Okulartest: SV Boni 215 (Zoom 3-8mm) gegen Festbrennweite Mikroskopokular 7,8mm

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tatanka

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Hallo Sternfreunde,

Habe mir für meinen 6" f/8 Doppelrefraktor bei APM/ Markus Ludes zwei SV Boni 215 Zoomokus kommen lassen um höhere Vergrrößerungen zu realisieren.

6" f/8 Synta / Skywatcher FH-Objektive 150/1200mm, Fraunhoferoptik, zwei Linser
Matsumoto EMS U-L Aufrichtspiegelsystem

Da ich ja auschließlich nur noch mit professinellen 30mm Steckmaß Mikroskopokularen an Großfeldbinos beobachte, WF-Typen 70° Brillenträgertauglich, und kurzbrennweitige Mikroskopokus sehr schwer oder gar nicht zu bekommen sind wollte ich es mit den Bonis versuchen............ohje.

Mein kürzestes Mikroskop-Oku ist ein "Leitz Wetzlar Germany W 32 x.
Dass sind 7,8mm Brennweite.

Also links das Boni mit 8mm.......und rechts das 7,8mm.

Ich habe für beide nur mein rechtes Auge benutzt um einen objektiven Vergleich zu machen.

Sven Wienstein und FrankFu z.B. haben ja schon gegen Astrookulare getestet.......


Da auf meinem Bino noch die C-ERF Filter (H-Alpha-Bino) drauf sind nutzte ich diese als Rotfilter am Tag zur Seeingberuhigung..........Tagtest bei Sonnenschein auf Kanten von Schornsteinen, Satschüsseln, Industrieschornstein, ect.

Also zuerst das am weitesten entfernte Objekt, ein Indusrieschornstein mit Wartungsplattform (Metallgeländer), ca. 2km entfernt.

Hitzeflirren ohne Ende trotz Rotfilter.

SV Boni 8mm........kaum scharf zu stellen, Geländer nur sporadisch zu sehen, meißt nicht vorhanden.
7,8mm Leitz........um Welten besser, Geländer immer signifikant sichtbar aber natürlich Hitzeflirren.

Also ein näheres Objekt, eine Satelitenschüssel, unten das Anschlußterminal der vier weißen Sat-Kabel vor schwarzen Dachziegeln.

Was soll ich sagen.......der Unterschied ist wie Sehen oder nicht sehen.......absoluter Wahnsinn, solch ein dramatischer Unterschied........und dann ist das Feld des Leitz 10-11° größer als das Boni........wouw es haut mich weg.

Großangriff :

Leitz 7,8mm mit Zeiss-Abbe Barlow mit Baader Click-Lock Klemmung, Faktor ausgemessen anhand von damaligen Testaufnahmen, 2,25 x = 3,5mm Gesamtbrennweite.

Was jetzt kommt glaubt Ihr nicht, ........Mann / Frau muss es gesehen haben.

SV Boni mit 3mm, 3,5 und 4mm genutzt.


Es ist wie Sehen......wouw.....im Leitz.......und nichts sehen im Zoom.


Genau solch einen Test habe ich ja mal mit einem Kenko / Nikon 5mm OR Okular 0,98" gemacht gegen Astrookulare.......es war vernichtend, erst recht mit der Zeiss-Abbe-Barlow bei 675 x am Mond mit einem 10" f/6 Lomo Planetennewton 15% Obstruktion, von Christian H.


Bevor jetzt hier einige sich die Köpfe hitzig reden bzw. allles vollschreiben:


Wer es nicht glaubt, ist sehr herzlich eingeladen nach Köln zu kommen, ich mache sogar Kaffee oder Tee.........grins.


Liebe Grüße
Achim

Sonnenobservatorium-Köln
 
Hier noch Bilder:

SV Boni-Leitz 32x-01.jpg
Leitz 32x-01.jpg
 
Ich würde trotzdem sagen, daß der Versuchsaufbau zu viele Variablen hat in Form von Farbfehler beim Fraunhofer und das selektive Rotfiltern daran.
Wenn Du nur die Qualität des Okulars allein testen willst sollte das Fernrohr möglichst keinen Fehler zufügen und auch der Vergrößerungsbereich nicht zu sehr reinspielen wie Seeing, nah an der Aufllösungsgrenze des Fernrohres, möglicher Gaussfehler (Abhängigkeit der Sphärischen Abberration von der Wellenlänge),
visuell schwierig im extremen Rotbereich usw.
Vielleicht mal die Okulare an einem kleinen Fernrohr zb 50/540 Zeiss Jena im Weisslicht probieren....
Felix
Übrigens ...ich hab auch die Zeiss Jena Mikroskop Okulare 10, 16 und 25 mm. Sie sind gut aber nur bei sehr langsamen Systemen.
 
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