b_schaefer
Aktives Mitglied
Ich hatte vor knapp 1,5 Jahren angefangen, nach passenden Okularen für mein Bino-Teleskop zu suchen. Anfangs "vertrug" das nur 1,25" und aufgrund der kleinen Öffnung war der notwendige Brennweitenbereich auch eingeschränkt.
Mein Fazit vorweg: Ohne Versuche und Irrtümer geht es nicht. Hauptproblem ist dabei, dass man erst im Verlauf der Nutzung merkt, wo die persönlichen Vorlieben liegen. Dazu kommt dann das zunehmende Wissen über die persönlichen Eigenheiten (z.B. Gesichtsform, Sehapparat) und wenn man das alles verinnerlicht hat, kann man erst wirklich zielgerichtet kaufen.
Ich habe z.B. einen relativ engen Augenabstand (ca. 61-62mm) und recht tief liegende Augen (klingt jetzt gruseliger als es hoffentlich ist...), d.h. ich komme schlecht mit Okularen klar, die oben relativ weit sind. Wenn ich einäugig beobachten wollte, wäre das egal, da legt man den Kopf halt schräg ans Okular.
Die dicken Pentaxe wie auch die Hyperions fallen damit schon mal raus, auch wenn es irgendwie ginge. Ist mir einfach zu unbequem. Gut gehen vulkanförmige oder sehr schlanke Okulare. Manchmal macht auch ein weiter Augenabstand ein eigentlich zu dickes Okular nutzbar. Aber meistens hilft das nicht, weil ich eben auch etwas zum "Anlehnen" mag. Schwebende Augen vor dem Okular finde ich schwierig.
Zudem gibt es eigentlich keine Serie, in der alle Okulare gleichartig sind. Das 17,3mm Delos hat z.B. eine völlig andere Fokuslage als die andere Delosse. Das 4,5mm Morpheus sah gegen das 6,5mm Morpheus und ein Antares W70 4,3mm Okular ziemlich alt aus. Mit dem 9,7mm Antares W70 wiederum kam ich persönlich nicht zurecht.
Und dann die böse Qualitätsfrage... Ich fand das 24mm Panoptic von TeleVue immer große Klasse, bis ich mal mit einem 20mm T5 Nagler verglichen habe. Andererseits werden die meisten Nagler von den neueren Delos in den Schatten gestellt, wenn es um Farben und Kontraste geht. Ein Hyperion Zoom erscheint einem sehr gut und vom Gesichtsfeld her ausreichend, bis man durch ein Leica-Zoom geschaut hat.
Das Zusammenspiel von Okular und Teleskop kann auch interessante Formen annehmen. Ich habe ein Intes Q75 12mm, welches an meinem Refraktor (D=71mm, f=400mm) zwar im Zentrum eine wunderschöne Abbildung zeigte, aber schon auf halbem Weg zum Rand stark nachließ. Am gleich schnellen (f/5,6) Maksutov zeigt es eine sehr gleichförmige Schärfe über das ganze Feld, was nicht nur am generell etwas schwächeren (kontrastärmeren) Bild des Maks liegt.
Willst Du die ganzen (Fehl-)versuche sparen, hilft vielleicht Beschränkung: möglichst wenige Okularpärchen (für die meisten Ferngläser/Binos reichen eigentlich 3 Pärchen mit jeweils ungefährer Verdopplung der Brennweite aus), eine Serie mit durchgehend gutem Ruf (je nach Preissegment können das z.B. Planetary HR, Morpheus oder Delos sein) und ggf. die Akzeptanz kleinerer bis mittlerer Schwächen.
Viel Spaß beim Durchbeißen!
Viele Grüße,
Sebastian
Mein Fazit vorweg: Ohne Versuche und Irrtümer geht es nicht. Hauptproblem ist dabei, dass man erst im Verlauf der Nutzung merkt, wo die persönlichen Vorlieben liegen. Dazu kommt dann das zunehmende Wissen über die persönlichen Eigenheiten (z.B. Gesichtsform, Sehapparat) und wenn man das alles verinnerlicht hat, kann man erst wirklich zielgerichtet kaufen.
Ich habe z.B. einen relativ engen Augenabstand (ca. 61-62mm) und recht tief liegende Augen (klingt jetzt gruseliger als es hoffentlich ist...), d.h. ich komme schlecht mit Okularen klar, die oben relativ weit sind. Wenn ich einäugig beobachten wollte, wäre das egal, da legt man den Kopf halt schräg ans Okular.
Die dicken Pentaxe wie auch die Hyperions fallen damit schon mal raus, auch wenn es irgendwie ginge. Ist mir einfach zu unbequem. Gut gehen vulkanförmige oder sehr schlanke Okulare. Manchmal macht auch ein weiter Augenabstand ein eigentlich zu dickes Okular nutzbar. Aber meistens hilft das nicht, weil ich eben auch etwas zum "Anlehnen" mag. Schwebende Augen vor dem Okular finde ich schwierig.
Zudem gibt es eigentlich keine Serie, in der alle Okulare gleichartig sind. Das 17,3mm Delos hat z.B. eine völlig andere Fokuslage als die andere Delosse. Das 4,5mm Morpheus sah gegen das 6,5mm Morpheus und ein Antares W70 4,3mm Okular ziemlich alt aus. Mit dem 9,7mm Antares W70 wiederum kam ich persönlich nicht zurecht.
Und dann die böse Qualitätsfrage... Ich fand das 24mm Panoptic von TeleVue immer große Klasse, bis ich mal mit einem 20mm T5 Nagler verglichen habe. Andererseits werden die meisten Nagler von den neueren Delos in den Schatten gestellt, wenn es um Farben und Kontraste geht. Ein Hyperion Zoom erscheint einem sehr gut und vom Gesichtsfeld her ausreichend, bis man durch ein Leica-Zoom geschaut hat.
Das Zusammenspiel von Okular und Teleskop kann auch interessante Formen annehmen. Ich habe ein Intes Q75 12mm, welches an meinem Refraktor (D=71mm, f=400mm) zwar im Zentrum eine wunderschöne Abbildung zeigte, aber schon auf halbem Weg zum Rand stark nachließ. Am gleich schnellen (f/5,6) Maksutov zeigt es eine sehr gleichförmige Schärfe über das ganze Feld, was nicht nur am generell etwas schwächeren (kontrastärmeren) Bild des Maks liegt.
Willst Du die ganzen (Fehl-)versuche sparen, hilft vielleicht Beschränkung: möglichst wenige Okularpärchen (für die meisten Ferngläser/Binos reichen eigentlich 3 Pärchen mit jeweils ungefährer Verdopplung der Brennweite aus), eine Serie mit durchgehend gutem Ruf (je nach Preissegment können das z.B. Planetary HR, Morpheus oder Delos sein) und ggf. die Akzeptanz kleinerer bis mittlerer Schwächen.
Viel Spaß beim Durchbeißen!
Viele Grüße,
Sebastian