Hallo Jamie,
im Prinzip ist es ein Spezialgerät für schwache bis mittlere Vergrößerungen, also Deep Sky mit großen Gesichtsfeldern. Die großen Austrittspupillen (also eine bestmögliche Bildhelligkeit) von sechs bis sieben Millimetern Durchmesser werden mit langbrennweitigen Okularen spielend erreicht.
Umgekehrt erreicht man bei f/5 mit fünf Millimeter Okularbrennweite "nur" gerade mal die förderliche Vergrößerung von V=D in Millimeter. Für Planeten werden jedoch bei entsprechend gutem Seeing Vergrößerungen von 1,5*D verwendet: Feine Details werden deutlicher und angenehmer sichtbar, und das Planetenscheibchen wird nicht so stark überstrahlt. Hinzu kommt die kontrastmindernde, größere FS-Obstruktion im Vergleich mit langsameren Öffnungsverhältnissen. Für Planeten mit f/5 benötigt man also sehr kurzbrennweitige Okulare oder eine sehr gute (!) Barlow.
Für Planeten würde ich daher ein visuell optimiertes ( = kleiner Fangspiegel) Teleskop mit einem Öffnungsverhältnis von f/8 oder langsamer empfehlen.
Wenn du beides gut beobachten oder dich orientieren möchtest, ist der 8" f/6-Dobson optimal. Das ist der beste "Allrounder", der alle AP-Größen erreichbar macht und auch sonst sehr gute optische Eigenschaften besitzt, die nahezu allen Objektklassen gerecht werden (außer die ganz großen Gesichtsfelder).
VG Christian