelt wirkte.

M76 Per PN "Kleiner Hantelnebel" Auch hier bringt der OIII Filter deutlich mehr zu sehen, zwei helle Kerne, länglich fast eckig wirkend.

M31 And Gx Für manchen eine Entäuschung, mir gefällt sie wie am ersten Tag, als ich mit 12- 13 Jahren das Fernglas(10*50 Dekarem) meines Vaters für eigene Sternguckerzwecke benutzen durfte. M32 war auch relativ gut auszumachen, M110 mit ein bissel schielen auch.

h und chi Persei/ Stock 2 OC Per Auch diese schaute ich mir damals gerne an, die zwei Sternhaufen mit den so unterschiedlich hellen Sternen, Stock 2 steht in der Größe um nichts nach im fehlen halt nur die helleren Einsprengsel.

Uhi da war es schon ganz schön spät, 23 Uhr durchziehende Wolken haben immer mal wieder Zwangspausen verursacht, morgen klingelt der Wecker 4:40 Uhr. Schnell Schlafen ist angesagt.
Klare Nächte
Udo S
 
Hallo zusammen
Hier noch ein kleiner Nachtrag.
Eigentlich sollte sich das "Oh,Oh" in meiner Überschrift auf das Einsetzen der ersten Fröste und das "Dauerföhnen" zum Freihalten der Optik beziehen, welches im Monat Oktober so langsam erforderlich wird. Da stellt mir das Oktoberwetter eine Beobachtungsmöglichkeit mit Temperaturen von 20C° hin, na ja leider hatte die Sache auch einen Haken.

Beobachtungsbericht 5.10. 04
Aufbau 19:45-20:15 Uhr
Ausrüstung: 10" Schmidt-Newton LXD 55 Monti. 7,5; 10; 14mm Speers Waler Okus. OIII Filter.
Bedingungen: 20C° windig, Grenzgröße 5,0mag, Seeing nicht so besonders (tschuldigung die Seeing Beurteilung muss ich noch üben)
Beobachtung: 20:45-22:45 Uhr

Wie gesagt der Haken war der bisweilen der recht kräftige Wind, durch das leicht Zittern des Teleskops habe ich ständig das Gefühl nicht richtig scharf zu sehen. Nachfokussieren bringt nichts, Detailbeobachtungen kann ich vergessen.

NGC 7673 Peg Gx Westlich eines kleinen "großen Miniwagens" erkenne ich einen nebligen Fleck ohne besondere Merkmale direkt im 7,5mm Oku.

Meine Mutter kommt mich besuchen, ihr zeige ich M31 schön zu sehen auch die beiden Begleiter M32, M110.

NGC 7541/7537 Psc Gx Im 10mm Oku zeigt sich NGC 7541 als längliche Scheibe von Ost nach West ausgerichtet. Südwestlich der Gx blitzt NGC 7537 auf.

NGC 7611 Psc Gx Ist gerade noch so direkt zu sehen mit einem fast sternförmigen Kern, wirkt sie fast rundlich.

NGC 7619/ 7626/ 7623 Peg Gx Die beiden erstgenannten Gx sind relativ hell und gut direkt zu halten. Stehen beide zueinander in Ost West Richtung, die westlichere NGC 7619 ist noch etwas heller, wirken beide rundlich. Nördlich der beiden steht ein 10mag Stern, der mit den Gx'en ein gleichseitiges Dreieck bilden im selben Abstand wie die Gx'en zum Stern, steht noch weiter nördlich NGC 7623 von der Ausdehnung kleiner, war diese Gx nur indirekt zu halten im 10mm Oku. 3 Galaxien in einem Blickfeld haben bei mir das Highlight des Abends verdient.

NGC 7562 Psc Gx Bei diesen Bedingungen fällt mir nur der relativ helle Kern auf.

M76 "Kleiner Hantelnebel" Per PN Wollte ich heute mit 10" schauen, zwar heller wie im Einsteigerteleskop am 3.10. aber bei dem Wind keine weiteren Details zu erkennen.

Genauso NGC 7662 And PN "Blauer Schneeball" wenigstens erschien dieser auch mit deutlicher Blaufärbung.

Klare Nächte
Udo S
 
Hallo zusammen
Da es den ganzen Tag(9.10.) über wolkig war, hatte ich nicht mehr damit gerechnet irgend welche Beobachungen machen zu können.
Als ich aber gegen 18:15 Uhr einen blauen Himmel sehen konnte, warf ich meinen PC an um mir passende Objekte zum fotografieren auszusuchen. Mit den Vorbereitungen hab ich mir dann extra viel Mühe gegeben, noch einen Vorhang gespannt, die Monti sorgfältig ausgerichtet, Kamerahalterung usw.
Als ich die erste Aufnahme mache bemerke ich das sich just eine Schleierwolke ins Bild geschoben hat. Kennt Ihr das auch? Die ganze Zeit isses klar, sobald man mit spechteln anfängt kreuzen die Wolken auf. Okay denke ich dann schaust du dir halt so noch was an. Wolkenloch in Richtung Pegasus aber sobald ich ein Objekt anvisiere und durchs Oku betrachten will hängt sich wieder so ne Wolke rein. Übern Wassermann ist es jetzt frei, also schnell M2 angepeilt, da ist er ja, plötzlich wird er verschleiert, ihr wisst ja Wolken. Das reinste Hase und Igel Spiel beginnt, nach einer halben Stunde geb ich es auf.
Gute Nacht
Udo S
 
Hi Udo,

es beruhigt mich zu wissen, dass ich heute abend nicht der „einzige gescheiterte Optimist in Sachen Astronomie“ war. Mir erging’s fast genau so wie Dir: Mit dem Sonnenuntergang klarte es auch hier (OWL) immer mehr auf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />, bis 21.00 Uhr skeptisch gewartet, dann den 8“er nach draußen in den dunklen Garten (immerhin 5,7m, sonst oft noch besser) geschleppt zum Auskühlen. Um 21.45 Uhr nach draussen und erst mal an h&chi „warmgemacht“ und Adaption aufgebaut. Als das Bild schlagartig dunkler wurde <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />, zeigte der Blick nach oben einige lockere Wolkenfelder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />. Naja, irgendwie sah es am Horizont ohnehin schon wieder danach aus. Also schnell in Richtung des vorhergesehenen Zielobjektes geschwenkt – die SN in NGC6946. In den (noch) großen Wolkenlücken war die Region dann schnell gefunden, ich hatte der GX und dem benachbarten OC NGC6939 ohnehin erst vor ein paar Wochen einen Besuch abgestattet. 6939 war ohne Probleme sichtbar und zeigte am Rand einige Einzelsterne. Von 6946 war lediglich die schwache Kernregion zu erkennen. Dann zogen immer häufiger und dichtere Wolkenfelder durch, hektische Vergleiche des Bildes im Okular mit meiner (doch etwas bescheidenen) Umgebungskarte der SN brachten auch nicht so wirklich den Durchbruch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />. Irgendwann wurden die Wolkenlücken dann immer kleiner und mein Hals immer dicker <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />. Wie einfach war dagegen SN 2004dj in NGC2403 aufzufinden, fast ein Kinderspiel. Die war bei meinem letzten Besuch mit 12.2mag allerdings auch noch etwas heller. Also wenigstens noch mal zu M13 rüberschwenken, da war noch nicht alles dicht. Der soff aber im Horizontdunst derart ab (immerhin zog noch in wenigen Bogenminuten Abstand ein Satellit vorüber), dass ich noch schnell einen kurzen Blick auf M57 werfen wollte - sozusagen zum Abschied für dieses Jahr. Das dunkle und schlechte Bild veranlasste mich dann, mal mit der Rotlichtlampe durch den OAZ zu leuchten: Fangspiegel zugetaut! Verdammt noch mal, jetzt reicht’s <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />!!! Unter den miesen Bedingungen hatte ich dann natürlich keinen Bock mehr, Kabeltrommel und Fön gegen den Tau aufzufahren. Also abgebaut und alles reingebracht. Um auf die Piste zu gehen fehlte mir jetzt einfach die Lust. Kurzum: Lecker Bierchen in den Kühlschrank packen, auf 2.00Uhr warten und ein bisschen Formel 1 glotzen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.

Und nun zum Fazit: Geteiltes Leid ist halbes Leid <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />! Ich hoffe auf morgen.

Gruss und CS,

Mathias
 
Hallo zusammen, hi Mathias
Nachdem es gestern (10.10.04) den ganzen Tag erst neblig dann wolkig war, hatte ich Beobachtungen schon abgehakt.
Erst gegen 21:30 Uhr konnte ich eine klaren Himmel feststellen. Nach kurzem inneren Kampf, hoch vom warmen Sofa, beschloss ich mit dem 4,5" Newton noch etwas raus zugehen.

Bericht: 10.10.04
Aufbau: 21:45- 22:10 Uhr
Ausrüstung: 4,5" Newton parallaktische Monti. 32mm SP; 20mm SP; 12,4mm Super Plössl.
Bedingungen: Grenzgr. 5,1mag. kühle, feuchte Luft 1C°.
Seeing anfangs ziemlich schlecht, Sterne flackerten bis in große Höhen.
M34 Per OC Schön anzusehen, 15-20 hellere Sterne im Gesichtsfeld zeigen deutlich den Haufencharakter, dazwischen noch neblig wirkende schwächere Sternchen.

Melotte 20 Per OC Der Bewegungshaufen kommt am besten im Sucher zur Geltung, durch das Okular ist es nur ein sternreiches Gebiet.

NGC 752 And OC Mit nicht ganz so hellen Einzelsternen wie M34 hebt sich der Haufen trotzdem vom Hintergrund ab.

NGC 1023 Per Gx Hier war erstmal Suchen angesagt, vor allem weil der Sucher total beschlagen war, nach dem Freiföhnen ging es besser.
Am Ende einer leicht gebogenen Sternkette zeigte sich die Gx im 32mm Übersichtsoku recht unscheinbar, mit dem 12,4mm Oku allerdings schon recht deutlich, die Gx erschien länglich von Ost nach West ausgerichtet, mit einem ziemlich hellen Kern. Highlight des Abends.

M33 Tri Gx Mehr als ein großer matter Lichtfleck war mit dem 4,5" nicht auszumachen.

Gegen 23:45 Uhr hab ich dann Schluss gemacht, ein bissl hab ich mich über mich selber geärgert, weil es auch für ein Fotoabend gerreicht hätte und ich jetzt erstmal ne Woche Nachtschicht hab.
Klare Nächte wünscht
Udo S
 
Hi zusammen
Spechteln oder Nicht Spechteln das war am 19.10.04 die Frage, ist es wieder so ein launisches Wolkenloch das den Blick zum Himmel freigab oder was dauerhaftes. Ein frischer Wind lies den 10" aus den Rennen um das Beobachtungsinstrumentarium ausscheiden.
Da ich mir vor kurzem Sternkarten für das beobachten mit Fernglas ausgedruckt habe, fiel die Wahl auf das 10*50 Dekarem. Gelegentlich ziehen noch ein paar hohe Schleierwolken, Grenzgröße so um 5mag.
Fuhrmann machte den Anfang: M38 glich einem schwachen Lichtfleck bei längerem Hinsehen blitzte das eine oder andere Sternchen auf. Rechts unterhalb markiert ein kleiner Lichtknoten NGC 1907.
NGC 1893 dieser schwache Lichtfleck steht unter einem Sternenparallelogramm und wirkt schon etwas körnig.
NGC1857 ist wesentlich größer als sein Vorgänger dafür aber auch nicht so verdichtet.
NGC 1778 im Fernglas ein schwacher Fleck, leicht körnig.
M37 Dieses Lichtbällchen errinnert eher an einen Kugelsternhaufen. Zumindest im Fernglas.

Richtung Perseus
NGC 1528 Ziemlich kompakt etwas angelöst.
Die folgenden Sternhaufen NGC1444 und 1496 sind in dem sternreichen Gebiet gar nicht so leicht auszumachen. Schau ich mir halt noch Melotte 20, h&chi Stock 2 und M34 an.
Nachdem ich das Fernglas das erstemal etwas freiföhnen musste geht es zum Schwan.
NGC 7000 was hab ich mich mit dem Teleskop am Nordamerikanebel rumgeärgert. Im Fernglas wen man einmal weiß auf welche Sternmuster man achten muß, eigentlich kein Problem. Noch M29 ein Sternknoten von dem ich 4-5 Sterne ausmachen kann, dann bin ich es leid dieses Sterngewimmel ständig mit den Karten zu vergleichen ich schaue also bloss noch zum Genuss.
Nach einer Weile kann ich mich vom Schwan lösen und Kassiopeia ist mein nächstes Ziel, genauer NGC 457 der Eulenhaufen, diese ist zwar im Fernglas nur schwach zu erkennen aber immerhin.
Immer häufiger schweife ich von meinem Vorsatz ab alles zu dokumentieren. Es ist einfach zu schön, die Plejaden wirken fast plastisch und sind mein Highlight des Abends. Hyaden, M35, M81/82 NGC 752, M33 sind auch noch mit dabei. Bei M31 bin ich über die Größe total erstaunt gut die Hälfte des Gesichtsfeldes füllt die GX aus. Noch einige offene Sternhaufen kann ich mit dem Fernglas ausmachen, sowie zahlreiche Meteoriten. Alles im allem war das ein richtiger Astrospass und ich nehm mir vor das mach ich mal wieder.

Tags darauf war von Wetterbericht eigentlich die ersten Wolken angesagt, das Wetter hat sich aber nicht drangehalten war sogar Windstill. So konnte ich endlich wieder Piggyback ein paar Fotos schiessen. So hatte ich einen gelungenen Start in die Woche.

CS Udo S
 
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