Okularauszug modifizieren?

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MikePro36

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Hallo Sternfreunde,

ich (Michael) besitze seit ca. einem Jahr einen Newton 150/1200 von Skywatcher auf einer NEQ 5, eigentlich recht brauchbar für meine Zwecke (Planeten).
Das was an dem Teil nervt ist der 1,25" Zahnstangengetriebene Okularauszug, da ich beim Kauf nicht darauf geachtet habe gleich die Variante mit dem Crayford Auszug zu holen und weil ich als Anfänger dachte soooo groß wird der Unterschied nicht sein hab ich jetzt den Salat mit dem Auszug, es sollte verboten sein solche dinger auf ein sonst, für meine Zwecke recht brauchbares Teleskop zu montieren.

Nun aber meine Frage an alle die, die schon mehr Erfahrung gesammelt haben.
Gibt es eine Möglichkeit einen halbwegs vernüftigen Auszug für mein Teleskop zu bekommen? Dabei muss es nicht unbedingt ein 2" Crayford sein. Am liebsten wäre mir ein 1,25" Auszug mit den gleichen Lochabständen jedoch mit besserer Mechanik.
Sozusagen den Alten Runter - den Neuen drauf - justieren und fertig.

Ich bitte euch um Ratschläge

Grüße
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich habe mir einen 150/1200 zum basteln geholt und finde auch keine echte Alternative. Das Problem ist auch die Bauhöhe um in den Fokus zu kommen.

Man könnte einen helical von ts in den vorhandenen reinstecken... Keine Ahnung wie gut das funktioniert. Man müsste dann wahrscheinlich auch vorhandenen Einzug kürzen, damit er nicht in den Tubus reinragt.

Oder einen 2" nehmen mit Verlängerungshülse. Bohren ist da auf jeden Fall angesagt. Sind halt 2". Das wird nicht passen.

Baue erstmal mein Projekt zu Ende. Wenn alles stimmt, werde ich den Tubus verlängern damit ein kurze 2"er oder Helical passt und den Fangspiegel verkleinern. Komme dann auf 18% Abschattung und bessere Ausleuchtung. Wenn die Fokuslage dannn noch stimmt.
Ist noch nicht zu Ende gedacht..

Gruss
 
Hallo Michael,

Dein Threadtitel und der Inhalt beißen sich ein wenig ;-)

Denn Du erfragst ja überhaupt nicht die Möglichkeiten der Modifizierung des vorhandenen Auszugs...

Warum ist der so schlecht? Beschreib mal genauer. Vielleicht muss da nur ein neues vernünftiges Fett dran, welches nicht verklebt oder irgendwelche Schrauben verstellt werden. Wenn das Teil schlackert, könnte man sich auf die Suche nach dem Grund des Spiels machen: ggf. dann eine zusätzliche Schraube einbringen, welche den Auszug fixiert etc.

Oder ganz primitiv eine Art Klebestreifen rein, dann wackelt es ggf. auch nicht mehr. Wirkt manchmal Wunder! Und nicht lachen - Wenn Du wüsstest, was bei professionellen Teilen im Innenleben verbaut wird manchmal!! PAPPSTREIFEN im hochwertigen Baader-Maxbright Zenitspiegel zum Beispiel...

Austauschen des ganzen Fokussierers wird wie mein Vorredner bemerkte wohl nur mit neuen Löchern möglich sein.

Schöne Grüße

Norman
 
Hallo Norman,

hast recht mit der Modifizierung, wahrscheinlich hab ich aus Ärger nicht daran gedacht das anzusprechen. Wäre es möglich in das Rohrstück, des Original Fokusierers, das am Tubus sitzt seitlich löcher zu Bohren und mit Kugeln zu versehen um ein Kugellager zu kreieren.

Um das Teil zu beschreiben: Primitiv gesagt sind es lediglich 2 Rohre die ineinander laufen eines davon hat eine Zahnstange (ziehmlich fein) das andere ist am Tubus montiert und da sind die Drehräder angebracht. Das Spiel ist nicht sonderlich groß und von Fett keine Spur. Sollte da Fett dran und wenn ja gibt es da ein spezielles?

Mal eine blöde Frage, muss ich die Schraube (Bremse des Fokusierers) beim Fokusieren "weit" öffnen oder eher leichten Druck anbringen?

@ Montezuma: kannst mir bescheid geben wenn du eine Lösung hast?!

Grüße
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moing Mike,

also Löcher bohren zwecks Kugellagerselbstbau kannste vergessen. Geht alles, aber der Aufwand wegen der nötigen Präzision steht da in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

Dass kein Fett an der Zahnstange ist, ist schon mal nicht so schlecht. Besser als klebriges. Es muss nix ran unbedingt, kann von Fall zu Fall aber Sinn machen. Glaubensfrage. Manche Radprofis ölen ihre Kette auch nicht sondern zerschleißen die einfach und bauen sich dann einfach nen komplett neuen Antrieb rein ;-)

Mit dem Festtellen der Schraube am Auszug - je nach Gewicht vom Oku würde ich das so bemessen, dass der Auszug gerade nicht rutschen kann und entsprechend feststellen. Damit hälts Du den Auszug je nach Lage der Schraube besser in der optischen Achse und es wackelt weniger. Kann man pauschal aber nich so sagen, da sind die Geräte zu unterschiedllich. Mit ganz locker lassen achste auch nix falsch, es sei denn Du verlierst wegen Eigenleben der Konstruktion ständig den Fokus ;-)

Also das klingt für mich bei Dir nach purem optischen Unbehagen aber nicht nach einer mangelnden Funktion. Lass das Ding doch einfach so! Kannst Dir ja ein paar hübschere und griffigere Fokussierrädchen aus Metall mit Gummibezug gönnen, dann schauts netter aus ;-). Also sofern die sich wechseln lassen. Bei einigen geht das.

Grüße

Norman

 
Hi Norman,

moing is gut! Hattet ihr Sternenklare Nacht? Bei uns leider nur bis 22:00 Uhr :-((.

Danke für die Tipps, ich werde mich dann mal besser an das Teil gewöhnen. Erfahrung hab ich ja noch nicht wirklich viel

Grüße

Michael
 
Mahlzeit Michael ;-)

Nanö, aber Samstags früh aufzustehen is nich so mein Ding ;-)

In der Gegend wo ich sonst beobachte riss es Mitternacht rum auf. Das kann ja keiner ahnen... da wäre was gegangen aber ich lag im Bettchen - was solls.

Ja, also solange das Ding sich halbwegs ruckellos verstellen lässt und nicht schlackert dabei, lass es einfach so, genau.

Denn mal raus mit dem Teil in die Botanik!

Schöne Grüße und

clear skies

Norman
 
Hallo Michael,

ein guter Zahnstangentrieb ist einem billigen Crayford überlegen.

1200mm Brennweite schreien gerade zu nach einem 2" OAZ. Bevor Du jetzt über einen Umbau nachdenkst, miß mal den Fangspiegel (kleine Achse) und die Fokuslage (Bild über Tubus).

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

warum schreit das nach ´nem 2"-Auszug?

f/8 ist ja nun nicht DAS Widefieldgerät, alsdass man jetzt hier ein 2"-Oku unbedingt bräuchte. Zumal Michael vorwiegend Planeten gucken möchte, wie in anderen Beiträgen von ihm ersichtlich ;-)

Versteh ich grad nich so ganz ?)

Schöne Grüße

Norman
 
Hallo Norman,

weil es eben KEIN Widefield ist, wäre es gut, das maximale Feld, welches die Grundkonstruktion hergibt, zu erziehlen. Ist auch hilfreich bei der Planetensuche.

1200mm Brennweite mit 1,25" OAZ -> 1,35° wGF. Das muß man sich doch nicht antun, oder? Zumindest, falls wirklich ein Umbau ansteht.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

ah okay, ist natürlich auch ein Ansatz. Aber die maximalen 2,2 Grad sind nun auch nich der Brüller. Aber klar, damit findet man schon alles schneller, keine Frage. Zum Beobachten selbst ist der Sinn Geschmacksache. Meist vergrößert man ja eh höher.

Grüße

Norman
 
Das GF ist durch den Fangspiegel begrenzt. Sind ja nur 34mm, 2" bringen hier nichts. Da geht die Ausleuchtung schnell unter 60%. Man kann sich die Konstruktion bei MyNewton eingeben.
Einzige Vorteil in 2" kriegt man wenigstens was anständiges.

Gruss,
Martin
 
Hi Nachtfalken,

ich glaube ich werde mich vorerst mal mit dem OAZ anfreunden, heute hat es damit recht gut funktioniert. Ich konnte bei Saturn schon mal auf 240 fach gehen und bekam ihn eigentlich ganz gut scharf, vielleicht war das Seeing besser als gestern. Was mich beim fokusieren halt nervt ist das Zittern im Okular.

Jetzt noch ein paar vernünftige Okulare, ich denke da an HR Planetary´s (taugen die etwas?) sowie ein Justierlaser dann wird das schon.

Danke nochmal für die Hifestellung, speziell an Norman
Grüße

Michael
 
Hi Michael,

kein Problem, gerne :)

Das mit dem Zittern wird am Gesamtsytem liegen aber nicht am Fokussierer. Es sei denn, der ist viel zu schewrgängig. Klar, welche mit Feintrieeb wackeln dann weniger weil man mit mehr Gefühl verstellen kann, aber das gibts nur bei 2" meines Wissens. Zu den Okularen kann ich nix beisteuern, aber Tante google bestimmt oder die Suchfunktion hier ;-)

Der Laser is natürlich Basisausrüstung, wobei 240fach schon richtig gut klingt - da wird die Justage mit Sicherheit passen im Moment.

Schöne Grüße

Norman
 
Hallo Michael,

das "zittern" beim fokussieren wird durch mehrere Faktoren beeinflusst.
Da wäre die Vergrößerung, der Hebel durch das Teleskop und die Stabilität der Montierung.
Eine zu schwache Montierung lässt das Teleskop schon bei der leisesten Berührung erzittern.
Dein Teleskop hat auch schon einen ziemlich langen Hebel was das ganze noch verstärkt.
Abhilfe könnte ein einfacher Motorfokussier schaffen, wo Du das Teleskop nicht mehr anfassen musst.
Außerdem ist dadurch eine sehr feinfühlige Scharfstellung möglich, was auch bei eventueller Planetenfotografie nützlich ist.
Sollte das Auszugsrohr im OAZ wackeln kannst Du ein paar Veloursstreifen aufkleben bis das Rohr satt ohne merkliches Spiel läuft.
Noch besser wären hierfür Teflonstreifen geeignet.

VG Cl.-D.

 
Hi Michael!

Zitat von MikePro36:
Ich konnte bei Saturn schon mal auf 240 fach gehen und bekam ihn eigentlich ganz gut scharf, vielleicht war das Seeing besser als gestern.
Davon kannst Du ausgehen, wobei es nicht nur um das "atmosphärische Seeing", sondern auch um Tubusseeing geht. Meinen 150/1200 habe ich mit einer Platte mit saugendem Lüfter daran versehen, oft verbessert die Konstruktion das Bild deutlich. Allerdings steht der Ringplanet zur Zeit so tief, daß beinahe immer die Atmosphäre die Vergrößerung begrenzt.

240fach ist bei gutem Seeing das Maximum mit diesem Teleskop, bei extrem gutem kann man tatsächlich auf ungefähr 300fach gehen. Merklich darüber läßt allerdings die Beugung sichtbar werden.

Was mich beim fokusieren halt nervt ist das Zittern im Okular.
Man hat aber auch mehr Toleranz als bei schnelleren Instrumenten, also muß nicht so genau fokussiert werden.

Jetzt noch ein paar vernünftige Okulare, ich denke da an HR Planetary´s (taugen die etwas?) sowie ein Justierlaser dann wird das schon.
Laser ist gut, bei einem nicht dimmbaren brauchst Du noch eine starke weiße Taschenlampe, um den Lochverstärkungsring gut sehen zu können. Als Okular reichen Plössl und maximal Orthos. Bei geringen Brennweiten sind letztere angenehmer und Planetaries noch angenehmer, aber verwenden kann man Plössl schon. Einige 4-mm-Plössl sind schärfemäßig nicht so gut (kein Augenkrebs, aber von Ortho und 3,8-mm-ED geschlagen) und haben einen schlechten Einblick. Orthos haben nur selten Augenmuscheln, machen also bei störendem Fremdlicht weniger Spaß.

Grüße

fquadrat

PS
Ja, wenn 4 mm gehen, gehen auch 3,8 mm. Sind nur 5 % Vergrößerung mehr.
 
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