Orionnebel ?

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KOMETENREITER

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Hallo Sternfreunde,

ich habe vergangene Nacht am 11.10.2015 um 3.30 Uhr auf ca. 60 Grad also relativ steil am südöstlichen Himmel eine interessante Himmelserscheinung gesehen.

Leider keine Ahnung, was es ist.

Siehe Zeichnung.

In einer schrägen Linie 3 helle Sterne (Oriongürtel?) und rechts daneben ein schönes im Fernglas klar und helles Hintergrundleuchten eines Sternenfeldes oder eher eines---Sternen-Nebels.. oder ähnliches Gebilde. Ein weites Hineinleuchten in die Tiefe des Kosmos. So möchte ich es ausdrücken. War sehr beeindruckend.

Gesehen mit 10 x 40 Feldstecher. ----wunderschön anzusehen.
Ohne Fernglas kaum wahrnehmbar
Habe ich den Orionnebel gesehen?

Zu selben Zeit ein weiteres kleineres Sternenfeld weniger eindrucksvoll, fast senkrecht im Zenit des Osthimmels erkennbar aber weniger nebulös mit besserer Auflösung der einzelnen Sterne anzusehen. -----Die Plejaden ?

Wer kann mich aufklären, da ich sehr orientierungslos am Himmel bin.

Danke.




 

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Hallo Axel,

danke für die prompte Antwort und die schöne Aufnahme.

Genau das habe ich so gesehen.

Aber noch mehr beeindruckt mich dein Enthusiasmus für die
Sternwarte.

"Reschpekt" und "Hut ab" -wie man bei uns in Bayern sagt- für so eine bravouröse Leistung.

mfg

Wolfram


 
Moin Wolfram,

ich heiße zwar Pascal - aber woher sollst du das auch wissen, hab es ja nicht drunter geschrieben ;) Also bin ich bei dir Axel! :D Übrigens: gern! Finde es gut, dass du dich erkundigst, weil du nicht ganz sicher bist.

Ich bin selbst extrem beeindruckt ob meines Enthusiasmuses ;) Man wächst da aber rein... und hinterher ist man stolz wie bolle :)

Beste Grüße,
Pascal
 
Hallo Wolfram!
Die Plejaden stechen eigentlich als Ministernbild hervor und sehen etwa aus wie eine verkleinerte Version des kleinen Wagens. Sie befanden sich zu deinem Beobachtungszeitpunkt (3:30) auf etwa 65° Höhe im Süden.

Ziemlich exakt im Zenit stand ein Sternenfeld im Sternbild Perseus, der offene Sternhaufen Mel20, "Melotte 20". Ein sehr schönes Fernglasobjekt mit dem hellen Stern Alpha Persei, auch Mirphak genannt, im Zentrum.

Übrigens, in Zenitnähe - also wenn man den Kopf wirklich in den Nacken legen muss - lässt sich die Himmelsrichtung nur schwer schätzen und der eigentliche Zenit hat gar keine Himmelsrichtung. "Fast senkrecht im Zenit des Osthimmels" ist also eine eher "nebulöse" ;) Angabe.

Aber geh doch mal in den Buchhandel! Dort solltest du eigentlich auch Sternkarten (auch drehbare) oder Bestimmungsbücher bekommen. Stellarium (freie Software!) ist auch ein Supertip für Anfänger.

Thomas
 
#Hi Pascal,

Oh Pardon, da habe ich in Deinem Blog einen falschen
Namen aufgeschnappt.

Sorry.

#Hi Thomas,

korrekt, mußte den Kopf schwer in den Nacken legen.
Es war ein winziges Wölkchen, ein schwacher kleiner Lichtfleck. Eher zufällig gefunden, weil einmal widerwillig
über Kopf in die Senkrechte geschaut.

Den Sternhaufen den Du meinst -die Plejaden- lagen darunter mir stets vor Augen im Osten.
Eine im Glas plötzlich sichtbare Verdichtung von klar umrissenen Sternen.
Man sieht die aufgehellte Zone auch ohne Glas, wenn man sie kennt. Leider habe ich stets Straßenlaternen darunter und
man sieht ohne Glas (fast) nichts.
Sicher identifizieren konnte ich im Osten mit Blick aus meinem Fenster im 2.Stock bei völliger Dunkelheit einen rötlichen hellen grossen Stern. War in den letzten Wochen stets dicht am Mond. Wahrscheinlich Aldebaran? Oder doch der Mars?
Habe mich in der täglichen Astronomie-Info umgeschaut. Müsste Aldebaran gewesen sein.

Weitere helle Sterne, die ich hätte identifizieren können waren Beteigeuze und Regulus. Die rötliche Farbe von Beteigeuze habe ich nicht recht gesehen.

Sehr auffällig war zur selben Zeit ENE am tieferen Ost-Horizont ein weiterer sehr auffälliger Kandidat, ein Spektralstern rötlich, bläulich orange flackernd wie eine Signallampe. Keine Ahnung welcher. Diese Farbigkeit soll mit atmosphärischen Staub in Zusammenhang stehen am tiefen Horizont. Oder ein Mehrfach-Sternsystem. Sirius?

Also ich muß mir eine drehbare Sternenkarte zulegen,
dann erübrigen sich viele Fragen.
Danke für Eure Infos und Hinweise.

Viele Grüsse
Wolfram

































Habe in deinem Blog irgendwo Axel gelesen.



 
Hi Wolfram -
wie gesagt: Himmelsrichtungen sind schwer zu schätzen wenn die Gestirne hoch am Himmel stehen. Um die Uhrzeit (3:30) standen die Plejaden im Süden - aber die Höhe die du angegeben hast stimmt etwa. Aber ob dein Wölkchen im Zenit wirklich der Sternhaufen Melotte 20 war ist schwer zu sagen.

Sirius stand um 3:30 sehr tief im Süd-Osten in der Verlängerung der beiden unteren Orionsterne. Wenn er so tief steht, dann flackert und schillert er sehr gerne. Mit atmosphärischen Staub hat das aber nichts zu tun und was bitteschön sind "Spektralsterne" ;) In ONO war zu dem Zeitpunkt gerade die Venus aufgegangen gleich neben dem Stern Regulus. Wir reden doch von 3:30?

OK. Also ich würde dir raten, vllt. mal mit jemanden rauszugehen der sich etwas am Sternenhimmel auskennt. Oder mit einem Bestimmungsbuch die Sternbilder kennen lernen. Das hilft ungemein und ergibt tolle Aha-Erlebnisse von der Art "ach, DAS ist also Perseus!".

Thomas

 
Hallo Thomas,

1. die Plejaden dürften es dann schon gewesen sein.

2. Ob Melotte oder nicht: Ich habe mir ein Foto des Sternhaufens angesehen und so hat er nicht ausgesehen, den ich gesehen habe.
Im Fernglas sieht er eben anders aus, winzig und unaufgelöst.

3. Der funkelnde Stern, den ich gesehen habe stand um 3:30 Uhr tatsächlich mehr ONO.
Unter Spektralstern meinte ich das wechselnde Funkeln des Sterns in den Spekralfarben...ok. Wortschöpfung von mir.
Sirius wars dann nicht, Venus wars garantiert nicht. Venus kenne ich. Regulus könnte es gewesen sein.

Ich werde, wenn das Wetter einige Tage klar ist, einmal einen Termin in der Sternwarte in Bamberg wahrnehmen, welche glaube ich von der VHS mitbetreut wird. Dann nehme ich zusätzlich meinen Feldstecher mit und kann die Spezialisten löchern.

Gute Idee Thomas.

Schöne Grüsse

Wolfram








 
Zitat von KOMETENREITER:
2. Ob Melotte oder nicht: Ich habe mir ein Foto des Sternhaufens angesehen und so hat er nicht ausgesehen, den ich gesehen habe.
Im Fernglas sieht er eben anders aus, winzig und unaufgelöst.
Es könnte auch der berühmte Doppelsternhaufen H und Chi Persei gewesen sein. Der steht zwischen Perseus und Cassiopeia, dem unübersehbaren Himmels-W. Mir springen die beiden Sternhaufen immer förmlich ins Blickfeld wenn ich mit dem 10x50er Fernglas in der Gegend da herumstocher. ... obwohl, "winzig und unaufgelöst" würde ich die beiden nicht beschreiben ... Winzige und unaufgelöste Sternhaufen gibts in der Perseus-Cassiopeia Gegend viele. Sehr lohnend.

Thomas
 
Thomas, war wohl doch wieder ein anderes Sternenfeld ;)
was ich gesehen habe.

ich denke es gibt noch spannendes zu tun für mich.

Das ist ein echtes Abenteuer, die Sternguckerei.


Gruss von Wolfram
 
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