Okularwahl bei 200/1200er Dobson

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MicheleC

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Hallo zusammen,

das große Interesse ist geblieben und ich habe mein 150/750er Omegon auf EQ3 Montierung durch ein 150/1200er Dobson von Skywatcher ersetzt, 2" OAZ vorhanden. Da ihr mir schon damals so gut geholfen habt, wollte ich auch jetzt nochmal um ein bisschen Hilfe bei der Okularwahl fragen :)

Eingelesen habe ich mich da schon recht gut, weiß sowohl über AP und (wahrscheinlich) die besten Brennweiten für mein Teleskop Bescheid. Ich werde alles ins Visier nehmen, was am Himmel auszumachen ist. Ich weiß aber, dass mein Teleskop durch das Öffnungsverhältnis gerade im Planeten-Bereich sich hervortut.

Geplant ist solch eine Zusammenstellung.

2" 40mm (AP 6-8mm, empfohle Brennweite 40-64mm) - Übersichtsokular
2" 24mm (AP 3,5-4mm, empfohle Brennweite 28-32mm) - großflächige, flächenlichtschwache Nebel
1,25" 16mm (AP 2mm, empfohle Brennweite 16mm) - Galaxien + Sternhaufen
1,25" 9mm (AP 1-1,5mm, empfohle Brennweite 8-12mm) - Kugelsternhaufen
AP 1mm = 8mm Brennweite Okular entfällt (Detailbeobachtung Mond + Planeten), da zu nah an den 9mm
1,25" 6mm (AP 0,5-0,8mm, empfohle Brennweite 4-6,4mm) - Detailbeobachtung Mond + Planeten bei gutem Seeing
1,25" 4mm - von mir gewünscht um auszutesten, wie weit ich gehen kann

1. Haltet ihr die Zusammenstellung für sinnvoll? Zum Teil ignoriere ich die empfohlenen Brennweitenbereiche. Gerade zwischen empfohlenen 16mm + 28mm hätte ich ansonsten gefühlt eine riesige Lücke.

2. Da bei f8 die Okularwahl recht unkritisch ist, will ich zumindest im 16mm abwärts Bereich auf Goldkanten/Planetary HR setzen. Mit diesen kann ich ein gutes Gefühl dafür bekommen, was gut funktioniert und bei mir hier auch zu sehen ist. Sinnvoll oder lieber auf hochwertigere Okulare sparen?

3. Da das Budegt bemessen ist, habe ich die Wahl entweder nur 1-2 von den Okularen hierzulande zu kaufen oder das ganze Set direkt in China zu ordern. Da ein Freund bisher nur die besten Erfahrungen über Direktbestellung in China gemacht hat + gerade die Goldkaten und Planetery HR 1:1 dort zu haben sind (nur je nachdem ohne Omegon/Skywatcher/TS Logo), würde ich sie auch direkt dort ordern. Problematisch? Ich weiß, Streuung vorhanden, ist aber auch bei den Okularen, die ich hier kaufen würde, der Fall.

4. Wie schlimm machen sich Goldkanten + Planetery HR an Teleskopern mit f6 oder f5? Ich gehe davon aus, dass ich mir "irgendwann" ein 200/1200 oder 250/1250 Dobson kaufen werde. Aber irgendwann kann noch sehr weit weg sein.

Bisher vorhandene Okulare:
- Long Eye Relief Super 25 mm (beim Teleskop dabei)
- 20mm PL (beim Teleskop dabei)
- 10mm PL (beim Teleskop dabei)
- 15mm Goldkante
- 6mm Goldkante (ausgeliehen)

Trotz sehr sehr schlechtem Seeing konnte ich den Saturn letztlich für einige Sekunden sehr scharf mit dem 6mm sehen. Cassini Teilung klar erkennbar. Macht mir Mut, auch ein 4mm an guten Nächsten auszuprobieren :)

Werft gerne alles andere rein, was euch an Tipps so einfällt oder was ich nicht beachtet habe, bzw. ihr aus Erfahrung anders angehen würdet.

Vielen Dank schon im vorraus!

Michèle
 
Hallo Michele,

was willst Du denn von uns hören?

Vllt. so viel: Die besten Fragen sind jene, bei denen man die gewünschten Antworten gleich mitliefert...tz,tz,tz...
 
Hallo Werner,

ich habe mich über einen Monat mit der Okular Frage auseinander gesetzt und viel recherchiert. Daraufhin habe ich mir eine Zusammenstellung überlegt, die ich - ohne viel praktische Erfahrung - für sinnvoll erachte. Ich besitze seit etwas über einem halben Jahr ein Teleskop und es tut mir sehr Leid, dass bevor ich Geld für etwas Falsches ausgebe, hier nochmal ein paar Fragen stelle um mein Vorgehen prüfen zu lassen oder sinnvolle Tipps zu erhalten.

Nach ähnlichem Schema habe ich damals die Fragen in einem anderen Einsteiger Thread formuliert. Glücklicherweise waren da ein paar Jungs unterwegs, die wirklich weitergeholfen haben anstatt ein pickiertes tztztz in den Raum zu werfen. Die Antworten haben mich sehr weitergebracht und ich habe im letzten halben Jahr immer mal wieder die Antworten durchgeguckt und mich daran orientiert.

Machen wir es so: du überliest diesen Thread, wir beide regen uns übereinander nicht auf und ich hoffe auf ernst gemeinte Tipps, Empfehlungen und Erfahrungen, die andere gemacht haben.
 
Hallo Michele,

Du setzt offenbar auf einen großen, aber bei begrenztem Budget schnell erwerbbaren Haufen günstiger Plössel oder Kellner-Okulare mit kleinem FOV anstatt auf weniger und dafür hochwertigere Okulare.

Die beiden 2" 40mm und 2" 24mm würde ich durch was um 30mm ersetzen und darunter ein ordentliches 20mm, danach was um 13/14mm, dann enger gestaffelt was um 9, 7, 5 (dabei 1mm hin oder her ist auch wurst).

Ich werde demnächst ein TS Paragon 30mm / 69° sowie ein Baader Hyperion Aspheric 36mm / 72° in die Bucht stellen, aber nicht verschenken, da nur eine handvoll mal genutzt und zwischenzeitlich durch ein noch besseres / praktischeres TV 31mm / 82° Nagler T5 ersetzt. Bei Interesse einfach melden, aber ich fürchte, die beiden o.g. 30 bzw. 36mm Okulare sind außerhalb Deines Bdg; das TV 31mm wäre natürlich DIE Empfehlung, aber es kostet trotz TV-Sommeraktion vermutlich mehr als Dein Dobson.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

ich kann mir halt gar nicht vorstellen, wieviel besser teure Okulare sind. Bis vor 5 Tagen kannte ich nur die bei Teleskopen beigelegten. Vor 5 Tagen hat ein Kollege mir dann das 6er ausgeliehen und vorgestern habe ich dann das 15mm geschenkt bekommen. Ich muss sagen, dass ich einfach jetzt schon absolut begeistert bin und mir denke: wenn ich mir preisgünstig erstmal ein Set damit hole, bin ich für längere Zeit bestimmt unheimlich glücklich.

Klar, es ist die preisgünstigste Kategorie, aber die haben doch viel FOV? Gerade das Gesichtsfeld habe ich aber schon gestern bei den Planeten geliebt, vor allem wenn ich an die 6,5mm Plössel Beilage vom ersten Teleskop denke, die gefühlt unscharf 10° zeigte. Die Gold Kanten haben doch 66° oder habe ich da etwas nicht verstanden? Bin verwirrt :D

Wie hoch ist denn der Unterschied zwischen meinen angepeilten preisgünstigen Gold Kanten und nochmal 2-4x teureren? Gleicher Sprung wie von den billig Dingern? Ich vermute mal, dass sich "nur" die Schärfe ändert oder übersehe ich da auch was? Beispiel Saturn: ich konnte gestern die Teilung nicht sehen. Würde ein hochwertigeres Okular da mehr zeigen können? Ich kann diese Unterschiede gar nicht fassen oder bewerten.

Das TS paragon hört sich laut Händler Beschreibung super an. Wenn Ich mir davon das 30mm gebraucht zulegen würde, würde eine 2xbarlow und vllt dann das 6mm preisgünstig eine gute Alternative zu der von mir genannten Staffelung sein? Ich weiß nicht, was ich halt von barlows halten soll. Gefühlt sind sie zu gut um wahr zu sein: preisgünstig die guten Eigenschaften von einem teuren Okular auf andere Brennweiten adaptieren.

Die Zusammenlegung von den hohen Brennweiten auf 30mm hat mir schon sehr geholfen. Die Alternative über das Paragon ist auch super, da ich das Okular bestimmt egal mit welchem öffnungsverhaltnis sehr lange nutzen kann, oder?

Danke dir auf jeden Fall schonmal :))
 
Hallo Michéle,

was ist es denn nun?
In der Überschrift nennst du 200/1200, das ist f/6 und in der Einleitung darunter kommt 150/1200, das ist f/8.
Darauf beziehst Du dich dann wohl auch weiterhin!?

Das müsstest Du zunächst mal klarstellen.

Gruß
*entfernt*
 
Zitat von MicheleC:
Wie hoch ist denn der Unterschied zwischen meinen angepeilten preisgünstigen Gold Kanten und nochmal 2-4x teureren?
Teure Okulare dienen in erster Linie dem Komfort des Beobachters. Noch größere Gesichtsfelder, bessere Randschärfe, Einblickverhalten, Verarbeitung, Innenschwärzung, Glasqualität, um mal die wichtigsten Punkte zu nennen.

Aber rein von der Mittenschärfe sind die meisten Okulare plusminus ein paar Mikroprozent hin oder her gleich gut. Den Saturn beispielsweise sieht man im 9er Plössl genau so gut wie im 9er Nagler. Teils sind hier die einfacher aufgebauten Okulare sogar im Vorteil.

Wenn du mit den Goldkanten zufrieden bist, spricht nichts dagegen noch mehr zu kaufen. Bei f/8 werden sie ihren Dienst tun, bei f/6 und darunter kann man sie aber nicht mehr empfehlen. Da ist der Unterschied zu TeleVue gravierend, muß man gesehen haben.

Was du letztendlich kaufen sollst, mußt du schon selbst entscheiden - da hilft alles nichts. Wenn es da einen Masterplan geben würde, dann hätte ja jeder sie selben Okulare.
 
Hallo Michèle,

zunächst mal würde ich nicht 8mm Opfern, nur um exakt eine besondere Brennweite für Kugelsternhaufen zu treffen. Ich beobachte Kugelhaufen auch gern hoch vergrößert, aber man kann sie auch leicht kaputt vergrößern. Ich würde Kugelsternhaufen eher bei APs von 1,5mm bis 3mm sehen. Daher würde ich wirklich 6mm und 8mm andenken.

Was die Okulartypen angeht:
Im Prinzip macht man mit Goldkanten und Planetarys keinen Fehler. Man kann nicht vorhersagen, ob Du in einiger Zeit doch noch andere Okulare willst. Wenn man mit 10 Jahren Beobachtungserfahrung im geringen Augenabstand eines 6mm Ortho kein Problem sieht, ist das eine andere Situation, als Deine. Daher lässt sich auch schwer etwas dazu sagen. Ähnlich die Goldkanten. Mit der normal verwendeten Vergütung eindeutig solala. Mit Vergütung wie bei den TS-SWM hingegen ganz solide.
So ähnlich sehe ich das mit allem. Beim Übersichtsokular gibt es ja auch diese 80-Euro-Klasse und mir sind da mit der Zeit Exemplare untergekommen, die im Vergleich zu anderen Okularen wirklich die Beobachtungsmöglichkeiten einschränken. Egal, ob das alle tun, oder nur einzelne Exemplare.
Daher würde ich überlegen, ob es Sinn macht, 6 Okulare zu beschaffen, wo doch das Teleskop auch als "Übergang" gesehen wird. Vielleicht mal überlegen, ob nicht eines der Okulare höherwertig sein darf?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Michéle,

zu den Barlows:
Ich bin grundsätzlich weder in der Fotografie noch bei Astronomie ein Freund von Teleextendern oder Barlows. Ich mag "tendenziell perfekte" Festbrennweiten oder Zooms mit geringem Zoomfaktor.
Sven hat auf seiner Seite einiges im Barlow-Umfeld getestet: http://www.svenwienstein.de/HTML/barlow-test.html


Zum TS 30mm Paragon:
Auch wenn ich es verkaufen möchte, weil ich es und mein 36 mm durch das TV 31mm mit IMHO aktuell maximalem FOV ersetzt habe, traue ich mir zu sagen, dass es sich an meinem unkritischeren f7,5 Refraktor gut geschlagen hat.
Vor dem Kauf hatte ich im Netz nicht viel, aber wenn, dann nur positives Feedback von anderen Anwendern gefunden.
 
@Günther: Ups, mist, du hast recht. Ich wünschte ich hätte ein 200/1200, habe aber nur ein 150/1200. Ich finde keine Möglichkeit das abzuändern, muss ich einem Mod Bescheid geben dafür?

@coltrane: Super, vielen lieben Dank, das war die Info, die ich als Vergleich gesucht habe. Auch die Info, dass die Okulare dann für f6 nicht mehr gut geeignet sind, sprich bei diesem Schritt zu 100% ersetzt werden müssen, um nicht die Lust zu verlieren.

@sven: Du hast mich gerade mit der Vergütung neugierig gemacht. Ich dachte eigentlich, dass alle Goldkanten von Omegon, Skywatcher und auch TS Optics baugleich wären (inkl. Vergütung - multi coated). Der Kollege hat z.B. das Omegon 6mm und auf der Verpackung sieht man ganz klar, dass der Skywatcher Aufkleber von dem Omegon überklebt worden ist. Auch ist das Omegon Logo auf dem Okular in einer anderen Farbe als die Schrift. Deutet darauf hin, dass die versch. Hersteller einfach nachträglich ihr entsprechendes Logo draufhauen. Falls dem nicht so ist, brauche ich dringend Erleuchtung.
Um ehrlich zu sein, dachte ich hätten die Goldkanten auch fully multi coated, habe mich aber wohl total verlesen.

Nach wieder etwas Recherche: Dank Peter bin ich nochmal auf deine Seite gegangen und habe den Beitrag hier gefunden: http://www.svenwienstein.de/HTML/goldkanten_mit_fmc.html
Ich hatte ihn auch schon mal gelesen, aber nicht in Gänze verstanden. Jetzt schon. Ich habe direkt mein 15mm + das 6mm vom Kollegen kontrolliert. In der Mitte der Feldlinse zeigen beide ein grün. Je nachdem wie ich sie dann kippe, zeigen sie zum Rand hin erst blau und dann sehr schmal violett. Ich hoffe es ist richtig, dass ich versetzt ins Okular gucken muss, um die Farben zu sehen. Wenn nicht, bitte Bescheid geben. Je nachdem wie ich die Okulare halt kippe, kann ich von violett über blau bis grün alles unterschiedlich stark sehen.
Beide Okulare sind wie schon erwähnt von Omegon. Das 15mm scheint ne viel dunklere Linsenschwärzung zu haben als das 6mm. Das 6mm wurde aber bestimmt schon viel öfters genutzt. Kann es sein, dass dadurch die Linsenschwärung zum Teil einfach schon weg ist?
Fotos kann ich gerne mal reinstellen, falls Interesse besteht. Vllt. auch um deinen Beitrag erweiter zu können Sven.

@Peter: danke für den Link. Auf Svens Seite habe ich auch schon sehr viel durchgelesen und sehr viel gelernt. Hatte mir auch unter http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html die versch. Okularpaletten angeguckt. Da ich immer über Google und Querverlinkungen in den Texten selber auf andere Beiträge gekommen bin, habe ich wohl einiges wichtiges nicht gelesen.
Auch ich habe irgendwie für mich beschlossen, dass Zoom-Okulare oder Barlows nichts für mich sind. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass z.B. ein Seben Zoom Okular 8-24mm mit seinen 57€ gut sein kann. Hinzu ist mir ein großes Gesichtsfeld sehr wichtig. Ich habe hier auch sehr viele interessierte Nachbarn + Bekannte, die von Saturn + Co begeistert waren. Ohne das Gesichtsfeld der Goldkanten wäre für sie eine Beobachtung nicht möglich gewesen, da die Planeten so flott wieder aus dem Bild sind. Ach, alles nicht einfach, jetzt habe ich fast das Bedürfnis mir nochmal Berichte zu Barlows + Zoom Okularen durchzulesen ^^

--

Ich danke euch allen vielmals! Ich hätte mir wohl vorher ein ganzes Set preiswerter Okulare angeschafft. Ich denke ich werde mir jetzt 1-2 preiswerte + ein hochwertiges im höheren Brennwert-Bereich für 2" kaufen (um 24mm oder 30mm rum). Und dann werde ich einfach mit und mit meine Sammlung mit weitere hochwertigen Okularen erweitern. Da ich mir damit keinen Stress mache, werde ich in der Bucht auf die Suche gehen. Vllt. werde ich da dann auch auf Peter treffen ^^
Wenn ihr noch Tipps für die preiswerten habt: gerne her damit. Ob Goldkanten, Barlow oder Zoom ist da noch offen. Bei den Goldkanten warte ich dann sehnsüchtigst auf die Antwort von Sven ^^

Und irgendwann in ganz weiter Ferne werde ich dann auch stolze Besitzerin eines 10" Dobson mit 30mm Nagler sein. Geduld muss man für dieses Hobby sowieso aufbringen :) ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michéle,

okay nun kann man Überlegungen auf eine solide Basis stellen.
6" f/8 vorhanden und die Okulare sollten auch später an einem größeren f/5 Teleskop noch ordentlich abbilden.

Ein 40 mm Okular in 2" Steckmaß liefert mit ~2° größtmögliches Feld bei 5 mm AP und das würde ich in jedem Fall anstreben.
Ich denke, da tut es ein Erfle, also die Hausmarken von TS über Omegon und so oder auch ein Paragon, ein William Swan oder ein Teil von Explore Scientific.
Da würde ich an Deiner Stelle preislich nicht zu hoch greifen, denn wenn später ein f/6 kommt ist das Okular schon nur noch unter sehr dunklem Himmel oder mit Nebelfilter bei 7 mm AP sehr gut und an f/5 ist es nicht mehr sinnvoll einsetzber.

Darunter denkst Du an 24 mm Brennweite, auch da bin ich bei Dir, da haben wir 3 mm AP für die Aufsuche kniffliger (schwacher, kleiner) Objekte aber auch schon die erste Ausvergrößerung für viele Objekte.
Da würde ich an Deiner Stelle auch aber nicht nur im Hinblick auf Zukunftssicherheit schon einen Schwerpunkt auf Qualität und Gesichtsfeld setzen.
Eine recht günstige Möglichkeit bietet z.B. das 24er ES Maxvision mit 82° Eigengisichtsfeld.

Darunter kannst Du durchaus zunächst mit mit den bereits hinreichend besprochenen Gold-/Blaukanten oder auch Planetarys arbeiten, wobei ich im Hinblick auf spätere Möglichkeiten an f/5 eher leichte Vorteile bei den Planetarys sehe.
Natürlich wären auch in dem Bereich größere Gesichtsfelder nett, aber auch entsprechend teurer oder aber es stellt sich wie z.B. bei den ganzen WA-Okularen um 65°/70° an schnelleren Öffnungsverhältnissen als f/6 eine recht deutliche und eben machmal (manche Leute) störende Randunschärfe ein.
Abhilfe schafft da tatsächlich eine gute Barlow und man kann z.B. sehr scharfe Beobachtungen mit einer guten Barlow in Kombination mit guten Orthos oder Plössls machen.
Für Preisbewusste lohnt sich da auch ein Blick auf/durch die Baader Q-Turret Barlow und die Classic-Orthos, auch vorhandene Plössls kann man mal testen.

Gruß
*entfernt*


 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michèle,

Vergütungen lassen sich nur schwer beim Draufsehen beurteilen. Das mit der Farbänderung beim schräg halten, ist normal.
Was die Goldkanten angeht, ist die Unterscheidung wohl am Sichersten anhand dieses Bildes Dokumentiert:
http://www.svenwienstein.de/Pics/Feldlinse15mm.jpg
Das weniger gut vergütete Exemplar ist so eindeutig Lila, während die anderen beiden eindeutig grün sind. Wie diese Dinger gelabelt werden und welche Qualität sie haben, darüber habe ich aktuell keinen Überblick.
Aber im Prinzip: Wenn Du zu besserer Okularqualität tendierst, dann nutze doch die vorhandenen Okulare als "erstmal vorhanden" und kaufe eher dringend fehlende Brennweiten in guter Qualität.

Etwas zu Zoom-Okularen und zum Preis. Ein Okular ist im Prinzip auch teuer durch seinen Bedarf an Linsen. Bei f/8 kann man auch gut mit 4 Linsen im Okular auskommen, wenn man auf guten Augenabstand und großes Gesichtsfeld verzichtet. Ein gut gefertigtes Ortho bildet wirklich hochkarätig ab, was Kontrast und Sternpunkte angeht, bei f/8. Natürlich kann man auch solche Okulare teuer kaufen, siehe TMB Mono. Die letzten paar Prozenzte Abbildungsqualität können durchaus exorbitant Geld kosten.
Bringt mich zum Zoom: Es ist nicht zu billig, um gut abzubilden. Sein Vorteil aber liegt darin, dass man die je nach Bedingungen optimale Vergrößerung einstellen kann. Ein 8-24mm kommt aber nicht in den kritischen Bereich der f/8 Optik. Dazu braucht man drunter dann wieder eine Barlow. Spannend wäre eben ein zum Zoom umgebautes Planetary 8mm - aber da muss man halt schauen, was man als Zoomset noch kriegt, und ob man das will. Die Alternative ist halt, sich in dem Brennweitenbereich (5 bis 8mm) mit mehreren Okularen auszustatten. Im Zweifelsfall setzt man eben doch eine Televue 2x Barlow unter ein Seben Zoom... Optimale Abbildungsqualität gegen optimale Vergrößerung ist abzuwägen. Klar, wenn man die optimale Brennweite als Festbrennweite hat, dann wird die wohl besser abschneiden.

Mal abschließend. Was ich machen würde... für die Planetenbeobachtung würde ich ein 6mm Fujiyama Ortho (baugleich/gleich aufgebaut wie Kasai Hc oder Baader Genuine) nutzen. Auch mit einem alten 5,5mm Plössl Meade Serie 5000 habe ich angenehme Erfahrungen gemacht - das ist wohl etwas besser bezüglich des Augenabstands. Das bedeutet Verzicht auf Weitwinkel und bei allen einen knappen Augenabstand, auch beim Serie 5000. Und ich würde das auf genau die genannten Okulare beziehen. Die aktuelleren Meade HD Plössl mit 6 Linsen kenne ich nicht und die Kasai Classic Orthos sind wieder von der Vergütung her anders, als die Hc. Für Deepsky-Objekte, bei denen Weitwinkel lohnt, würde ich bei Bedarf (nach Erfahrungen mit dem Okular ohne Weitwinkel) dann eben ein weiteres Okular anschaffen.

Clear Skies
Sven
 
Ich denke ich werde jetzt jeden Brennwertbereich einzeln auseinander nehmen + mir die Okulare dort genauer angucken. Ist zwar viel Arbeit, aber so lerne ich denke ich am meisten und kann auch verstehen, wieso das eine Okular besser geeignet ist als das andere. Eure Aussagen zu den Orthos z.B. haben mir erst die Augen geöffnet, dass wenn ich die im kurzbrennweitigen Bereich die Planeten auch wirklich scharf sehen will, nichts an diesen vorbei geht. Da ich hinzu keine Brillenträgerin bin + sagen würde, dass meine Augen sehr sehr gut sind, werde ich auch mit geringen Augenabständen kein Problem haben. Zur Planeten-Show für Nachbarn + Freunde kann ich mir dann ja noch immer ein Bino mit 2x6mm Goldkanten oder Planetarys anschaffen. Für sie wird das schon ein Erlebnis sein.

2" mit Brennweite um die 40mm + Gsf um die 68°

Code:
Name                                   F        Gsf.     PD        Vergütung     Linsenaufbau
William Optics SWAN Okular             40mm     72°      28mm      mc            5/?
Explore Scientific Okular Maxvision    40mm     68°      20mm      mc            6/4
Skywatcher Okular AERO ED              40mm     68°      20mm      fmc           6/4    
TS PARAGON ED                          40mm     69°      20mm      mc            6/4
TS WA38 ERFLE Weitwinkel Okular        38mm     70°      28mm      fmc           ?/?
TS SuperView/GSO SuperView             42mm     60°      variabel  mc/fmc        5/3

Beim Superview fand ich abhängig wo ich geguckt habe versch. Angaben zur Vergütung. Hinzu gehe ich mal davon aus, dass GSO + TS Superview baugleich sind, da die Angaben + Aussehen zu gleich sind. Ich denke mit 60° Gsf fällt es aber wohl raus?

Habe ich mich richtig informiert, wenn in dem Bereich später dann nur noch ein Nagler 31 oder TV Panoptic 41mm wirklich was gutes im hohen Brennweitenbereich unter f6 abbildet? Habe noch was von UWA mit Kommakorrektor gelesen (darf vom Aufbau aber kein Erfle sein), die u.U. mit dem Kommakorrektor gleich abbilden wie ein Nagler ohne.

--

Im Brennweitenbereich um 40mm habe ich als Favorit momentan das Skywatcher Okular AERO ED. Alternative: Die Gebrauchtmärkte für das nächste Jahr im Auge behalten und zuschlagen, wenn eins davon für einen fairen Preis zu haben ist.

--

die weiteren Brennweitenbereiche kommen dann mit und mit. Wenn euch die Fragerei zu weit geht, sagt einfach Bescheid oder ich würde dann versuchen nicht meine ganzen Recherchen + Gedanken hier festzuhalten, sondern nur die endgültigen Ergebnisse. Nur bringen mich eure Erfahrungen + Sichtweisen echt verflucht viel weiter. Fressen bei euch aber natürlich aber auch Zeit ^^


Liebe Grüße
Michèle
 
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Hi,

Du gehst das ganze nun technisch systematisch, aber sehr theoretisch an. Linsenanzahl, Vergütung, Augenabstand, Gesichtsfeld etc. alles wichtig, aber nur Dein eigener Gesamt-Eindruck zählt.
Man findet im Netz auch logischerweise nur unvollständige Tests, bspw. zu Randschärfe und auch die scheinen mir fragwürdig, weil man z.B. nie weiß, welche Bildfeldwölbung genau das verwendete Teleskop selbst, unabhängig vom Okular, produziert hat.
Was man hier noch akzeptieren kann und will ist ebenfalls eine persönliche Entscheidung.

Einen Tick, aber auch wirklich nur einen Tick realistischer wird's mit folgendem Okularrechner:
http://www.sternfreunde-muenster.de/orechner.php

Ich finde diese Seite sehr gut, weil man hier mit einer gewaltigen Okular-Datenbank an sehr unterschiedlichen Beobachtungsobjekten spielen kann.
Aber es ersetzt nicht den eigenen Durchblick, sondern zeigt m.E. nur, was man mit optimaler, eingefrorener Augenposition über dem Okular, sehr großer Öffnung und bei optimalem Himmel, z. B. im Gebirge, sehen kann. Möchte z. B. den kennenlernen, der M31 visuell so sieht... ;)

Den meisten Nutzen hatte ich bei diesem Okularrechner hinsichtlich FOV-Überlegungen.

Fazit: Selber durchsehen bei Teleskoptreffen, Vereinen, Freunden etc., wenn man nicht blind kaufen will.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michele,

Bei den gängigen 38mm Erfles von TS, Omegon etc. machst du in dem Brennweitenbereich deines Teleskopes m.E. nichts verkehrt. Da würde ich, weil ich aufs Geld achte, einfach mal in der Bucht oder so schauen ob sich da was anbietet. Wenn du mal irgendwann auf 12 Zoll f/5 gehst, ist das Oku eh nicht mehr sinnvoll zu gebrauchen.

Darüber hinaus ist es tatsächlich schwierig zu sagen. Ich persönlich habe ein Omegon Planetary LE 6mm, komme damit aber nicht gut zurecht, wohl weil der Augenabstand ziemlich genau stimmen muss. Einfache Erfles sagen mir dagegen besser zu, zumindest für Deep Sky. Für andere Leute ist da aber der relativ geringe Augenabstand bei kleineren Okularbrennweiten ein K.O.-Kriterium.

Auch ein älteres Vixen Ortho 6mm habe ich letztens völlig überraschend in meiner Sammlung gefunden. Das GF beträgt da aber nur etwa 40 Grad, und da ist mir das häufige Geschubse am manuell nachgeführten Dobson zu nervig, auch wenn die Abbildung am Planeten top ist. Sowas muss man halt selbst rausfinden und für sich entscheiden.

CU
Klaus
 
Habe mich jetzt ein paar Tage nicht gemeldet, heißt aber nicht, dass das Thema aus der Welt ist ^^

Ich habe deinen Rat berücksichtigt Peter und bin zur örtlichen Sternwarte gegangen. Leider beobachten die Jungs dort nur recht unregelmäßig zusammen, so dass das Reingucken durch andere Okulare recht schwer fällt. Die Zeit ist halt momentan auch nicht so optimal: Spät dunkel und dazu auch noch so gut wie nie mal mehr als 10 Minuten wolkenfreie Sicht. So werde ich wohl erstmal blind kaufen müssen + dann entscheiden, ob mir der Augenabstand z.B. zu klein ist oder ich damit leben kann.

@Klaus: Danke dir, bei den hohen Brennweitenbereichen bin ich auch schon zu diesem Entschluss gekommen. Was ich jetzt kaufe, werde ich später halt nicht mehr nutzen können. Lässt sich aber nicht vermeiden bei dem Budget.

--

Nun aber zu den Okularen mit geringen Brennweitenbereich. Da ist die Auswahl wohl einiges größer als bei großen Brennweiten. So wie ich es sehe, habe ich diese Möglichkeiten:

- Orthos
- Goldkanten oder ähnliches mit großem Gesichtsfeld
- Planetarys mit angenehmen Augenabstand, aber was weniger Gsf
- Zoomsets
- Plössl oder andere mit höherer Brennweite, zwingend kombiniert mit einer guten Barlow


O1: Wieso gibt es Orthos auch in höheren Brennweiten? Ich dachte sie wären gerade für Planeten optimal -> geringe Brennweiten. Trotzdem haben viele auch 16mm oder 24mm Orthos. Was übersehe ich?

O2: Wieso gibts in dem geringen Brennweitenbereich keine Zoomokulare mehr? Man liest überall immer von den Speer Walers, die aber nicht mehr hergestellt werden und auch in der Bucht so gut wie nie oder sehr teuer zu finden sind. Bei den Zoomsets bin ich mir nicht sicher. Finde die Idee dahinter super, würde aber gerne versch. Okulare dort reinklemmen können. So wie ich es gelesen habe, ist ein Zoomset auf ein Okular ausgelegt. Ich kann das ganze dann noch mit einer Barlow kombinieren, aber ich könnte z.B. nicht eine Goldkante, dann ein Ortho und dann ein Planetary damit nutzen?

O3: So wie ich es lese, sind die Okulare mit den besten Eigenschaften im geringen Brennweitenbereich + schnellen Teleskopen Okulare, die man mit guten Barlows kombiniert. Gibt es echt keine einzigen Okulare, die direkt im geringen Brennweitenbereich das gleiche leisten können?
Für mich ist es schwer zu fassen, wie sich Augenabstand, Gsf., Abbildung usw. zusammen mit einer Barlow verhalten. Dazu noch Begriffe wie Asti, Kidney-Beaning, Transmission ... gibt es da irgendwas, wo man sich einlesen kann bzw. auch anhand von Fotos sehen kann, was was ist und wie man sein Okular am besten darauf testen kann?


Zu den Okularen im Brennbereich <10mm. Als Vertreter habe ich mal 5/6mm genommen.

Code:
Name                                   F        Gsf.     PD        Vergütung     Linsenaufbau     Kosten
Takahashi LE                           5mm      52°      10mm      ?             5/3 Erfle        ab 200€     
Circle T Volcano top                   5mm      ?        ?         ?             4/2 Ortho        nur gebraucht
Baader Genuine Ortho                   6mm      ?        ?         ?             4/2 Ortho        nur gebraucht
Baader Classic Ortho                   6mm      52°      5mm       mc            4/2 Ortho        65€
Fujiyama HD-OR                         5mm      42°      4mm       fmc           4/2 Ortho        um die 100€
Meade Serie 5000 UWA                   5.5mm    82°      13.2mm    mc            7/?              um die 190€
Omegon/Skywatcher/TS UWA               6mm      66°      14.8mm    mc/fmc?       7/?              59€
Planetary HR                           5mm      58°      16mm      fmc           6/?              69€

Außerhalb meines Budgets:
TMB Supermonocentric (nur gebraucht)
Pentax XO (nur gebraucht)


Ich tendiere zu den Baader Classic Orthos.

Gegen Takahashi LE spricht der Preis. Soweit ich gelesen habe, sind Circle T Volcano top, Baader Genuine Ortho + Fujiyama HD-OR alle sehr nah beianander bis baugleich. Ich denke aber, dass die 10° mehr Gesichtsfeld bei den Classics sich beim Dobson einfach auszahlen werden. Hinzu waren die Tests + Erfahrungsberichte von den Classics sehr positiv.

Mit folgendem BCO + Barlow Setup würde ich folgende Brennweiten abdecken können:
Baader Q-Barlow Linse (1.3x/2.25x)
Baader Classic Ortho 6mm
Baader Classic Ortho 10mm
Brennweiten: 2.6 (nicht effektiv nutzbar), 4.4, 4.6, 6, 7.7, 10

Mit der Barlow bin ich mir aber noch recht unsicher. Zum einen habe ich bisher nicht viel über die Quali gelesen, zum anderen weiß ich nicht, ob ich nicht mit einzelnen Okularen glücklicher würde. Ach, alles nicht so einfach ... Ich denke ich werde mir ein BCO 6mm und ein Planetary HR 4mm kaufen. Das Omegon 6mm UWA habe ich ja noch von dem Kollegen ausgeliehen. Anhand der 3 Okulare werde ich dann denke ich entscheiden können, was mir vom Augenabstand usw. am meisten zusagt und mich in anderen Brennweitenbereichen dann entsprechend verstärken.


 
Hallo Michele,

Orthos gibt's auch in 24mm und sogar 30mm weil es auch Teleskope mir viel grösseren Öffnungsverhältnissen und auch grösseren Brennweiten gibt. Dadurch dass der Augenabstand bei ihnen proportional zur Brennweite ist werden diese auch von manchen Leuten mit einer Barlow verwendet, um einen komfortablen Einblick zu bekommen.
Das Takahashi LE ist übrigens kein Erfle! Es hat zwar 5 Linsen in drei Gruppen, aber Augenabstand, Schärfe, Kontrast etc. stimmen überhaupt nicht überein.
Dass man im Bereich von 5mm nur mit einer guten Barlow gute Ergebnisse erhält halte ich für ein Gerücht. Ein Beispiel ist z.B dass Takahashi LE, aber auch andere Okulare von Pentax, Televue, etc. je nach Vorlieben.

Viele Grüße,
Marcus
 
Hallo Michéle,

es ist sicher eine brauchbare Idee, ein 6er Ortho herzunehmen und sich das mal im Vergleich zur 6er Goldkante anzuschauen.

Das kann man auch unter Verwendung einer Barlow tun und so die Möglichkeiten erweitern. Wenn ich aber mal von der 2,25/1,3er Q-Turret ausgehe sehe ich am f/8 Teleskop aber ein 10er oder 9er, ja sogar auch ein 12,5er Ortho als besser gesetzt an, da die erreichbaren Brennweiten seeing- und fernrohrbedingt DEUTLICH öfter und entsprechend gewinnbringender an mehr Objekten eingesetzt werden können.
Ein kleiner Trick zur Steigerung des Barlowfaktors hilft nioch zusätzlich, denn wenn man das Okular nicht bis zum Anschlag in die Okularaufnahme steckt, sondern bis zu 1cm oberhalb klemmt (die leichten Okulare und die 2 cm lange Steckhülse erlauben das, hat man nochmal einen kleinen Bonus, so etwa (Barlow)Faktor 2,6 (grobe Schätzung, nicht gemessen).

Die Möglichkeiten von komplexen Weitwinkelokularen wie du sie auch listest würde ich mir an Deiner Stelle zunächst im mittleren Brennweitenbereich ansehen.
Je nach dem, mit welchem Okular, mit welcher Brennweite du also für Aufsuche und Übersicht einsteigst, wäre der Bereich um 11 - 18 mm Okularbrennweite anzudenken.
Einen recht brauchbare Brennweitenschlüssel bietet die Drittelung, also z.B.:

40, 26, 17, 12, 8, 6, 4

Man muss nicht dran kleben, wenn z.B. ein 24er Okular aufs 40er folgt tut das nichts viel zur Sache, aber dann tendiert man im nächsten Schritt eher zum 14er oder 15er als zum 20er Okular. Zu den ganz hohen Vergrößerungen hin und zu den hohen Vergrößerungen hin kann man langfristig auch enger staffeln oder (wie ich) auf Zoomlösungen setzen.

So ein 82° Okular mit z.B. 14 mm Brennweite wäre für höhere DS-Vergrößerungen an Deinem Teleskop eine feine Sache und wieder bietet sich der Vergleich zu verhandener Ausstattung an. Außerdem ist es ja nicht verboten, da auch mal die Barlow drunter zu setzen und sich den Vergleich mit Orthos und Goldkanten anzuschauen.

Langsam, Schritt für Schritt angegangen, findest Du so sicher Deinen Ansprüchen entsprechende Ausstattung, ohne zu viel Geld zu versemmeln.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mich länger nicht mehr gemeldet, da ich für die Entscheidung einfach noch etwas Zeit brauchte + mich weiter in sehr viele Sachen eingelesen habe (Testberichte Okulare, Barlows, Komakorrektor, ...).

Es wird jetzt die von Günther am Ende genannte Lösung mit dem 14mm ES 82°. Dieses Okular ist wohl langfristig einfach eine sehr gute Wahl. Die 15mm Goldkante, die ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, geht dann zurück.

Bei den geringen Brennweiten werde ich erstmal mit 14mm + preiswerten 2x Barlow arbeiten sowie mir das Okular vom Kollegen ausleihen. Bei Sterntreffen versuche ich dann durch so viele Okulare wie möglich zu gucken + wenn wieder was Geld zur Verfügung steht, wird dann erweitert :)

Ich muss aber sagen, dass ich mich recht stark in die 82° Okular von ES verguckt habe. Ich liebe einfach Preis/Leistungssieger ;)
In dem Bereich der Planentebeobachtung will ich aber auch auf jeden Fall mal Orthos ausprobieren. Sprich komme ich mit denen zurecht + bieten sie mir einen ausreichenden Mehrwert im Austausch zu entsprechendem Komfort.

Wie schon erwähnt: Ihr habt mir alle unheimlich weiter geholfen! Vielen vielen vielen lieben Dank! In den letzten Wochen habe ich mir eure Antworten immer wieder durchgelesen, Okular-Staffelungen und Aufstellungen gemacht und Erfahrungsberichte durchgelesen. Von jemand, der eher verzweifelt anhand der Fülle an Okularen und Möglichkeiten war und auch nicht einschätzen konnte, was mir jetzt wieviel wert sein sollte auch in Hinsicht auf zukünftige Teleskope, weiß ich jetzt, was meine nächsten Schritte sind und was ich gerne ausprobieren will oder für später ins Auge fasse.

Danke!
 
Hallo Michéle,

nundenn, dann geh das mal so an.

Eigentlich hatte ich das von der Abfolge her anders erwartet, da Du auf die hohen Vergrößerungen hinaus woltest und entsprechend argumentiert.

Ein Ortho, ein Plössl oder somst irgendein einfach aufgebautes Okular ist immer problemlos mit einer guten, passenden Barlow zu kombinieren.

Was für eine Barlow wird es oder ist es denn?

Bei komplizierteren Okularen, also z.B. den ES WW-Okularen mit 82° Feld ist bereits eine Barlow oder ein entsprechendes Negarivelement im Design eingerechnet, also im Okular verbaut und meistens auch gut sichtbar in der Steckhülse zu finden.
Hier kann der Einsatz einer zweiten Barlow vor dieser Barlow durchaus zu deutlichen Einbußen führen, selbst wenn es sich um eine hochwertige Barlow handelt. Das muss nicht sein, das kann sein.
Ob das gut oder schlecht ist wirst Du aber in den meisten Fällen erst sehen, wenn Du den direkten Vergleich mit einem Okular bekannt guter Qualität bei gleicher Brennweite am gleichen Gerät hast.
Es sollte also schon ein wenig besser als bei der 6er Goldkante werden.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

ich hatte noch überlegt, ob ich meine letzte Überlegung, die den Ausschlag gegeben hat, noch reinschreiben soll ^^

Hatte in der Tat zu Anfang auch den Fokus auf Planetenokulare/geringen Brennweitenbereich gelegt. Dadurch, dass Saturn + Mars mittlerweile für mich von der Terasse aus hinter dem Nachbarhaus verschwunden sind, werde ich die Planetenokulare aber auf Weihnachten verschieben.

Ich kann - um die beiden nochmal rein zu bekommen - durchaus noch eine Etage runter + einmal ums Haus mit dem Teleskop wandern. Aber das Wetter gibt mit seiner fast ununterbrochenen Wolkendecke hier bei uns zumindest nicht viel her, auch nicht auf die nächsten 2-3 Wochen. Saturn und auch Jupiter hatte ich diesen Sommer ein paar mal gut drin, seit ungefähr 3 Wochen war da aber nicht mehr viel zu machen.

Ehrlich gesagt freue ich mich aber auch drauf nochmal ein paar DS Objekte zu suchen + finden. Das Suchen macht mir schon sehr viel Spaß.

Wegen der Barlow: Hatte da wirklich an eine sehr preiswerte gedacht. fmc und apochromatisch aus China. Hab die hier zulande bisher so nicht gesehen, kostet nur 12€ inkl. Versand und wollte es einfach mal ausprobieren dort zu bestellen.

 
Hallo Michéle,

tus nicht.
Wenn es daran hängt vergiss lieber die Barlowidee.
Das sind "nur" 10 Euro aber das Beste an ihnen wäre für Dich(!) wenn damit nur noch 40 Euro zu was Gescheitem fehlen.

Ich kenne solche Teile, das ist nicht das was Dich weiter bringt und selbst die Teile fürs doppelte Geld haben eine sensationelle Serienstreuung.

Die schon mal angesprochene Q-Turret kenne ich und sie ist m.E. okay, fürs Geld sogar sehr gut, besser als manchmal für die gleiches oder mehr Geld aufgerufen wird. Ich kenne zudem noch mindestens einen langjährigen Hobbyastronomen der sie unabhängig von mir auch gut beurteilt hat. Dazu hat sie noch den Vorteil variabel zu sein.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
hm, ich muss sagen, dass ich die Baader Q-Turret Barlow preislich anders in Erinnerung hatte. Dachte die läge irgendwo bei 80€ oder sogar noch höher.

10,7mm und 6,22mm bekäme ich dann raus und hätte natürlich direkt 2 Vergrößerungen. Okay, dann wird die in 1-2 Monaten geordert :)

Gegen einen Justierlaser aus China spricht dann aber nichts, oder? Weil die sind jetzt laut Hörensagen in dem Preissegment alle gleich, haben nur alle andere Aufkleber drauf und müssen erstmal selber justiert werden. Denke ich aber, dass ich hinbekomme :)
 
Hallo Michéle,

um jedenr Irrtum auszuschließen:
Es handelt sich um diese Barlow

Baader Q-Turret

Die Bilder zeigen, wie das Teil für beide Verwendungen aussieht.
Das Einschrauben des unteren Elemets solo, also für Faktor 1,3, in die Steckhülse eines Okulars funktioniert nur, wenn in dieser Steckhülse nicht schon ein okularseitiges Barlowelement eingebaut und damit im Weg ist.

Das funktioniert also nur mit Ortho und Co oder Du brauchst ein Zwischenadapter wie es z.B. bei der Baader Hypwerion Barlow, zu der Du auch auf der verlinkten Seite kommen kannst (hochscrollen) vorhanden ist. Damit verändert sich allerdings wieder der Barlowfaktor (anderer Abstand zum Okular, anderer Faktor).
Ob das so machbar ist, ob man so was kaufen kann, kann man dir sicher bei Baader sagen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich habe eine wilde Mischung in meinem Okularkoffer, über die Jahre größtenteils gebraucht zusammengekauft. Meine Teleskope sind ein 4" Refraktor mit f/10 und ein 8" Newton mit f/6. Einige Okulare haben sich da inzwischen als besonders nützlich erwiesen:
Das 2" 32mm TS Erfle (liebevoll Handgranate genannt) zum Auffinden und zum einfach eintauchen. Gutes Sichtfeld. Etwas Koma am Rand, aber das fällt nur auf wenn man bewusst drauf achtet.
Ein 15mm "Wide Angle Eyepiece" mit gelber Beschriftung. Keine Ahnung mehr wo ich das her hab. Ist aber gut vergütet und bietet an beiden Teleskopen ein scharfes Feld.
Ein TS Super Plössl 12mm. Der beste Kontrast von allen Okularen aus meinem Koffer. Die Vergrößerung die es mir bietet ist mit ca. 100 schon das Maximum was hier bei mir im Keller der Atmosphäre sinnvoll ist.
Wenn ich doch mal etwas mehr Vergrößerung brauche dann pack ich die TS 2,5x Barlow aus und kombiniere sie mit dem Plössl oder einem TS WA 20mm, das sonst aufgrund seiner Nähe zum 32mm und 15mm meist im Koffer bleibt.

Ich habe dann noch ein Astro Professional Zoom 7,5 - 22,5mm, das ich immer mal wieder aus dem Koffer hole, 2x von Anschlag zu Anschlag drehe und dann doch wieder eine Festbrennweite reinstecke. Weil ich zB. mit dem 12mm Plössl immer mehr sehe als mit dem Zoom, egal in welcher Stufe.
Dann ist da noch ein ED 9,5mm, gebraucht gekauft. Bringt keinen großen sichtbaren Vorteil gegenüber dem Plössl. Zumindest zeigt es manchmal minimal mehr Details aufgrund der etwas höheren Vergrößerung, ohne an Schärfe zu verlieren. Hat aber eine fiesen (Augen?)-Reflex in der Mitte beim Betrachten heller Objekte - wofür es ja eigentlich gedacht ist. Und ein fieses Einblickverhalten. Wer das Ding nicht kennt sieht da meist erst mal gar nichts.
Zwei Planetarys, ein altes 6mm und ein neu gekauftes 3,2mm nutze ich kaum. Das 6mm geht noch, ist aber durch die Barlow-Kombis obsolet geworden. Das 3,2er war ein glatter Fehlkauf. Übervergrößerung geht auf 54m über NN praktisch nie.

Manchmal hole ich sogar ein 30mm und 10mm Plössl raus, die mal ein Seben-Beipack waren. Zur Beobachtung kleiner Objekte in Kombination mit der Barlow sind die sehr gut. Das 30mm plus Barlow kommt auf die selbe Brennweite wie das 12mm Super Plössl. Trotzdem ist das Bild etwas anders. Minimal kontrastreicher.

Mein Fazit zum Thema Okulare ist, daß weniger oft mehr ist. Einfachere Linsenkombis machen meist bessere Bilder. Das mag sich ändern, wenn man für ein Okular mehrere 100€ ausgibt. So viele optische Flächen kosten halt, wenn sie präzise sein sollen.

Wenn ich von vorne anfangen würde und dabei kein Geld zum Fenster rausschmeissen will dann wären folgende Okulare in meinem Koffer:

2" 32mm Weitwinkel
15mm Weitwinkel
20mm Super Plössl
12mm Super Plössl
2,5x Barlow

Gruß Andreas
 
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ich würde auf die Verwendung von Barlowlinsen beim visuellen beobachten verzichten. Auch wenn man dadurcg zunächst Kosten spart, stellt man bei der Abbildungsqualität Verluste fest. Es sind dann einfach mehr Glaswege und reflektierende Flächen im Strahlengang. Auch Zoom Okulare haben diesen Nachteil.

Beste Ergebnisse erreicht man schon mit orthoskopischen oder Super Plössl und Erfle Okularen, natürlich mit eingeschränktem Gesichtsfeld.

Wenn der Geldbeutel es zulässt, ist für Übersichtsbeobachtung ein 35 mm Panoptic von Tele Vue ein Top Okular. Vor kurzem konnte ich ein älteres Tele Vue Wide Field Erfle bekommen, das ist sehr hell und hat ein scharfes Bild mit ordentlichem Gesichtsfeld.
 
Ob ich nun eine gute Apo-Barlow mit einem Plössl oder Super-Plössl kombiniere oder zB. ein Planetary mit eingebautem Barlow-Element nutze ist von der Glasmasse vor dem Auge her kein großer Unterschied. Nur daß erstere Kombi unterm Strich mehr leistet.
Ist ja auch logisch. Im 70€-Okular kann keine 75€ Barlow eingebaut sein. Da muss eine Minilinse ohne geschwärzte Ränder reichen.
Wie gesagt, je länger ich rumexperimentiere, umso mehr mag ich relativ einfache Okulare. Nur ein 6mm Plössl ist vom Einblick her schon etwas kritisch. Da kommt dann die Barlow gerade Recht.
Ich hab das Ding früher auch nicht gemocht. Mein erster Kontakt damit war das Plasterohr, das bei meinem Seben Lichteimer dabei war. Das war natürlich absoluter Mist. Dann hab ich mir gebraucht für eine 20er eine "richtige" 2x zugelegt. Die hat zwar das Bild nicht bis zur Unkenntlichkeit zermatscht, aber der Gewinn durch die Vergrößerung wurde durch Kontrastverlust gleich wieder aufgefressen.
Ich war dann immer noch neugierig, auch weil viele alte Hasen hier immer wieder eine Barlow empfehlen. Und so blind können die alle ja nicht sein.
Also hab ich nochmal bestellt, diesmal og. 2,5x von TS für 75€. Und die ist jetzt gut genug für meine Instrumente und Beobachtungsbedingungen.

Ich denke inzwischen sogar, daß die Barlow ruhig das teuerste Teil im Okularkoffer sein darf. Sie spart einem den Kauf mehrerer Okulare bzw. ermöglicht es gutmütige Okulare mit längeren Brennweiten auch für höhere Vergrößerungen zu nutzen. Noch 3 Okulare oder eine Barlow? Einfache Entscheidung.

Natürlich nur solange man aufs Geld achten muss.
Wenn nicht dann bitte 6 Weitwinkel-Okulare zwischen 32 und 6mm plus 3 Orthos um 7mm plus ne Handvoll Super-Plössl.
 
Hallo astrofan,

Deine Formulierung ist da recht allgemein und wie meist, wenn man etwas grundsätzlich ablehnt, zu allgemein.
Deine Erfahrungen mit Erfle-Okularen teile ich grundsätzlich nicht.

Was die Verwendung von Ortho und Superplössl angeht: Das können alle möglichen Okulare sein und es gibt auch wirklich schlechte Okulare mit diesem Aufdruck. Was Du meinst, könnten gut verarbeitete Abbe Orthos mit FMC Coating sein, die man jahrelang hauptsächlich als Kasai Hc oder Baader Genuine hat kaufen können, die aber auch als University Hd und neu als Fujiyama Orthos vertrieben werden. Wann immer ich vergleichen konnte, wurden sie von TMB Mono und Pentax XO in den Schatten gestellt, wobei es dabei schon um Nuancen geht. Der Abstand zu Kasai classic, bei denen eben der FMC-Zusatz fehlt, ist deutlicher.
Betrachtet man nun den Linsenaufbau der Pentax XO, straft das die Linsenzählerei bass Lügen.

Weiter muss ich bei derartigen Okularen (die Eudias von Baader und noch weitere Marken können auch sehr überzeugen) dennoch einschränken: Das Öffnungsverhältnis darf für das Okular nicht zu groß sein. Im allgemeinen erweist sich f/6 diesbezüglich als unkritisch, obschon man in der Literatur schon Hinweise dahingehend findet, dass nicht alle dieser Okulardesigns bei f/6 noch 100% abliefern. Bei f/10 sind sie problemlos nutzbar und ab f/8 beginnt das ganze je nach Glassorte und Design. Bei f/5 fällt es dann in manchen Fällen auf und bei f/4 wird es durchaus deutlich. Wird nun eine auch für f/4 gerechnete Barlow kombiniert, so bekommt im Falle einer 3x Barlow etwas ähnliches wie f/12 ins Okular, womit es weit besser klar kommt. Weiter können Barlows wie die Gerd Düring Barlow das beugungsbegrenzte Gesichtsfeld großer, schneller Newtons vergrößern, die sie komakompensierend sind. Das tun nicht alle Barlows. Bekannt sind aber die GD und die beiden Klee Barlows. Da Koma vor allem bei schnellen Newtons stört, sind diese Barlows dann eben auch einem f/4 Newton gewachsen. Mit einfach aufgebauten Barlows kann man hingegen auch recht gräusliche Erfahrungen machen!

Hier ist zu dem Thema Lesefutter: http://www.svenwienstein.de/HTML/barlow-test.html

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