Okularauszug am kleinen Refraktor

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Pascal123

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Hallo, ich möchte mir, sobald ich ein Zeiss 50/540 Objektiv gekauft habe, ein Teleskop bauen und wäre daran interessiert zu erfahren welcher Okularauszug geeignet wäre. Er muss ja auch in den engen Rohrdurchmesser passen.
Über Antworten würde ich mich freuen.
 
" muss ja auch in den engen Rohrdurchmesser passen "

Hi Pascal, muß nicht!.
Denn für einen vernünftigen Refraktor ( auch mit diesem kleinen Objektiv ) solltest Du einen Tubusdurchmesser wählen, der mindestens 10-20% größer als der Objektivdurchmesser ist ( ich würde hier etwa 60-70mm wählen )
Denn: je größer, desto geringere Störung durch interne Turbulenzen und desto weniger Blenden sind erforderlich!

Das bekommt dem Objektiv besser :) und Du kannst dann auch sinnvoll Blenden setzen!
Und da paßt dann locker auch fast jeder OAZ dran. Daß Du da einen passenden Adapter drehen oder drehen lassen mußt, dürfte ja wohl klar und auch kein Problem sein....

Welchen OAZ? Auf alle Fälle einen 2"-OAZ, schon um mehr Spielraum für das Zubehör zu ermöglichen.

Nun, ich persönlich würde da einen Feathertouch einsetzen. Denn diese kleine Objektiv ist ganz hervorragend ( vielleicht bekommst Du ja sogar noch ein E-Objektiv )


Das wird aber wohl zu teuer sein, also geht auch ein Baader-OAZ .
Auf alle Fälle empfehle ich Dir einen kugelgelagerten...


Hier ein Bild aus einem meiner Steinzeitprojekte:

ein Baader-OAZ am Tubus für ein Zeiss 80/500

Link zur Grafik: http://www.binoviewer.at/equipment/w_hoehle/images/C80/fertig1.JPG
 
Zitat von wolf:
Welchen OAZ? Auf alle Fälle einen 2"-OAZ, schon um mehr Spielraum für das Zubehör zu ermöglichen.

2"-Okulare am 50mm-Objektiv - wow. Das sind Verhältnisse, die ich sonst nur aus der Mikroskopie kenne. Also nicht vergessen, Vorder- und Rückseite zu markieren, bevor Du falschrum reinschaust :biggrin:

Aber im Ernst: Der einzige Einwand, den ich gegen zwei Zoll hätte, wären eventuelle Gleichgewichtsprobleme - ich krieg bei meinem ED80 schon Probleme, wenn 2"-Zenitspiegel und Okular dran hängen, von so Scherzen wie Herschelkeil oder Kamera mal ganz zu schweigen. Die Rohrschellen sind einfach zu weit vorne. Beim Selbstbau hast Du natürlich mehr Freiheiten beim platzieren der Prismenschiene, sodass dieses Problem nicht auftritt.

Viel Erfolg,
Alex
 
" 2"-Okulare am 50mm-Objektiv - wow. "
na klar! bei 540mm Brennweite und zum Beispiel ein 27 Panoptic:---> Klasse Sache.
20x Vergrößerung, 2,5mm AP, was will man mehr für die Übersicht?
Und eben wegen des evtl. Zubehörs, man ist doch viel flexibler.....
 
Hi,
ist aber so ein Baader Auszug nicht etwas teuer? Ich meine ich will ihn ja nur visuell nutzen, und besonders schweres Zubehör will ich eigentlich auch nicht verwenden.
 
Hallo Pascal

Ich bastle seit einiger Zeit an einem Skylux rum. Für einen günstigen Auszug habe ich mir einen Eschenbach "Novalux 415" in der Bucht ersteigert. Da ist alles aus Metall und zudem hat es die Vixen Norm. Ausserdem wurden alle möglichen Adapter mitgeliefert.

Leider musste ich den Auszug doch etwas pimpen, da dieser für meinen Geschmack zuviel Spiel hatte. Ich habe 3 Filzstreifen und eine Teflonfolie eingeklebt. Seitdem läuft das Ganze Butterweich.

Für den Anschluss an den Skylux habe ich mir einen Adapter gedreht.

Gruss

Alexander

 
Hallo Pascal,
ich habe mein Gerät mit einem low budget Fokussierer ausgestattet. Bei einem alten 180mm Teleobjektiv (5,- Euro) mit M42 Schraubanschluss die Linsen ausgebaut und Adapter hergestellt. Objektivseitig habe ich dazu bei einem M42 Verlängerungsring das Innengewinde abgesägt und in einen Schiebetubus eingeklebt. Okularseitig ein Stück Alurohr 40x3mm als Okularsteckhülse auf der Drechselbank passend abgedreht und in einen Umkehrring eingeleimt. Das Objektiv sitzt also mit dem Kameraanschluss in Richtung Objektiv. Die Okularsteckhülse wird in das Filtergewinde des Objektivs geschraubt. Das Fokussieren funktioniert butterweich. Es stehen ca. 25mm Fokussierweg zzgl. Schiebetubus zur Verfügung. Der Materialeinsatz betrug ca. 15,- Euro für Objektiv, Hülse und Umkehrring.
Für ein Eigenbauernrohr nach meiner Meinung eine zulässige Kombination.

Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
Hallo, ich setze mein Bastelsatzobjetiv gerne als Spektiv ein, dazu muss ich ein Amiciprisma adaptieren können. Bei Astrobeobachtung soll's halt doch mit Zenitprisma oder sogar das Okular direkt sein. Das macht einen ziemlichen Spielraum im Fokus notwendig.
Dazu habe ich mir die Optik ins Alrohr gebaut und am Okualarende ein M42 Gewinde adaptiert.
Das daran angebaute Balgengerät hat 100mm Fokusspiel, dahinter ist dann alles mögliche wechsel- und einsetzbar:
In einen M42er Ziwschenring habe ich aus einer alten 1 /1/4" Barlow die Okularaufnahme eingesetzt, der Okulareinsatz ist gegen eine M42 Kamera austauschbar.
Der einzige Nachteil ist die geringere mechanische Stabilität, der Balgen hängt etwas durch wenn er ausgezogen ist.

Die ganze Konstruktion ist auf ein ähnlich konstruiertes 63/840 Telementorobjektiv wechselbar.

 
Hallo nochmal,

das mit dem Balgengerät hatte ich auch schonmal überlegt,
aber genau wegen der Stabilität und den mechanisch störenden
Führunsschienen habe ich mich dann bei einem anderen
Projektchen (50/540 :) ) für die Lösung 'Drehfokusierer
aus Objektiv plus Zwischenringe' entschieden:

Link zur Grafik: http://www.skyviewer.de/tmp/drehfokusierer.jpg

Mit den M42 Zwischenringen hat man nun alle Freiheiten bei
guter Stabilität (aber den Tubus muß ich irgendwann mal
lackieren :confused: ).

Schöne Grüße und CS,
Reinhard
 
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