Optische Werte des APM-Mak 130/2000?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Luis
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Luis

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Hallo allerseits,

ursprünglich hatte ich geplant, zu meinem Richfield-Refraktor 102/500 auf der Giro2 noch einen Intes-Micro MN56 oder MN68 als Planeten/DeepSpace-Allrounder zu kaufen. Nun hat die Realität bestätigt, was hier so oft "gepredigt" wird: Die Kosten für Okulare und Zubehör machen oft ein Vielfaches der Kosten des Teleskops aus.

Nun ist mein Budget etwas eingegrenzter, und ich überlege mir ernsthaft (fürs erste) den MN68 durch ein kostengünstiges Planetengerät fürs Erste zu ersetzen. Dazu ist mir bei einem Rundblick auf HPs diverser Versender der APM-Mak 130/2000 aufgefallen. Er wurde hier ja bereits durchaus positiv bewertet, und der Preis von 295 EUR macht das Ding schon fast unheimlich, im Vergleich zu den Intes, Intes-Micro und OMCs.

Mir ist sicher bewußt, dass die o.g. "Markengeräte" durchaus einen Tick bessere Optik bieten, aber so wie ich hier nun über die Monate gelesen habe, scheint es bei Teleskopen irgenwie ähnlich wie mit z.B. Autos zu sein - ab einem bestimmten Basispreis/Basisleistung steigt für jedes Plus an Leistung die Preise exponentiell an. Ob sich also der Unterschied von etwa +200% im Preis bei Geräten ähnlicher Öffnungen (OMC 140/2000) lohnen, bin ich mir nicht ganz sicher... gut, man hat beim APM-Mak keine 2"-Erweiterungsmöglichkeit und das Gehäuse ist weitgehend aus Kunststoff, aber ob das nun den dreifachen Preis des OMC rechtfertigt...?

Nun schreibt Herr Ludes im Biete-Forum, dass der APM-Mak mit folgender Garantie ausgeliefert wird:

wir bieten unsere Maks nun mit einer ordentlichen Qualitätsgarantie von besser als 40 nm RMS bei 632 nm Prüfwellenlänge, incl. 50 mm Sucher, 26 mm Plössl, Schiene 1.25" Amiciprisma...
Als "Greenie" muss ich gestehen, dass mir diese Werte absolut nix sagen. Kann sie jemand anschaulich erklären?

Vielen Dank im voraus.

Luis
 
Hallo,

>> wir bieten unsere Maks nun mit einer ordentlichen Qualitätsgarantie
>> von besser als 40 nm RMS bei 632 nm Prüfwellenlänge

> Als "Greenie" muss ich gestehen, dass mir diese Werte absolut nix sagen.
> Kann sie jemand anschaulich erklären?

dann wollen wir mal...
Leider ist diese Qualitätsangabe, wie fast schon üblich geworden, nicht vollständig.

Spezifiziert wird ein RMS Wert von 40nm. Mit welcher Prüfwellenlänge dieser Wert
ermittelt wird ist vorerst irrelevant, die Aussage daher überflüssig. Viel wichtiger
wäre die Angabe ob diese 40nm den Wellenfrontfehler (wavefront) spezifizieren,
also den Fehler des Gesamtsystems. Da es sich um ein geschlossenes System
handelt, und M. Ludes meines Wissens nach immer wavefront-Werte bewirbt, sei
das für die weitere Betrachtung angenommen.

Aus dem RMS wavefront Wert lässt sich nun der Strehl-Wert ermitteln, und hier
kommt nun die Prüfwellenlänge ins Spiel. 40nm sind L/15.8 bei L=632nm, daraus
ergibt sich ein Strehl-Wert von 0.84 - knapp "beugungsbegrenzt" wie man ab
einem Strehl-Wert von 0.8 behauptet. Würde man das Spielchen bei gemeineren
532nm Prüfwellenlänge spielen, wären das L/13.3 bei L=532nm, Strehl = 0.78,
nicht einmal "beugungsbegrenzt".

Fazit ist allerdings *nicht* dass das Gerät schlecht wäre, die letzten Erfahrungs-
berichte zeigen das ja auch - für diese Exemplare. Nur die Garantie sagt praktisch
nicht mehr aus als das altbekannte "beugungsbegrenzt" - also Rückgaberecht
bei Erwischen einer absoluten "Gurke".

Ciao,
Roland
 
Hallo Roland,

eine echte Prüfung für solch günstigen Teleskope steht wohl in keinem Preisleistungsverhältniss richtig ?

Ich habe mir jetzt schon einige angesehen. Glatt sind die Bister alle , Zonen haben Sie auch keine, daher bin ich sogar felsenfest überzeugt, das die dinger sogar besser als 90% strehl haben. Der P-V wert ist gemischt, einmal erreichen Sie Intes Qualität, das andere mal haben sie ganz leichten , aber wirklich nur ganz leichten Randabfall und liegen dann im Grenzbereich bei ca. 1/3~1/4 wavefront p.t.v., dennoch glatt, also etwa vergleichbar mit den Skywatcher Maks. bei diesen Geräten aus großserien Produktion gibt es nun mal streuungen. Wer mit einem glatten Mak mit akzeptablem PV Wert zu dem Preis nicht leben kann , muß in Gottesnamen ein M500 von INTES MIKRO kaufen.
Egal wer das teil bisweilen gekauft hat, warstes mehr als nur zufrieden.

Ist bei unserem Triplet Achromat 102/600 übrigens auch der Fall. Ich sage es ist ein Achro , aber die User schreiben mit Berichte so gut , als wenn ich einen TMB Apo verschickt hätte , gestochen scharfes Bild, kaum sichtbare Farbe, sehr gute photografische Bildfeldkorrektur, alles zusammen auch nur zu Euro 295

Die Kunden sind durchweg zufrieden, somit ich auch, was will mann mehr. Einer meiner Kunden hat sich den 80/500 achro geleistet , nachdem er zuvor den TMB 80 gekauft hat , nach der ersten Nacht sagte er mir , hätte er diesen Achro nur früher gesehen. Ich sagte Ihm ich habe vorher nicht mal durchgeschaut, er meinte : markus du scheinst da in ein Wespennest mit guten Optiken gestossen zu sein, ich sage : schaun wir mal
 
Hi!

Zum Thema Achro: Die Optik ist einsame Klasse, wirklich! Besonders hat mich die Randschärfe beeindruckt. Die Farbreinheit ist auf GSO 80/480 Niveau, was in Anbetracht der größeren Apertur sehr gut ist.

Mechanik: Durchschnitt, Chinaniveau, Taukappe besser als bei TS Refraktor

Tubus: Zu schwer, zu wuchtig um als Schnellspechtelgerät durch zu gehen.

Fazit: Für 295 Euro ist das Teil lächerlich günstig!

Andreas

 
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