Okularblende - macht das Sinn?

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tom1970

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Hallo,

eben denke ich ein bissl laut nach, wenns ein Schmarrn ist, dann
mache ich mich gerne zur Feile...

Nun, macht eine "Okularblende" Sinn, also:

Ich habe die Blende aus einem alten Fotoobjektiv und kann die
Blende mit einem kleinem hebel relativ gefühlvoll auf und zumachen
Link zur Grafik: http://baumann-online.info/pics/blende2.jpg
Link zur Grafik: http://baumann-online.info/pics/blende3.jpg

Nun befestige ich ein Okular auf diese Blende:
Link zur Grafik: http://baumann-online.info/pics/blende1.jpg

Jetzt habe ich zwei hypothetische Effekte.
A)
Einmal kann störendes Streulicht vom Teleskop kommend abgewehrt werden.

B)
Ich kann den Strahlengang abblenden wie wenn ich objektivseitig abblende,
nur kann ich das nun variabel, also dem Seeing und der Optik entsprechend.

C)
Bei sehr speziellen lichtschwachen Objekten kann ich einen hellen Stern
ausblenden um die Dunkeladaption zu fördern. Nachteil ist natürlich, daß
sich das Gesichtsfeld insgesamt verkleinert.

Bitte äußerst euch mal dazu, bevor ich hier was zusammenbaue, was keinerlei
Nutzen hat.

Viele Grüsse
Thomas
 
Pupillen- und Bildebene

Hi Tom,

eine Blende macht nur in der Pupillenebene Sinn, d.h. z.B. vorm Fernrohr oder in einem intermediear kollimierten Strahlengang. Dort, wo Du die Blende hinsetzt, liegt die Bildebene, die zur Pupillenebene konjugiert ist. Das heisst, dass die nicht abgeblendeten Bereiche noch die volle Oeffnung mitbekommen, waehrend die abgeblendeten Bereiche des Himmels voellig verschwinden --> Du bekommst lediglich ein variables Gesichtsfeld.

Okay, vielleicht bekommst Du einen kleinen Beitrag an Pupillenabblendung, wenn Du nicht genau in der Fokalebene bist. Aber ich glaube nicht, dass das Sinn macht.

Was Du machen koenntest, waere folgendes: Objektiv + langbrennweitiges Okular + Blende + gleiches Okular + beliebiges Okular. Mit diesem Aufbau kollimierst Du das Licht zunaechst (d.h. Du machst es parallel, und Feldpunkte der Fokalebene entsprechen nun Neigungswinkeln, Du hast eine Zwischenpupille), kannst dann abblenden, und mit dem 2. Okular wieder die Fokalebene erzeugen, die Du mit dem 3. Okular vergroesserst wie man es im normalen Fernrohr auch tut.

Das klingt alles eher sinnlos und aufwendig, aber in der Tat wird sowas z.B. bei Spektrografenvoroptiken benutzt, wo Du zwischendrin paralleles Licht brauchst.

 
Re: Pupillen- und Bildebene

Hi,

als altgedienter terrestrischer Fotograf kommt mir da noch ein Bedenken: bei abnehmender Blende beginnt sich Beugungsunschärfe auf den Bildern bemerkbar zu machen. Wenn das schon auf der fotografischen Emulsion bemerkbar ist, dann sollte der Schärfeverlust bei der visuellen Beobachtung eigentlich noch deutlicher ausfallen.

Ich könnte mir vorstellen, dass eine Blendenöffnung, die signifikant kleiner ist, als der Feldblendendurchmesser des Okulars, möglicherweise sogar kleiner als die Feldlinse, da schon Probleme aufwerfen könnte.



astroklaus
 
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