OMC140 (orion.uk) vs Intes Maksutovs

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Tag Leute !

Möchte mir ein kleines aber feines und sehr transportables Sonne-Mond-Planeten Gerät zulegen.
Nach einigem Suchen bin ich auf die 5"-6" Maks verfallen.

Auf der anfänglichen Liste waren das
Intes MK66(6" f12, 6.5kg),
Intes MK67(6" f12, 4.5kg),
Alter M500(5" f10, 3.3 kg),
Alter M603(6" f10, 6.0kg),
Alter M703(7" f10 7.0kg),
OMC140(5.5" f15, 3.5kg),
ETX125(5" f12), und
TravelMax127(5" f12 4.0kg) drauf.

Montieren würde ich das Mak vermutlich auf einer GP.

Ich möchte einen BinoAdapter verwenden können, daher fällt das MK67 aus, wegen zu kurzem Fokusierweg.
Das MK66, M603, M703 and MN66 wiegen alle mehr als 6.0kg (das M703 ist auch etwas teuer), fallen also zunächst auch mal weg.
Das MN61 hat eine etwas kurze Brennweite, fällt also auch mal weg.
Das ETX125 hat zwar diese nette kleine vollelektronische Montierung, aber mir kommt vor eine GP ist doch etwas universeller einsetzbar.

Bleiben also das M500, das OMC140, und das TravelMax127. Die wiegen alle weniger als 4kg (die Optik).

Soweit so gut.
Hab ich irgendwelche Geräte vergessen die ebenfalls in diesem Zusammenhang in Frage kommen würden ?

Und jetzt zum Entscheidenden:
Hat jemand Erfahrungen mit diesen Maks, vor allem mit dem OMC140, M500 und TravelMax127 ?
Oder sollte ich mich doch besser für ein MK66 oder M603 entscheiden ?

Was mich auch noch interessieren würde:
Kann man an diesen Maks einen z.B. 0.5x brennweitenreduzierer visuell verwenden ?

Gruß
Thomas
 
Hallo,

wo liegt dein Problem der Gewichtsbeschränkung bei der
GP, die trägt doch locker 8 kg (bei kurzbauendem System)

Ich hatte auf der GP sowohl ein C8 als auch ein MK 66,
beides hat die GP locker verkraftet, null Problemo...
(natürlich nicht beide zusammen :-))

mfg
Werner
 
Hallo!

Das MK66, M603, M703 and MN66 wiegen alle mehr als 6.0kg (das M703 ist auch etwas teuer), fallen also zunächst auch mal weg.
Warum ist das zu schwer? Die Maks sind für eine GP auf keinen Fall zu schwer. Wenn das Stativ stabil ist, sind die 6"-Maks perfekt auf einer GP montiert. Sogar das M703 ist noch gut montiert (stabiles Stativ vorausgesetzt).

Vorteile des M603 gegenüber dem MK66 meiner Meinung nach:
-- Blenden im Tubus (kann aber auch ein Nachteil sein, s.u.)
-- bessere Fokussierung: garantiert shiftingfrei aufgrund des Getriebes, in beiden Fokusrichtungen gleich leichtgängig
-- Griff ist besser
-- höhere Reflektivität der Spiegel

Nachteile des M603 gegenüber dem MK66:
-- standardmäßig keine Taukappe dabei
-- geringere Brennweite (Planeten)
-- sieht etwas unmoderner aus
-- viel unsinniges Zubehör dabei für den Nicht-Anfänger

Die Intes-Sucher sind schlecht und der Zenitspiegel gefällt mir auch nicht besonders.
Solltest Du Dir ein Intes/Micro kaufen, dann rate ich Dir, so wenig Zubehör wie möglich mitkaufen und dieses durch einzeln nachgekaufte Teile zu ersetzen.

Wegen des Fokalreducers hatte ich mich hier auch mal erkundigt. Das Fazit war, daß er nicht geeignet ist, um das maximale wahre Gesichtsfeld zu vergrößern; man kann damit also keinen Richfielder aus dem Gerät machen, weil dann Abschattung eintritt.

Vom OMC gibts auch eine Deluxe-Variante, die optisch eine ganze Stufe besser sein soll bei nur rund 150.- Aufpreis.
Nähere Infos: www.orionoptics.co.uk

Das OMC hat einen asphärischen Hauptspiegel, die Intes sollen sphärische Hauptspiegel haben. Orion wirbt, dass die asph. eine bessere Abbildung als sph. liefern, obs stimmt weiß ich nicht. Auf jeden Fall sind die sph. billiger in der Herstellung.

Daß der OMC keine Blenden hat sehe ich nicht als Nachteil an, wahrscheinlich ist es sogar ein Vorteil.
Grund: Man kann den Tubus mit Velourfolie oder Filz auskleiden. Dadurch wird angeblich das Tubusseeing erheblich reduziert. Dann dürfte auch die Streulichtunterdrückung gleichwertig sein. Bei dem verblendeten Tubus ist ein Einkleben von Velourfolie zumindest sehr umständlich, wenn nicht sogar unmöglich, zumal die Blenden zwecks Wärmeisolierung mit zugeklebt werden müßten.

Egal welches Scope Du Dir kaufst, auf jeden Fall das Teleskop nach dem Kauf gründlich prüfen: Sichtprüfung aller optischen Flächen (Fangspiegel nicht vergessen, sieht man als Reflektion auf dem Hauptspiegel) und Sterntest.


Gruß Harald
 
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Hallo,

ich denke mit 6kg "zu schwer" meint er nicht zu schwer für die Montierung, sondern für den Transport (z.B. zum Beobachtungsort). Er hatte ja geschrieben, dass ihm die Transportabilität sehr wichtig bei der Auswahl ist.

Gruss,

Luis
 
hallo thomas,

ich würde auf jeden fall das Alter M500
nehmen, denn nur dieses kann man mit
fertig eingebautem lüfter bestellen.

die MAK's brauchen eben lange zum auskühlen.

beim OMC140 kannst du im winter bei sagen
wir -5°C gut 2 stunden warten bis die
abbildung planetentauglich ist.

außerdem hat das M500 von allen
herstellern die beste qualität.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Für das OMC gibt es einen Lüfter zum nachrüsten. Der scheint dem Foto nach zu urteilen in den OAZ gesteckt zu werden.

Das M500 ist mechanisch sicher erste Wahl, ist das optisch aber auch so?
Das OMC140 hat in der Deluxe Variante mind Lambda/6 ptv, rms von mind. Lambda/28 und eine Reflektivität von 96-97%. Damit dürfte es einem Standard-Intes-Micro zumindest ebenbürtig sein, wahrscheinlich ist es sogar besser.

Ich würde gerne wissen, wie sich der asphärische HS des OMC 140 gegenüber dem sphärischen HS der Russenteile bemerkbar macht.


Gruß Harald
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo harald,

den lüfter vom OMC kenne ich nicht, aber ein
im OAZ platzierter lüfter hat den nachteil,
daß man eben nicht gleichzeitig lüften und
beobachten kann.

die qualität von Intes-Micro ist standardmäßig
ebenfalls bei 0.96strehl und 1/6pv, eher
aber über 1/30rms.

den vorteil des asphärischen hauptspiegels
würde ich auch gerne wissen, rein fertigungstechnisch
ist sowas auf jeden fall viel aufwändiger
und auch fehleranfälliger als ein sphärischer
spiegel.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
hallo !

vielleicht hilft das ein Stück weiter ?
Orion Starmax (manchmal auch "Apex") = Skywatcher Travelmax

Die Artikel kosten online leider Geld, im
Bahnhofsbuchhandel vielleicht weniger *blätterblätter*


Grüße

Uwe
 
Hab was von der orionoptics-HP kopiert:

" The majority of Maksutovs made today have all spherical surfaces. Designs utilising all spherical surfaces which use a small section of the reverse side of the corrector as the secondary mirror, CANNOT and WILL NOT produce images as good as an Aspheric system as in the OMC-140. The reason they are made and left spherical is to enable them to be mass-produced on simple polishing machines. In the OMC-140, all surfaces are Laser Interferometer tested and hand figured to achieve optimum image quality. Particular attention is taken with the primary which has a strong aspheric curve introduced by our skilled opticians in our workshops. "

Ich fasse das mal kurz zusammen:
[*]rein sphärische Systeme können nicht und werden nicht so gute Bilder liefern, wie das asphärische System des OMC 140
[*]sphärische Systemen sind günstiger in der Produktion, aber optisch schlechter
[*]alle optischen Flächen des OMC 140 sind handretuschiert und mit einem Laser-Intererometer getestet

Orion würde sich sicher zu weit aus dem Fenster lehnen und schon Abmahnungen erhalte haben, wenn das alles Unfug wäre, denn das sind doch deutliche Worte - auch an die Konkurrenz gerichtet.
Insbesondere der Hinweis auf die Handretuschierung finde ich interessant; das läßt auf eine hohe Qualität trotz der komplexen asphärischen Form schließen.

Auch kann man sich fragen, warum Orion nicht den leichten Weg geht und sphärische Flächen in deren OMCs einbaut.
Dann könnte Orion wahrscheinlich günstiger produzieren und noch konkurrenzfähiger sein.
Irgendeinen Vorteil werden die asphärischen Flächen in optischer/qualitativer Hinsicht also haben.


Gruß Harald
 
Hallo,

> Ich fasse das mal kurz zusammen:
> rein sphärische Systeme können nicht und werden nicht so
> gute Bilder liefern, wie das asphärische System des OMC 140

Das hast du allerdings nur *fast* richtig zusammengefasst. Der Text sagt aus, dass rein sphärische Systeme, deren Sekundärspiegel nur ein aufgedampfter Fleck auf der Rückseite des Maksutov-Korrektors sind, keine so gute Abbildungsleistung liefern können als ein asphärisches System. Dieser Punkt trifft aber auf alle genannten Intes und Intes Micro Maksutov-Cassegrains *nicht* zu, da diese einen separaten Sekundärspiegel mit demzufolge einem weiteren Freiheitsgrad im optischen Design haben.

Dass hier nur über die Theorie der Optik und nicht über deren tatsächliche Ausführung und Abbildungsleistung gesprochen wird ist natürlich klar.

Ciao,
Roland
 
Das ist richtig. Was für einen Vorteil hat denn ein nicht aufgedampfter Spiegel (also wie bei Intes/Micro separater Fangspiegel), außer daß man damit die Kollimation verschlechtern kann? (ernsthat gefragt)

Die Ylenas haben soweit ich weiß einen aufgedampften Fangspiegel und sollen *sehr* gute Abbildungen liefern.
Die Ylenas sind demnach die von Orion angesprochen "schlechten" Konkurrenzprodukte, das Orion OMC 140 soll also prinzipbedingt noch bessere Bilder liefern.


Gruß Harald
 
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Ich habe gerade nachgesehen, wie der OMC 140 kollimiert wird:
Lediglich der Hauptspiegel wird gegenüber dem Korrektor/Fangspiegel verkippt.

Somit ist die Kollimation wesentlich einfacher als bei einem System mit verstellbarem HS und verstellbarem FS (z.b. Intes/Micro) und das bei mindestens der gleichen Präzision.
Bei einem verstellbaren FS besteht ja auch die Gefahr, daß der Korrektor und der FS nicht korrekt zueinander ausgerichtet sind; dieses Problem besteht bei einem aufgedampften FS nicht.


Gruß Harald
 
hallo harald,

punkt 1: was OMC hier macht und wie OMC das schreibt klingt
erstmal ganz verdächtig nach billigem marketing.

punkt 2: woher willst du wissen, daß die russen nicht
auch handretouschieren. irgendwo hab ich sowas schonmal
gehört. dieser punkt gehört geklärt, vielleich kann ML dazu was sagen.

punkt 3: wer weiß schon, wie groß die verbesserung
bei handretousche ist und vor allem, was wird dabei
verbessert? möglicherweise nur die chromat. aberration,
die aber ohnehin schon unter der sichtbarkeitsgrenze
liegt.

punkt 4: ein extrafangspiegel hat sogar einen sehr großen
vorteil, er ist nämlich nicht vom auskühlzustand
des meniskus abhängig. das bedeutet, das jede verspannung
im meniskus sich auch auf den fangspiegel auswirkt.
kein angenehmer gedanke! daher ist auch allgemein
bekannt, daß geräte mit extra-fangspiegel meist die bessere
abbildung haben.

punkt 4: das der fangspiegel justierbar ist, ist ein
vorteil, kein nachteil. was machst du, wenn der meniskus
nicht ganz korrekt auf der achse sitzt? beim aufgedampften
system bekommst du dann nie eine hundertprozentige
kollimation. nein danke, verzichte!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Der Auskühlzustand ist ein Argument, daran habe ich nicht gedacht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

Die nicht korrekte axiale Ausrichtung müßte dann durch eine Justage des Korrektors korrigierbar sein.
Ich habe schon eine mail an Orion geschickt, mal sehen, was die zu der Kollimation schreiben.

Es könnte natürlich auch sein, daß ein Hersteller wie Orion aufgrund dieser Problematik peinlichst genau auf eine korrekte Ausrichtung des Meniskus/FS achten, ein Hersteller wie Intes aber nicht, weil man diesen Fehler teilweise wieder durch Justage des FS ausgleichen kann.

Ich vermute zudem, daß ein nicht justierbares System ein Garantiefall ist, der am Sterntest auch leicht nachzuvollziehen ist.
Wer bastlerisch begabt ist, kann außerdem den Meniskus am Rand unterlegen, so daß dieser dann perfekt ausgerichtet ist.

Dass die Verspannungen des Meniskus auf den FS übertragen werden ist natürlich richtig.
Die Frage ist nur: Wie wirkt sich das aus?
Könnte es vielleicht sein, daß aufgrund der Symmetrie der Verspannungen lediglich der Verlängerungsfaktor der Brennweite betroffen ist? Der OMC hätte dann nur 1800mm anstatt 2000mm und würde im Laufe der Abkühlung die 2000mm erreichen? Das wäre dann ein Fehler, der sich nicht in der Bildqualität bemerkbar machen würde, allerdings ist dieser Fehler reine Spekulation von mir.
Welche anderen Effekte könnte das sonst noch haben?


Gruß Harald
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Harald,

Lediglich der Hauptspiegel wird gegenüber dem Korrektor/Fangspiegel verkippt.
das sehe ich nicht als Vorteil an!
Wenn der Fangspiegel exakt die richtige Ausrichtung in Bezug auf die Teleskoplängsachse hat kann man den Hauptspiegel natürlich mit dieser Justagemöglichkeit genau dazu einstellen,sowohl was die Lage zur Achse als auch die Distanz zum Sekundärspiegel betrifft.

Aber wenn die Maksutov-Platte nur ein wenig zur Teleskopachse verkippt ist ist dann auch der Sekundärspiegel verkippt und kann nicht separat justiert werden!
Dabei sind zwei Dinge ein Problem:
1)Die Platte entfaltet ihre Wirkung nicht mehr optimal,zwei Strahlen,die gleichweit vom der Achse einfallen bekommen beim Durchgang durch die Platte nicht die gleiche Ablenkung.
2)Wenn eine Planplatte aus ihrem 90° Winkel zur Teleskoplängsachse verkippt wird bleibt ihr Zentrum auf der Achse.
Aber wenn eine gewölbte Maksutovplatte verkippt ,dann liegt ihr Mittelpunkt außerhalb der Achse!Und damit der Sekundärspiegel.
So läßt sich das System dann nicht mehr gut kollimieren,dann ist ein asphärischer Fangspiegel sogar ein Nachteil.

Deshalb sehe ich ein volljustierbares System als Vorteil an.

Wie das nun beim OMC 140 wirklich ausgeführt ist kann ich nicht sagen,ich kenne diese Teleskop nicht,mein Beitrag versteht sich auch ausdrücklich nicht als Wertung des Teleskopes sondern soll lediglich die theoretischen Vorteile vollständiger Justierbarkeit aufzeigen.

MfG,Karsten

 
Hallo Kastern!

Was die Auswirkungen auf Meniskus und FS angeht hast Du natürlich vollkommen recht.

Allerdings sind die Intes-Geräte was einen verkippten Meniskus angeht ebenso betroffen, da man den Meniskus auch bei denen nicht justieren kann.
Insofern haben dieses Manko alle Geräte.

Den Vorteil des aufgedampften FS sehe ich hauptsächlich darin, daß der FS und der Korrektor immer optimal zueinander ausgerichtet sind. Das ist bei einem justierbaren FS garantiert nie 100% der Fall.

Gruß Harald
 
Hallo Tom,

hier muß ich dir mal widersprechen:
punkt 4: ein extrafangspiegel hat sogar einen sehr großen
vorteil, er ist nämlich nicht vom auskühlzustand
des meniskus abhängig. das bedeutet, das jede verspannung
im meniskus sich auch auf den fangspiegel auswirkt.
Der Meniskus aus BK7 soll sich nun wirklich nicht verspannen,wiso verwenden wir denn hier optisches Glas,sonst kannst du das System vergessen,egal ob der Sekundärspiegel extra ist oder aufgedampft!

Zum zweiten Punkt 4,der wohl Punkt 5 sein soll,stimme ich dir 100% zu,wie ich in meiner Antwort auf Harald schon schrieb.

MfG,Karsten
 
Kommen die "Verspannungen" nicht automatisch durch die unterschiedlichen Dicken des Materials zustande?
Mit "Verspannungen" meine ich eigentlich keine solchen (etwa aufgrund von Materialinhomogenitäten), sondern unterschiedliche Ausdehnungen.

Ein Hauptspiegel aus BK7 braucht ja auch eine gewisse Zeit, um seine ideale Form zu erreichen. Das müßte dann doch auch auf einen Meniskus aus BK7 zutreffen oder?
 
Hallo,

> Was für einen Vorteil hat denn ein nicht aufgedampfter
> Spiegel (also wie bei Intes/Micro separater Fangspiegel),
> außer daß man damit die Kollimation verschlechtern kann?

Grundsätzlich kann man den Radius dieses Sekundärspiegels
frei wählen und ist nicht auf den Radius der Rückseite des
Maksutov-Korrektors angewiesen ist. *WAS* die russischen
Hersteller mit diesem zusätzlichen Freiheitsgrad machen - ob
etwa die Brennweite verändert wird - übersteigt mein Wissen.

Vorstellen könnte ich mir zum Beispiel, dass das ganze System
"langbrennweitig" ausgelegt ist, und dann mit dem Fangspiegel
die Brennweite doch auf ein universelles Maß von f/10 gedrückt
wird, ohne aber eventuelle systemimmanente Nachteile eines
rein sphärischen f/10 Maksutov-Cassegrains mit nur
aufgedampftem Fangspiegel in Kauf nehmen zu müssen...

Ich wollte aber lediglich deine Übersetzung richtig stellen und
auf das nicht unbedingte Zutreffen der Orion-Aussage auf die
Geräte von Intes / Intes Micro hinweisen.

Ciao,
Roland
 
Hallo Harald,
Den Vorteil des aufgedampften FS sehe ich hauptsächlich darin, daß der FS und der Korrektor immer optimal zueinander ausgerichtet sind. Das ist bei einem justierbaren FS garantiert nie 100% der Fall.
so stimmt das nicht,auch ein justierbarer FS kann 100% auf den Maksutov-Korrektor ausgerichtet werden.
Das ist aber nur die halbe Miete,die andere ist die korrekte Ausrichtung des Sekundärspiegels auf die Hauptspiegel.

Und hier spielen sich die optisch viel stärker wirksamen Dinge ab.
Falls es hier nicht stimmt bekommst du üblen Astigmatismus und noch weitere Bilfehler.

Die Haupspiegel/Sekundärspiegel Kollimation wirkt sich erheblich stärker auf das Bild aus.
Allerdings sind die Intes-Geräte was einen verkippten Meniskus angeht ebenso betroffen, da man den Meniskus auch bei denen nicht justieren kann.
Insofern haben dieses Manko alle Geräte.
Ich kenne die Intes Teile auch nicht so gut,aber wie ich schon schrieb,der Sekundärspiegel läßt sich dann wenigstens korrekt zur Achse einstellen,das ist nun mal ein entscheidender Faktor.

Wie gesagt,keine Wertung der optischen Qualitäten der Teleskope,sondern nur theoretische Überlegungen,die aber nicht von der Hand zu weisen sind.

MfG,Karsten

 
bei einem system mit extra-fangspiegelfassung
ist ein minimales verkippen des meniskus
praktisch völlig unherblich, da der
meniskus ja sphärisch ist und die
optischen eigenschaften des meniskus sich
dadurch kaum verändern.
außerdem ist der meniskus keine stark wirksame
optische komponente, ganz im gegensatz zum
stark vergrößernden fangspiegel.

ist auf den minimal verkippten meniskus der
fangspiegel aber nur aufgedamft, dann kommt dieser
weg von der achse und das ist käse, wääääähhh!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Tom,

hier geht es nicht un den Ausdehnungskoeffizienten sondern darum,daß optisches Glas spannungsfrei sein muß,sonst kannst du es für optische Anwendungen vergessen!

BK7 wird kontrolliert abgekühlt um Spannungen im Substrat zu vermeiden,weil sich diese katastrophal auf die optische Leistung auswirken würden,sowohl bei Linsen als auch beim Maksutov-Korrektor.
Selbst bei deer Verwendung als Spiegelträger wären Spannungen im Material äußerst ungünstig,der Spiegel würde bei unterschiedlichen Temperaturen nicht exakt seine Form halten können.

MfG,Karsten
 
Apropo Käse:
Wenn der große Meniskus (ist das beim OMC überhaupt ein MEniskus?) auf einer Seite 0.1mm (eher weniger) höher liegt als auf der anderen Seite, dann ist das ein minimaler Winkel.

Würde sich das überhaupt bemerkbar machen bei einem Abstand zwischen HS und FS von vielleicht 40cm ?

Klar, wenn am FS justiert wird, dann ist 0.1mm viel, aber am Meniskusrand macht sich das viel weniger bemerkbar.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,

ich glaube hier liegt wie bei Bino-Tom ein Mißverständnis vor.Du schreibst ja selber daß du keine Materialinhomogenitäten meinst.
Aber auch dann soll sich die Platte nicht verspannen(z.B. weil sie zu stramm gefasst ist!)sondern wie Linsen oder ein Spiegel spannungsfrei gefaßt sein.

Nach erfolgreicher Herstellung eines Rohlings aus BK7 ist das Teil verspannungsfrei und schlierenfrei,also mit guter Transmission(die mit Schlieren werden dann Spiegel).

Daraus wird nun eine Linse oder ein Maksutov-Korrektor geschliffen.
Das Teil hat dann seine korrekte Form und ist immer noch verspannungsfrei.

Nun ist es glücklich im Teleskop und wird der nächtlichen Temperaturen ausgesetzt.Dabei zieht sich das Material zusammen,außen und an der Oberfläche mehr,im Kern weniger.
Dabei treten sicherlich kleine Spannungen im Materialgefüge auf.
Stärker wirkt sich die Abweichung von der Form durch den Temperaturunterschied zwischen Vorderseite und Rückseite aus.
Mit zunehmender Anpassung an die Umgebungstemperatur werden diese Spannungen wieder gegen Null gehen und irgendwann völlig weg sein.

Wenn du verspanntes Material einstzt ist diese immer verspannt und kann höchstens bei einer Temperatur(der Temperatur,bei der seine Form geschliffen wurde) so halbwegs brauchbar sein.
Und selbst da ist eine Verwerfung drin,die sich interferometrisch deutlich nachweisen läßt.

Das ist auch der Grund,warum man bein Newton die Öffnung nicht mit einer Fensterglasscheibe abdecken,bzw die Spinne durch sie ersetzen kann.

Die Glasscheibe hat Verspannungen,die das Bild absolut sicher versauen,es kommen Wellenfrontänderungen zustande,die leicht über ein halbe Wellenläge hinausgehen können.

Alois hat einmal darüber brichtet,weis aber nicht ob hier oder beim Astrotreff.

MfG,Karsten

 
Hallo Tom,

das bedeutet aber noch nicht, das BK7 während der
temperaturanpassung nicht verspannen kann.
siehe dazu meine Antwort von 17:07 an Harald.

und das es spannungsfrei sein soll ist klar,
ob es das aber auch immer ist, steht auf einem
anderen papier.
Nun das ist die Frage wie ernst der Hersteller sene Produktion nimmt.
Für Linsenoptische Zwecke,und dazu gehört auch der Korrektor,muß nach den Regeln der Kunst produziertes optisches Glas verwendet werden.

MfG,Karsten





 
Na, dann sind wir uns wohl einig, daß während der Auskühlung eine Verformung des FS bei aufgedampftem FS größer ist als bei einem separaten FS.
Nach der Auskühlung sind dann beide Varianten gleich gut "in Form".

Ist das ein Nachteil des OMC? Solange die Teleskope nicht ausgekühlt sind, sind auch Intes-Geräte nicht voll einsetzbar. Da stellt sich wieder die Frage nach der Relevanz eines Nachteiles.
 
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