Okular für Planetenbeobachtung (ev. auch anderes)

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Alex1981

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Hallo liebe Sternengeminde,

nachdem ich wegen Krankheit und sonstigem Stress eine weile lang aussetzen musste habe ich die letzen Wochen
alle (sehr seltenen) Abende genutzt um mich wieder meiner neuen Liebe zu widmen.
Vor allem vergangenen Freitag hatte ich den bisher den erlebnisreichsten Abend. (Um 22.oo Uhr spontan die Ausrüstung raus und bis 4.00 Uhr wach geblieben) :)
Auch Fotografisch konnte ich schon einiges erreichen, bloß das Guiding via Software und CMOS bekomme ich nicht in den Griff. (Abstürze, Abdriften, etc... :mauer: ) Wird dann wohl der Mgen irgendwann werden....

Nun aber zum eigentlichen Thema.

Ich weiß das Thema ist schon 1000mal durchgekaut worden, aber nach dem ich den halben Sonntag mit lesen und informieren verbracht hab bin ich zwar schlauer hab aber immer noch kleinen Beratungsbedarf.

Was ich mir zulegen möchte ist ein Okular mit dem ich die maximale Vergrößerung an Jupiter, Saturn und Mars heraushole.
Ein GSO 150/900 mit NEQ5 (SynScan) ist dabei das Instrument das ich nutze.
Im Moment schaue ich mit einem 8-24mm Hyperion-zoom, der Baader 2,25 HyprionBarlow, einem 24mm Süperplössel und einem 30mm Fadenkreuzokular.

Beim Hyperion ist das so das Barlow + 8mm schon zu sehr unscharfen Planeten führt. Barlow + 12mm geht schon viel besser und 16mm + Barlow
ist sehr annehmbar.
Ohne Barlow 8mm finde ich angenehm, allerdings ist mir die Vergrößerung einen ticken zu wenig da Details hohe Konzentration erfordern.

Nun Ich weiß mitlerweile das 900/150 die kleinste empfohlen Okulargröße sein soll. Also 6mm.
Andersrum die maximale Vergrößerung nicht mehr als der Spiegeldurchmesser also 150!
Im Umkehrschluss 900/6= 150fach

Also kann ich ab 150fach aufwärts nur noch mit verlust rechnen?
Gibt es ein Okular das auch 200 zulässt?

Das Zoomokular und vor allem mit Barlow hat ja denke ich mal einen Verlust da es ein Zoom ist, und die Barlow nimmt auch noch ein wenig raus.
Das neue sollte auf jeden Fall was schärfe und Kontrast betrifft natürlich ein Zugewinn sein.

Mir geht es nicht darum die Planeten so groß wie möglich zu sehen, am liebsten wäre mir natürlich 150-fache und eventuell auch mehr Vergrößerung. (180, 200?)
und dabei aber mit mehr schärfe und Kontrast als mit dem jetzigen Okular.


Meine Obergrenze für das eine Okualar ist 200- max. 250 €.
Daher sollte es aber auch keins sein das ich nur an 3 von 20 Abenden nutzen kann, vielleicht taugt es auch am Mond (einzelne Details) oder an sonstigen vereinzelten Himmelsabschnitten.


Gibt es da Erfahrungen mit meinem Teleskop? (150/900 Ne)
Gibt es ein bestimmte Okulare die da sehr zu empfehlen sind?
Bringt mehr teuer auch tatsächlich Vorteile?

Also im Moment lebe ich mit der Tatsache 150mm lässt max. 6mm Okular zu. Geht eventuell auch 5mm oder gar 4,5mm ?

So ich hoffe ich geh mit dem Thema keinem auf die Nerven....

VG und clear sky´s

Alex


 
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Hallo Alex,

ich habe auch so einen 150/900er Newton.
Nochmal was zu lesen, und zwar zum wichtigen Thema der anwendbaren AP. Für diese Fragestelleung ist der Bereich der minimal anwendbaren

Austrittspupille

von Interesse.

Im Falle eines 150/900er Teleskops kannst du im Bereich zwischen 7 mm und 5 mm Okularbrennweite, eventuell, je nach Detail und Visus auch 4 mm Okularbrennweite mit besten Ergebnissen für Deine Beobachtungen im Hochvergrößerungsbereich rechnen.
Das ist sehr individuell, folglich kann Dir niemand genau sagen, was für Dich richtig ist.
Zu beachten ist auch, dass das Seeing bei 150 mm Öffnung öfter als uns lieb ist zuschläft und höhere Vergrößerungen vereiteln.

Du hast da ein Zoom und eine Barlow. Damit hast Du schon im Prinzip ganau das für Dich ermittelt, was auch meine Feststellungen sind.

Nach meiner Erfahrung ist ein Ortho + Barlow deutlich besser geeignetals ein Hyperion Zoom plus Barlow.
Orhtos mit so kleiner Brennweite wie Du sie brauchst kann man versuchen, es gibt 4,5,6 mm Brennweiten zu kaufen. Ich setze sie ungern ein, da der Augenabstand sehr gering ist, unangenehm und dadurch störend gering. Das ist auch wieder individuell verschieden.
Immerhin sehe ich mit solchen Kombinationen aus Orthos mit einer Barlow die zusätzlich noch Newtonkoma korrigiert auch am 6" f/6 Newton sehr gute Ergebnisse am Mond und an den Planeten und die sind m.E. einen Tick besser als die Ergebnisse mit ebenso vorhandenen teuren Weitwinkelokularen.

An f/6 mag mancher nicht von der Erforderlichkeit der Komakorrektur überzeugt sein, aber immerhin schadet sie nicht sondern vergrößert das beugungsbegrenzte Feld deutlich.

Ich selbst nutze 12,5er und 18er Orthos sowie die 2,2er und die 2,8er Klee Barlows, wobei die Barlows nur noch gebraucht und selten zu bekommen sind.
Ausweg wäre eine komakorrigierende 2,7er APM-Düring Barlow, welche ich wegen der langen Bauweise am

Binoansatz

(auch eine überlegenswerte Sache) eisetze.
Diese Barlow im Nennabstand (~105 mm zum Okular) und ein 18er Ortho bringen Dich auf 6,6 mm Brennweite, mit einem 12,5er Ortho kommen 4,6 mm raus. Wählt man die Adaption etwas kürzer oder länger kann man in beiden Fällen die resultierende Brennweite nach oben und unten verändern. Die Lösung ist also variabel und lässt sich so z.B. in Grenzen an das Seeing anpassen.

Eine gute und preiswerte Alternative sehe ich in der Kombination deiner vorhandenen Barlow mit einem guten 15 mm Plössl (z.B. Televue).

Gruß
*entfernt*
 
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Zitat von *entfernt*GMS:
ich habe auch so einen 150/900er Newton.
Nochmal was zu lesen, und zwar zum wichtigen Thema der anwendbaren AP. Für diese Fragestelleung ist der Bereich der minimal anwendbaren

Austrittspupille


.....
Ausweg wäre eine komakorrigierende 2,7er APM-Düring Barlow......


......
Diese Barlow im Nennabstand (~105 mm zum Okular) und ein 18er Ortho bringen Dich auf 6,6 mm Brennweite, mit einem 12,5er Ortho kommen 4,6 mm raus. Wählt man die Adaption etwas kürzer oder länger kann man in beiden Fällen die resultierende Brennweite nach oben und unten verändern. Die Lösung ist also variabel und lässt sich so z.B. in Grenzen an das Seeing anpassen.

Eine gute und preiswerte Alternative sehe ich in der Kombination deiner vorhandenen Barlow mit einem guten 15 mm Plössl (z.B. Televue).
.......

Hallo Günther zurück,

also Danke vielmals für die weitern Informationen.


Also Plössel oder Orthos kommen am meisten in Frage. So wie ich das gelesen und verstanden habe weil weniger Linsen und damit weniger Lichtverlust.

Du rätst mir eventuell zu einer Variante mit 1 oder 2 Okularen die selbst nicht
das Max ausreizen sondern in der Kombi mit einer oder mehren verschieden Barlows eine große Kombinationsvielfalt rund um den maximalen Vergrößerungsbereich?

Nimmt denn die Barlow dann nicht wieder Licht raus?

Zu dem Binoviewer:
Bin von der Idee auch sehr angetan, da ich gerne auch mal Bekannten und deren Kinder das eine oder andere mal ein wenig was zeigen möchte.

Allerdings werde ich dann wohl erst mal
1 oder 2 verschidene Okulare anschaffen + ev. eine zusätzliche Barlow (z.b die genannte 2,7er) und Später erst die gleichen Okulare nochmal und einen Binosatz.


Wenn ich mir das so anschaue und z.b. bei Televue ein 11er und einer 15er anschaffe wären folgende Möglichkeiten offen:
900/15= 60
900/11= 81
900*2,25/15= 135
900*2,25/11= 184
900*2,7/15= 162
900*2,7/11= 220


Und mit 184 und 220 bin ich ja bereits mit 2 Vergößerungen in einem Bereich wo dann das Seeing hinzu kommt.
Bin ich schon mal sehr angetan von der Idee. :-)

Was hält man denn von den Classic Orthos von Ba... ?
Da gibt es wohl einen Satz mit 3 größen (6,10,18mm), wobei der Augenabstand mit (ab5mm) auch relativ ungemütlich klingt.

Gibt es alternativen zu den Televues?
Wie schaut es mit Vixen aus ?
Oder sollte ich den Namen eher hinten anstellen....

Achja, das ist immer so ein breites Thema weil es so viel verschiedenes gibt, unglaublich :)




VG und cs,

Alex
 
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Hallo Alex,

ich habe selbst ein 18er Classic von Baader mit den Barlows in Benutzung und bin sehr zufrieden. Das 10er könnte also bei Dir eine Alternative sein, was mit der 2,25er Barlow etwa 4,4 mm Brennweite, 0,7 mm AP und gut 200fach ergibt. Sehr schön, wenn es denn seeingrtechnisch geht.

So weit, so gut. Die weit verbreitete Sorge um Lichtverlust durch mehr Linsen teile ich nicht wirklich, schopn gar nicht am Mond oder am Planeten, wo wir (bis auf die beiden Äußeren) nun wirlich Licht genug haben, so viel, dass wir in den allermeisten Fällen eher zur Lichtdämpfung greifen, als es zu vermissen.
Bei Okularen mit vielen Linsen ist eher ein Problem, dass viel mehr mögliche Fehlerquellen geben kann und das zieht sich von der reinen Linsengröße und der Einhaltung teils recht angespannter Radien über Linsenpolitur zur Vergütung und über Kantenschwärzung, passenden Sitz von Abstandshaltern, Zentrierung, Innenschwärzung von Flächen und Abdeckung von matten Linsenrändern bis zum voluminösen, schweren Gehäuse, was dann auch manchem Okularauszug mehr Probleme betreitet als ein Leichtgewicht.
Die Vermeidung aller Fehler kostet bei 9 Linsen im Okulare deutlich mehr als bei deren drei bis 4.

Ich hätte kein Problem, Dir auch mal ein Ethos oder ein Pentax XWA zu empfehlen, aber Du hast ein Limit von 200 Euro. Weitfeldokulare mit sehr bequemem Einblick, großem Eigengesichtsfeld und sehr guter Schärfe auf der Achse.
Die Teile liegen aber sehr deutlich über Limit und es fehlt ihnen gegenüber dem was ich vorschlage die Flexibilität und die Komakorrektur.

Das beste 4 mm Okular, sei es nun Ortho oder Ethos nutzt Dir absolut nichts, wenn das Seeing nur 5,5 mm zulässt.
Hast Du 7 mm und siehst ein glockenklares Standbild, dann weißt Du, dass Dir ein 6 mm Okular fehlt.
Okay, Du hast das Zoom in der Hinterhand um es auf die Barlkow zu setzen, aber Du fragst ja nach Verbesserung.

Gruß
*entfernt*
 
Der Hauptgrund, weshalb die Planeten unhscharf sind: Sie stehen allesamt sehr tief. Selbst ein hoch stehender Planet lässt nicht an jedem Abend 200x zu. Das ändert auch kein Okular. Leider kannst du den Stand der Planeten nicht ändern, da ist in den nächsten Wochen nichts zu machen. Auch der Mond ist im Sommer ein schwieriges, weil niedrig stehendes Objekt. Du kannst dich aber einmal an ein paar hoch stehenden Doppelsternen versuchen. Im Herbst steht der Mond wieder höher am Himmel, vor allem der abnehmende.
 
Einfach mal dazwischegefragt ohne auf eure Antworten einzugehen (mache ich später noch):
Wenn ich beispielsweise ein Classic Ortho 10 und ein Televue Plössel 15 besitze könnte ich die beiden auch direkt miteinander vergleichen?
Oder nur in der jeweilig nächst beieinander liegenden Brennweite?

Ausserdem hab ich jetzt erst dieses Multizoomset entdeckt.
So könnte man also mit einer Barlow 2,7 und einem Plössel 15mm zusammen mit dem Zoomset bis maximal welche Vergrösserung erreichen? 15/2,7 oder ist aufwärts noch mehr drin?



VG und cs

Alex
 
Hallo Alex,

natürlich kannst Du Okulare unterschiedlicher Bauarten und Brennweiten vergleichen. Man kann sich ja kaum dagegen wehren, auf Achsschärfe, Randschärfe, Farbstich pp zu achten.
Allerdings sollte man mit Schlussfolgerungen halt vorsichtig sein.
So ist die geringere Vergrößerung beim langbrennweitigeren Okular eben logische Weise kein Mangel im sinne schlechterer Leistung und damit hat wohl auch niemand Probleme. Auch das im Vergleich dunklere Bild des kurzbrennweitigen Okulars ist eine logische Konsequenz, da versucht sich aber schon mal der Eine oder Andere in Fehlersuche.
Wenn nun noch AP-, Seeing-, Fernrohrqualitäts- und Visuseinflüse hinzukommen geraten Vergleiche meist entgültig in Schieflage.
An Deinem 150/900er kann man bei 11 und 15 mm Okularbrennweite moderate Vergrößerungen bei 2,5 mm und 1,8 mm AP noch brauchbar vergleichen, hängst Du die Barlow rein kommen die anderen Faktoren sehr deutlich hinzu und allein schon die Individualität unsere Augen, unseres Visus lässt den Einen bei 1 mm AP den schärfsten, detailreichsten Seheindruck "empfinden" während der Nächste 0,8 mm AP perfekt finden mag, wobei sich Beide noch uneins sind, ob Saturn nicht etwas mehr Vergrößerung verträgt als Jupiter und der Mond ja ohnehin....vorausgesetzt das Seeing.....und geduldiges Warten auf die wirklich guten Momente ist ja auch nicht jedermanns Ding.....!?

Daher kannst Du hier viel lesen, viel Rat bekommen und stehst letztlich doch selbst davor, aus den Ratschlägen für DICH das Passende zu wählen.

Ich finde ja diese Zoomerei (auch mit dem Hyperion) nicht schlecht, weil man sich eben rantasten kann.
Das geht, mittels Zoomset auch mit anderen Okularen, auch mit Ortho + komakorrigierende Barlow, was ich selbst z.B. ständig als praktisch sehr gut anwendbar erlebe.

Vor einiger Zeit musste ich allerdings aus der Sache aussteigen, einfach an ein paar Ecken weniger Aufwand treiben und (auch aus gesundheitlichen Gründen) kürzer treten.
Teleskop Austria, mein ehemaliger Partner, hat wohl noch Zoomsets.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo zusammen,


Zitat von *entfernt*GMS:
Das beste 4 mm Okular, sei es nun Ortho oder Ethos nutzt Dir absolut nichts, wenn das Seeing nur 5,5 mm zulässt.
Hast Du 7 mm und siehst ein glockenklares Standbild, dann weißt Du, dass Dir ein 6 mm Okular fehlt.
Okay, Du hast das Zoom in der Hinterhand um es auf die Barlkow zu setzen, aber Du fragst ja nach Verbesserung.

Gruß
Günther

Zitat von *entfernt*GMS:
Daher kannst Du hier viel lesen, viel Rat bekommen und stehst letztlich doch selbst davor, aus den Ratschlägen für DICH das Passende zu wählen.

Trotzdem hinterfrage ich immer gerne nochmals was denn so allgemein als grenzwertig beobachtet wird, speziell jetzt z.B. bei 150mm Öffnung.
Dass das jeder auch zu einem nicht verachtenden Teil immer individuell
wahrnimmt (Sehleistung, Erfahrung, Erwartung, Standort, Seeing, usw.) ist mir klar.
Mich hat das aber mit dem was ich sonst so gelesen hab und hier jetzt diese Unterhaltung in eine Richtung gebracht in der ich mich sicherer fühle, dass sich die passenden Investition auch höchstwahrscheinlich lohnen wird.

Auch bin ich dadurch erst darauf gebracht worden dass es möglich ist
auch ein Normales Okular mit eigentlich fixer Brennweite in ein
begrenzt variables Modell zu verwandeln.


Zitat von UwePilz:
Der Hauptgrund, weshalb die Planeten unscharf sind: Sie stehen allesamt sehr tief. Selbst ein hoch stehender Planet lässt nicht an jedem Abend 200x zu. Das ändert auch kein Okular. Leider kannst du den Stand der Planeten nicht ändern, da ist in den nächsten Wochen nichts zu machen. Auch der Mond ist im Sommer ein schwieriges, weil niedrig stehendes Objekt. Du kannst dich aber einmal an ein paar hoch stehenden Doppelsternen versuchen. Im Herbst steht der Mond wieder höher am Himmel, vor allem der abnehmende.

Das näher zum Horizont durch die größere Strecke durch Luftmassen turbulenter zugeht habe ich selbst auch schon verstanden und festgestellt, aber wenn ich dem Himmelsjahr glauben schenken darf dürfte das ab Ende Dezember zumindest mit Jupiter wieder deutlich besser werden (wenn auch noch sehr spät in der Nacht/Früh. Und dann freut es mich wahrscheinlich um so mehr wenn ich den Unterschied selbst entdecken darf im positiven Sinne.

....
Allein schon der Unterschied zwischen einem 50€ Zoom 8-24 und einem Hyperion Zoom 8-24 war für mein Empfinden gravierend !
Daher ging ich davon aus (hatte auch darüber gelesen) dass ein gutes Okular mit fixer Brennweite noch mehr bieten könnte.
Wie sehr werde ich selbst wieder probieren müssen und erleben dürfen. ;-)

....


Viele Grüße und clear skys

Alex
 
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Hallo Alex,

da Du es offensichtlich gerne liest und auch Deinen Nutzen aus solchen Berichten ziehst, verlinke ich Dir mal meine Beobachtungsberichte mit dem 150/900er.
Ich habe von jedem Teleskop einige Berichte, längst nicht alles, aber eben immer so ein paar Berichte, die ohne anspruch auf Vollständigkeit Möglichkeiten und auch Grenzen aufzeigen.
Du wirst also in jedem Bericht auch "Grenzwertiges" bezüglich Öffnung und/oder oder verwendetem Zubehör finden.
Bei Planetenbeobachtungenist das Alter der Berichte und die entsprechenden Veränderungen zu berücksichtigen.

Beobachtungen mit Dobson 150/900

*entfernt*
 
Hallo Alex,

kurz ein Abriss zum Thema grenzwertige Situationen am Planeten:

Über die letzte 3 Jahre betrachtet hab ich Jupiter schon unter den verschiedensten Rahmenbedingungen mit diversen Okularen (billig, günstig, mittel, hochpreisig) durch meinen 12" Newton beobachtet. Um die Abhängigkeit von vielen Faktoren beispielhaft aufzuzeigen, hier zwei extreme Beispiele (beides nicht direkt über dem Horizont):

1. Sehr schlecht:

Jupiter mit 11mm Okular bei 135-fach rum ein Matschfleck, nur 4 Wolkenbänder sichtbar, klares Bild nur mit Vergrösserungen unter 100-fach (16mm Okular) möglich

Mars: meist einfach nicht schön, vor allem zur Zeit nicht so einfach.

2. Sehr gut:

Jupiter mit um 400 facher Vergrösserung (10er Okular mit 2,7mm Barlow) dermassen knackscharf mit einem nahezu perfekten Bild und das sogar mit 2 Mondschatten --> Jackpot (ca. 30 Minunten lang, danach Abfall der Bedingungen, so dass wieder mit ca. 200 fach beobachtet werden musste)

Mars: schon auch mit um 400-fach beobachtet, knackscharf und mit vielen Details, rot/weiß/schwarz, alles mit dabei

Beides immer vom heimischen Garten aus. (jedoch wie oben erwähnt sind die sehr guten Ereignisse mit Abstand die einzigen 2 in dieser Qualität in den letzten Jahren gewesen, sozusagen 1 mal pro Jahr perfekt)
Ich habe für mich die Thematik mit den Okularen nach monatelangen Tests so entschieden:

bis zu einer Brennweite von 11mm runter 68/82 Grad Okulare, darunter arbeite ich nur noch mit Baader Classic Orthos und einer 2,7-fachen Düring Barlow. So hat man die Möglichkeit, auf fast jede Himmelsqualität eingehen zu können.
Ist sicherlich nicht der Königsweg bzw. einzig sinnvolle Lösung(und soll hier nur beispielhaft das Prinzip verdeutlichen, da ja alles mit 12"), aber ich bin damit sehr zufrieden (und das sollte das einzige sein, worauf es ankommt). Und wie in Vorläuferposts schon mal erwähnt:
Selber ausprobieren ist mit Abstand das Wichtigste!

CS

Matthias/Bogix
 
Gestern Abend war zwar EM-Viertelfinale jedoch hatte ich so ein Bauchgefühl ich müsse den teilweise klaren Himmel nutzen um wieder neue Erfahrungen zu sammeln.

Und was soll ich sagen!? Es hat sich gelohnt! :-)

Das Teleskop und rein visuelles Zubehör auf den Balkon, Saturn anvisiert und die Nachführung rein.
Irgendwie hatte ich das Glück das so eine Art breiter Balken zwischen dem Dunst war in dem das Seeing für mein Empfinden ziemlich gut war.
Saturn und später Mars konnte ich zum ersten mal seit ich angefangen hab auch mit deutlichen Details sehen.

Anfangs hab ich das Hyperion-Zoom mit 8mm verwendet und da ich das Gefühl hatte da sei noch mehr drin hab ich die 2.25 Barlow mit dazu genommen und war dann erst mal aus dem Häuschen.
Maximale Vergrößerung war zeitweise möglich (250 fach), allerdings kamen ab und an Phasen in dem der Planet zu wabbern begann oder unscharf wurde.
Mehr Details konnte ich zwischen ca. 160-180fach auf 250fach nicht rausholen, aber die Details waren einfacher und deutlicher zu erkennen da größer.

Weiter runter auf 180fach war kein wabbern zu bemerken.
Die Cassiniteilung konnte ich fast umlaufend scharf erkennen, und das auffälligste Wolkenband (auf der Nordhalbkugel des Saturn??) auch jedoch nur als großes Ganzes.

Nach einiger Zeit ich mich dann natürlich nach einem Festbrennweiten Okular gesehnt, da wär bestimmt noch mehr drin war.

Am Mars war es etwas schlechter, aber die 2 großen schwarzen Gebiete konnte ich erkennen. Auch hier war es so das es zeitweise zu verschwimmen begann teilweise aber sehr scharf war.

Was ich auch bemerkt habe ist, dass je dunkler es wurde ich zwar mehr Licht wargenommen habe und das ganze einfach deutlicher wurde, jedoch wurden das Seeing immer schlechter je später es wurde. Oder aber ich war einfach Hundemüde..... ;-)


Soviel also zu einem erfreulichen Plantenabend auf meinem Balkon.

VG und cs

Alex

 
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Hallo Alex,

das ist mal so eine Rückmeldung die Vieles wettmacht. :cool:
Du hast nicht nur an eine Chance geglaubt und Dir einen erzählen lassen, Du hast Deine Chance gesucht, gefunden und genutzt.
Du hast damit an der Faszination dieses Hobbys geschnuppert!....Dat wierd nich billich! :biggrin:
Auch dass etwas weniger Vergrößerung als Seeinggrenze besser ist als auf Maximum ausreizen hast Du schon raus. Das ist der Vorteil von Zooms.
Du kannst, obwohl du da eine taugliche Kombi hast, von besseren Okularen noch einiges erwarten, aber den Unterschied zwischen (nur) brauchbarem und Top-Seeing macht auch das beste Okular nicht wett.
Da heißt es also wieder Möglichkeiten nutzen und Geduld haben.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo zusammen,

also ich danke allen für eure Erfahrungen.

Ich habe mir ein wenig mehr des Guten zugelegt als geplant habe es bisher jedoch nicht bereut.#
Erste Eindrücke konnte ich schon gewinnen, jedoch noch nicht ausgiebig genug.

Sobald ich zum erworbenen Zubehör mehr sagen kann, werde ich meine Erfahrungen einfach hier rein schreiben. Vielleicht gibt es den ein oder anderen der genau diese Infos braucht um ein wenig weiter zu kommen so wie mir das ermöglicht wurde.

Schon mal vorab: Am Mond konnte ich mit einem 12,5mm HD Ortho einen deutlichen Unterschied im Kontrast zum Hyp. Zoom feststellen. Da bin ich richtig hängen geblieben an den ganzen schönen Kratern die meiner Meinung nach auch viel mehr Raumtiefe hatten als mit dem Zoomokular.
Fortsetzung folgt....


Viele Grüße und cs
Alex
 
ich bin von Zoom Okularen ganz weg. Man muss sich klar machen, dass der Zoom Effekt über zusätzliche Linsen im Strahlengang erzeugt wird. Dadurch entsteht Lichtverlust und die Schärfe wird sicher auch nicht besser.
Mein Favorit ist Baader Ortho 18 mm und es gibt ja noch andere aus der Reihe. Teurer aber sehr gut sind nach meiner Erfahrung die Zeiss Diascope Okulare (30x/40x bzw. 20x/30x). Das verwendete Glas ist offensichtlich so gut , dass ich ein helleres Bild habe als mit einem 30 mm Okular.
 
Hi Astrofan,

Zitat von astrofan17:
ich bin von Zoom Okularen ganz weg. Man muss sich klar machen, dass der Zoom Effekt über zusätzliche Linsen im Strahlengang erzeugt wird. Dadurch entsteht Lichtverlust und die Schärfe wird sicher auch nicht besser.

Das ist so pauschal nicht korrekt.
Meine Weitwinkelzooms sind z.B. aus ganz normalen Festbreinnweiten gemacht und nutzen nur die dort eingebauten Linsen.
Die Welt der Zooms hört nicht bei Seben oder Baader auf.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo zusammen!

Da ich angefangen habe meine Beobachutungsnächte und Ausflüge in einem Tagebuch zu erfassen dachte ich ich schreibe den Bericht von gestern einmal hier rein:

06.08.2016:

Am Abend sind wir kurzentschlossen zur Hohen Warte in der Nähe des Bieselbergs gefahren. Der Aussichtsturm ist 30m hoch und liegt somit 537 +30m üNN.
Mit dem neuen Fernglas 15*70 konnte ich erleben was das Fernglas in der Landschaft so kann. Leider war es sehr dunstig und die Fernsicht begrenzt.
Als die Sonne langsam richtung Horizont wanderte lies der Dunst etwas nach und man kontne die Vogesen, das AKW Phillipsburg, Heidelberg, den Odenwald, Stuttgarter Fernsehturm, Bosch Schwieberdingen erkennen.

Kurz nach Sonnenuntergang ging es dann mit kurzem Zwischenstop beim Mac zurück nach Hause: Balkonspechteln da sich alle Wolken Punkt 22.00 Uhr verzogen hatten.


Balkonspechteln:

Das Seeing scheinte wohl nicht so überragend, doch man muss diesen Sommer nehmen was man bekommt an regenfreien und vorallem wolkenfreien Tagen....
Nach dem üblichen Kampf mit der GOTO-NEQ5 ging es dann los.
(3-Sterne Allingment führte zu einer Abweichung von ca. 0°;5´;5" / 4°,5`,5". Tortzdem
wurden die Objekte noch im 18er Okular um den Mittelkreis herum angefahren, was leider nicht immer so ist. (Leider sehe ich Polaris nicht vom Balkon da dieser von der Dachgaube verdeckt wird.)

- Saturn konnte ich zwar recht deutlich wahrnehmen, einheitliche Farbe etwas blasses Gelb, die Kassiniteilung war auf und abschwellend scharf zu erkennen. (Böser Horizont)
Da ich hier weder mit dem Zoomset von Günther noch mit dem Hyp. Zoom nicht viel mehr als sinnvolle 80-100fach herausholen konnte ging ich dann in Richtung ein paar Deepsky-Objekte.

- M22: Mit dem Baader Hyperion Zoom bei 24mm ( 37,5fach) konnte ich vereinzelt aufgelöste Sterne wahrnehmen. 50fach bis nahe 100fach brachte nur vergrößerung des Objekts aber nicht mehr Details.
Anders mit den Kokusai Kohki /Fujiyama Orthos. Mit dem 18er (50fach) als großer Wattebausch waren es schon einige Sterne mehr aufgelöst. Beim Blick um das Objekt herum waren es noch mehr. (Etwa 20)
Mit dem Zoomset und der 2,7er Düring Barlow (3/4 des Sehfelds war von M22 eingenommen) konnte ich ein paar klitzekleine Details mehr herausholen. Die einzelnen Sterne von 50fach waren einfacher wahrzunehmen.

- Kurzer Blick auf Uranus und Neptun mit den Orthos: Neptun nahm ich einfach als leicht bläulichen Stern wahr. Uranus konnte ich mit 200fach als Minischeibe ausmachen. Das Blau war bei Uranus sehr deutlich.
Mit dem Hyperion hatte ich bei Uranus schwierigkeiten einen scharfen Rand am Scheibechen auszumachen


- M57 Ringnebel: Mit dem 12,5er Ortho und Zoomset konnte ich hier am meisten erkennen (ca. 200fach) Ich beschreibe es mal so: Das Objekt hat einen äußeren Ring hellen Ring der Richtung außen dunkler wird. Im Zentrum scheinte etwa ein sehr kleiner heller Bereich zu sein der
aber nur bei indirektem schauen zu sehen war. Im eigentlich dunklen Kern um diesen hellen Punkt herum war ein etwa balkenförmiger heller Bereich vage wahrzunehmen. Mit kleinerer Vergrößerung konnte ich nur einen difusen Fleck wahrnehmen, den dunklen Kern konnte ich da nicht
abgrenzen. Farben konnte ich weder wahrnehmen noch erahnen.

Zwischenanmerkung: Es scheint wohl so das die beiden Orthos nicht nur an den Planeten etwas lichtstärker sind und mehr schärfe bringen, sondern auch an Deepsky bringen sie leichte Vorteile. Das Zoomset von Günther war bisher jeden Cent Wert, man ist da wirklich verdammt variabel.

- M31 Andromeda Galaxie: Leider war es schon sehr spät und der Nachttau nahm immer mehr zu so dass ich nicht groß experimentiern konnte. Mit dem 18er Ortho war auf jeden Fall der sehr helle Kern zu erkennen mit dem nach aussen hin dunkler werdenden "Nebel" der ovalförmig und leicht in der Achse gekippt wurde mir klar: Irgendwann muss es wohl mehr Öffnung werden...... :-) Danach ging es ans abbauen um noch ein paar kurze notizen zur Beobachtung zu machen bevor mir die Deckel zufallen.



......

Das Hyperion Zoom hat zwar seine Daseinsberechtigung, da es momentan auch das größte Gesichtsfeld hat meiner jetzigen Okulare aber ich merke schon oft sehr deutlich das feste Brennweiten einiges mehr mitbringen. Hätte ich das mit dem Zoomset kombiniert mit Barlows schon
eher gewusst besäße ich eventuell gar kein Zoomokular als solches wie Hyperion oder co.... Aber trotzdem macht das Hyperion Spaß da die Brennweite ja auch sehr einfach zu wechseln ist.


Hoffe ich konnte damit eventuell dem ein oder anderen ein interessanten Beobachtungsbericht weiter geben.


Viele Grüße und clear sky´s,
Alex


 
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