Orientierung!!!

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colonel

Neues Mitglied
Hallo erstmal an alle. Finde das Forum hier sehr sehr gut.
spiele schon längere zeit mit dem gedanken mir ein teleskop zu kaufen.
es soll für mich allerdings ersteinmal eine orienierung werden. welche beobachtungen interessieren mich und ist es überhaupt etwas was mich auf dauer interessiert. daher sollte es nicht unbedingt ein zu teures teleskop sein. man weiss ja nie, vielleicht landet es ja doch im keller! was für günstige einstiegsmodelle würdet ihr empfehlen? sollte ich eventuell auch auf ein gebrauchtes zurückgreifen?
ich danke schon mal im vorraus für eure tips und anregungen!
 
Tach und willkommen im Astroforum!

Mein Tipp: Versuche mal, Kontakt zu Astros herzustellen, die in Deiner Ecke wohnen und durch deren Instrumente Du mal gen Sternenhimmel spähen kannst oder gehe auf ein Teleskoptreffen.

Viel Spaß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Serenitatis
 
Danke schön erstmal an dich uwe.
was nimmt man da denn nun am besten für ein fernglas um die ersten himmelsbeobachtungen durchzuführen?
7x50? 10x50? oder darf es auch schon sowas wie 50x70 sein?
ein nachtaktives fernglas oder nicht? Rotfilter, ja oder nein?
 
Hi,

laß Dich bloß nicht von so blöden Werbesprüchen wie "nachtaktiv"
einlullen! Tiere können nachtaktiv sein, Menschen auch, aber
kein Fernglas. Damit ist einfach nur lichstark gemeint.

10x50 aus freier Hand kann man vergessen, dann braucht man ein
Stativ. Ich würde 7x50 oder 8x42 (bzw. 40) empfehlen für Freihandeinsatz.
Ich benutze ein 8x42.

50x70 ist völlig uninteressant. Für eine 50-fache Vergrößerung
benötigt man schon ein sehr solides, sprich teures Stativ, außerdem
ist das Gesichtsfeld eines solchen Glases recht beschränkt. Dies
in Verbindung mit der hohen Vergrößerung erschwert das Auffinden
von Objekten ganz erheblich.

Uwe hat recht, mit einem Fernglas zu beginnen ist sehr vernünftig,
ein solches erleichtert die Orientierung am Himmel, die man später
an einem Teleskop dringend benötigt.

Ein gutes Buch, welches leider nur noch gebraucht aufzutreiben ist,
wäre "Himmelswunder im Feldstecher" von Rudolph Brandt. Zusätzlich
noch eine "drehbare Sternkarte" vom Kosmos-Verlag. Das genügt für
den Anfang.

Wenn Du Dich dann nach einer gewissen Zeit am Himmel zurechtfindest
würde ich Kontakt zu andern Sternfreunden, einer Volkssternwarte etc.
suchen. Dort kannst Du verschiedene Teleskope kennenlernen bevor
Du eine Kaufentscheidung triffst.

Welche Ferngläser die besten sind, oder die preiswertesten, weiß ich
nicht, da können Andere Dir mehr zu sagen. Aber vermeide die extrem
billigen Teile vom Lebensmittel-Discounter. Die sind idR. unbrauchbar!


MfG Coyote
 
auch erstmal danke an dich coyote.
ich habe jetzt aber schon in ein paar threads gelesen das man in stadtnähe, und das wäre der fall bei mir, eher ein 10x50 nutzen sollte. wegen dem stärkeren restlicht. kann ich dann mit einem 7x50 oder 8x42 genauso gut beobachten??erde mich aufjedenfall jetzt erstmal nach ein paar astros in meiner gegend umschauen.
 
Hi,

da ist was Wahres dran. Wenn Du stark aufgehellten Stadthimmel hast,
könnte ein 10x50 besser sein. Oder noch besser ein 10x40. Ich ging
von dunklem Himmel aus.

Mal etwas Grundsätzliches: Die Lichtstärke eines jeden Feldstechers
bzw. Teleskops hängt von der sogenannten Austrittspupille ab. Diese
ist der Quotient aus Objektivdurchmesser und Vergrößerung. Beispiele:

8x42 = 5.25mm
7x50 = 7.14mm
10x50 = 5.00mm
50x70 = 1.4mm

Die Parameter auf einem Feldstecher wie zB. 7x50 besagen ja, das Glas
hat einen Objektivdurchmesser von 50mm und eine lineare Vergrößerung
von 7-mal, was bedeutet, Objekte erscheinen 7-mal so nah wie ohne
dieses Glas.

Es gibt Grenzen der Vergrößerung, nach oben und nach unten. Die
obere Grenze, die bei Ferngläsern nie erreicht wird, ist etwa der
doppelte Objektivdurchmesser in Millimetern. Die untere Grenze ist
die maximal mögliche Größe der Augenpupille bei völliger Dunkelheit.
Diese liegt, je nach Mensch, Lebensalter, Gesundheit etc., bei 6-8mm.
Und es bedarf zumindest einer Viertelstunde in der Dunkelheit, bis
das Auge sich soweit geöffnet hat!
Die minimale sinnvole Vergrößerung ist also der Quotient aus Objektiv-
durchmesser und diesen 8 Millimetern Pupillendurchmesser. Im Falle
eines 50mm Glases wäre dies 6.25-fache Vergrößerung. Feldstecher
mit Austrittspupillen von >=5mm nennt man Nachtgläser.

Ist jetzt der Himmel in der Stadt sehr hell, wird aber auch diese
ungewollte Helligkeit bei Nachtgläsern mitverstärkt, deshalb sollte
man dann lieber ein Glas mit einer Austrittspupille von 3-4mm nehmen.
Aber man muß dann evtl. das Glas auf einer Fensterbank auflegen oder
ein Stativ benutzen, da das Bild durch die Vergrößerung sonst wackelt.


Gruß Coyote
 
du hast wohl schon so einiges auf dem kasten. für mich hört sich das da noch sehr kompliziert an.
aber im großen und ganzen lässt sich ein glas mit kleinerer vergrößerung und kleinerem objektivdurchmesser auch in der stadt gut verwenden?
ich würde aber sowieso auch etwas ausserhalb der stadt, wo nicht soviel restlicht ist, beobachten wollen.
 
Re: Fernglas zum Anfang?

Hallo zusammen,

den Tip "am besten ein Fernglas" würde ich nicht so allgemeingültig unterschreiben.

Meine Erfahrungen mit Laien oder Beginnern an unserer Sternwarte ist: ein Teleskop ist für den Einsteiger viel spannender als ein Fernglas! Der Anblick von Mond, Saturn, Jupiter, M42, h/Chi, M45, evtl. der Sonne etc. auch im kleinen und billigen Teleskop fesselt die Leute in der Regel. Dagegen ist ein Blick auch durch das edelste Zeiss oder Leica-FG eher mit einem Schulterzucken verbunden. Ok, die vielen Sterne der Milchstraße mögen gelegentlich begeistern.

Bereits die ohne Stativ fehlende Möglichkeit der gemeinsamen Beobachtung ist gerade für den Anfänger ein Nachteil.

"Welche Beobachtungen interessieren mich" will Colonel herausfinden. Mit einem kleinen Teleskop kann man alle wichtigen Arten der Beobachtung antesten (also Mond, Planeten, Sonne, etwas DS, Doppelsterne, evtl. Webcamfotos und evtl. sogar Piggiback-Fotos). Mit einem FG geht da nicht viel... kann schnell langweilig werden.

Meine Botschaft: Begeisterung für die Astronomie weckt man eher mit einem bescheidenen Teleskop, als mit einem Fernglas. Eine Auslotung der eigenen Interessen ist mit einem FG kaum machbar. Ein FG ist eher was für bereits erfahrene Beobachter und Teleskopbesitzer.

Viele Grüße
Martin
 
Hi Colonel,
ich sehe das wie Martin und halte ein Fernrohr für deutlich variabler am damit interessanter für den Einsteiger. FG ist aus meiner SIhct eher ein Spezialgerät.
Vor dem Hintergrund und der, wie mir scheint noch vorhandenen Unschlüssigkeit ob das alles was dauerhaftes ist, denke ich wären Kontakte und erst mal so mitgehen und das alles mal erleben der richtige Weg für Dich. Nebenbei noch ein wenig Theorie anlesen und mit der Zeit wirst Du genug Eindrücke haben, um sicher zu gehen ob das Dein Ding werden kann. Die praktischen Erlebnisse werden Dir helfen Deine Geräteanforderungen zu ermitteln und dann ist es quasi nur noch ein kleiner Schritt zum Kauf.
CS
 
Hallo Antares,

also ich habe meine ersten Beobachtungen mit einem Feldstecher gemacht, weil nichts anderes da war. Aus heutiger Sicht muß ich sagen, daß ich zum einen das Potenzial des Feldstechers weder erkannt habe noch hätte nutzen können. Aus der Stadt raus, was geht da schon?
Da kann ein Teleskop viel mehr. Erst als ich mit dem Teleskop an gute Standorte fuhr, bekam ich einen Eindruck von den vielen Möglichkeiten, die der Feldstecher bietet.

Ich denke, es wird den meisten Einsteigern so gehen. Nur wer oft an dunkle Beobachtungsorte kommt, wird eine andere Einstellung haben. Wenn man aber einsteigt wird man doch häufiger zum Himmel schauen wollen, auch wenn man gerade mal nicht rausfahren kann.

Ich halte es nach wie vor nicht für falsch, wenn ein Einsteiger ein Teleskop anschafft. Der Hinweis, auch den Feldstecher zu nutzen, ist allerdings sehr richtig und sollte viel öfter gemacht werden. Denn ein Feldstecher ist oft schon vorhanden und andererseits zum Schleuderpreis zu haben (ärgere mich immer noch, nicht einen guten Meade bei Lidl aussortiert zu haben).

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,
eben. Wenn schon ein Fernglas (FG) in Hause, dann kann man damit beginnen.
Aber zum Start zuerst eines kaufen, eher nicht. Denn für viele Beginner sind zunächst aus unterschiedlichen Gründen oft Planeten und Mond von Interesse. Während bei Mond im FG vllt. noch etwas Begeisterung aufkommt, so werden Planeten selbst eher als unspannend empfunden. Mit Freihandgläsern noch mehr als mit einem Großfernglas, aber auch dort ist der Effekt gering, nach meinen Erfahrungen. Je nach Vorwissen, weiß man um Deepsky (DS) als Beobachtungziel oft eher weniger und die DS für des FG - die offenen Sternhaufen (OH )- werden von Beginnern und Unerfahrenen eher unspannend empfunden. Vllt. weil man hier schon Beobachtungsübung braucht um z.B. sich für Sternketten, differierende Sternfarben etc zu interessieren, was die OH halt ausmacht. Galaxien im FG werden oft nicht erkannt, Kugelsternhaufen fehlt Öffnung und Vergerößerung und an PN ist auch nicht im FG zu denken - zumindest nicht in dem Maß, wie es dem Beginner ein "wow" entlocken wird.
Selbst ein Großfernglas, wie mein 20x90 reicht da oft nicht, wie ich grade im letzten Urlaub wieder erleben mußte, obwohl mit M42, M44,45 etc schon Showpieces zusehen waren, die für meine Begriffe richtig nett aussehen. Scheinbar wird dies aber von Unbedarften oder auch Einsteigern eher anders wahrgenommen. Da kommt ein Saturn oder Mond im LIDL-Scope schon besser an.
CS
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Antares,
also ich weiß zwar, was du meinst und stimme dir auch zu (habe selbst mit einem (bereits vorhandenen) Fernglas angefangen), aber das ganze hier ist doch an Einsteiger gerichtet, oder? Meinst du nicht, dass weniger Abkürzungen zum Verständnis hilfreich wären?

CS

Matthias
 
Hallo Leute!
Ich bin so ein Anfänger mit frischen ersten erfahrungen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Und kann dazu folgendes sagen:
Ich hatte den Fehler begangen und mich vor lauter aufregung direkt ahnungslos in den Kaufrausch gestürzt und mir einfach ein Skope gekauft.Und dann erst die Lektüre.Nein ich schämme mich nicht dafür <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" /> nur etwas ärgern tue ich mich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />.Schließlich ist das wohl sehr vielen so gegangen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.Die Optik (90er MAK)ist trotzdem super nur die Montierung wahr unter aller s.. welche ich ersetzen mußte.Ich kann nur allen Anfängern raten kauft euch als aller erstes mal ordentliche Lektüre!Über die Praktische Ausübung dieses Hobby und Umgang mit einem Teleskop
zb. :"Fernrohr Führerschein" vom Oculum Verlag und oder "Das Astro-Teleskop für Einsteiger" vom Kosmos Verlag

in diesen Büchern wird alles genau erklärt über die Verschiedenen Bauarten von Teleskopen,deren Vor- und Nachteile,über Montierungen etc. und schließlich übers beobachten selbst.
Alles was man an Grundwissen haben sollte.
Ersteres würde ich sehr empfehlen.
dazu noch
Eine drehbare Sternkarte von Kosmos und vieleicht noch das Kosmos Himmelsjahr 2006/7
Und ein Buch über die Teoretischen Ergentnisse über das Universum.Ich habe hier "Abenteuer Welltall" vom Verlag Weltbild bevozugt welches ich auch nur loben kann da es den neusten Stand hat (erschienen 2005) und sehr Leien verständlich mit viel Fazinationsanregung verläuft.
Dann noch ein Stellarium kostenlos im Internet herunterladen und los kann es gehn.Wenn man nun zusätzlich dieser Lektüre ein paar Abende unter freiem Himmel verbringt und mit Hilfe der Drehkarte die Sternzeichen erlernt und sich informiert wo welche Objekte liegen und wie sind diese Objekte eigendlich dann merkt man selber ob das Hobby was für einen ist oder nicht.Nach Ablauf dieser Anfangszeit und wenn immer noch interesse besteht würde ich dann auch wie Martin zu einem Einsteiger Teleskop raten.Da man nun doch die Nähe zum All sucht!Und das braucht eben Vergrößerung (Vorsicht mit diesem Begriff beim Kauf eines Teleskop ist nicht die Vergrößerung ausschlaggebend sondern die Öffnung und die Brennweite!) Ich weiß nicht was man hier am besten bevorzugt,das kommt darauf an was man beobachten will Mond,Planeten einen Refraktor oder eher Deep Sky einen Reflektor darum vorher Informieren!Ein Gutes Fernglas kostet eben schon mal 200 EUR und die kann man anfangs wohl besser in ein gutes Teleskop mit investieren.

Grüße alle and Claer Sky´s <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Klaus
 
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