Originalverpacktes Zeiss 8x30 von VEBEG

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J_Brabender

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Hallo zusammen,

im Online-Auktionsbereich von VEBEG (Verwertungsgesellschaft für Bundeseigentum)
werden seit einigen Wochen originalverpackte Zeiss-Jena 8x30 Deltrentis (mit Einzel-
okulareinstellung) angeboten. Der Mindestgebotspreis beträgt 70,- Euro zuzüglich
MwSt (bei Abholung) sowie zusätzliche 11,- Euro bei Versand an den Käufer.
Vor zwei Wochen habe ich so ein Fernglas für 72,- Euro (94,52 Euro einschließlich MwSt
und Versand) ersteigert und heute ist es angekommen. Kein Scherz: die Deutsche Post
hat scheinbar inzwischen die schlechte Angewohnheit der Konkurrenz übernommen,
Warensendungen einfach bei einem Nachbarn abzugeben und sich auch die Arbeit zu
sparen, eine Benachrichtigung in den Briefkasten des Empfängers zu werfen, wenn das
Paket nicht hineinpasst. Immerhin hat das Fernglas den Transport durch die Post über-
standen, ohne daß die Justierung gelitten hat. Also habe ich heute mein neues Fernglas
auspacken und damit auch direkt Orion und die Plejaden anschauen können :-))
Einen Beobachtungsbericht werde Euch wohl besser ersparen, da die Beobachtungsbe-
dingungen ohnehin nicht besonders gut sind und mich auf das Fernglas beschränken.
Das ist abgesehen von einer "MdI"-Markierung (VOPO) und einer Strichplatte im rechten
Tubus, an sich ein ganz normales Deltrentis.
Nach der Seriennummer im Bereich von 4,6 Millionen zu urteilen stammt das Fernglas
von 1977 und hat daher nur eine einfache MgFl-Vergütung. Daran wäre eigentlich nichts
besonderes wenn das Fernglas nicht tatsächlich originalverpackt und mit allem Zubehör
und allen Papieren wäre, so wie es vor ungefähr 28 Jahren vom Werk eingepackt worden
ist.
Ich habe leider keine Ahnung, wie viele dieser Ferngläser noch bei VEBEG am Lager sind
aber ich nehme an daß es Sinn macht, sich zu beeilen wenn jemand so ein Fernglas haben
will, zumal dafür eine Registrierung notwendig ist, die einige Tage in Anspruch nimmt.

Viele Grüsse
Jürgen
 
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Hallo,

ich habe vor knapp drei Jahren ein derartiges unbenutztes Glas bei Ebay ersteigert. Leider war ich nicht in der Lage die störende Strichplatte zu entfernen, so daß es doch erheblich teurer wurde.

CZeissJ-8x30-Strichplatte

CS

Roland Krebs
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

Hallo Liebe Leser!
Ich habe mir Rolands Thread angesehen, naja, 65€ für die Strichplattenentfernung sind schon heftig. Ich möchte hier keine unlautere Werbung machen, aber Simone Hauptmann unter optixxx.de kann da sicher etwas preisgünstiger anbieten. Ich habe mit ihr sehr gute Erfahrungen gemacht, so wie allerdings auch mit Hrn. Ros vom Docter Service.
Generell würde ich sagen, daß die Investition in ein altes Fernglas unter der Seriennummer 5 Mio. (außer man muß eines haben so wie ich, allerdings nur aus Sammlerleidenschaft, ehrlich, meines hat Serinnummer 4.4xx.xxx) in einer Größenordnung von ca. 150€ (inkl. Ausbau der Strichplatte) doch überlegenswert ist. Ich habe auch ein modernes Docter B/CF 8x42 - und ein Rollei 8x30 Dachkant (ohne Phasenkorrektur). Beide sind vom Bild her wesentlich heller und kontrastreicher - muß man zugeben, m.E. ist für die Astronomie 8x30 schon an der unteren Grenze. Wofür sich das Deltrintem (bzw. etwas eingeschränkter das Deltrentis)jedoch hervorragend eignet sind Autorennen, Pferderennen, Flugshows, Sportbeobachtungen etc., wann immer man bei großer Helligkeit schnell bewegte Objekte/Personen beobachten möchte. Da ist das Ding aufgrund des irrsinnig großen Sehfeldes eine absolute Wucht.
Für die Astronomie oder Naturbeobachtung, speziell in der Dämmerung würde ich eher ein 8x40 aufwärts bevorzugen.
Frank Schäfer hat hier auf der astronomie.de einen tollen Artikel über brauchbare, preisgünstige Ferngläser geschrieben - Alternativen sind das Minolta Activa oder das Nikon - auf alle Fälle eine Überlegung wert. Und die kosten ebenso um die € 100,--.
Ich selbst besitze sowas nicht, wer aber ein gutriechendes Deltrxxxx in seiner Vitrine (so wie ich) stehen haben muß, der soll eins kaufen, es wird dennoch Freude machen. Und die Strichplatte ist sicher ein netter Gimmick ;-)

CS
Hans
 
Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

Hallo Hans und Roland,

ich habe mehrere Ferngläser mit Strichplatten und sicherlich ist so etwas nur eine
eine Art Spielerei, die mich persönlich aber nicht stört. Speziell am Nachthimmel
stören Strichplatten am allerwenigsten (schon etwas eher bei Tageslicht), weshalb
ich persönlich den Wunsch nicht ganz nachvollziehen kann, die Dinger für teures Geld
loszuwerden. Ich hoffe, daß Roland das jetzt nicht persönlich nimmt.
Als Fan von Zeiss-Jena Ferngläsern hat mich vor allem interessiert, so ein Fernglas im
Neuzustand zu bekommen, auch wenn ich das bis gestern nachmittag nicht so genau
gewusst, sondern nur gehofft habe. Ich gehöre leider zu den Leuten, die die Gelegen-
heit verpasst haben, sich die Ferngläser zu kaufen als es sie noch neu im Laden gab.
Mein erstes Zeiss Jena Fernglas war übrigens ....... ein Deltrentis mit MdI-Markierung
aber ohne Strichplatte, das ich vor über 10 Jahren für 170,- DM gebraucht im Handel
gekauft habe.

Viele Grüsse
Jürgen
 
Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

Hallo Jürgen!
Ich bin vollkommen bei Dir, wenn es darum geht, festzustellen, daß ein 8x30 CZJ Deltrintem einen Preis von +70€ durchaus wert ist, ich habe mir sogar einmal ein 8x30 Hennsoldt - Bundeswehrglas nur wegen der Strichplatte einmal ersteigert (und wieder retourniert, weil es mehrere Defekte hatte, der eBay-Verkäufer war einsichtig), um mir meinen Militärzeit-Spaß der Entfernungschgätzung zu leisten.
Schon allein aus Sammlerleidenschaft, und weil man sich damit auch ein Stück deutscher Fernglasgeschichte in die Vitrine stellt. Ausschließlich zu Astronomiezwecken würde ich mir das Glas aber nicht kaufen. Simone hat mir gestern noch (sie besitzt eine Unmenge an Meßeinrichtungen) eine Transmissionsmessung (und ich vermute, sie handelt ja mit CZJ Gläsern bzw. Reparaturen, daß es sich um die Messung eines moderneren 8x30 multicoating Glases handelt) geschickt.
Diese Messung ist dahingehend sehr aussagekräftig als die Transmission zu 80% des sichtbaren Bereiches zwischen 70% und 80% liegt, wobei die Spitze im gelb/grünen Wellenlängenbereich zu finden ist, was mir nun auch den gelb/grünstich kombiniert mit dem doch etwas dunklen Bild erklärt. So gesehen würde das vereinfacht dargestellt einem idealen Fernglas mit 21-24mm Objektivdurchmesser entsprechen. Ich denke, und das hat sich dann auch durch den Vergleich bei mir bestätigt, moderne Ferngläser (selbst das 8x22 Docter Compact) wirken aus diesem Grund heller und kontrastreicher - subjektiver Empfindung nach, weil die Transmission des Gesamtsystemes und auch die Farbwiedergabe neutraler ist. Selbst mein 10x25 Optolyth wirkt heller, trotz kleinerer Austrittspupille.
Nun gebe ich aber zu, daß ich ein Faible für Docter/CZJ habe.
Würde ich aber nach astronomischen Gesichtspunkten entscheiden, dann wäre meine Wahl eines dieser modernen Hochleistungs-Porroferngläser - wie etwa das Swift oder die teureren Dachkantgläser von Docter, wenn es kompakt, preiswert und leicht sein soll.....
Just a thought.
Aber ansonsten kann man bei einem CZJ 8x30 nichts falsch machen. Meines steht zwar hauptsächlich in der Vitrine, aber ab und zu nehme ich es doch zur Hand, mein Arbeitspferd ist es allerdings nicht...... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
Hans
 
Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

Hallo Jürgen,

hast du von der VEBEG auch nen Link??? Habe unter google leider nichts gefunden, was mich auf diese seite gebracht hätte.
Vielleicht war ich aber auch nur zu doof dazu.
 
Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

(...) Aber ansonsten kann man bei einem CZJ 8x30 nichts falsch machen (...)
CS
Hans

Naja fast ;-)
Ich ärgere mich immer wieder, wenn ich mich hinreissen lasse und mein CZJ 8x30 in der Dämmerung einsetzen möchte. Weniger wegen der nicht optimalen Helligkeit, sondern wegen des heftigen störenden Streulichts.

Wenn dieses Manko nicht wäre, würde ich alle Ambitionen auf ein anderes Kompaktglas fallen lassen.

Bei Helligkeit am Tage fällt dies jedoch nicht so auf und man kann sich an der guten Mittenschärfe, dem ordentlichen Sehfeld und dem geringen Gewicht erfreuen.

Grüsse
Carsten


UPDATE:
Ich muss mich jetzt einfach doch nochmal für´s CZJ 8x30 einsetzen:
Soeben war ich bei bestem Wetter in der Mittagspause mit diesem Glas am Kopfende einer (oder heist es 'der') Landebahn des Bremer Flughafens, um den Anflug und die Landung des Beluga A300-600ST zu beobachten.

Das hat Spass gemacht, wirklich klasse: Sonne, blauer Himmel, flimmernde Luft über der Piste. Von Streulich fast keine Spur. Ohne einen direkten Vergleich könnte man sich wohl nicht vorstellen, mit einem anderen Glas vielleicht mehr Kontrast zu bekommen.

Also, kleines Fazit: Am Tage ein Glas, das gute Laune macht !

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
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Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

Hallo Hans,

dieses Glas ist m.E. nach mehr für Sammler geeignet. Auf den Mitteltrieb sollte man bei diesem Glas nicht verzichten.
Das Entfernen der Strichplatte kostet 10 euro und ist sehr schnell erledigt. "Docter" hat aber noch die Bildaufrichtung und Justierung korrigiert.
Ich hatte schon mehrer Gläser von "Vebeg" zur Reparatur und auch die Eingepackten haben ab und zu etwas angelaufene Prismen und oft noch die alte Vergütung.
Für Sammler ist es aber die Gelegenheit. http://www.vebeg.de/web/de/start/index.htm

CS Simone
 
Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

Hi Simone!
Darauf hätte ich gewettet, daß Du das preisgünstiger machst..... Strichplatte entfernen kostet bei Dir halt nur 10€ und wie ich Dich kenne, ist das Glas dann auch wieder voll in Schuss. Aber wie gesagt, aus Sammlerleidenschaft oder für Sport und Flugzeugbeobachtungen ist es brauchbar, für die Astronomie oder ernstahafte Naturbeobachtung würde ich dann eher zu etwas modernerem greifen. Wie Swift & Docter wenn es erschwinglich sein soll, bin schon gespannt, wie der Swift ist............ und der united.
Sammler kommen natürlich mit den alten CZJ´s auf ihre Kosten, und gut zu wissen, daß man solche Dinger dann preisgünstig und professionell bei Dir wieder instandsetzen lassen kann.
Bin schon gespannt, wie sich Deine Homepage weiterentwickelt.
Liebe Grüße aus Österreich und viel Erfolg!
Hans
 
Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

Hallo Hans,

bevor Du was falsch verstehst, bei den 10 euro darf es wirklich nur die Strichplatte handeln.
Alles weitere müßte
dann gesondert berechnet werden. Der Justierzustand wird nat. vorab geprüft.
Was mich etwas wundert, sind die unterschiedlichen Nummern
dieser Gläser. Da waren schon 4Millioner aber auch ein 5,8Millioner dabei. Dieses hatte schon die neuere Vergütung und war ebenfalls unbenutzt. Vor einem halben Jahr mußte man noch bis zu 170 Euro dafür bieten.

Viele Grüße nach Österreich
Simone
 
Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

Hallo Hans,

für astronomische Zwecke habe ich mir das Glas auch nicht gekauft. Dafür gibt es bestimmt
eine Menge Ferngläser, die besser geeignet sind.
Es ist ganz einfach so, daß ich mich vor über 10 Jahren auf dem Fernglassektor umgesehen
habe und mir ist dabei aufgefallen, daß es kaum noch qualitativ hochwertige "klassische"
Ferngläser gab. Für mich ist das eben ein Porrofernglas mit Lederarmierung. Sicherlich ist das
in Hinblick darauf, daß es heute ja immer noch derartige Ferngläser von Fujinon, Nikon usw.
gibt, eine etwas verengte Sicht gewesen. Aber zu der Zeit gab es das Internet in der Form,
wie wir es heute nutzen, noch nicht und die Informationsbeschaffung war schwieriger.
Damals habe ich mich entschlossen, mir ein paar dieser Ferngläser zu kaufen solange es sie
noch in gutem Zustand, wenn auch gebraucht, gibt und das erste davon war eben das Zeiss
Deltrentis für 170,- DM.
Ich will die gummiarmierten Dachkantgläser gar nicht schlechtreden und ich habe selbst zwei
Stück davon. Aber vom Design und Gefühl her ist für mich ein Binoctem, Dekarem oder eben
auch ein Deltrentis/Deltrintem einfach nicht zu schlagen.
Wenn Simone schreibt, daß selbst bei den verpackten Vebeg-Gläsern angelaufene Prismen
zu finden sind, habe ich ja scheinbar Glück gehabt. Meins hat zwar die einfache Vergütung
aber es ist davon abgesehen in einem fabrikneuen Zustand. Daß so ein Fernglas mit Mehr-
schichtvergütung noch besser gewesen wäre, ist klar. Aber ich bin auch so sehr zufrieden.
Simone hat ja auch schon Jürgens Frage nach dem Link beantwortet. Meine Erfahrung mit
Vebeg ist eher beschränkt. Das Deltrentis ist das erste Teil, daß ich da gekauft habe.
Das übliche Verfahren (abgesehen von den Online-Auktionen) ist bei Vebeg, daß das aktuelle
Höchstgebot nicht bekannt ist und normalerweise sind die Zustandsbeschreibungen eher
dürftig. Normalerweise muss man sich die Sachen vor Ort selbst ansehen und das bedeutet
dann einen Tag Urlaub nehmen und ein paar hundert Kilometer Autobahnfahrt. Ansonsten
besteht die akute Gefahr, Geld für Dinge auszugeben, die am Ende nur Schrott sind.

Viele Grüsse
Jürgen
 
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Re: Zeiss 8x30 von VEBEG - Strichplatte entfernen

>>>Da waren schon 4Millioner aber auch ein 5,8Millioner dabei. Dieses hatte schon die neuere Vergütung ...

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Hallo Simone,

fuer ein Deltrentis mit neuer Verguetung wuerde ich auch noch 100-150 Euro bieten, das waere es noch wert. Ein schoenes Reisefernglas, und vermutlich auch etwas regenfester als das Deltrintem. Die alte Version mit Einfachverguetung taugt aber wirklich eher fuer die Vitrine. Ich wuerde also dazu raten, vor dem Bieten die Seriennummer zu erfragen, und falls sie unter der kritischen Grenze liegt (4.8-4.9 Millionen), dann eher nicht bieten.

Viele Gruesse,
Holger
 
Deltrintem alt oder neu?

Die alte Version mit Einfachverguetung taugt aber wirklich eher fuer die Vitrine. Ich wuerde also dazu raten, vor dem Bieten die Seriennummer zu erfragen, und falls sie unter der kritischen Grenze liegt (4.8-4.9 Millionen), dann eher nicht bieten.

Hallo Holger,

kommt drauf an, worauf man Wert legt und welche Eigenschaften einem wichtig sind. Persönlich ziehe ich ein altes Exemplar mit Seriennummer um ca. 3-3,5 Mio. vor, da hier die Streulichtempfindlichkeit nicht so extrem wie bei jüngeren Modellen ausgeprägt ist. Die alten Gläser hatten auf der Objektivseite noch die "Antireflextüten" aus Metall, wobei die Schwärzung des Antireflexprofils im Innern der Tüten wirklich matt war. Die jüngeren Modelle mit ihren "Plastetüten" lenken immer dann Streulicht ins Bild, wenn man es nicht gebrauchen kann.

Die Optik der alten Gläser ist zwar nur mit dem T-Belag vergütet, wodurch es dem Bild ein wenig an Helligkeit und Kontrast fehlt, dafür hat man weniger Ärger mit Streulicht, wenn man bei Gegenlicht oder bei einsetzender Dämmerung beobachtet. Man muß halt schauen, was einem lieber ist: eine bessere Streulichtunterdrückung in kritischen Situationen oder das hellere und kontrastreichere Bild der jüngeren Exemplare unter "normalen" Beobachtungsbedingungen.

Irgendwann besorge ich mir vielleicht nochmal ein sehr gut erhaltenes, altes Exemplar und verpasse ihm zwei Okulare aus jüngerer Vergangenheit. Da die Okulare allein 6 von 12 Glas-Luft-Flächen auf sich vereinigen, könnte ein altes Deltrintem (mit der effektiveren Streulichtbremsung) mit zwei neuen Okularen doch beinahe das optimale 8x30 Zeiss Ost Fernglas abgeben. Oder nicht?

Frank.
 
Re: Deltrintem alt oder neu?

>>> könnte ein altes Deltrintem (mit der effektiveren Streulichtbremsung) mit zwei neuen Okularen doch beinahe das optimale 8x30 Zeiss Ost Fernglas abgeben. Oder nicht?

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Hallo Frank,

so ist es :-)
Vielleicht geht es noch besser: Fand denn der Uebergang von den Metallhuelsen zu den Plaste-Tueten zum selben Zeitpunkt statt wie der zur Multiverguetung? Falls nicht, dann gibt es vielleicht im Bereich zwischen Seriennummer 4.8 Millionen und 5.5 Millionen Glaeser mit beiden Vorteilen. Also aendere ich meine Empfehlung: Jemand moege doch bitte den gesamten Vorrat aufkaufen und eine systematische Untersuchung anhand der Seriennummern anstellen, um herauszufinden, wann welche bauliche Veraenderung vorgenommen wurde. Anschliessend moege er/sie die Geraete auf Ebay anbieten, damit wir sie leichter kaufen koennen :-)

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Deltrintem alt oder neu?

Jemand moege doch bitte den gesamten Vorrat aufkaufen und eine systematische Untersuchung anhand der Seriennummern anstellen, um herauszufinden, wann welche bauliche Veraenderung vorgenommen wurde. Anschliessend moege er/sie die Geraete auf Ebay anbieten, damit wir sie leichter kaufen koennen :-)

Hallo Holger,

gute Idee! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" /> Das Angebot auf ebay ist ja recht groß. Wenn man eine bestimmte - für eine belastbare Untersuchung ausreichend große - Menge der Ferngläser aufkauft, dann müßte sich das optimale Deltrintem finden lassen. Problematisch wird die Sache nur dann, wenn man beim anschließenden Verkauf zu viel Verluste macht. Dann kann man sich gleich ein 8x32 Trinovid kaufen, dass könnte unterm Strich günstiger sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ...

PS: Vorgestern konnte ich mir die neuen Zeiss FL (56mm) und Conquest (50mm) Gläser anschauen: lecker! Da ich jetzt wohl wieder sparen muß, werde ich mir die Suche nach dem optimalen Deltrintem besser verkneifen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Die neuen Zeiss Modelle

>>>Vorgestern konnte ich mir die neuen Zeiss FL (56mm) und Conquest (50mm) Gläser anschauen: lecker!

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Aus den Bildern koennte man schliessen, dass das Conquest ein Victory mit kleineren Prismen ist - es sieht schlanker aus und hat auch ein kleineres Sehfeld. Das fehlende "FL" gleicht es z.T. mit einem laengeren Oeffnungsverhaeltnis aus, denn das 50mm Conquest ist etwa gleich lang wie das 56mm Victory.

Ich finde das Sehfeld des 10x56 etwas enttaeuschend: Durch das 8x56 schleusen die einen Lichtkegel von 130m/1000m, aber beim 10x56 belassen sie es bei 110m/1000m. Da beide Modelle offenbar dieselben Prismen verwenden, ist der Sehwinkel des 10x56 wohl durch das Okular und nicht durch die Prismen begrenzt. Hier haette man sich noch etwas reinhaengen koennen, um ein randscharfes Okular mit 70 Grad scheinbaren Sehfelds zu verwenden :-)

Gruss,
Holger
 
Re: Die neuen Zeiss Modelle

Aus den Bildern koennte man schliessen, dass das Conquest ein Victory mit kleineren Prismen ist ...

Hallo Holger,

aus den Bildern würde ich schließen, dass das Conquest ein Conquest mit größeren Objektiven ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. Zumindest sieht das 10x50 Conquest wie ein 10x40 Conquest mit längeren Objektivtuben, längerbrennweitigen Objektiven und neuen Okularen aus. Übrigens könnte man wohl auch hier dem 10x Modell im Prinzip ein größeres Sehfeld spendieren, denn das 8x50 bringt es auf 110m/1000m. Aber irgendwie muß man die Leute ja überreden, das 10x56 FL zu kaufen. Hätte das Conquest 10x50 Weitwinkelokulare, so könnte man die sehr hohe Transmission dieser Ferngläser zum günstigen Preis mitnehmen und sich mit den im Vergleich zum FL recht auffälligen Farbsäumen abseits der Bildmitte arrangieren. Da die Conquest Gläser keine Weitwinkelokulare haben, kann man beruhigt auf ein FL sparen. Neben 6mm mehr Öffnung und FL Optik gibt es dann auch deutlich mehr Sehfeld. Mit drei handfesten Argumenten zugunsten der FL Gläser fällt das Geldausgeben doch viel leichter als mit zwei Argumenten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ...

Das fehlende "FL" gleicht es z.T. mit einem laengeren Oeffnungsverhaeltnis aus, denn das 50mm Conquest ist etwa gleich lang wie das 56mm Victory.

Da habe ich meine Zweifel. Um die Vorteile der "FL-Optik" über das Öffnungsverhältnis (auch nur zum Teil) wettzumachen, müßte das Conquest wohl noch einige Zentimenter länger sein. Der Unterschied in der Bildbrillanz zwischen 10x50 Conquest und 10x56 FL ist schon sehr deutlich.

Ich finde das Sehfeld des 10x56 etwas enttaeuschend: Durch das 8x56 schleusen die einen Lichtkegel von 130m/1000m, aber beim 10x56 belassen sie es bei 110m/1000m. Da beide Modelle offenbar dieselben Prismen verwenden, ist der Sehwinkel des 10x56 wohl durch das Okular und nicht durch die Prismen begrenzt. Hier haette man sich noch etwas reinhaengen koennen, um ein randscharfes Okular mit 70 Grad scheinbaren Sehfelds zu verwenden :-)

Ja, schön wär's. Aber wie Du selbst schon oft geschrieben hast, der Aufwand für die Okularkonstruktion steigt mit größerer Öffnung - zumindest dann, wenn das Fernglas nicht mit Überlänge im Schaufenster stehen soll. Das 10x56 FL ist so schon teuer genug, was würde wohl eine vergleichbar gute Optik mit 120 oder 130m Sehfeld kosten?

Gibt es in Xiamen eine Zeiss Vertretung? Die neue "LotuTec" Beschichtung mußt Du Dir mal anschauen (wenn die Ferngläser verfügbar sind). Die Wirkung ist verblüffend! Die Oberfläche der außen liegenden Linsen von Objektiven und Okularen ist beinahe hydrophob. Wassertropfen kannst Du ohne Probleme abschütteln und ein Fingerabdruck läßt sich wesentlich einfacher entfernen als ohne diese Beschichtung. Unser Zeiss Vertreter hat die Wirkung mit einem Edding Stift vorgeführt, auf der "herkömmlichen" Vergütung haftet die Farbe und man hat einen fetten Strich auf der Linse. Auf der neuen Beschichtung haftet die Farbe deutlich schlechter und die Spur des Edding Stiftes zerfällt in eine Reihe kleiner Tropfen, die sich leicht entfernen lassen, ohne zu verschmieren. Für die Praxis scheint mir diese Beschichtung deutliche Vorteile zu bringen. So wie ich das verstanden habe, wird es die Beschichtung aber nur bei den FL Gläsern geben. Das wäre dann ein viertes Argument, um das Sparschwein nicht schon beim Conquest sondern erst beim Victory FL zu schlachten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
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