Okulare und Montierung für 114/900 und später auch bessere Teleskope

Andi M

Neues Mitglied
Hallo,

tl;dr: Ich suche Okulare und eine Montierung für das billig-Vixen 114/900 Newton und meine Mirrorless-Kamera.
Insbesondere bei der Montierung wäre ich für beide Optionen offen: Gleich eine gute GoTo Montierung, die ich später auch für ein größeres Teleskop nutzen kann oder erstmal eine nur ausreichende, um später gezielter aussuchen zu können.

Hi, ich habe mal wieder das alte Teleskop herausgekramt. Da ich nur noch ein 30 mm Plössel habe (die anderen Okulare waren nur ausgeliehen), sind die möglichen Beobachtungen damit aber beschränkt. Ich würde gerne ein paar Okulare mit kürzerer Brennweite ergänzen. Wichtig wäre mir dabei unter anderem ein einfacher EInblick, da z. B. auch meine momentan 4 jährige Tochter gerne mal durchgucken möchte. Die optische Qualität darf dabei gerne zu einer Weiternutzung im nächsten, besseren Teleskop einladen.

Ausserdem hätte ich gerne ein paar Tipps welche Montierung man aktuell so kaufen würde, der Vergleich von Spezifikationen in Onlineshops erscheint mir da nicht sonderlich hilfreich.
Ich würde damit das 114/900 zum Durchschauen und eine MFT-Kamera (Olympus E-M1 MII, 3.32 µm pixel pitch) mit 100-400er Zoom (Panasonic/Leica, 985 Gramm) nutzen wollen. Bei 400 mm soll die Schärfe aber schon deutlich leiden, also maximal 300 mm?
Hier wäre ich offen für eine einfache Montierung (eq3-2?), würde aber auch gerne Vorschläge für eine Montierung bekommen, mit der ich später ein dickeres Newton oder auch einen Refraktor für Planeten nutzen kann. Ohne die Preise zu kennen ist es schwierig abzuschätzen welcher Weg in Frage kommt.
Falls das beim Mount schon relevant ist: Bei der Auswahl der Komponeten würde ich mich nicht gerne an einen Hersteller binden sondern bin ein Freund offener Schnittstellen mit herstellerüberfreifender Unterstützung.

Ich habe mir keine feste Budget-Obergrenze gesetzt, aber der Ansatz von hier: Ersteinkauf für die Astrofotografie wäre mir zu kostspielig.
Ich fange ja erst an mit dem Hobby, weiß aber schon, dass ich mit dem billig-Newton nicht glücklich werden werde. Das ist einfach so wackelig und flimsig, das fühlt sich nicht gut an und macht bei der Handhabung auf der Spanplatten-Dobson-Halterung keinen Spaß. Aus meiner Zeit an der Uni kenne ich optische Komponenten (Mikroskopie, nicht Astronomie) von etwas anderer Qualität, zum Beispiel solche Spiegelhalter: Polaris® Mirror Mounts - Thorlabs auf dicken, gedämpften optischen Tischen. Der dünnwandige Blech-Tubus mit Kunststoff-OAZ fühlt sich da schon.. anders an.

Grüße aus dem Norden OWLs

Andi
 
Hallo Andi,

weiß aber schon, dass ich mit dem billig-Newton nicht glücklich werden werde. Das ist einfach so wackelig und flimsig
Naja ich habe den auch und das ist schon ein Markengerät, in der 114er Riege bestimmt kein Billigteil.
Meins sieht so aus:
vixen-antrieb20231028.jpg


und macht bei der Handhabung auf der Spanplatten-Dobson-Halterung keinen Spaß.
Kannst du das mal zeigen. Muss ja ein Selbstbau sein.
Eigentlich eine gute und stabile Idee das Röhrchen in eine Rockerbox zu setzen.

Ich bin bei den Okularen nach Preis-Leistung unterwegs.
TS-Planetary 8mm und TS-SW15mm (Blaukante) gibt es auch als Goldkante, und bin sehr zufrieden.
Nutze die auch am 12" F5 Dobson.

Gruß,
Holger
 
War auch mein Gedanke.
Habe die EQ3-2 und die EQ5 gerade verglichen.
5kg zu 10kg Tragkraft gegen geringen Aufpreis.
Habe den EQ3 Kopf für 315 Euro und den EQ5 für 349 Euro gefunden.

EQ5 mit Stativ für 479 Euro, dazu noch ein Schrittmotor für 119 Euro für die Astrofotografie.
Neben der Kamera kannst du dann sogar mit dem 114er erste Versuche starten.
Mit einer kleinen Astrokamera und meinem selbst gebastelten Motorantrieb war schon das hier möglich:
hantelnebel-180724-900mmc.jpg


Ist jetzt kein Highlight aber schon nicht schlecht für das verwendetet Equipment und die mit 527 x 6 Sek recht kurze Belichtungszeit.

Gruß,
Holger
 
Wenn es eine EQ5 (manuell) werden soll, gern bei mir melden, ich hab noch ein EQ5 SyncScan Upgradekit da, was ich deutlich unter Neupreis abgeben würde.

CS, Ralf
 
Hallo Holger,
div. Okulare ? empfehle ein Zoom-Okular, (8 bis 24 mm) beste Erfahrungen am 12.5" Dobson und auch am C 8 machen dürfen(Man kann natürlich geteilter Meinung sein). Das Zoom-O. kostete seinerzeit noch keine 40 Euro, jetzt für runde 80,-- zu haben....

Gruß
Günther
 
Hallo Holger,

Was die Okulare angeht bin ich der Meinung, dass Zoom Okulare eigentlich immer einen Kompromiss darstellen. Sicher, man spart sich das wechseln der Okulare und das suchen nach einer geeigneten Ablage. Allerdings haben die meisten bezahlbaren Zoom Okulare, meiner Erfahrung nach, ein recht kleines Gesichtsfeld was ich nicht so schön finde. Daher habe ich mir ein Set gekauft, in dem die Brennweiten zwischen 20mm und 6mm vertreten sind. Bei längeren Brennweiten kann man auch gut ein Pössl Okular nehmen. Bei den Pössl Okularen mit kurzen Brennweiten mag ich den kurzen Augenabstand nicht so gerne. Mein Set von Svbony bildet sehr scharf ab und hat mit ca. 68 Grad ein schönes Gesichtsfeld. Mehr als ein Zoom Okular kostet es auch nicht.

Viele Grüße
Michael
 
Hier mit leichter Verzögerung ein Bild vom Teleskop auf seiner Holz-Kiste:
cosmostar.jpg



Bei den Okularen dachte ich an ~8 und vielleicht ~15 mm (zusätzlich zum 30 mm).
15mm: Wäre ein Svbony SV154 Svbony SV154 Okular 1,25″ 70° – SvBony Germany (wir sind zusammen) vielleicht eine gute Wahl?
8 mm: Omegon Okular Cronus WA 8 mm 1,25" / TS Optics Okular WA 70° 8mm 1,25" / Omegon Ultra Wide Angle Okular 9mm 1,25" / TS Optics HR Planetenokular 8mm 1,25" / ... die Auswahl ist ja doch recht groß.


/edit: Achja, ein oder 2 Filter sollte man ja vielleicht auch haben. Ein variabler Polfilter für den Mond und vielleicht ein "SkyGlow" Filter um das Kunstlicht etwas abzuschwächen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

wohl kein optisches Highlight aber vielleicht besser als ein Wackelstativ ?
Wie feinfühlig ist den die Verstellung in der Höhe mit den Plastik-Kreisen ?
Und wie gut dreht sich der Teller unten bei waagerechter Verstellung ?

Ja bei den Okularen hat man wirklich die Qual der Wahl.
Im Bereich 6mm und 15mm gibt es anscheinend vieles das der Goldkante ähnelt.
Ist dann halt auch eine Preisfrage, bzw. was du ausgeben willst.
SvBony scheint da eine recht günstige Alternative zu sein. Die haben auch diese 66° Okulare in Sortiment, als Set 6 / 9 / 15 / 20
für nur 90 Euro schon interessant. Oder nur das 15mm Okular, das ist in der Reihe mit 30 Euro am günstigsten.
Ein 9mm 68° konnte ich auf die Schnelle für 33,25 Euro finden, das 6mm 68° für 36,66 Euro.

Gruß,
Holger
 
Hallo

Das Holz Dobson Unterbau ist noch weniger Transportabel wie eine EQ5.
Motorisiert bekommt man es günstiger mit Onstep, wenn man kann sollte man es aber selbst bauen, 30€ für FysetcE4, 15€ 2x Nema17, dazu noch 2x Riehmengetriebe und Winkel für Motoren, überschaubar von den Kosten aber man muss schon eine Idee haben wie man es umsetzen kann.
Ich werde aber das Gefühl nicht los das man bei mangelndem Maschienenpark wenigstens 3D Druck können sollte.

Gruß Frank
 
Hallo Andi,

laut einiger Aussagen im Internet scheint es bei den Svbony UWA kaum einen Unterschied zwischen der 66° gold und 68° rot zu geben.
Kannst das selbst nochmal recherchieren aber falls es SvBony werden sollte, würde ich da dann einfach die günstigeren nehmen.
Das Gold Set ist ja bei Amazon mit 89,99 Euro deutlich günstiger als die roten. Pro Okular also 22,50 Euro, bestimmt kein High-End aber Preis Leistung sollte passen, außerdem ist dein Öffnungsverhältnis mit F7.9 gutmütig gegenüber Okularen.

Achja, ein oder 2 Filter sollte man ja vielleicht auch haben. Ein variabler Polfilter für den Mond und vielleicht ein "SkyGlow" Filter um das Kunstlicht etwas abzuschwächen?
Naja, ich habe die bis heute noch nicht. Ist für mich kein Must Have !

Gruß,
Holger
 
Ich habe 2 Svbony-Objektive bestellt. Dass die zusammen günstiger snd als ein Plastikröhrchen zum Kollimieren ist... interessant.
 
Dass die zusammen günstiger snd als ein Plastikröhrchen zum Kollimieren
Meinst du damit einen Concenter ?

Den Vixen kannst du auch locker nach Prinzip Filmdose mit einer milchigen Kappe mit Loch justieren.
Oder einfach mit einem langen Papprohr gerade in den OAZ schauen.

Mein Hauptspiegel von Vixen hatte eh keine Mittenmarkierung. Die hatte ich später mal nach einer Reinigung selbst angebracht.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

wohl kein optisches Highlight aber vielleicht besser als ein Wackelstativ ?
Wie feinfühlig ist den die Verstellung in der Höhe mit den Plastik-Kreisen ?
Und wie gut dreht sich der Teller unten bei waagerechter Verstellung ?

[...]

Gruß,
Holger
So, es gab ein oder 2 nutzbare Abende, also versuche ich mal ein paar Fragen zu beantworten: Die Verstellung in der Höhe mit den HT-Rohr-Deckeln gefällt mir soweit ganz gut. Ich hatte als Gleiter an der Holzkiste zuerst Filzgleiter angebracht, später dann gegen Teflon getauscht. Ich habe versucht mir einzureden dass das besser wäre, musste aber rasch feststellen, dass etwas Haftreibung doch wirklich hilfreich ist, damit sich das Teleksop nicht bei jedem leichten Kontakt (Fokussieren, Drehen, ...) verstellt.
Wenn mein Tochter Jupiter angucken möchte vermisse ich aber eine Möglichkeit die Höheneinstellung zu blockieren. Außerdem kriege ich mit der (dem?) superleichten OTA kaum Drehmoment übertragen. Steht das Ziel hoch am Himmel, hebt sich das Rohr beim Drehen immer aus der Box. An der Box selbst drehen ist nicht sonderlich genau, da fehlt es am Hebel.

Insgesamt also irgendwie nutzbar, an den Reibungskoeffizienten der Az muss ich aber nochmal was machen. Es wird in den nächsten Monaten ja hoffentlich noch einige kalte, klare Nächte geben.
Meinst du damit einen Concenter ?

Den Vixen kannst du auch locker nach Prinzip Filmdose mit einer milchigen Kappe mit Loch justieren.
Oder einfach mit einem langen Papprohr gerade in den OAZ schauen.

Mein Hauptspiegel von Vixen hatte eh keine Mittenmarkierung. Die hatte ich später mal nach einer Reinigung selbst angebracht.

Gruß,
Holger
Ja, ein Concenter.
Die Mittenmarkierung habe ich mir auch mal aufgemalt, mein Vertrauen darin ist aber gering. Benutzt habe ich eine CD bei der ich ein paar Ecken für den Fangspiegelhalter ausgeschnitten habe.



Und damit komme ich auch schon zur nächsten Frage: Nach diversen Eisnteiger-Tipp-Videos und -Artikeln zu visueller Beobachtung und Astrofotografie denke ich darüber nach, mir als ersten nächsten Schritt einen etwas größeren Dobson zuzulegen.
Ich denke ein 8-Zoll mit der besseren Ausstattung wäre schon recht nett. 10" und 12" sind bestimmt besser für visuelle Beobachtung, wenn sie denn erstmal aufgebaut im windstillen Garten stehen, aber das passiert ja vermutlich selten. Die Einschätzung dass man kleinere, leichtere Teleskope öfter benutzt als große schwere und somit am Ende mehr Spaß damit hat, halte ich für relativ realistisch. Daher tendiere ich zum 8-Zoll. Das Angebot beim Express für 600 € für den 8" mit der besseren Ausstattung ist schon verlockend.

/edit: Achja, ein andere Problem, das etwas nervig war, war die Kondensation, insbesondere an dem kleinen Finder-scope. Ich werde also etwas heizen müssen und bin noch unentschlossen, ob ich mir den Aufwand bei dem kleinen Scope mache oder erst ein etwas netteres Scope haben möchte und die Arbeit oder das Geld für die Heizung dann gleich darein stecke.
 
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Hallo,

Steht das Ziel hoch am Himmel, hebt sich das Rohr beim Drehen immer aus der Box.
Bei meinem GSO Dobon ist eine Feder am Rad und die wird mit Spannung unten an der Rockerbox eingehängt.
Ich denke ein 8-Zoll mit der besseren Ausstattung wäre schon recht nett. 10" und 12" sind bestimmt besser für visuelle Beobachtung, wenn sie denn erstmal aufgebaut im windstillen Garten stehen, aber das passiert ja vermutlich selten.
Also der Sprung von 114er zum 8" Dobson war gewaltig. Das Upgrade von 8" zu 12" brachte dann nicht mehr so viel, außer bei wirklich guten Bedingungen.

Hier die beiden zum Vergleich:
8er-12er-im-einsatz-c.jpg


wenn sie denn erstmal aufgebaut im windstillen Garten stehen, aber das passiert ja vermutlich selten. Die Einschätzung dass man kleinere, leichtere Teleskope öfter benutzt als große schwere und somit am Ende mehr Spaß damit hat, halte ich für relativ realistisch.
Ja das sollte vorher bedacht werden dann geht das selbst mit 12" Volltubus Ruck Zuck.
Ich lagere die Teleskope in der kühlen Garage, so sind die ohne Auskühlzeit sofort einsatzbereit.
Der 12er Tubus befindet sich im Lieferkarton auf einem halbhohen Schränkchen in Griffhöhe:
12er-dobson-c.jpg

Rockerbox in der Garten stellen, Tubus aufnehmen und draußen einhängen, fertig.

Gruß,
Holger
 
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