Optische Qualität

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syrus

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Hi liebes Forum!

Ich habe gehört das es bei Teleskopen von ein und dem selben Hersteller, ja sogar beim selben Teleskoptyp riesige Qualitätsunterschiede gibt.

Im Extremfall kann das dergestalt sein, das sich zwei Personen dasselbe Teleskop kaufen, der eine hat glücklicherweise eine gute Optik erwischt, der andere hatte leider Pech und hat eine miserablo Optik erwischt.

Stimmt das? Und wenn ja, wie kann man eigentlich die optische Qualität des eigenen Teleskops beurteilen?

Gruß
 
Hi Syrus,

im Prinzip gilt das leider schon. Und zwar in der Regel um so mehr je agressiver die Preispolitik des Herstellers ist.


Dagegen kann man folgendes tun:

- sich in erster Linie am kleinen Preis des Gerätes erfreuen

- Die eigene Zufriedenheit manipulieren mit Gedanken wie "sowieso schlechtes Wetter, sowieso zu wenig Zeit, sowieso Anfänger, sowieso hauptsächlich DeepSky, sowieso heller Himmel...

- Dem Händler ein "selektiertes" Gerät abverlangen. Interessanterweise scheint es so zu sein dass die Verfügbarkeit selektierter" Geräte offenbar unerschöpflich ist, und auch die anderen problemlos verkäuflich sind. Honi soit qui mal y pense <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

- Den Händler eine Mindestqualität schriftlich zusichern lassen, und entweder darauf vertrauen oder nachmessen lassen

- Nur Geräte eines Qualitätsherstellers mit guter Reputation kaufen

- Die Optik selbst anfertigen


Das eigene Teleskop sinnvoll zu testen ist nicht ganz so trivial, schon gar nicht zahlenmäßig. Folgendes kann man ohne größeren Aufwand machen:

- Planeten beobachten, mit anderen Teleskopen in Reichweite. Dann sieht man ob eines aus dem Rahmen fällt, wenn z.B. ein anderes Teleskop ähnlicher Größenordnung deutlich abweichende Details zeigt.

- Die Beugungsfiguren dicht vor und hinter dem Brennpunkt vergleichen ("Sterntest"). Wenn sich diese nur gering voneinander unterscheiden hat man zumindest ein gutes Gerät. Wobei es ohne entsprechende Erfahrung schwer ist zu beurteilen wie ähnlich sich die Beugungsfiguren sehen sollen, bzw. ab wann es "verdächtig" wird.

- Die in der Literatur beliebten Doppelstern-Tests halte ich für untauglich.

Hier spielt aber immer das Wetter eine entscheidende Rolle, der Test kann sich also lange hinziehen bis man sich seiner Sache halbwegs sicher ist.


Hat deine Frage einen konkreten Hintergrund?

Viele Grüße
Martin
 
Ich sehe zwei einfach durchführbare Test:
- Den Sterntest. Dazu braucht man de Suiters Buch. Und Ruhe. Man sieht fat alle fehler, aber das Interpretieren ist nicht ganz einfach.
-Den Ronchi-Test. Ein Gitter kann man sich mit einem Laserdrucker auf Folie drucken, irgendwo im Netz ist eine Vorlage. Habe ich an einem veregneten Winterwochenende mal gemacht. Intepretation ist einfach, geht aber nur mit Spiegeln. Wahrscheinlich sieht an auch nicht alle Fehler.

Wie schon beschrieben ist auch eine Vergleichs-Planetenbeobachtung möglich. Daran sieht man viel. Außerdem sind dann Wissende in der Nähe, die allerlei Nützliches und Unnützes ;-) von sich geben.

Wenn ich Geld sparen müßte, würde ich so vorgehen:
- Beugungsbegrenztheit zusichern lassen
- eine Vergleichsbeobachtung machen
- wenn mir was komisch vorkmmt, umtauschen.

Was auch geht: Du fährst zu einem Teleskoptreffen (ja, mir schwebt da konkret was vor) und bittest den Händler, so ein Gerät mitzubringen. Dann siehst du es dir an und holst noch die Meinung von ein paar der dort anwesenden Wissenden ein. Entweder du nimmst es oder eben nicht.
 
Hallo Uwe!

Den Ronchi-Test. Ein Gitter kann man sich mit einem Laserdrucker auf Folie drucken, irgendwo im Netz ist eine Vorlage. Habe ich an einem veregneten Winterwochenende mal gemacht. Intepretation ist einfach, geht aber nur mit Spiegeln. Wahrscheinlich sieht an auch nicht alle Fehl
Warum soll der Test nur mit Spiegeln funktionieren?
Ich hatte mal ein Ronchi-Gitter mit 10L/mm, das war nicht fein genug, es wurden also die Fehler nicht ausreichend deutlich oder überhaupt nicht gezeigt.

Am besten finde ich den Sterntest, dieser ist aber SEHR schwierig zu interpretieren. Ich behaupte mal, dass selbst erfahrenen Leute große Schwierigkeiten damit haben.

Auch gut für den Hausgebrauch ist der Foucault-Test, ist aber für einen Neuling in der Durchführung viel zu kompliziert.

Am einfachsten ist wohl tatsächlich ein Direktvergleich mit einem anderen Teleskop am Beobachtungsobjekt. Dabei muss lediglich gesichert sein, dass das Vergleichsteleskop beugungsbegrenzt ist.


Gruß Harald
 
@ Martin

Hat deine Frage einen konkreten Hintergrund?

Ja, würd gern mal die optische Qualität meines Teleskops testen! Schau mal in diesem Forum unter "Bresser N-203 Abbildungsfehler" von mir nach. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

@ Uwe

Was auch geht: Du fährst zu einem Teleskoptreffen (ja, mir schwebt da konkret was vor) und bittest den Händler, so ein Gerät mitzubringen.

Was schwebt dir denn für ein Treffen vor?

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo beisammen!

Also das beste wird wirklich sein, das Gerät mal einem erfahrenen Sternfreund vors Auge zu halten wie hier auch andere schon schrieben, gerade ein Teleskoptreffen bietet natürlich DIE Gelegenheit dazu.
Als absoluter Einsteiger hat man oftmals schon genug Probleme damit die Justage des Gerätes gut hinzubekommen, da fällt die Fehlerbeurteilung schon recht schwer, gerade wenn man auch noch keine Vergleichsbilder im Kopf hat also noch nicht mit vielen Geräten beobachten konnte.

besten Gruß,
André
 
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