Okulare, Justage, Kontakte für Astroeinstieg

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SkyMax96

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Hallo liebe Astro-Community,:)

ich bin Max, 24 aus dem Raum Kaiserslautern und habe letzte Woche, nach langer Suche mein erstes Teleskop, den Skywatcher Skyliner Classic 8“ Dobson, gekauft. Da das Wetter derzeit kaum mitspielt konnte ich bisher nur in einer Nacht beobachten. Durch den etwas bedeckten Himmel und die Helligkeit des Mondes habe ich schnell gemerkt, dass ich mich erst mal mit den Planeten zufriedengeben muss bevor ich mich an Deep Sky Objekten probieren kann. Der Mond erschien schon durch den Sucher so detailreich, beim Blick durch das 25mm Okular dann erst recht, wenn er auch sehr hell war. Saturn und Jupiter sind ja schon gut mit dem Auge sichtbar, die habe ich dann auch direkt gefunden. Etwas später in der Nacht konnte ich dann auch noch den Mars sehen, dann wurde es leider immer wolkiger. Trotzdem ein sehr beeindruckendes erstes Erlebnis, wenn man die Planeten mal selbst sieht.:cool:

Um auch schwierigere Objekte zu finden, habe ich mir jetzt mal noch den Radiant Sucher und den Deepsky Reiseatlas bestellt. Nebenbei benutze ich noch Stellarium, um mir die Sternbilder einzuprägen und um zu sehen, wann welche Objekte sichtbar sind.

Ich habe auch relativ schnell gemerkt, dass die Okulare für den Anfang zwar absolut ausreichend sind, jedoch möchte ich mir bald bessere Okulare kaufen. Und in den aktuellen Zeiten muss ich viel früher bestellen, um es dann hoffentlich in ein paar Wochen zu bekommen. Daher wollte ich mich mal bei euch erkundigen, auch wenn das Thema Okulare viel Subjektives enthält… welche Okulare mit einem großen Winkel könnt ihr konkret empfehlen? Ich bin übrigens kein Brillenträger. Für den Anfang habe ich mir folgendes vorgestellt:

-Übersichtsokular: 30-42mm (42mm ~ 7mm AP glaube ich)
-Okular für Deep Sky: 12-15mm
-Okular für Planeten oder kleinere Objekte: 5-7mm

Ein weiteres Problem liegt darin, dass ich die Okulare durch die Umstände von Corona nicht testen kann. Es gibt keine Teleskoptreffen zum Ausprobieren, die Lieferzeiten für Okulare sind extrem lang, etc. Und bevor ich mir Okulare für einen dreistelligen Betrag kaufe möchte ich mir auch halbwegs sicher sein, dass sie auch für mich passen.

Noch etwas zur Justage: Ich habe mir mit einer Filmdose eine Kollimierhilfe gebastelt, das Teleskop war zwar schon relativ gut justiert (die Abbildung in der Nacht war auch gut) doch so richtig traue ich mich da als Anfänger noch nicht ran, bevor ich es komplett dejustiere. Daher die Frage: wie justiert ihr euren Dobson am besten? Concenter, Cheshire oder Justierlaser? Wenn ich richtig recherchiert habe, sollte ausgehend von einem gerade justierten Okularauszug ein Cheshire am besten sein. Ein Justierlaser ist zwar für die Nacht geeigneter, er kann aber auch selbst dejustiert sein. Wie seht ihr das?

Vielleicht gibt es ja noch weitere Anfänger, die sich austauschen möchten (man hat ja bestimmt oft ähnliche Fragen oder Probleme beim Einstieg) oder auch Profis, von denen ich was lernen kann.:)



Viele Grüße
Max
 
Hallo Max,

Daher die Frage: wie justiert ihr euren Dobson am besten? Concenter, Cheshire oder Justierlaser?
ich habe auch erst nach Prinzip Filmdose justiert. Dazu hatte ich in eine milchige Okularkappe ein mittiges Loch gestochen.
Inzwischen habe ich mir einen Concenter zugelegt. Durch die Kreise kann man sehr gut den Fangspiegel ausrichten.
Aber eigentlich saß der schon sehr gut. Genauso war es beimnächsten Schritt, FS zu HS ausrichten, so dass der Haupspiegelrand mittig liegt. Da helfen wieder die Kreise im Concenter aber auch das war mit dem einfachen Loch schon ausreichend möglich.
Zum Schluss das wichtigste, den HS justieren, so dass die Mittenmarkierung ins Zentrum vom Concenter liegt, oder eben dem mittigen Loch. Das geht mit der Filmdose eigentlich auch sehr gut.

Ich habe mich für den Concenter entschieden, da dies meiner bisherigen Praxis am nächsten kam. Man ist auch etwas beruhigter, wenn man durch die eingelassenen Kreise Schritt 1 & 2 genauer beurteilen kann.
Aber einen deutlich sichtbaren Unterschied konnte ich dadurch auch nicht erzielen. Die Filmdose hat da schon recht gute Arbeit geleistet und der Concenter sorgte da wahrscheinlich nur für den letzten kaum sichtbaren Feinschliff.

-Okular für Planeten oder kleinere Objekte: 5-7mm
Preis-Leistung finde ich bei der 6mm Goldkante oder den Planetarys ziemlich gut.
Ich selbst habe ein 8mm Planetary und das ist mein meist genutztes Okular neben dem TSSW15mm.

Gruß,
Holger
 
Ich hab ein normales Cheshire. Reicht mir aus

Ich habe bei APM die 2" APM Lunts 100°/110° als Paket einmal 5mm/9mm und 20mm für 660.- gekauft. Letztendlich ist es bei Okularen wie bei der Öffnung: ohne realen Vergleich bei einem Treffen will man sowieso das haben, was die anderen alle empfehlen (also 8" und 100° Okulare), selbst wenn man sich vorher andere, schmalsichtigere Okulare angeschafft hat, mit denen man eigentlich vollkommen zufrieden wäre.

In diesem Sinne, um Umwege abzukürzen und Geldausgaben zu vermeiden: ich empfehle die o.g. Okulare (die sind auch wirklich gut). Das 20mm reicht mir als Übersichtsokular zur Zeit noch vollkommen aus. Ich tendiere dort zu einem 35mm, weiß aber noch nicht welches und mache mir die Gedanken erst, wenn (falls überhaupt) es soweit ist.
 
Ein Tipp für die Justage des Fangspiegels von mir (ich hatte zuerst einen Fehler gemacht): der Skywatcher hat eine 2" Verlängerung. Die muss man rausnehmen. Dann sieht man die "Gleichlage" des Hauptspiegels durch das Hilfsokular wunderbar.

Nur falls..es...einem...auch so gegangen sein sollte ;-)
 
Hi Max
suche mal Toni hier, Raziel hat er meine ich als Avatarname hier und schreib ihn an.
Er ist nicht so weit von KL weg und kann Dir vllt helfen. Die Astrogruppe Pfalz - da war Toni früher auch - hat keinen Webauftritt mehr, aber es gibt davon noch Aktive. das weiß ich.
CS
 
ich habe auch erst nach Prinzip Filmdose justiert. Dazu hatte ich in eine milchige Okularkappe ein mittiges Loch gestochen.
Inzwischen habe ich mir einen Concenter zugelegt. Durch die Kreise kann man sehr gut den Fangspiegel ausrichten.
Aber eigentlich saß der schon sehr gut. Genauso war es beimnächsten Schritt, FS zu HS ausrichten, so dass der Haupspiegelrand mittig liegt. Da helfen wieder die Kreise im Concenter aber auch das war mit dem einfachen Loch schon ausreichend möglich.
Zum Schluss das wichtigste, den HS justieren, so dass die Mittenmarkierung ins Zentrum vom Concenter liegt, oder eben dem mittigen Loch. Das geht mit der Filmdose eigentlich auch sehr gut.

Ich habe mich für den Concenter entschieden, da dies meiner bisherigen Praxis am nächsten kam. Man ist auch etwas beruhigter, wenn man durch die eingelassenen Kreise Schritt 1 & 2 genauer beurteilen kann.
Aber einen deutlich sichtbaren Unterschied konnte ich dadurch auch nicht erzielen. Die Filmdose hat da schon recht gute Arbeit geleistet und der Concenter sorgte da wahrscheinlich nur für den letzten kaum sichtbaren Feinschliff.
Danke Holger für deinen Rat und nochmal die Erklärung zur Justage. Vielleicht werde ich dann erst mal mit der Filmdose arbeiten und bei gegebener Zeit dann nachlegen.

Preis-Leistung finde ich bei der 6mm Goldkante oder den Planetarys ziemlich gut.
Ich selbst habe ein 8mm Planetary und das ist mein meist genutztes Okular neben dem TSSW15mm.
Goldkante von Omegon und die Planetarys von TS?
Ich habe schon öfter vom Explore Scientific 82° 6,7mm Okular gelesen, da es vor allem beim Dob wichtig ist ein großes Gesichtsfeld zu haben. Aber ich schaue mir deine Vorschläge mal noch genauer an.

Letztendlich ist es bei Okularen wie bei der Öffnung: ohne realen Vergleich bei einem Treffen will man sowieso das haben, was die anderen alle empfehlen (also 8" und 100° Okulare), selbst wenn man sich vorher andere, schmalsichtigere Okulare angeschafft hat, mit denen man eigentlich vollkommen zufrieden wäre.
Danke Ollie, Das kann ich mir gut vorstellen:D
In diesem Sinne, um Umwege abzukürzen und Geldausgaben zu vermeiden: ich empfehle die o.g. Okulare (die sind auch wirklich gut). Das 20mm reicht mir als Übersichtsokular zur Zeit noch vollkommen aus. Ich tendiere dort zu einem 35mm, weiß aber noch nicht welches und mache mir die Gedanken erst, wenn (falls überhaupt) es soweit ist.
Etwas über meinem Budget, aber ich denke die Anschaffung lohnt sich und man hat direkt richtig gute Okulare. Ich wollte erst mal ca. 400€ ausgeben für Okulare. Es müssen ja auch nicht alle auf einmal sein.

Ein Tipp für die Justage des Fangspiegels von mir (ich hatte zuerst einen Fehler gemacht): der Skywatcher hat eine 2" Verlängerung. Die muss man rausnehmen. Dann sieht man die "Gleichlage" des Hauptspiegels durch das Hilfsokular wunderbar.
Du meinst die 2" Hülse rausnehmen und durch die Öffnung schauen oder nur die 1,25" Hülse drauf und dann mit dem Hilfsokular schauen?

suche mal Toni hier, Raziel hat er meine ich als Avatarname hier und schreib ihn an.
Er ist nicht so weit von KL weg und kann Dir vllt helfen. Die Astrogruppe Pfalz - da war Toni früher auch - hat keinen Webauftritt mehr, aber es gibt davon noch Aktive. das weiß ich.
Alles klar, das werde ich mal machen! Vielen Dank Antares:)
 
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