Orionnebel durch ein billigeres Teleskop

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AstronomMax

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Hallo meine Freunde, ich habe gerade eben in eisiger Kälte mein Teleskop (billig -> seben 76700) auf dem Balkon aufgestellt, und wie von "euch" beratschlagt versucht den Orionnebel einzufangen.
Das hat auch eine Weile gedauert, doch dann war ich mir sicher, dass ich ihn hatte. Ich habe sowohl das 12,5mm Okular als auch das 6mm und das 20mm benutzt.
Doch er wirkte so unspektakulär, ich erkannte keinen wirklichen Nebel, nur eine graue Masse die sich um ein paar helle Punkte schweifte.
Ich hab darauf hin mal gegooglet wie denn die Struktur aussieht, und ich erkannte sie darauf hin wieder... die 3 hellen Punkte nebeneinander, etwas weiter daneben dann einen hellen etwas größeren Punkt (der im Googlebild aus vielen kleinen Sternen bestand). Und dann quasi senkrecht dazu ein Stück darunter noch einen einzelnen Punkt, der ebenfalls von einem grauen Schweif umgeben war...

War das wirklich der Orionnebel, oder habe ich ihn verwechselt? :/
Oder ist mein Teleskop einfach nicht so wirklich dafür geeignet?

Ich habe noch versucht, es zeichnerisch darzustellen, falls meine Beschreibung zu stumpf sein sollte.

http://www.directupload.net/file/d/4586/2pj7d5fc_png.htm]Link zur Grafik: http://fs5.directupload.net/images/161231/temp/2pj7d5fc.png
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Max,

ich komme gerade von einer langen Session rein, Orionnebel war eben auch mein Ziel, allerdings mit Canon EOS 1000D und 200mm Brennweite (Tamron Objektiv)

Dir fehlt einfach mehr Öffnung, da kann man gerade im Deep-Sky Bereich nicht viel erwarten.
Gerade Orionnebel hatte mich z.B. beim 114/900mm Newton auch enttäuscht. Aber im 8'' F6 Dobson sieht der schon klasse aus.
Ein gewaltiger Unterschied, wobei man da nicht die farbigen Bilder hier im Forum erwarten kann.

Gruß,
Holger
 
Hallo Max,

bei dunklem Himmel und klarer Sicht sieht der Orionnebel auch schon im Fernglas spektakulär aus. Getestet mit 20 EUR Lidl Feldstecher. Bei weniger guten um nicht zu sagen saumäßigen Bedingungen habe ich auch schon im 12 Zöller den grauen Matsch der Enttäuschung gesehen.

Mehr Öffnung hilft, guter Himmel hilft aber noch mehr.

CU
Klaus
 
Danke dir :D
Ich habe heute früh noch einmal Jupiter probiert, ich habe die Monde gesehen, und konnte mir grob die Wolkenlinien einbilden auf seiner Oberfläche. :D
Ich fand es bloß ein wenig enttäuschend, da alle meinte das wäre selbst mit meinem Teleskop der absolute "Burner" :D
 
Ich schau heute noch einmal mit dem Fernglas, aber ansonsten war der Himmel eigentlich perfekt um etwas zu beobachten. Er könnte klarer nicht sein... :D
Naja
 
Hallo Max,

das liegt häufig am Seeing. Bei mir ist das gerade morgens meistens sehr schlecht. Da verwischen die Details und man findet schwer den richtigen Fokus. Manchmal sind auch ganz kurze bessere Phasen dazwischen und es werden plötzlich für einen Moment mehr Details sichtbar. Dann weiß man zumindest, dass mit dem Teleskop alles in Ordnung ist und es wirklich am schlechten Seeing liegt. Die Kontrolle an einem hellen Stern offenbart auch schon die Bedingungen. Wenn der aufgebläht und unruhig aussieht ist auch am Jupiter nicht viel zu erwarten.

Bei guten Bedingungen war bei mir aber auch hier der Unterschied zwischen 114mm und 200mm Öffnung enorm.
Von so einem günstigen Teleskop mit ziemlich kleiner Öffnung kann man auch nicht zu viel erwarten.

Gruß,
Holger
 
Hallo Max,

zufälligerweise haben wir gestern auch den Orionnebel aufgesucht (mit unserem Bresser Skylux 70 / 700 und einem WA 17 Objektiv, am Stadtrand im Ruhrgebiet).

Vor 2 Wochen haben wir ihn schonmal im Scottish Dark Sky Observatorium, bei hervorragenden Bedingungen, gesehen.

Der Unterschied von unserem günstigen Refraktor, im Ruhrgebiet, zu deren "so groß wie ein Kühlschrank, in der Pampa, im Lichtschutzgebiet" ist natürlich enorm. Aber auch in Schottland haben wir nicht die Farben gesehen, die man auf Aufnahmen sieht.

Versuch einfach deine Erwartungen nicht so hoch zu schrauben (leichter gesagt als getan). In der Preisklasse geht es für uns bei Deep Sky eher ums "überhaupt sehen" als ums Details erkennen.

Zum Jupiter: mit ihm haben wir letztes Jahr im Januar / Februar angefangen (da ist er auch zu humaneren Zeiten sichtbar). Der sollte auch mit deinem Gerät gut gehen. Die Highlights für uns sind immer die Licht & Schattenspiele von Jupiter und seinem Monden. Hier hilft es enorm vor dem Beobachten auf Heute am Himmel ( http://news.astronomie.info/ai.php/bulletin/90000 ) zu schauen, da findest du die Uhrzeiten von den Jupiter-Events und kannst dich danach richten.

Schöne Grüße
Christian
 
Das Seeing ist in der Tat wichtig, aber der Orionnebel ist eigentlich schon im 114/900 eine Wucht. Man muss sich nur in Ruhe auf das Objekt einlassen und die Zeit für indirektes Sehen haben, dann erkennt man, wie unglaublich hell und groß er ist. Es lohnt, hier etwas weniger vergrößern. Die ausreichende Adaption der Augen (ca. 15 Minuten) ist sowieso Vorraussetzung.

Ich gebe zu: Mit mehr Öffnung ist es einfacher. ;-)

Ein klar aussehender Himmel ist eine gute Vorraussetzung, aber auch ein scheinbar klarer Himmel kann gut oder schlecht sein. Wie ich schon sagte sind die vier Sterne der Leier zum einen dank Wega gut zu finden und zum anderen ein hilfreiches Maß für Anfänger. Wenn man nicht alle vier gut sieht, verlieren Nebel deutlich. Den Orionnebel sollte man mit bloßen Auge bereits deutlich wahrnehmen können, damit es auch mit einem kleinen Teleskop wirklich toll wird.

Jupiter und Saturn reagieren sehr auf Luftunruhe (Seeing). Wenn Du zig Mal beide gesehen hast und denkst, mehr ist halt nicht drin, dann kommt irgendwann eine Nacht, in der das Bild so ruhig und brilliant ist, wie Du es noch nie zuvor gesehen hast.

Und schließlich ist die Frage: Stimmt mit dem Teleskop alles? Die stellte ich mir bei meinem 114/900 auch mal: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1148966/1

Meine Empfehlung für den Moment: Schauen, Objekte finden, und sich dabei vergnügen. Die Sache braucht Geduld. Wenn's Spass macht, dann kann man in den nächsten Wochen und Monaten sicher ein 114/900 für 50 Euro auf Ebay bekommen, was als Weihnachtsgeschenk nicht gut ankam, oder durch was Größeres ersetzt wurde.

Michael
 
Hallo Max,

Deine Zeichnung finde ich ganz gelungen. Mit 76mm Öffnung kann man visuell nicht mit hochaufgelösten Astrofotos mithalten. Schau mal ob Du Dir den "Deep Sky Reiseführer" von Stojan ausleihen kannst. Dort findest Du auch Zeichnungen von verschiedenen Objekten, unter Anderem auch M42 gezeichnet mit einem 70mm Refraktor. Im Netz wird man bestimmt auch bezüglich Astrozeichnungen fündig.

Viele Grüße,
Marcus
 
Hallo Max,

wahrscheinlich weil es für die meisten hier selbstverständlich ist, hat noch keiner das Thema Dunkeladaption aufgegriffen. Der Beobachtungserfolg liegt nämlich auch an einem selbst.

Niemals während der Beobachtung in helles Licht schauen. Für Karten und Aufbau nur mildes Rotlicht benutzen. Die Augen brauchen dann bis zu einer Stunde um sich ganz auf die Dunkelheit einzustellen.

Das machen viele instinktiv falsch. Erst gestern habe ich einem Bekannten ein bisschen was mit dem Fernglas gezeigt. Erst bei der dritten oder vierten Aufforderung nahm er meine Bitte die Handy-Taschenlampe nicht mehr zu benutzen ernst.

CU Klaus

 
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