Orientierung - irgenwas mache ich falsch ...

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astrofax66

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Hallo,

Irgendwie komme ich nicht klar, mich am Himmel zu orientieren.
ein Beispiel: da ich einen guten Blick Richtung Westen / Südwesten habe, sehe ich gerade sehr schön das Sternbild des Schlangenträger.
Zuerst versuche ich nun mich anhand der "Hauptsterne" zu orientieren - bloss da fangen die Probleme an, da im Sucher bzw im 38er Überblicksokular soviele Sterne sichtbar sind, und ich nicht weiss, welcher das nun sein soll ....
Oder Beispiel Sternbild Nördliche Krone:
Wo ich immer Probleme habe, ist zu wissen, wieviel ich eigentlich im Okular sehe.
Die Nördliche Krone ist ja nicht so ein grosses Sternbild - sehe ich das komplett im 38er , oder nur einen Teil?
Irgenwas mache ich falsch, vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps ?
Danke im voraus,

LG
Hans
 
1) Peilsucher, z.B. Telrad. Damit wießt du schon mal, welcher Stern im Okular ist
2) Aufsuchkarte, in der das Gesichtsfeld des Übersichtsokulars eingedruckt ist. die Sternkartenprogramme können das. Damit weißt du schon mal, was du siehs
3) Karte richtig halten. Bei einer ungeraden Anzahl von Spiegelungen musst du gespiegelte Karten drucken, also Bei Refraktoren, SCs und Maksutovs mit Zenitspiegel. Die weitere Ansicht hängt (leider) von der Stellung des Zenitpsieges ab. Bei Newton-Teleskopen die Karte ausgehend vom Himmelsanblick genau auf den Kopf stellen.
 
Hallo,

um zu wissen was im Okular zu sehn ist musst du dir das scheinbare Gesichtsfeld des Okulares und die Vergrößerung anschaun. Beispielsweise hast du ein Okular mit 50° scheinbarem Gesichtsfeld, was nun 100-fach vergrößert dann hast du ein Gesichtsfeld von 0.5°(den kleinsten Kreis beim Telrad). Du teilst also das scheinbare Gesichtsfeld des Okulares durch die Vergrößerung.

Das ist natürlich alles nur Theorie, in der Praxis hängt es auch ein wenig davon ab ob man das ganze Gesichtsfeld überblicken kann, aber die Rechnung gibt dir nen guten Anhaltspunkt. Damit kannst dann auch in ein programm gehn und das FOV ;) einstellen. (steht zum Beispiel unten in der Mitte) So hast du vorm Beobachten schon eine grobe Vorstellung von dem was du sehn wirst.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo,

so wie du schreibst, kannst du die Sternbilder identifizieren, aber hast Schwierigkeiten, dich in einem eingeschränkten Ausschnitt mit einer Überzahl an sichtbaren Sternen zurechtzufinden. Da durch die hohe Vergrößerung ein Sternbild nie im Überblick zu sehen ist, rate ich dir, dich langsam vorzutasten.
Das heißt, du richtest das Teleskop über den Sucher auf einen hellen Stern, der sich in der Nähe des gewünschten Objekts befindet und zentrierst diesen dann im Okular. Im Sucher hältst du Ausschau nach markanten Sternformationen, die dich dann schrittweise zum Zielobjekt führen, d. h. du führst das Teleskop entlang "von Stern zu Stern" - entlang einer gedachten Linie, die Du dir mit Hilfe einer Sternkarte gebildet hast.
Ich weiß, klingt reichlich kompliziert-ist es aber gar nicht-wollte nur ausführlich schreiben.

Beispiel:

Du willst den Ringnebel M 57 in der Leier beobachten.
Also: Anhand einer Sternkarte bzw. Programms siehst du, dass sich M 57 zwischen Beta und Gamma Lyra befindet. Im Sucher den Stern Beta zentrieren - das Teleskop jetzt langsam in Richtung des Sterns Gamma bewegen. Auf halber Strecke befindet sich M 57 - nach diesem dann im Okular Ausschau halten.

So machst Du es mit allen Objekten, schrittweise von hellen, markanten Sternen zu den schwächeren Objekten vortasten. Dabei ist es hilfreich, mit Hilfe einer (ausgedruckten) Sternkarte nach bestimmten Sterngruppierungen zu suchen und diese als "Wegweiser" zu benutzen.

Ich hoffe, dass ich dir etwas geholfen habe.

Viel Erfolg!

Andreas
 
Hi Hans,

wenn Du einen geradesichtigen Sucher hast, folgender Tip von mir:
Mir hilft beim Suchen, das andere Auge offen zu lassen und damit das Zielgebiet anzuschauen, wärend ich mit dem anderen durch den Sucher schaue.
Es ist etwas schwer zu beschreiben, aber ich merke, wenn beide Augen nicht in die gleiche Richtung schauen und bewege dann das Teleskop in die Richtung, so dass das Gefühl besser wird. Und dann habe ich auch das Zielobjekt im Gesichtsfeld des Suchers.

CS
Chris
 
...und vielleicht ist das Sternbild Schlangenträger doch nicht das beste für den Einstieg; gibt einfachere.... :-)

LG
Hans
 
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