Optolyth Alpin 10x40

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stereoskop

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Hallo,

für die, die es interessiert:

Habe von meinem jüngst verstorbenen Schwiegervater (Jäger/Förster) aus seinem Nachlass unter anderem ein Optolyth Alpin 10x40 geerbt.
Durch häufigen Einsatz hakelte der Mitteltrieb an der Stelle, wo man ihn am Häufigsten bewegt und hatte Spiel. Ebenso hatte ich den Eindruck, dass das Glas bei "Unendlich" dejustiert war, denn man konnte nicht richtig scharf stellen und es war anstrengend, länger hindurchzusehen. Der Sterntest ergab, dass der "scharfe" Stern links weit abseits des "unscharfen" Sterns rechts stand.
Das Glas machte aber trotzdem einen so hochwertigen Gesamteindruck, dass ich mich entschied, es zur Reparatur und Neujustage zur Firma Optolyth zu schicken. Heute kam es zurück und ich kann folgendes berichten:
1. Zur Qualität des Fernglases:
Es gibt nicht viel zu sagen, außer der vieldiskutierten Sache mit dem eher kleinen Sehfeld, was ich auch bestätigen kann. Wenn man durch ein Zeiss 10x50 oder durch ein gutes 8x30 WW geschaut hat, wird der Unterschied deutlich und man vermißt beim Optolyth dieses Panorama.
Dennoch, 102m/1000m gehen so gerade noch und bei allen anderen Kriterien ist das Fernglas tatsächlich ganz weit vorne und braucht sich in Sachen Schärfe, Randschärfe, Kontrast, Farbwiedergabe, etc, etc, keinesfalls hinter den anderen großen Markengläsern zu verstecken.
Das ist Qualität "Made in Germany", wie wir es so gerne haben!

2. Zum Service der Firma:
Kann ich nur in den Himmel loben, es handelte sich um ein Fernglas der ersten Alpin Baureihe und somit waren sämtliche Garantieansprüche erloschen.
Dennoch bekam ich das Glas 2 Wochen früher als angekündigt zurück, mußte kein Rückporto zahlen und die Reparatur und die Neujustage waren umsonst!
Das nenne ich einen vorbildlichen Service wie man ihn sich nur wünschen kann.

Man könnte jetzt diskutieren, ob ein dickes Lob auch automatisch als Werbung ausgelegt werden kann, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass es ruhig mal lobend erwähnt werden darf, wenn heutzutage eine Firma noch einen solchen Service bietet und darüber hinaus auch noch exzellente Produkte herstellt!
Danke an Optolyth! :applaus: :applaus:

Viele Grüße
Wolfgang Loos
 
Hallo Wolfgang,

glückwunsch zum Glas und viel Freude damit, vor allem, was dieses historisch betrachtet schon alles gesehen hat?

Die späteren Modelle hatten 115 Meter/1000 und die 30 Jahre Garantie kommen nicht von irgendwo.

Doch ich habe mit diesen Gläsern keine gleichlautende Erfahrung gemacht, außer, sie waren immer teuer und im Vergleich zu den Nebenbuhlern bleib die Leistung deutlich hinter ihnen.

Fairerweise muss ich aber sagen, meine Aussage bezieht sich auf die Dachkantreihe Royal, bei den Porros kann das anders gelagert sein.

Dennoch - TOP Service und Hut ab.
 
Hallo Dominique!

Durch ein Optolyth Dachkant habe ich noch nie geschaut, aber was mein Alpin-Porro angeht, so ist es wirklich Spitze!
Ich habe zwar keine "richtig" teuren Gläser zum Vergleich in meinem Besitz, aber immerhin Zeiss 10x50 Ost und West, Hensoldt Dialyth, Hartmann/Wetzlar, usw. Halt die "guten von damals".
Und da sticht der Optolyth durchaus positiv ins Feld, muß man sagen......;o))
Und soooo alt ist er auch nun wieder nicht, ich vermute mal aus den 90ern, auf dem Karton ist noch der originale Preisaufkleber in DM. Das Glas hat damals 790,- DM gekostet, ist ja nun auch nicht gerade wenig......
Gruß
Wolfgang
 
@ Dominique:

Hallo Dominique,

wollte nur kurz bescheid geben, dass ich gerade gesehen habe, dass Optolyth seine gesamte Alpin-Reihe aus dem Katalog genommen hat.
Ich habe in den letzten Tagen ausgiebig mit meinem 10x40 Alpin Classic tagsüber geschaut und muß sagen, dass das Glas wirklich ganz hervorragende Arbeit leistet.
Das Bild ist so "farbfrisch" und brilliant, wie es eigentlich besser nicht sein kann.
Was das kleine Sehfeld angeht, so scheint zumindest das "scheinbare" ganz in Ordnung zu sein, denn der "Kreis" den man sieht, hat fast keinen Tunnel und ist nicht um Welten kleiner als z.B. bei einem 8x30 Deltrintem oder vegleichbaren WW-Gläsern. Das ist natürlich nur mein subjektiver Eindruck, aber man guckt nicht durch das Glas und denkt die ganze Zeit: "Tolles Bild, aber viel zu kleines Sehfeld."
Ich liebe selbst auch WW-Optik, aber das kleine Sehfeld beim Optolyth macht nicht wirklich unglücklich.
Hinzu kommt, dass das Glas sehr robust gebaut ist, schön in der Hand liegt und nur ca. 550 Gramm wiegt!
Das ist schon ein Unterschied zu den 1 Kilo Gläsern der älteren 10x50 Modelle.
Übrigens, es hat nie ein Optolyth Alpin mit 115m/1000m gegeben, es waren sowohl beim Alpin NG (nicht so schönes Design) und beim Classic (schönes Design) immer 102m.
Ich könnte mir vorstellen, dass, wenn es jetzt zu einem "Ausverkauf" der noch verbleibenden Reststücke in den Läden kommt, das Glas vielleicht bis zur Hälfte reduziert wird und dann ist es das ideale Glas für Tagsüber.
Sollte man drüber nachdenken, wenn man vorhat, sich ein "Allround-Fernglas" mit Schwerpunkt "tagsüber" zu kaufen.......
Was es nachts kann, habe ich bisher noch nicht ausprobieren können.......Schei..-Wetter.....;o(
Grüße
Wolfgang
 
Zitat von stereoskop:
@ Dominique:

Hallo Dominique,

...........Übrigens, es hat nie ein Optolyth Alpin mit 115m/1000m gegeben, es waren sowohl beim Alpin NG (nicht so schönes Design) und beim Classic (schönes Design) immer 102m.
...........

Hallo Wolfgang, Porro eben ;) KLASSE Informationen - besten Dank dafür.

Hm, lt. meinen Unterlagen, original Prospekt:


?)
 

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Hallo Wolfgang!

Ich hatte vor längerer Zeit auch ein Alpin 10x40. Insbesondere die SCHÄRFE des Glases ist mir noch sehr deutlich in Erinnerung geblieben, die war nämlich exellent und überdurchschnittlich gut.

Es mit den Dachkanten zu vergleichen macht wenig Sinn, diese können in punkto Schärfe gegen ein gut gebautes porro ohnehin nicht mithalten...

Gruß
Stefan
 
@ Dominique

Hallo Dominique!
Danke für den Anhang, das sind interessante Neuigkeiten!
Vielleicht verhält es sich so:

Ich nehme an, dass dein Prospekt schon ein paar Jahre alt ist und ich vermute, dass mein Glas aus dieser Zeit stammt.
Das "neue" Alpin im aktuellen Katalog (der mir vorliegt) mit Beinamen "Classic" ist angeblich Baugleich mit dem alten, und hat lt. Optolyth-Katalog 102m SF.
Warscheinlich hat das ältere, "originale" Alpin tatsächlich 115m, und meins somit auch.
Daher kommt bestimmt mein Eindruck, dass das Sehfeld gar nicht so unangenehm klein ist.
Wäre doch eine Erklärung, oder?
Merkwürdigerweise steht das Gewicht in meinem aktuellen Optolyth-Katalog mit 575g angegeben und meins bringt nur 521g auf die Küchenwaage.
Rätsel über Rätsel.....;o))
Gruß
Wolfgang
 
Zitat von stereoskop:
@ Dominique

Hallo Dominique!
Danke für den Anhang, das sind interessante Neuigkeiten!
Vielleicht verhält es sich so:

Ich nehme an, dass dein Prospekt schon ein paar Jahre alt ist und ich vermute, dass mein Glas aus dieser Zeit stammt.

Hallo Wolfgang,
ja, der Prospekt ist so aus den Ende 88 Anfang 93ern (?)

Ich würde an deiner Stelle nochmals bei Optolyth nachfragen. Die fänden das sicher interessant, dass ein Kunde sich so mit dem Glas, mit denen beschäftigt. Bei der Gelegenheit kann man ja mal erfragen, warum sie die besseren Porros aus dem Programm ziehen.
 
Hallo Stefan,


Es mit den Dachkanten zu vergleichen macht wenig Sinn, diese können in punkto Schärfe gegen ein gut gebautes porro ohnehin nicht mithalten...

eine gewagte Äußerung! Sollten die Käufer von Edelgläsern wie Zeiss Victory FL, Leica Ultravid HD oder Swarovski EL tatsächlich so dämlich sein, viel Geld für unscharfe Optiken zu bezahlen?

Gruß

Manfred
 
@ Dominique

Hallo Dominique!

Gesagt, getan, ich habe gerade mit Optolyth telefoniert und der Zuständige (sehr freundliche) Herr Denis fand tatsächlich Angaben aus älteren Prospekten, in denen das Alpin 115m hat.
Er sagte, dass das noch vor seiner Zeit bei Optolyth war und deshalb war es ihm bislang gar nicht bewußt.
Mein Glas stammt aus dieser Zeit (Ende 80er/Anfang90er) und hat somit die 115m.
Er sagte, er wisse, dass, um die letzten Randunschärfen auszumerzen, die Blenden bei dem ein oder anderen Modell im Laufe der Jahre verändert wurden.
Diese "Optimierung" mußte sich das 10x40 Alpin wohl auch gefallen lassen.
Ob es tatsächlich eine Verbesserung ist, ist fragwürdig, denn das größere SF ermöglicht natürlich ein viel schöneres Panorama und Randunschärfe fällt bei meinem eigentlich gar nicht auf.
Da freue ich mich, das ältere Modell zu haben und kann nur jedem empfehlen, sich eins bei Ebay zu "schiessen", falls Bedarf nach einm Glas dieser Größenordnung besteht.
Je nach Auktion und Jahreszeit gehen die so zwischen 80 und 150 Euro weg und das ist für diese Qualität ein echter Schnäppchenpreis. Das Streulichtverhalten (tagsüber) ist bei diesem Glas übrigens sehr gut, es sind bei diesiger Sicht oder Seiten/Gegenlicht kaum Reflexe vorhanden.
Gruß
Wolfgang
 
Zitat von stereoskop:
@ Dominique

Hallo Dominique!

Gesagt, getan, ich habe gerade mit Optolyth telefoniert und der Zuständige (sehr freundliche) Herr Denis fand tatsächlich Angaben aus älteren Prospekten, in denen das Alpin 115m hat.
Er sagte, dass das noch vor seiner Zeit bei Optolyth war und deshalb war es ihm bislang gar nicht bewußt.
Mein Glas stammt aus dieser Zeit (Ende 80er/Anfang90er) und hat somit die 115m.
Er sagte, er wisse, dass, um die letzten Randunschärfen auszumerzen, die Blenden bei dem ein oder anderen Modell im Laufe der Jahre verändert wurden.
Diese "Optimierung" mußte sich das 10x40 Alpin wohl auch gefallen lassen.
Ob es tatsächlich eine Verbesserung ist, ist fragwürdig, denn das größere SF ermöglicht natürlich ein viel schöneres Panorama und Randunschärfe fällt bei meinem eigentlich gar nicht auf.
............

Hallo Wofgang,

hier ist glaube ich die Aufklärung:
GF - Randschärfe etc.
 
Hallo Dominique,

das ist ein sehr interessanter Thread über das 12x50, aber mir klingt das alles zu negativ gegenüber der Firma Optolyth. Ich habe durchaus den Eindruck, dass die auf Grund einer langen und stimmigen Firmengeschichte schon wissen, was sie tun. Tatsächlich bin ich aber nicht Fachmann genug, um das wirklich beurteilen zu können.
Es mag durchaus sein, dass die angesprochenen Mißstände dieses 12x50 Glases auf dieses Modell zutreffen und berechtigt sind, aber ich kann nur explizit von meiner Erfahrung mit speziell dem 10x40 Alpin Classic reden, und zwar mit 115m SF.
Und da gibt es garantiert "nix zu meckern", ganz im Gegenteil, ich seh mich nur noch mit dem Ding rumrennen.....
Mich würde interessieren, was Kapazitäten wie Holger Merlitz oder Herr Schön zu exakt diesem Fernglas sagen würden.
Schade, dass es da keinen Vergleichstest mit vergleichbaren Modellen gibt.
Ich wette, der Optolyth würde echt gut abschneiden.
Immer gemessen am Preis/Leistungsverhältnis bezogen auf ältere Spitzengläser, die heute auf dem Gebrauchtmarkt bis ca. 200 Euro gehandelt werden.
Ich denke, wenn man vorhat, sich ein Fernglas dieser Größenordnung zuzulegen, sei es jetzt ein Zeiss Jena oder Zeiss West oder was auch immer, sollte man den Optolyth durchaus mit in Betracht ziehen.
Viele Grüße
Wolfgang
 
Zitat von stereoskop:
Hallo Dominique,

das ist ein sehr interessanter Thread über das 12x50, aber mir klingt das alles zu negativ gegenüber der Firma Optolyth. ......Viele Grüße
Wolfgang

Wolfgang,
der Link sollte nicht dazu dienen, Optolyth in Frage zu stellen, sondern mehr die Hintergründe zu beleuchten-technisch betrachtet. Du machst einen Hunger auf die Qualität, dass ich meinen FiMi schon mal eingestimmt habe ;) (Finanzminister, weiblich)
Vor allem ist es nicht IMMER unbedingt wichtig zu wissen, wie wer über welches Glas wie denkt, sondern das man selber Freude daran hat. Ein Glas oder eine Firma hat immer so viel Feinde oder Freunde wie Anwender. Ich hoffe, ich konnte das hiermit entschärfen. Pflege es gut, die Digi FG´s kommen, Analogis werden dann selten :)
 
Hallo Dominique,

du hast völlig Recht, ich habe deinen Link auch nicht als allgemeine Kritik verstanden, sondern so, wie er gemeint war, nämlich zur Beleuchtung der technischen Seite mit der zusätzlichen Blende.

Ist das wahr, kommen digitale Ferngläser!!??
Digi finde ich doof, ist meist kalt und leblos.
Bei der Musik wirds am Deutlichsten, obwohl ich beruflich einen CD-Laden habe, höre ich fast nur Vinyl....;o)
In der Photographie ist es ähnlich, es geht nichts über ein brilliantes Dia.
Witzig, ich habe letztlich versucht, jemandem den Unterschied zu erklären, den ich empfinde, wenn ich durch mein multivergütetes Zeiss Jena 10x50 schaue und dann durch mein 10x50 Zeiss Oberkochen.
Ich habe es genau wie den Unterschied zwischen Analog und Digital beschrieben, was nicht heißen soll, dass ich das "modernere" Zeiss Jena nicht absolut toll finde. Aber ohne es genau erklären zu können, ist das Zeiss West trotzdem mein "Sonntagsglas", obwohl schlechter vergütet. Aber man sieht "weicher" "wärmer", ähnlich wie der Unterschied zwischen Analog und Digital. Das Zeiss Jena ist kontrastreicher, aber die Farben wirken auch ein bißchen "kälter".
Wenn "Nicht-Bino-Fans" das hier zufällig lesen, müssen die denken: "Deren Sorgen möchte ich haben"........;o))
Gruß
Wolfgang
 
Ist das wahr, kommen digitale Ferngläser!!??

Wolfgang, moderne Zeiten.

Sony


Ich prognostiziere diesen Gerätschaften die selbe Zukunft,
wie denen der DigiCams. Opfer der entwickelnden Beschleunigungskrise ohne jemals eine Wertigkeit im Verbund mit dem Anwender gefunden zu haben.

Wenn ich totgesegneter mal aus einem recht bekannten Prospekt zitieren darf:

Zitat:
Einwegfeuerzeuge, Kugelschreiber und Plastikuhren. Die Welt ist voll von Dingen, die eine Weile ihren Zweck erfüllen, um dann über kurz oder lang auf der Müllhalde zu verschwinden. Das ist gut, solange es praktisch ist. Das ist schlecht, wenn es den Besitzer um seinen Spaß bringt. Denn wer die Dinge ein wenig differenzierter betrachtet, findet gerade in der intensiven Auseinandersetzung eine besondere Freude. Auf die Fotografie trifft das zu wie auf kaum etwas anderes.
Eine Kamera dokumentiert das Leben und wird damit zu einem Teil des Lebens.

Warum sollte man ausgerechnet in diesem Punkt praktisch denken?
............. Zitat Ende.

Mir geht´s mit einem Fernglas nicht anders aber es ist wohl nicht mehr zeitgemäß seine Persönlichkeit zu kultivieren. Oder?

Puristische Grüße. :-)

 
Naja, es gibt schon hochwertige Digitalkameras. Kein [zensiert] nutzt mehr analoge Technik, außer für speziellen Zwecke, z.B. im künstlerischen Bereich. Man sollte sich nicht aus nostalgischen Gründen der Realität verschließen, das ist ziemlich rückwärts gewandt und nicht objektiv. Ich möchte jedenfalls nicht mehr unmengen Geld ausgeben müssen für schlecht entwickelte Negative, oder gar selber unter der Bettdecke Negative entwickeln. Das ist zwar in der Rückschau ganz nett, aber heute macht man mit einfachsten 100 Euro Kameras ein paar Bilder, bearbeitet diese vielleicht noch und fertig. Das Ergebnis ist besser und kreativer als mit einer Leica oder Canon A1 von vor 20 Jahren. Man schaue sich zum Beispiel den Falkauer Atlas von Vehrenberg an, heute kann jeder Anfänger bessere Bilder machen, mit einfachster Ausrüstung. Und Vehrenberg hat damals (glaube ich) mit angesaugtem Rollfilm und speziellen Astrokameras gearbeitet, nicht mit einfachem Filmmaterial.

Genauso ist es mit den Ferngläsern. Die alten Schinken aus der DDR oder von Zeiss West können nicht mithalten mit moderner Technik, egal ob Dachkant oder Porro.

Oder die alten Teleskope nebst Zubehör, die kann man fast alle in die Tonne hauen, im Vergleich zur aktuellen Chinaware. Was waren die Kosmos Minirefraktoren doch armselig im Vergleich zu einem 8" Chinadobson oder einem C8. Heute machen sich die Leute selber 20" Teleskope, undenkbar vor 20 Jahren.

In der Technik wird fast alles besser, nur in der Erinnerung sind die alten Sachen gut. Ausnahmen gibt es natürlich, wo die Entwicklung nicht so voran schreitet. Aber Optik gehört definitiv nicht dazu. Weder Fernoptik noch Foto, noch Astroequipment.

Grüße
Andreas

 
Kein [zensiert] nutzt mehr analoge Technik, außer für speziellen Zwecke, z.B. im künstlerischen Bereich.

oha, bei allem Respekt, man sollte Informationslücken nicht mit Fantasie füllen. Dir traue ich mehr Wissen zu, die Aussage allerdings erzeugt Kopfschütteln.

...... nicht mehr unmengen Geld ausgeben müssen für schlecht entwickelte Negative, oder gar selber unter der Bettdecke Negative entwickeln. Das ist zwar in der Rückschau ganz nett, aber heute macht man mit einfachsten 100 Euro Kameras ein paar Bilder, bearbeitet diese vielleicht noch und fertig. Das Ergebnis ist besser und kreativer als mit einer Leica oder Canon A1 von vor 20 Jahren.

noch mehr Kopfschütteln + Schmunzeln.

Man schaue sich zum Beispiel den Falkauer Atlas von Vehrenberg an, heute kann jeder Anfänger bessere Bilder machen, mit einfachster Ausrüstung. Und Vehrenberg hat damals (glaube ich) mit angesaugtem Rollfilm und speziellen Astrokameras gearbeitet, nicht mit einfachem Filmmaterial.

Astrofotografie und die normale Fotografie. Ein Vergleich der keiner ist.

Genauso ist es mit den Ferngläsern. Die alten Schinken aus der DDR oder von Zeiss West können nicht mithalten mit moderner Technik, egal ob Dachkant oder Porro.

Oder die alten Teleskope nebst Zubehör, die kann man fast alle in die Tonne hauen, im Vergleich zur aktuellen Chinaware. Was waren die Kosmos Minirefraktoren doch armselig im Vergleich zu einem 8" Chinadobson oder einem C8. Heute machen sich die Leute selber 20" Teleskope, undenkbar vor 20 Jahren.

In der Technik wird fast alles besser, nur in der Erinnerung sind die alten Sachen gut. Ausnahmen gibt es natürlich, wo die Entwicklung nicht so voran schreitet. Aber Optik gehört definitiv nicht dazu. Weder Fernoptik noch Foto, noch Astroequipment.

von der weitverbreiteten Fotografie im Schwenk vorbei an der minimalistischen Kleingemeinde der Astronomie zu diesen Entschlüssen zu gelangen,......... mir fällt da nix mehr ein. Aber, wie immer, jeder wie er mag, doch bitte nicht böse sein, deine Aussagen sind eben dem Wissensstand angemessen - sehr oberflächlich. Eine angemessene Antwort wär hier m.E. völlige Verschwendung.

 
Zitat von R_Andreas:
Die alten Schinken aus der DDR oder von Zeiss West können nicht mithalten mit moderner Technik, egal ob Dachkant oder Porro.

Wie oft hast du denn schon durch die "alten Schinken" geschaut und welche "moderne Technik" ziehst du denn als Vergleich heran?

Da müssen ja eine Menge Ahnungslose unterwegs sein, die immer noch viel Geld für die alten Schinken ausgeben. Oder sind sie eben nicht so ahnungslos ... ?

CS
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke Dominique, danke Michael @ R_Andreas,

ihr sprecht mir aus der Seele!!

Bei allem Respekt, aber es sind genau die Aussagen wie im Drittletzten Post (dieser hier nicht mitgezählt), die unsere Welt in einen Haufen Plastikschrott verwandeln!
Nur schnell muß es sein. Und möglichst digital.
Dass sämtliche Schönheit und Emotionen dabei auf der Strecke bleiben, ist wohl ein notwendiges Übel, wenn es überhaupt als solches erkannt wird.
Lieber mit einer 100€ Digikamera im Urlaub mal eben 800 Fotos machen (Boooa ey), diese dann in einer Datei zu den anderen 25000 Digifotos ablegen und nie mehr ansehen.
2 Jahre warten bis Datei überholt und nicht mehr kompatibel zu neuem, noch schnellerem System und den ganzen Kram halt einfach löschen oder zu den anderen 25 Festplatten legen, die man "demnächst unbedingt mal checken muß, um die besten Sachen der letzten 5 Jahre zu sichern".
Toll! Und warum das Ganze? Weil`s eh völlig unwichtig ist, weil die gespeicherten Digi-Dateien leblos sind und somit keine Emotionen wecken, die einen dazu bewegen könnten, den eigentlichen Sinn eines schönes Fotos oder einer schönen festgehaltenen Erinnerung zu würdigen.
Ein Fotoalbum nimmt man alle Jahre wieder zur Hand, und das auch noch nach vielen Jahren, bei diesen völlig übertriebenen Datenmengen geschieht das niemals.
Irgendwann werden sich die Aliens im Weltall, die gerade unseren Planeten auschecken fragen, wo eigentlich alle fotografischen Aufzeichnungen der Erde ab ca. 1980 sind?
Alles gelöscht? Ach so.....;o(

....und ich schaue lieber durch einen alten Schinken, der Geschichte hat und trotzdem Erstaunliches zu leisten vermag, der vor Jahrzehnten mit wesentlich mehr Anteil von Handarbeit und Formschönheit hergestellt wurde. Und das, ohne dass dabei ständig auf einen Bildschirm am Computer geglotzt wurde. Das ist Kunst, die ich mehr bewundere als "moderne Technik".
Bevor ich mir so einen Klotz wie so einen Sony-Digi-Feldstecher vor die Omme halte, höre ich lieber ganz auf. Ich frage mich, warum man mit dem Ding nicht telefonieren kann? Ist doch ein Feldstecher!

Gruß
Wolfgang
P.S.: Man könnte meinen, ich sei der Meinung "Früher war alles besser!" Wie kommt ihr nur da drauf?......;o)





 
Zitat von stereoskop:
Danke Dominique, danke Michael @ R_Andreas,

ihr sprecht mir aus der Seele!!

Bei allem Respekt, aber es sind genau die Aussagen wie im Drittletzten Post (dieser hier nicht mitgezählt), die unsere Welt in einen Haufen Plastikschrott verwandeln!
Nur schnell muß es sein. Und möglichst digital.
................Gruß
Wolfgang
P.S.: Man könnte meinen, ich sei der Meinung "Früher war alles besser!" Wie kommt ihr nur da drauf?......;o)

OT:
okay Wolfgang, für uns Höhlenmenschen:

".........Es ist nicht lange her, da war der Kauf einer Spiegelreflexkamera solch ein Initiationsritus. Und wer sich zu
seiner Spiegelreflexkamera auch noch Wechselobjektive kaufte oder gar ein Stativ, war endgültig erwachsen.
Aber jetzt?
Jetzt laufen erwachsene Menschen plötzlich mit Kinderkameras herum. Ja, je größer die Leute werden, desto
kleiner werden ihre Fotoapparate  ganz anders als früher. Sie sagen dann immer: »Ich hab mir jetzt auch eine
Digitalkamera gekauft.«
Wie oft ist dieser Satz zurzeit in jedem durchschnittsdeutschen Freundeskreis zu hören? Ich hab mir jetzt
auch,ich hab mir jetzt auch,ich hab mir jetzt auch. Ein seltsam defensiver Satz, der mehr nach schlechtem
Gewissen als stolz klingt."

Eine verzweifelte Liebeserklärung an die alte Spiegelreflexkamera


Ich darf aber erwähnen, dass es mir im Grunde vorerst egal ist, auf welchem Medium das Bild entsteht.

So lange die Fotografie daran gemessen wird, was sie im Stande ist aus zudrücken und nicht daran, was sie technisch in der Lage ist zu leisten, ist alles i.O.

Fast, aber das ist ein anderes Thema.

Viel Spaß beim lesen des Beitrags im Link.
 
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