Orientierung am Himmel

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gamander

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Hallo,

ich bin Thomas und seit einigen Tagen hat mich das Astronomiefieber gepackt. Ich habe gestern mal versucht den Andromedanebel zu finden nur mit einem Fernglas, habe mich nach Kassiopeia orientiert und dann Pegasus gesucht, hat ewig gedauert, ehe ich mich eingesehen habe, habe dann Mirach gefunden und nach ca. 2 stunden den Andromedanebel. ic h habe eine App Sky Map benutzt, war aber umständlich.
Meine Frage deshalb:

Kann mir jemand eine gute Sternkarte empfehlen für Anfänger mit der man sich leicht orientieren kann, möchte auch Deep Sky Objekte sehen, bekomme morgen mein bestelltes Skywatcher Dobson Teleskop N 150/1200 und bin schon sehr gespannt, möchte aber nicht immer 2 Stunden suchen.

Freue mich über Vorschläge
 
Hallo Thomas,

das Standardwerk für die Beobachtung mit Teleskop ist der Deepsky Reiseatlas.

Dort sind auch die Telrad-Kreise eingezeichnet, was das Auffinden stark erleichtert.

Telrad und Reiseatlas gibt es auch als Kombipaket zu kaufen.

Voraussetzung ist natürlich, dass du bereits so weit bist, die einzelnen Sternbilder zu erkennen. Für diesen ersten Schritt ist dieses Buch empfehlenswert.

Und fast hätte ich's vergessen: Eine drehbare Sternkarte.

Gruß
Wolfgang
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thomas,

zum Auffinden der Objekte unverzichtbar ist m.Mg. der "Deep Sky Reiseatlas", einfach mal hier drücken.

Dazu als Finder evtl. noch den "Telrad" o. ähnlichen Peiler und Du bist sehr gut suchmäßig ausgerüstet.

**Upps: Der Wolfgang war schneller...
 
Hi Thomas

das geht nur wenn Du die Sternbilder lernst und mit wachsender Orientierung auch weißt wo sie wann zu finden sind.

Das kann man mit vielen Hilfsmitteln machen.
Atlas für Himmelsbeobachter (Karkoschka), Reiseatlas, Internet-karten wie die von Toshimi Taki u.a.
oder kompakt, den mag ich gerne, den Poket atlas von Roger Sinnot.

Unverzichtbar ist aus meiner Sicht eher der richtige Sucher - passend zum Teleskop und zu Deinem bevorzugten Handling.
Ich bin nach wie vor Fan vom Baader Skysurfer III und empfehle den jedem Einsteiger.
CS
 
Hallo Thomas,

Absolute Grundvoraussetzung ist die Kenntnis der wichtigsten Sternbilder. Die lernst Du am besten und einfachsten mit einer klassischen drehbaren Sternkarte, wie der von Wolfgang empfohlenen von Kosmos. Wenn Du die Sternbilder einigermaßen drauf hast, kannst Du Dich mit diesem Wissen mit einem Sternatlas wie dem Deepsky Reiseatlas leicht orientieren und findest damit auch einfach die Deepskyobjekte.

Tipp: besorge Dir für den Dobson einen Telrad-Peilsucher, den Deepsky Reiseatlas und ein 2" Übersichtsokular in etwa 30mm Brennweite. Dann kann es losgehen.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Thomas,

wenn es zunächst mal beim bloßen Auge und der Steigerung mit dem Fernglas bleibt ist eine

Drehbare Sernkarte

m.E. eine gute Idee zur Orientierung, zum Verständnis der Himmelsmechanik und für die Aufsuche von Planeren sowie einer guten Anzahl heller DeepSky-Objekte.

Dann kommen Karten, Teleskope, Copmputerprogramme und doch hängt es manchmal an Details, an Kleinigkeiten in der Vorgehensweise, beim

Suchen und Finden

und ich steh da total auf manuelles Starhopping, wenn es die Himmelsqualität hergibt.

Zum Erlernen dieser Technik finde ich das Buch

Der Starhopper

sehr interessant, da wird das manuelle Vorgehen, aber z.B. auch die Aufsuche mit Computersteuerung anhand von BEispieltouren erklärt.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für alle Ratschläge, obwohl es so lange gedauert hat, war es ein Supererlebnis, den Nebel allein zu finden ohne technische Hilfsmittel, werde mir mal eine drehbare Sternkarte zulegen und dann mit dem Teleskop mal probieren, mei finz. Budget ist auch nicht unbegrenzt
 
Hallo Thomas,

für Fernglas und optischen Sucher (der zukünftige Newton wird vermutlich einen haben) ist der Karkoscha (Atlas für Himmelsbeobachter) eine gute Idee.

Grüße

fquadrat
 
Habe jetzt das Teleskop bekommen und heute Jupiter mit Monden gesehen, wunderbar, Saturn nicht so wie im Buch, sondern wie eine flimmernde Scheibe mit schwarzem Punkt drin und den Andromedanebel auch aber sehr unscharf wegen dem vielen Licht in der Stadt
 
Hallo,

Meine kostengünstige Empfehlung ist die Handyapp Stellarium. Mit dem Hilfsmittel habe ich meine ersten schritte gemacht und bin davon voll überzeugt!

Um die nachtsicht nicht zu verlieren kann auch der nachtmode eingeschalten werden.

Lg chris
 
nochmals vielen Dank für alle Beiträge, habe gestern auf einem Hügel ohne viel Störlicht den Andromedanebel ins Visier genommen, würde ihn gern noch etwas schärfer sehen,
welches Okular wäre für mein Teleskop geeignet und würde ein Filter etwas bringen?
 
Der Andromedanebel (M31) ist visuell für den Anfänger fast immer eine Enttäuschung, weil seine Erwartung von den bekannten Photos geprägt ist. Im Unterschied zum Photosensor kann das Auge aber keine Langzeitbelichtung machen und sieht dann nur einen diffusen Nebelfleck ohne viel Struktur. Ein weiterer Unterschied ist die fehlende Farbwahrnehmung, in der Nacht sind alle Katzen grau!

Schmalbandfilter helfen z.B. bei planetarischen Nebeln mit diskreten Emissionslinien, aber bei Galaxien mit einem kontinuierlichen Lichtspektrum nützen sie nichts.

Im städtischem Umfeld könnten Filter zur Unterdrückung von Lichtverschmutzung (insbesondere von Natriumdampflampen) helfen, den Kontrast zu verbessern, aber Wunder kann man davon auch nicht erwarten. Am besten ist immer noch ein möglichst dunkler Standort weitab von der Stadt.
 
Zitat von gamander:
habe gestern auf einem Hügel ohne viel Störlicht den Andromedanebel ins Visier genommen, würde ihn gern noch etwas schärfer sehen,
welches Okular wäre für mein Teleskop geeignet und würde ein Filter etwas bringen?
Der Nebel ist sehr groß, bei der hohen Teleskopbrennweite ist die längste Okularbrennweite genau richtig. Ein paar Details mehr kannst Du mit kürzerbrennweitigen Okularen sehen, aber die dürfen gerne Weitwinkeltypen sein. Die konkrete Brennweite hängt davon ab, was bisher genommen wurde, und zwar an Brennweite, scheinbarem Gesichtsfeld und Steckmaß.

Ein Filter bringt nur etwas bei Natriumdampflampen als Störlichtquelle - für Niederdruck reicht Neodym, für Hochdruck muß es DS/CLS/LPR sein.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Thomas,

Saturn nicht so wie im Buch, sondern wie eine flimmernde Scheibe mit schwarzem Punkt drin

Diese Aussage macht mich etwas stutzig. Der schwarze Punkt auf einer Planetenscheibe kann nur der Fangspiegelschatten von deinem Dobson sein. Das wiederum heist aber das du nicht im Fokus = Schärfepunkt warst. Du solltest also das Fokussieren an flächigen Objekten - z.B. Mond - oder an Sternhaufen - z.B. h/chi im Perseus - üben. Der Andromedanebel ist dafür leider nicht geeignet.

CS
Dirk
 
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