Optikvergeich Newton 200/1200 und 200/1000

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chaot78

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Hallo!

Was ist der optische Unterschied zwischen zB. einem 200/1200 und einem 200/1000 Newton (der auf dem Foto sehr kurz aussieht)??

Sind diese beiden von der Optik vergleichbar - also wenn man durch beide mit der gleichen Vergößerung auf das gleiche Ziel schaut, gibt es da merkliche Unterschiede und wenn ja, welche??

LG Juergen
 
Hallo,

visuell gibt es da keine sichtbaren Unterschiede, wenn die Optiken das gleiche Qualitätslevel
haben. Theoretisch müßte der 200/1200 einen Tick besser sein, da er mit einer kleineren Obstruktion
( Fangspiegelgröße ) auskommt. Außerdem ist das Koma etwas kleiner beim 1200er, man kommt also in
der Praxis mit fast allen Okularen klar, was beim f/5 Newton schon etwas schwieriger wird.
Fotografisch benötigen beide einen Komakorrektor, wobei der f/6 Newton vielleicht auch so gerade
noch ohne auskommt. Dafür ist der f/5 Newton natürlich erheblich kürzer in den Belichtungszeiten.
Außerdem ist der f/5 Newton kompakter, was bei paralaktischer Montierung nicht zu unterschätzen ist.
Du siehst also, wie mans macht ist es verkehrt. Am wichtigsten ist es, daß das jeweilige Gerät eine
gute Optik hat, dann ist f/5 oder f/6 eher Nebensache. Da kommt dann nur noch die eigene Ausrichtung
zum tragen. Visuell eher f/6 und fotografisch eher f/5.
 
Hallo Antonius!

Erstmals danke für die Erklärungen!!

Ich möchte mir ja gerne einen Newton zulegen (als erstes Teleskop) und ziele eigentlich auf einen 8'' Dobson ab (GSO, Galaxy) und vor kurzem bin ich über dieses Angebot gestossen:

http://217.172.183.24/shop2/index.php?user=annunaki&proid=1700&sid=4d813cb710af102d0ce066d2c91efb85&hkat=47&skat=133

Hm, jetzt bin ich wieder am überlegen, weil das Ding wäre schon kompakter und mit Montierung und Stativ und auch für die Fotographie geeignet und das ganze zu einem sehr guten Preis - wenn man schaut was alleine die Montierung kostet (bei diesem Händler) bzw. ich hab genau das gleiche Modell (auch mit der EQ5) bei einem anderen Händler geshen, da kostete das Ganze um 100 EUR mehr und das war auch angeblich schon ein Angebot ( 'Sie sparen EUR 200,00' )

Eure Meinungen???

Vielen Dank!
Jürgen
 
Hallo,

ich kenne die EQ5 nicht aus eigener Anschauung, vermute aber, daß sie zumindestens bei Fotografie
für den 8" f/5 Newton zu schwach ist. Die Montierung ist das allerwichtigste bei der Fotografie, da
mußt Du eher zu groß kaufen als zu klein. Nur ist gerade bei der 8" bis 10" Newtonklasse da eine
Lücke im Markt der Montierungen, die nur von der EQ6 besetzt wird. Die ist nun keine gute Foto-
montierung, so wie sie vom Werk kommt, aber sehr stabil und leider auch sehr schwer. Den Schlepperei-
faktor unterschätzt man sehr schnell. Montierung mit Gegengewichten und Stativ liegt da schnell
bei 40kg. Außerdem muß man sie für Fotografie noch mindestens mit den Conrad Getrieben und dem MCU
Update von Rajiva ausrüsten und sie einmal auseinanderbauen und richtig zusammenbauen ( näheres
dazu gibt es auf www.deepsky.de in EQ6 und MCU Update Foren ). So habe ich sie selber und es klappt
ganz ordentlich mit der Fotografie. Du könntest es eventuell auch mit der GP-DX ( gebraucht, sonst
sehr teuer ) versuchen, aber das könnte auch schon grenzwertig sein. Ich empfehle die EQ6 nicht gerne,
da es wirklich eine blöde Schlepperei ist mit dem Ding, und das dämpft oft schon die Motivation was
zu machen, wenn das Wetter mal nicht ganz so gut oder ein bißchen unsicher ist. Aber ein 8" f/5
ist eben schon ein richtig großes Teleskop und braucht deswegen auch schon eine solide Montierung.
Es nützt nichts mit einer Montierung anzufangen, wenn es beim Fokussieren immer wackelt und Foto-
grafie gar nicht geht, dann ist schnell die nächste Montierung fällig und das Geld für die erste
ist futsch.
 
Also ich habe den F6 8 Zoll Newton auf einer Heq5,
das geht gerade so.
Visuell kein Problem, aber Langzeitfotografie geht nicht.
Ich mache mit meiner Canon G2 und einem 42mm Okular Bilder bis 15s, das geht eigentlich, auch wenn es immer wieder Nachführfehler gibt.
(Bilder siehe meine Website, oder hier im Forum)

Fokal habe ich es noch nicht versucht (ausser Webcam) da ich keine Spiegelreflex habe.
Soll aber dieses Jahr noch kommen.

Richtig lang wird es nur mit viel Aufwand gehen, was das guiden angeht.

Gruß
Ralf
 
Hallo Jürgen!

Den Meinungen meiner Vorredner muss ich beipflichten.
Für die Fotografie - auf deren Geschmack jeder Amateurastronom einmal kommt - ist eine ausreichend stabile Montierung von fundamentaler Bedeutung. Je größer die Montierung, desto größer zwar das Gewicht, aber umso besser die Stabilität und daraus folgend die Nachführgenauigkeit.
Deshalb - aber das musst du selbst entscheiden - lieber von vornherein in eine bessere Montierung investieren.
Ich selber habe auch einen 8" f/5 wie auf deinem Link, aber von Celestron (sind aber alles die selben Spiegel). Der hatte auch eine EQ-5, aber mit Alubeinen statt Edelstahlstativ.
Schwachpunkt war eben das Stativ. Das zitterte bei jeder kleinen Bewegung und jedem noch so winzigen Windstoß. Kam ich beim Beobachten mal aus Versehen ans Okular, so tantze das Objekt eine Ewigkeit umher. Selbst bei geringen Vergrößerungen.

Aber, um dich nicht völlig zu entmutigen: Wenn du dich daran gewöhnt hast und es einigermaßen windstill ist, so ist auch eine solche Wackel- und Rappelmontierung durchaus astrofototauglich. Mit besagter Montierung hab ich auf dem Rücken meines Newton Piggyback-Aufnahmen gemacht. Maximale Belastung mit Rohr und 2 Gegengewichten. Von Hand nachgeführt, bis zu 25 min. Sind derwegen tolle Bilder geworden! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Darfst halt nur nicht an die Montierung stoßen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Aber nach einigen Nachbesserungen ist die Stabilität nun besser.

CS Martin
 
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