Optolyth 8x63?

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Mollari

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Hallo,

das hier ist mein erster Beitrag in diesem Forum und komme gleich mit einer Frage <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Ich bin auf der Suche nach einen besseren, lichtstarken Fernglas, das sowohl für Naturbeobachtung als auch für Rundreisen in der Milchstraße geeignet ist.

Lichtstark deshalb, da ich gerne und viel im Voralpenland unterwegs bin und ich die geringe Lichtverschmutzung natürlich auch ausnutzen möchte.

Durch einen Bekannten bin ich auf das Optolyth 8x63 gestoßen, das man für einen relativ moderaten Preis bei einem sehr bekannten Jagdausstatter bekommt.

Ich konnte das Glas bereits am Tage testen, und war von der Optik recht angetan. Zum Vegleich hatte ich ein Zeiss Victory 8x56 und ein Steiner 8x56. Das Optolyth lag meiner Meinung nach über dem Steiner und unter dem Zeiss - wie auch der Preis <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Einzig die Mechanik des Optolyth (Okularbrücke) hat mir nicht so recht gefallen, da diese nicht aus Metall war. Laut Optolyth soll sie aber unzerbrechlich sein.
Auch eine Möglichkeit zum Anschluß an ein Stativ vermisse ich.

Hat jemand in diesem Forum Erfahrung mit diesem Glas in Bezug auf Astronomie gesammelt? Ist die Randschärfe dem Preis angemessen, oder gibts da evtl. für weniger Geld (unter 600 €) für Astro besseres?

Ergeben sich durch die übergroße AP (7,8) auch Nachteile?

Vielen Dank im Voraus,
Marc
 
Sicher ist das Optolyth ein sehr gutes Glas. Vergleiche es mal mit dem Fijinon, das ist in der Astronomie nahezu unübertroffen für den Preis.

Gruß
Winfried
 
Hallo Marc!

Habe das Optolyth 9*63 (Royal) seit mehreren Jahren also Astro/Naturglas in Benutzung. Damals fiel die Entscheidung zwischen Steiner/Optolyth/Zeiss im direkten Vergleich. Steiner-Optolyth: großer Unterschied in Abbildungsleitung. Optolyth-Zeiss: Im direkten Vergleich kleiner aber sichtbarer Unterschied zugunsten Zeiss. Preisunterschied enorm, bin aber mit dem Optolyth hochzufrieden was die Helligkeit, Abbildungsleistung, Farbreinheit und Randschärfe angeht.
Fujinon-Gläser habe ich bisher nicht ausprobieren können, kenne deren Preise auch nicht - empfehle aber wenn möglich einen direkten Vergleich, gerade bei Tageslicht (Farbreinheit)!!!

Gruß
Kai
 
Ergeben sich durch die übergroße AP (7,8) auch Nachteile?
Marc

Im hellen Umfeld dürfte die große AP zu etwas vermindertem Kontrast führen. - Die Neigung zu chromatischen Fehlern steigt mit steigendem Öffnungsverhältnis.

Außerdem wäre ein entsprechendes Glas mit kleinerer Öffnung leichter ;-).

Im Ernst, so einen Brocken kannst Du astronomisch besser auf dem Stativ als freihand einsetzen. Das Royal 8x56 ist zwar nur unwesentlich leichter, aber eigentlich wäre es sinnvoll, vor dem Kauf die Gläser durchschauenderweise zu vergleichen (Meine Erwartung wäre: das 8x56 ist im Dunkeln nicht schlechter, weil Deine Pupille eh mow am Amschlag ist, und am Tag besser, weil klareres Bild. Aber ich fasel nur!). Es ist halt leider gerade nicht im Angebot ...

servus - martin
 
Hallo Martin,

Im hellen Umfeld dürfte die große AP zu etwas vermindertem Kontrast führen. - Die Neigung zu chromatischen Fehlern steigt mit steigendem Öffnungsverhältnis.

Wie stark ist wohl der Unterschied zum 9x63 bzgl. des chromatischen Fehlers? Das 9x63 kann ich leider nicht direkt testen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Im Ernst, so einen Brocken kannst Du astronomisch besser auf dem Stativ als freihand einsetzen.

Das mit dem Stativanschluß stört mich schon etwas am Optolyth. Aber da es nur 8 fach ist und nur rund 1100g wiegt, ist es für freihand noch recht gut zu gebrauchen. Ich konnte beim Testen doch recht angenehm damit schauen.

- Marc
 
Hallo Marc,

kurze Nachfrage: geht es wirklich um ein 8x63? Wenn ja, dann ist das Fernglas u.U. ein "Ladenhüter", denn ein Optolyth 8x63 wird doch schon lange nicht mehr hergestellt. Oder hat sich das Programm bei Optolyth geändert? Wenn mich meine Erinnerung nicht in die Irre führt, dann gab es vor vielen Jahren ein 8x63 und ein 12x63 in der gleichen Dachkantbauweise wie die aktuellen Royal Modelle. Das muß aber schon 10 Jahre oder länger zurückliegen (?). Heute gibt es in der Größenordnung der "klassischen Dämmerungsgläser" ein 8x56 und ein 9x63. Wenn schon Optolyth, dann würde ich mir ein halbwegs aktuelles Fernglas besorgen. Die Entwicklung ist in den letzten Jahren nicht stehen geblieben und ich bin mir nicht sicher, ob das alte 8x63 (falls es um ein solches Glas geht) schon eine halbwegs moderne MC-Vergütung und einen Phasenkorrekturbelag besitzt. Auch ist mir von einem älteren 8x56 Royal eine etwas auffällige Bildfeldwölbung in (dunkler) Erinnerung. Aber da kann ich mich auch täuschen. Trotzdem würde ich vor einem Kauf diese Punkte klären.

> Ich konnte das Glas bereits am Tage testen, und war von der Optik recht angetan.
> Ergeben sich durch die übergroße AP (7,8) auch Nachteile?

Meinst Du andere Nachteile als die für Tagbeobachtungen etwas überdimensionierten Abmessungen und das unnötig hohe Gewicht? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Wenn Astro ein wichtiger Punkt ist, dann ist ein solches Glas unter einem richtig dunklen Himmel an sich eine feine Sache. Nur sollte man mit einem Test bei Tag und evtl. daraus abgeleiteten Erwartungen für die Himmelsbeobachtung vorsichtig sein. Bei Tag ist die Augenpupille vielleicht 2,5 oder 3mm groß und Rückschlüsse auf die Mittenschärfe, die Randschärfe und die Güte der Sternabbildung sind praktisch unmöglich. Ob das Fernglas eine saubere Sternabbildung im Zentrum liefert und in welchem Maß die Randschärfe beeinträchtigt wird, das kann man nur am Nachthimmel austesten, wenn sich die Augenpupillen weit genug öffnen.

Mein Fall wäre ein 8x63 nicht. Für Freihandbeobachtungen unter einem richtig dunklen Nachthimmel würde ich mir lieber ein ordentliches 8x56 besorgen. Eine 7mm große AP ist doch vollkommen ausreichend. Bei der Auswahl würde ich vor allem auf eine möglichst hohe Transmission, wenig Streulicht und maximalen Kontrast achten. Ein Vergleich zwischen einem sehr guten 8x42 und einem mittelmäßigen 8x56 kann durchaus zugunsten der kleineren Optik ausgehen, wenn diese durch eine erstklassige Sternabbildung im Zentrum und einen tollen Kontrast besticht. Öffnung ist wichtig, aber Öffnung allein tut es nicht immer ...

Tschüß, Frank.
 
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Hallo Marc,

kurze Nachfrage: geht es wirklich um ein 8x63? Wenn ja, dann ist das Fernglas u.U. ein "Ladenhüter", denn ein Optolyth 8x63 wird doch schon lange nicht mehr hergestellt.

Hallo Frank,

das Royal 8x63 wird gerade bei Schäferonia (oder so ^^ ) zum Angebotspreis abverkauft und kostet grob 220 Steine weniger als das aktuellere 8x56 daselbst (woanders gibts das 8x56 natürlich günstiger als dort). Ich schätze, dass Optolyth die Royal-Serie zugunsten der moderneren Vianovas zumindest nicht mehr groß pflegen wird. Vianova gibt es auch ein 8x56 mit Stickstoff und Weitwinkel und Schiebeaugenmuscheln und so.

servus - martin
 
> das Royal 8x63 wird gerade bei ... zum Angebotspreis abverkauft

Hallo Martin,

dann würde ich im Fall der Fälle noch klären, ob der Angebotspreis ein Schnäppchenpreis ist. Meine Erinnerung an die alten Optolyth Gläser ist zu dunkel, als dass ich mir ein belastbares Urteil erlauben könnte. Falls mich ein 8x56 in absehbarer Zeit nochmal reizen sollte, dann würde ich mir vermutlich zuerst ein aktuelles Docter Nobilem anschauen. Es ist zwar etwas sperriger und hat nur 110m/1000m Sehfeld, dafür ist es von der optischen Leistung mehr als einen Blick wert. Vor etwas mehr als 10 Jahren hatte ich ein altes 8x56 Nobilem mit der dicken schwarzen Gummiarmierung für Himmelsbeobachtungen genutzt und es konnte seinerzeit recht gut mit einem 8x56 Dialyt mithalten. Jedenfalls schnitt es deutlich besser ab, als ich für den halben Preis des Dialyt erwartet hatte ...

Auf Simone's Web Seite findet sich schon das überarbeitete Modell des Nobilem mit Magnesiumgehäuse. Ich kann mich gründlich irren, aber ein modernes Porro lockt mich noch eher hinterm Ofen vor als ein vermutlich deutlich älteres Dachkantglas. Aber ohne einen Vergleich unter realen Beobachtungsbedingungen sind das nur Vermutungen.

Viele Grüße, Frank.
 
Hallo Frank,

... dann würde ich im Fall der Fälle noch klären, ob der Angebotspreis ein Schnäppchenpreis ist. Meine Erinnerung an die alten Optolyth Gläser ist zu dunkel, als dass ich mir ein belastbares Urteil erlauben könnte. Falls mich ein 8x56 in absehbarer Zeit nochmal reizen sollte, dann würde ich mir vermutlich zuerst ein aktuelles Docter Nobilem anschauen. Es ist zwar etwas sperriger und hat nur 110m/1000m Sehfeld, dafür ist es von der optischen Leistung mehr als einen Blick wert. Vor etwas mehr als 10 Jahren hatte ich ein altes 8x56 Nobilem mit der dicken schwarzen Gummiarmierung für Himmelsbeobachtungen genutzt und es konnte seinerzeit recht gut mit einem 8x56 Dialyt mithalten. Jedenfalls schnitt es deutlich besser ab, als ich für den halben Preis des Dialyt erwartet hatte ...

Das Royal 8x63 hat ebenfalls nur 110m/1000m.

Das Glas gibt es wohl exklusiv nur bei diesem Jagdausstatter. Es verfügt über eine aktuelle Ceralin-Plus Vergütung. Allerdings könnte das Design der Optik natürlich schon mehr als 10 Jahre alt sein.

Ich werde mal sehen, daß ich das Glas für einen Abend am Himmel testen kann. Bericht folgt dann ...

Gruss,
Marc
 
Viele Jäger sitzen in tiefer Dämmerung oder in der Nacht, um auf Schwarzwild oder Fuchs zu waidwerken. Um eine schwarze [zensiert] bei dunklem Hintergrund noch sicher zu erkennen, erfordert eine erstklassige Optik. Je heller das Glas, desto interessanter für den Jäger. Manch ein Waidmann lässt sich daher von den riesigen Austrittspupillen begeistern, daher finden die Optolythgläser 8x63 hier ihre Kundschaft. Nicht umsonst ist es ein Jagdausstatter, der diese Optiken anbietet.

Zu einem Problem können Gläser mit 63er Objektiven werden, wenn der Nutzer derart eng nebeneinander liegende Augen hat, dass das Glas aufgrund seiner goßern Objektive nicht eng genug eingestellt werden kann.

Ich bin selber Jäger, habe aber aufgrund meines Alters keine Austrittspupille von 7,875 mehr. Daher nutze ich kein 8x63, sondern ein gummiarmiertes Docter Nobilem 8x50. Ergebnis? Ich kann wunderar sehen und habe keinen klobigen Klotz in den Händen. Zudem bin ich ein Freund von Porroprísmengläsern. Hier habe ich das Gefühl, wesentlich dreidimensionaler zu sehen.

Froderik
 
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