Okularsatz für 8" f/6 Dobson

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Der_Andre

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe ca ein Jahr lang mit einem eher dürftigen Okularsatz beobachtet und möchte diesen nun aufbessern. Bisher habe ich folgende Okulare verwendet:

32mm GSO Plössl
12mm ICS Plössl
9mm GSO Plössl
2x Barlow 1,25"

Mich stört vor allem das kleine Gesichtsfeld der kurzbrennweitigen Plössls. Bei einem Dobson in Rockerbox ist es nicht gerade angenehm mit einem solchen zu beobachten, denn die Planeten schießen nur so durchs Okular, sodass man fast dauerhaft nachschubsen muss und so kaum ein ruhiges Bild zu gesicht bekommt. Des weiteren habe ich an ein 2" Übersichtsokular gedacht, mit dem ich auch großflächige DS- Objekte angenehm beobachten kann. Wie die Abbildungsqualität von anderen Okularen im Vergleich zu Plössels ist kann ich nicht beurteilen, jedoch nehme ich mal an, dass in der Hinsicht auch noch einiges möglich ist.

So, nun zu meinem " Anwendungsbereich". Wie man aus dem oberen Absatz entnehmen kann beobachte ich DS, Planeten und zwiscendurch auch mal den Mond. Ich habe gelesen, dass einige Okulare unvorteilhaft für Brillenträger seien, deswegen gebe ich euch noch die Info, dass ich einer bin.

Ich würde von euch gerne eine Empfehlung bekommen, welche Abstufung der Brennweiten sinnvoll ist. Nach einigem lesen und informieren würde ich 35mm,18mm,13mm,8mm und 5mm vorschlagen. Und welche Okulare würdet ihr mir empfehlen.

Der finazielle Rahmen sollte nicht ins unermessliche laufen, so ein Okular kann ja ganz schön teuer werden :erschreck:. Ich denke die sehr teuren Okus werde ich mir wohl anschaffen,wenn ich einiges mehr an Beobachtungserfahrung habe.

CS
Andre
 
Hmm, wäre ganz gut, wenn du den finanziellen Rahmen zumindest grob nennen könntest...

Oft empfohlen, noch halbwegs bezahlbar und wohl für Brillenträger gut zu benutzen ist wohl diese Serie hier:
http://www.astrookulare.de/baader/bahyp.htm

Allerdings sind 125 pro Okular halt nicht mehr ganz günstig.. je nachdem halt...

Preislich ordentlich drunter ist diese Serie wohl gut:
http://www.astrookulare.de/eigen/reww.htm

Ansonsten würde ich mir an deiner Stelle auch nicht unbedingt alle Okulare gleich neu kaufen...

Wobei die Plössl für Brillenträger doch eigentlich schon ungeeignet sein sollen, kommst du da einigermaßen mit zurecht?

Ne Idee von mir wäre dann z.b.:
Das 5mm Hyperion für eine höhere Vergrößerung mit angenehmen Augenabstand und schön großem Sichtfeld, dazu dann das Reese Weitwinkel 15mm für größeres Sichtfeld bei Deep Space Objekten, und dazu noch ein 2" Übersichtsokular mit 30 oder 32mm.

Aber warte lieber nochmal andere Meinungen von erfahreneren Leuten ab ;)

Grüße,

Torben

 
Hi,

grundsätzlich ist Deine aktuelle Staffelung ja gar nicht übel. Im Hochvergrößerungsbereich könnte man vielleicht noch bis 3 mm gehen (nutzbar aber nur bei allerbestem Seeing).

Ein 2" Übersichtsokular macht auf jeden Fall Sinn. Für den 8" f/6 wird immer wieder gerne das TS WA 32 genommen.
Wichtig wäre aber wirklich noch zu wissen, welchen Preisrahmen Du so angedacht hast. Und welche Grenzgröße Du an Deinem bevorzugten Beobachtungsplatz hast. Von dieser Grenzgröße hängt die sinnvolle Brennweite für die Übersichtsvergrößerung ab. 32 mm sind für einen Mag 5,5 Himmel brauchbar. Unter Alpenhimmel mit fst 7 kann man bis 42 mm gehen. Vorstadthimmel mit Mag 4,5 führt eher zu 28 mm.

Mit etwas mehr Budget kannst Du zum Beispiel nach einem SWAN schauen.

Dann kommt auch schon fast Pentax und Nagler...

Wie gesagt: Das ungefähre Budget sollte man schon nennen.

Ciao, Udo
 
Hi Andre
ich denke das ist der normale Upgradewunsch, den viele haben und gehen.
Wenn Du den machst, dann mache ihn möglichst richtig,
sprich kaufe eine deutliche Leistungssteigerung. Notfalls in Etappen oder gebraucht aber keine Halbheiten.
Immer gut ist es auch etwas vorausschauend zu kaufen, selbst wenn Telekopvergrößerung derzeit noch keine Thema ist. Wenn sie Thema wird, dann wird es ein Teleskopsein, das keine f/6 hat, sondern schneller ist.
Dann hast Du auch wirkllich lange Sicht einen funktionierenden Okularsatz und das Thema ist durch.

Von daher rate ich vom Zwischenschritt ReeseUWA ab und empfehle direkt besseres zu erwerben.
Da mir noch einige Angaben fehlen, vermag ich konkret nichts empfehlen, sondern warte erst mal.
Das Thema Staffelung und Okutypen kannst Du vllt mit Hilfe meines Okurasters und den Okularwahlartikeln auf der HP in Grundzügen selbst auswählen und vorgeben.
CS
 
Hi,

die Grenzgröße schätze ich zwischen ~4,9m und ~5,5m. Ich habe halt zum einen den suboptimalen Garten und ein Platz etwas weiter draussen zum beobachten. Jetzt das finanzielle: 400€ würde ich fürs erste ausgeben. Die schrittweise Anschaffung klingt in meinen Ohren auch sinnvoll.

Ich habe mir das Okularraster auf deiner HP einmal angeschaut, Antares, und ich muss zugeben, es fällt mir ganz schön schwer das passende herauszusuchen. Na klar, ein Panoptik wäre schon was feines, aber die Preise sind schon sehr hoch. Was mir halt zu bedenken gibt ist meine geringe Erfahrung mit anderen Okularen.

Also bei dem Überichtsokular fällts mir schwer mich zu entscheiden. Bei der Entscheidung für ein Okular im Bereich der kurzen Brennweiten, sprich für Planeten und Mond, habe ich an ein Hyperion gedacht, wobei ich da wieder nicht sicher bin, ob es für Brillenträger geeignet ist.

Ich hoffe die Infos helfen euch mir zu helfen, denn wie ihr sicherlich merkt bin ich nicht so der Experte auf dem Gebiet (vor allem praktisch) ?)

CS
Andre
 
Hi,

eine weitere Möglichkeit wäre:

1. Für Mond/Planeten
Ein Speers Waler 5-8 mm Zoom
Ggf. Zwischenringe dazu.

Das kostet um die 300,- € und macht einfach Spaß, weil man sich sehr gut an die seeingbedingt maximale Vergrößerung herantasten kann. Am Mond ist das Teil einfach nur der Hammer. Auch am Planeten schlägt es sich wacker.

2. Übersichtsokular
Da wird es schwierig. Sehr gute Okulare kosten halt einfach sehr viel... Ein TS WA 32 dürfte eher in die Kategorie "Übergangslösung" einzuordnen sein. Ich würde versuchen ein TS-WA 32 gebraucht zu finden. Im vollen Bewusstsein, dass es nur eine Übergangslösung ist. Gebrauchtkauf minimiert dabei den Wertverlust drastisch. Ein TS WA 32 sollte man gebraucht um 50-60 € bekommen (mit etwas Geduld).

Mit diesen Okularen hast du dann erst mal die Möglichkeit Dir das Beobachten mit großen Gesichtsfeldern anzuschauen und zu merken, wie stark dich z.B. eine Randunschärfe bei deiner persönlichen Art zu beobachten stört. Ich selbst beobachte zum Beispiel fast ausschließlich im mittleren Bereich der Okulare und nutze das große Blickfeld nur für die Übersicht oder um ein Objekt am Rand zu positionieren und dann zu warten bis es durchs Bildzentrum läuft. Insofern belastet mich eine gewisse Randunschärfe überhaupt nicht. Aber das beurteilt halt jeder verschieden.

Ciao, Udo

P.S.: Wie sieht es bei Dir eigentlich mit Filtern aus? Ein UHC könnte bei deinen Bedingungen an vielen Objekten eine Menge bringen. Mehr als das beste Okular...
 
Hallo Andre,

ich würde auch oben und unten ansetzen.

Für die Übrsicht am 8" F/6 unter Deinen Bedingungen kann man das 30er BW, das 32er TSWA, das 33er Williams Swan, 36er Meade QX empfehlen.
Spätestens das 38er TSWA, 40er oder 42er Okulare dürften zu hellen Hintergrund aufgrund zu großer AP für die Bedingungen liefern.
All diese Okulare der 100 € Klasse liefern an F/6 eine ähnliche, ordentliche Abbildungsleistung. Sie wären an F/8 gerade bezüglich der Randschärfe noch besser und lassen zu F/5 hin dann stark nach.
Besser wird wesentlich teurer.

Unterhalb des vorhandenen 9 mm Plössls sind die angedachten Hyperions sehr ordentliche Okulare mit guten Augenabstand. 5 mm wäre so die kleinste Brennweite die ich anpeilen würde, kleinere Brennweiten sind zu selten gewinnbringend einsetzbar.
Das von Udo genannte 5-8 mm Speers Zoom wird von manchen Brillenträgern gut bewertet, andere kommen nicht mehr damit klar. Wichtig wäre, Mal zu prüfen, ob Du die Brille beim Beobachten überhaupt brauchst, denn immer ist das Einblickverhalten ohne Brille günstiger und auch "Asti" wirkt sich häufig bei kleinen Brennweien (kleiner AP) nicht oder kaum noch störend aus.
Das Zoom scheint auf den ersten Blick teuer, kann aber locker drei Festbrennweiten ersetzen und erlaubt stufenlose Annäherung an die öffnungs-, seeing- und objektbedingte V.Max, insbesondere dann wenn man meine Modifikation zum ~7-4 mm Zoom und die Möglichkeit über eine weitere Brennweitenreduzierhülse sogar bis 3,5 mm Brennweite nach unten zu gehen in Betracht zieht.

CS
*entfernt*
 
Hallo,

danke erstmal für die Antworten.

Ich bin mit der Entscheidung, zumindest was die kurzbrennweitigen Okluare angeht, ein Stückchen weiter. :biggrin: Ich ich schwanke zwischen einem Hyperion, das ein ordentliches Gesichtsfeld hat und gleichzeitig nicht zu teuer ist. Was hält ihr von einen 5mm Hyperion und zusätzlich noch ein Feintuningring Hyp Ring 14? So hätte ich im Grenzbereich ein wenig Spielraum und könnte für 9,50€ mehr gleich 2 Brennweiten für die hohe Vergrößerung nutzen.

Ein Speers Waler Zoom 5-8mm wäre meine zweite Variante. Hier ist sicherlich der Vorteil, dass ich so seeingbedingt die Brennweite anpassen kann und auch gleich ein Okular im 8mm abdecke. Letztendlich würde ich die Plössls, die mich mit ihrem engen Gesichtsfeld nicht gerade begeistern, austauschen. Und die 8mm des Speers Waler wären da doch schonmal eine gute Option, oder? Zudem hat das Zoom ein größeres Gesichtsfeld (sagt es mir, wenn ich mich täusche) als das Hyperion.

So, lange Rede, kurzer Sinn, bisher tendiere ich zum Speers Waler Zoom. Lonht sich der Kauf der Verlängerung für das SW für 24€. Damit ergbit sich ein Zoom von ca 3,3-5,3mm. Klar, die 3,3mm sind ein wenig übertrieben, aber unter sehr guten Bedingungen lässt sich doch sicherlich auch einmal die 4mm- Einstellung ausnutzen,oder?

Wenn ich mir nun diese Waler anschaffen würde wäre mein Budget fast erschöft, bliebe noch ca 100€. Ich bin am überlegen ob es sinnvoll wäre ein mittelmäßiges 2" Übersichtsokular im 100€-Bereich zu kaufen oder noch etwas zu warten und dafür ein etwas teureres Okular zu kaufen.

Wäre schön, wenn ihr erstmal eure Meinung zu meinen Überlegungen im kurzbrennweitigen Bereich sagen würdet.

Wie mir schon geraten wurde und man hier sicherlich auch erkennt, setzte ich "oben und unten" bei den Okularen an. Dazwischen ist sicherlich auch einiges verbesserungswürdig, z.B. fehlt noch ein Okular im 20mm Bereich, aber alles zu seiner Zeit.

@ Udo: Einen UHC- Filter habe ich bereits

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen

Andre
 
Hallo Andre,

der Gesichtsfeldunterschied Speers/Hyperion ist erheblich (80°/67°).
Das Speers Zoom bleibt durchgängig bei 80°.
Die Verlängerung mit 40 mm optischem Weg drückt das Zoom auf ca. 6mm bis knapp unter 4 mm Brennweite. Das ist der Nachteil dieser Lösung. Der Zoombereich wird erheblich eingeschränkt und so eignet sich diese Hülsenlänge nicht sehr gut für den dauerhaften Einsatz, da so häufig schon bei niedrigster Zoomstufe über der seeing- und objektbezogenen V.-Max liegt. Damit ist ständiges Schrauben angesagt und das ist (wie bei den Hyperions auch) nicht sehr sinnvoll.

Bei meinen Experimenten mit den Hülsen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Hülse mit 30 mm optischem Weg für Brennweitenverkürzung auf ca. 7mm bis 4 mm optimal für den Dauerhaften Einsatz des Zooms an vielen Teleskopen ist. So bleibt auch das Einblickverhalten und die Fokuslage im Rahmen.
Für die ganz wenigen Fälle noch besseren Seeings kan man dann an geeigneten Objekten noch eine Hülse von 20 mm Länge einschrauben und das Zoom so auf 3,5 mm Brennweite bringen. Bei solch seltenen Anlässen kann man dann Mal Schrauben, denn die alternative mit einem zusätzlichen Okular für 3,5 mm Brennweite ist im Verhältnis zum Nutzen wesentlich teuer.
Sollte dich diese Variante interessieren kann ich Dir per PN Hilfe zur Selbsthilfe geben, gegebenenfalls auch zu einem (Hülsen)Dreher vermitteln.

Der/die Händler ging(en) seinerzeit nicht auf diese Lösungsvariante ein.

CS
*entfernt*
 
Hi Andre,

greife das Thema nochmal auf, da ich selber eine 8" f/6 besitze.

Zum 5-8mm Zoom Speers Waler, das Teil ist halt sehr sehr schwer und die Fokuslage (stark intrafokal) kann ggf. auch kritisch werden und der Augenabstand dürfe nur ca. 12mm groß sein oder gar weniger.

Selber habe ich das 5mm Hyperion und ein 4mm Planetary. Klar diese kombination hat auch Nachteile, aber die Vorteile überwiegen, wie Leitigkeit, gute Fokuslage und gues Einblickverhalten.

Zum Übersichtsokular: Spare lieber etwas bevor du die 100€ versenkst. Selber habe ein 27mm PanO und das ist wirklich super. Das 35mm PanO ist wahrscheinlich noch besser, aber auch schwerer und bei meinem düftigen Himmel (~5m) nicht so gut.

Gruß

Lots
 
Hi Lots,

ich habe mir vor einigen Wochen das Speers Waler Zoom 5-8mm geholt und ich bin damit sehr zufrieden.
Klar, ist alles Ansichtssache. Mir gefällt die Möglichkeit die Vergrößerung seeing-bedingt anzupassen.
An deinen Ratschlag mit dem Übersichtsokular werde ich mich wohl halten. Ich werde mir wohl gleich
was für "immer" holen und keine Übergangslösung.


Gruß und CS
Andre
 
Hallo Andre,

noch mal meine Erfahrung mit den Übersichtsokularen.

Ein PanO konnte und kann es noch nicht kaufen, deshalb habe ich seinerzeit gebraucht ein 30mm Reese (BW und wie sie noch heissen mögen) gekauft. Beeindruckend sind die 80° scheinbares Gesichtsfeld und man kann es ich sag mal "praxistauglich" benutzen, der Rand ist bei f/6 nicht mehr scharf, ganz klar und es gibt auch Nächte wo es mich nervt. Also wenn das Geld innerhalb vernüftiger Zeit zusammenzukratzen ist ist ein Umweg über so ein Lowprice Okular nicht sinnvoll, zu schnell wirst du was besseres wollen, wenn es aber so ist, dass da 1,5-2 Jahre im Raum stehen dann würd ich mir den 2" Spass so lange nicht verwehren, immerhin sind die Teile nicht so teuer und der Wiederverkaufswert ist okay.

CS Benny
 
Hallo Andre,

wie es ausschaut steht dann bald das Übersichtsokular in 2" an.
Das ist wirklich nicht ganz leicht. Schon an F/6 muss man in der 100 €-klasse mit Einschränkungen, zumindest bezüglich der Randschärfe leben und wenn später Mal F/5 oder schneller geplant ist, wird das schon kritisch.
Trotzdem sehe ich das wie Benny, langjähriger Verzicht bringt auch nichts.
Ich hatte ja schon erwähnt, dass viele Okulare in Frage kommen und das 30er BW ist ein Sonderfall.
Es bietet 80° Feld, ein 32er TSWA z.B. "nur" 67°. Tatsächlich ist dann der absolut scharfe Bereich des Feldes, also das was man am Himmel wirklich scharf sieht, nahezu identisch und das BW hat den größeren unscharfen Rand wo man aber auch noch erkennen kann, wenn ein Objekt auftaucht.
Auf den ersten Blick macht das TS den besseren Eindruck und wen Randunschärfen sehr stören, dem bringt das BW nicht mehr als das TS oder andere vergleichbare Okulare.

Andererseits sehe ich z.B. nicht ein, warum z.B. ein teures Okular mit 50° tatschächlichem Feld und an F/5 scharfer Randabbildung perfekter sein sollte als ein Okular, welches über die genau so scharfen 50° hinaus noch etwas mehr Feld bietet.

Fakt ist, man hat nur die Möglichkeit, gewisse Abstriche in Kauf zu nehmen oder man muss sehr tief in die Tasche greifen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Andre,

als uneingeschränkt Brillenträgertauglich, mit unkompliziertem Einblickverhalten und selbst an F5 noch überraschend guter Abbildung (hat bisher Jeder, der nicht (nur) drüber geredet, sondern auch durchgeschaut hat so gesehen), kann ich dir das 5 Linsige MEADE Serie 5000 "Plössl" empfehlen -
es ist schon für unter 200.- € zu haben, hat satte 42 mm Feldblendendurchmesser (also mindestens ein gleich großes wahres Feld, wie das Reese 30, Nagler 31, Panoptik 35 etc...) und seine große, verstellbare Augenmuschel bietet nicht nur in der Werbung ;) guten Streulichtschutz und macht aufgrund des großen Augenabstandes mehr Sinn, als z.B. beim 28 mm UWAN...

Ich kenne auch das Reese 30 er und habe es direkt mit dem MEADE an F5 verglichen...
...das Reese hatte nicht nur in meinen Augen keinen Stich -
damals hat allerdings das MEADE auch das doppelte des Reese gekostet. ;)

Für Brillenträger wohl nicht mehr ganz so bequem (Augenabstand vergleichbar mit den Planetarys), aber mit noch mehr Feld (45,7 mm Feldblende) und wenn´s die eigene Iris zulässt, bis unter F5 eine Freude, ist das 40 mm TMB Paragon -
es kostet halt bereits über 250.- €, lässt aber m.E. an F6 keinen Wunsch auf Andere am Markt befindlichen Okulare aufkommen.


CS
Ulrich

P.S.:
Trotz großer AP von 8 mm an F5 war mir das Beobachten (das Auffinden sowiso) schwacher Objekte mit dem Paragon leichter gefallen, als mit allen Anderen Okularen (auch eigentlich von der AP her geschickteren Okularen wie das Leica 14 mm, obwohl mir dieses im Vergleich zum Rest, bisher am Besten gefiel).
- m.E. auch hier eine Frage des Kontrastes (bei gleichem Instrument) und der persönlichen Wahrnehmung!
 
Re: Okularsatz für 8" f/6 Dobson

Hallo André,
ich habe das Meade 32mm "Plössl" der 5000er Serie mit 60°SGF.Ich nutze das auch an einem 12" f/5.Ich bin zufrieden damit.Die Innenschwärzung ist sehr gründlich gemacht und Streulicht hat praktisch keine Chance.Die Randschärfe würde ich nicht als perfekt Bezeichnen,aber durchaus annehmbar.Gebraucht gibt es die schon ab ca 80€(vor kurzem in der Bucht...)Die Verstellbare Augenmuschel ist etwas gewöhnungsbedürftig,zumal die Drehmechanik erstmmal etwas wacklig Aussieht.Aber sie erfüllt ihren Zweck.Insgesamt macht es einen wertigen Eindruck(auch wenn Made in China draufsteht)
Für mich ist die nächsten Jahre das Thema Abgehakt ;)
Grüße Rainer
P.S.: das Plössl steht in Anführungszeichen,weil es eigentlich ein Erfle ist(?)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andre,

ich hatte peinlicher Weise vergessen zu erwähnen, daß sich meine Aussagen auf das 40 mm MEADE bezogen haben...

...daß das 32 er auch sehr gut (und für zukünftige F5 "Experimente" eventuell noch besser geeignet) zu sein scheint, find ich sehr erfreulich und spricht für ein konsequentes Seriendesign dieser Okularreihe!

...allerdings hat es halt ein kleineres wahres Feld und konkurriert damit eher wieder mit dem Paragon 30 mm (und dem Panoptik 35), welches sicher teurer, aber wiederum besser als das 32 MEADE sein dürfte - direkt konnte ich diese beiden ca. 31 er ;) Okulare bisher nicht miteinander vergleichen.

...und ich persönlich würde nicht auf maximales Gesichtsfeld verzichten wollen, solange ich es nutzen kann...


CS
Ulrich

P.S.:

Mein Tipp:

Schau mit irgendeinem 40 er, ob Du mit der großen AP zurechtkommst - wenn ja würde ich als bequemer, sparsamer Brillenträger zum 40 mm MEADE greifen und als nicht Brillenträger, oder sich vor dem Abstandslimit nicht scheuenden, nach dem Optimum (an Abbildungsleistung) strebenden Brillenträger, das 40 er Paragon.

Falls Du starken, nicht optimal korrigierbaren Asti (Zylinder) im Brillenpass hast und nicht noch in TV-Dioptrix investieren willst (was an einem Dobson sowiso nicht so bequem funktioniert, da es aufgrund der OAZ Lage bei Höhen-Winkeländerungen ständig nachkorrigiert werden müsste), dann nimm lieber das 40 er MEADE.

Falls die AP von etwa 6.7 mm dir zu groß ist, (das mit dem zu hellen Himmelshintergrund und Objektabsaufen hab nicht nur ich eher im Zusammenhang mit der Okularqualität, als mit der AP Größe erlebt) nimm lieber das 32 er von MEADE, oder das 30 er Paragon (mit der Brillenträger Einschränkung).

Vom 32 MEADE hab ich momentan weder den Augenabstand noch den Feldblendendurchmesser parat, aber vielleicht hilft dir der Rainer hier weiter... ;)
 
Hallo,
nur auf die Schnelle: Augenabstand 22mm;Feldblende ca 34mm
Aber ich glaube,daß André sich bereits entschieden hat eine endgültige Lösung anzuschaffen.
Hi Lots,

...
An deinen Ratschlag mit dem Übersichtsokular werde ich mich wohl halten. Ich werde mir wohl gleich
was für "immer" holen und keine Übergangslösung.


Gruß und CS
Andre
Grüße Rainer
 
Hallo Rainer,

danke für deine Hinweise -

...da hoff ich mal, daß (s)einer "endgültigen" Lösung (wie Sie auch aussehen mag) nicht eines Tages was Besseres und womöglich auch noch Günstigeres über den Weg läuft... ;)

Grüße Ulrich
 
Zitat von UlrichK:
Hallo Andre,



Falls die AP von etwa 6.7 mm dir zu groß ist, (das mit dem zu hellen Himmelshintergrund und Objektabsaufen hab nicht nur ich eher im Zusammenhang mit der Okularqualität, als mit der AP Größe erlebt) nimm lieber das 32 er von MEADE, oder das 30 er Paragon (mit der Brillenträger Einschränkung).


Hallo Ulrich,

ich denke, das sollte man nicht vermischen.

Okularqualitäten sind eine Sache und objektangepasste angepasste Aufsuch-/Beobachtungs-AP eine ganz Andere.

Wenn du den Hintergrund-/Flächenkontrast nicht hast, nutzt das beste Okular nichts.
Erst wenn das gegeben ist, kann man sehen, welches Okular da was herausholt oder auch nicht.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

da geb ich dir teilweise recht, nur sollte man eben auch beides im Hinterkopf behalten!

- Drum schrieb ich ja auch "eher", womit ich zum Ausdruck bringen wollte, daß bei mir in der Mehrzahl der Beobachtungen (aus welchem Grund auch immer) das Okular entscheidender (für grenzwertige Beobachtungsobjekte) war, als die gewählte AP (gleiches Instrument und Nacht - egal, ob Linse, oder Spiegel etc...) - nicht immer, aber eben meistens - wobei ich vorausgesetzt habe, daß man kleine Objekte (sagen wir mal kleiner als das Jupiterscheibchen) bei dieser Betrachtung außen vor lässt.

Aber Danke für dein Kommentar - womöglich wären sonst (nicht nur bei dir) ein paar Fragezeichen übriggeblieben!


Gruß und CS,
Ulrich

P.S.:
Der (wahrnehmbare) Hintergrund und Flächenkontrast hängen aber leider auch vom Okular ab.
Das gibt nur ein Hänne - Ei Spiel, wenn man es nicht als eine optische Kette betrachtet...
...vom zu beobachtenden Objekt, über die Himmelsqualität, ..., durch das Okular hindurch bis zur individuellen Wahrnehmung.
Ich denke Du kennst das - die Gewichtung ist bei uns beiden wahrscheinlich eine andere, aber bei uns muß ja nicht alles gleich sein... ich glaube damit können wir gut leben. :super:


 
Hallo Ulrich,

ja mir ist aus eigener Anschauung bekannt, wie schwierig es ist einzelne Perlen der Kette zu betrachten ohne auf Auswirkungen anderer Komponenten "hereinzufallen".

Eventuell kann man verallgemeinernd sagen, dass ein gewisses Maß an "Über"-AP mit einem Pano besser funktionieren wird als mit einem China-Plössl/Erfle während ein gut gearbeitetes Plössl im Deail des für die Grenzwahrnehmung wichtigen Flächenkontrastbereichs einem teuren WW-Okular durchaus überlegen sein kann.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

wer nicht den Menschen hinter dem Okular sieht (vor Allem sich selbst!) hat den gewichtigsten Faktor übersehen.

-

Das geht eigentlich nicht wirklich an dich, aber wenn ich jetzt noch anfangen würde farbwerfende Okulare mit "Farbwerfern" zu vergleichen... ;)

Ein Blausaum am Tag klaut in der Nacht auch Kontrast, wenn dafür aber der Rest sehr gut "im grünen Bereich" liegt, kann unterm Strich auch was Besseres bei rauskommen, als bei einem Überall irgendwie quasi weiß...

Eben eine Frage der Zielvorgaben des Designers.

-

Einer liebt halt die perfekte Achse, der Andere die breite Mitte... ;)

Perfektionisten ein perfektes Feld.
(wohl schwer erreichbar, aber traumhaft schön...)


Gruß und CS
Ulrich

P.S.:
Wenn man unbedingt Etwas verallgemeinernd sagen möchte, dann würde ich vorschlagen eine AP von 2,9 mm zur universellsten AP zu deklarieren... :biggrin:
 
Hallo,

ich hole dieses Thema einfach mal aus der Versenkung, weils passt.

Unglaublich, aber ich habe seit dem letzten Jahr nichts im Bereich meines Übersichtsokulars unternommen. Jetzt will ich aber endlich mal handeln. Ich habe mir eure Hinweise aus diesem Thema mal durch den Kopf gehen lassen und mich auch durch weitere Beiträge gelesen.

Ich kann die Auswahl, die noch in Frage kommt auch schon relativ einschränken. Ich bin mir sicher, dass ich keine Übergangslösung will, womit das TSWA32 fällt für mich schonmal wegfällt. Ich will nicht auf möglichst gute Randabbildung verzichten
Mit dem 35mm Pano sieht's ja schon ganz gut aus, es ist im Moment mein Favorit. Allerdings habe ich zwei Fragen zu dem Okular:



- am 8" f/6 ist es mit Sicherheit eine verdammt gute Lösung, aber kann das Pano später auch an schnelleren Systemen gute Ergebnisse leisten?

- die AP beim 35mm Pano ist mit ~5,8m ja schon grenzwertig. Bei mir hat der Himmel Grenzwerte zwischen 5,5-6m zu bieten. Ist das 35mm bei dem Himmel eine sinnvolle Anschaffung oder sollte ich doch lieber zum 27mm Pano greifen? Ich persönlich hätte lieber etwas mehr Überblick, will in dem Preissegment aber nichts überstürzen




Die erste Frage läuft im Prinzip ja nur darauf hinaus, dass falls das Pano keine endgültige Lösung bringt, ein anderes Okular her muss. Die Auswahl ist da ja nicht so richtig groß ;). Aber das 31mm Nagler wollte ich eigentlich vermeiden, weil mir der Preis doch ein wenig Magenschmerzen bereitet.

Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir bei der ewig währenden Frage nach dem passenden Übersichtsokular hilft.


Gruß Andre
 
Hallo Andre,
das 35er Pano ist für Deinen f/6 sicher ein Spitzenokular und liefert für Deinen Himmel schon die passende AP. Auch mit einem 2" OIII-Filter macht sowas sehr viel Spaß.

Ich muss allerdings auch Deine Bedenken bestätigen, denn an f/5, f/4,5 oder gar f/4 ist das Pano nicht mehr erste Wahl, auch das 27er nicht.
Nach meinem Kenntnisstand bleiben da wirklich nur das 31er oder 26er Nagler. Und die 82° sind genial!

Es gäbe da theoretisch noch die Meade UWA's, die habe ich aber noch nie selber gesehen und weiß nicht, wie sie sich an kurzen Brennweiten schlagen. Ev. kann dazu ja noch jemand etwas beitragen?
 
Hi Ralf,

danke für deine Meinung! Ich bin gerade am überlegen, ob ich später leichte Abstriche bei der Randabbildung in Kauf nehmen würde (sprich, wenn ich das 35 Pano nehmen würde). Ich tue mich mit der Entscheidung für das richtige 2" Okular wirklich schwer. Einer der Gründe ist sicherlich, dass ich nicht genau weiss, was für ein Teleskop noch hinzu kommt.

Gruß Andre
 
Hallo,

ich bin immer noch am überlegen, ob ich mir das 35mm Pano oder das 31mm Nagler zulegen sollte. Sind es die ca 200€ für das Nagler wert? Beide Okulare sind ja nicht mehr im Billig-Segment angesiedelt, aber mich würde interessieren, ob sich die 200€ Preisunterschied rechtfertigen lassen. Hauen einen vielleicht die 82° Gesichtsfeld aus dem Hocker?

Ich wäre euch echt dankbar, wenn ihr mir da ein bisschen weiterhelfen könnt.

Gruß und CS
Andre
 
Hallo Andre,

ich hab mir das Nagler 31 geleistet, weil ich zum 8" f/5 Newton noch einen 16" f/4.5 Dobson im Auge hatte. Es ist ein gutes Okular, aber es hat mich nach dem TSWA 32 nicht wirklich aus den Socken gehaut. Das größere Bildfeld emfinde ich als angenehm, mit dem Einblick komme ich eher schlechter zurecht, und das Teleskop verneigt sich vor dem Zusatzgewicht. Doch die Sterne am Rand waren die Investition wert.

Aber die Randschärfe soll an f/5 auch mit dem Pano schon untadelig sein. Für f/6 würde ich mir ehrlich gesagt das Nagler nicht leisten, ausser es ist danach was kürzeres (f/4-f/5) geplant.

Herzliche Grüße und CS
Arnold
 
Hi Andre

am f/5 ist das 35iger Pano wunderbar verwendbar. Ich nutze es auch seit Jahren. Kritisch wird es dann wenn Du f/5 unterscheitest oder irgendwann wirst.
Das ist die Kernfrage so lange Du haderst.

Im Zweifel ist das 31iger Nagler das richtiere weil es einfach das endgültige Okular ist, so oder so.
Es sei denn es kommt noch ein 30iger Ethos... ;.)))

CS
 
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