OT: Film von Super8 auf Rechner / DVD

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Lorchi

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Hallo,

mal astromäßig völlig Off-Topic. Da aber in diesem Forum verwandte Themen diskutiert werden, fänd ich es schön, wenn das Thema hier bleiben darf. Gehen wir einfach davon aus, dass es um Sofi-Animationen geht ;-)

Ich möchte meinem Vater eine Anlage bauen, mit der er seine vielen alten Super8-Filme digitalisieren kann. Existierende Lösungen für den Hausgebrauch sind mehr als Schrott, und es ist zuviel Material, als dass man einen Service bezahlen könnte. Als Anspruch habe ich eine möglichst hohe Ausgangsqualität, und die typischen Video-Abfilm-Leinwände können mir gestohlen bleiben. Da gibt's für mich 2 grundsätzliche Probleme:

1.) Die Hardware

Folgendes System schwebt mir vor:
Teile:
a) alter Super8-Projektor
b) Kamera mit externer Synchronisation
c) passende Video-Grabber-Karte
d) schneller Rechner mit DVD-Brenner und großer Platte

Der S8-Projektor wird umgebaut, und mit einer geeigneten Obtik direkt und fest mit der Kamera verbunden. An den Projektor-Shutter wird ein Sensor angebaut, aus dem ein Synchronisations-Signal für die Kamera generiert wird.

Frage:
Die Optik bekommt man bestimmt hin. Aber wo bekommt man eine Kamera und einen dazu passenden Grabber her, mit dem man kontinuierlich Videos einlesen kann, bei dem aber jedes einzelne Frame von extern synchronisiert wird? Ich meine natürlich für erschwingliches Geld. Bildraten sind ca. 18 und 24 fps.
Vielleicht gibts ja schon höherauflösende Webcams, die auf Knopfdruck Bilder aufnehmen. D.h. es gibt sie, aber ich denke nicht mit der passenden Geschwindigkeit.

Der Ton wird gleichzeitig per Soundkarte aufgenommen. Mitaufgenommen wird das Triggersignal vom Projektor. Damit werden hinterher Gleichlaufschwankungen des Projektors bestimmt, und das Tonsignal korrigiert.

Die Optik wird so ausgerichtet, dass die Kamera den Bildrand mitaufnimmt. Dann wird nämlich
a) eine Bildstandskorrektur durchgeführt, und
b) anschließend die Bilder auf die passende Größe gezoomt (Bildrand wegschneiden)
Dazu sollten idealerweise die vom Grabber aufgenommenen Bilder (sofern erschwinglich möglich) eine Auflösung haben, die etwas größer als die Fernseh-Hochauflösung. Diese Algorithmen fallen in mein Fachgebiet und sind kein Problem. Idealerweise sollten die Bilder dafür noch einzeln auf der Platte liegen.

Es gibt wohl auch Framegrabber-Systeme, die man noch individuell programmieren kann, dann könnte ich mir vielleicht diese Einzelbild-Verarbeitung sparen und damit direkt in einem Videofile arbeiten.

Jetzt kommt das nächste, von dem ich keine Ahnung habe:

2. Die Film-Generierung

Brauche als erstes eine Software, die die Tonaufnahme zusammen mit den Bildern komprimiert und in ein Videofile packt. Nur habe ich leider keine Ahnung von den Dateiformaten.

Problematisch ist die Bildrate, um es hinterher auf einem Fernseher anzeigen zu können. S8 liefert je nach Aufnahme 18 oder 24 fps. 24 würde ja zu NTSC von den Amis passen, aber hier haben wir ja 25 Hz Bildrate (PAL).

Mein Vater hat aber wie die meisten nur mit 18 fps gefilmt. Wenn man jedes dritte Bild wiederholt, erhält man 24 fps. Weiß jemand, wie das dann aussieht, spürt man das Ruckeln?

Wie funktionieren die DVD-Formate? DVD's im Ami-Format haben ja 24 fps. Was macht ein Fernseher, der per Composite-Signal vom Player 24 fps bekommt? Ich meine, könnte man eine DVD mit 24 fps hier abspielen? Oder brauchts da einen Fernseher, der NTSC kann?


Vielleicht interessiert ja noch jemanden das Thema, oder es gibt ein paar schlaue Leute ;-)

Danke und viele Grüße, Henning
 
Hallo Henning,

habe selbst noch mit S8-Nizo(mit Ton) gefilmt und einfache Überspielungen
vorgenommen.
S8-Projektor wird ... mit einer geeigneten Obtik direkt und fest mit der Kamera verbunden.
Hier dürften extreme Temperaturprobleme entstehen - Exitus zumindest des
Camcorders würde ich mal sagen.
Camcorder benötigt unbedingt einen Graufilter am Objektiv!


Problematisch ist die Bildrate, um es hinterher auf einem Fernseher anzeigen zu können.
S8 liefert je nach Aufnahme 18 oder 24 fps.
Die beste Lösung:
- Ein Projektor der 16 2/3 und 25 Bilder darstellen kann, z.B.
BEAULIEU CAPSTAN DRIVE

Meines Wissen gab es auch noch preisgünstigere Projektoren mir diesen
Bildnormen.
18 Bilder-Aufnahmen mit 16 2/3 Aufnahme 24 Bilder-Aufnahmen mit 25 Bildern
abspielen - vermeidet flimmern.

c) passende Video-Grabber-Karte
d) schneller Rechner mit DVD-Brenner und großer Platte
Hier empfehle ich...
Avio mit DVD und DV-Direkt oder Prestige von Macrosystem

Das Beste was der Markt zu bieten hat - habe ich für DV selbst im Einsatz.

Bearbeitet und schneidet DV im echten DV-Direkt-Mode ohne jegliche Verlust, man kann
mehrfach zwischen Camcorder und Avio hin und her kopieren ohne geringste Verluste.

Schnitt, zusätzliche Überblendungen Effekte und Texte in Realzeit.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Komprimiertes MPEG-2 auf dem PC ist dagegen "Schrott"! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Zur Info: DV (=DV-Direkt) hat eine Datenrate von 25 MBit`s/sek. MPEGII zwischen ca. 2-8 MBit`s/sek.
.

vielleicht helfen Dir diese Link`s noch weiter...

Super 8 Videotransfer

Videotransfer

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Lorchi,
das hast du dir ja was vorgenommen! Ich komme aus der TV/Broadcast-Ecke und kenne mich in dieser Richtung daher etwas aus.

1. Syncronisation:
Videosignale werden mit einem Genlock- oder auch Blackburst(BB)-signal syncronisiert. Ein BB besteht sozusagen aus einem "leeren" also komplett schwarzen FBAS-Signal, wo dann nur noch die H&V-Syncimpulse und der 4,43..Mhz Burst für die Farbphasenlage übrigbleiben.
An professionellen Geräten ist ein solcher Eingang Pflicht.
Meines Wissens nach haben aber nichteinmal die zur Zeit verfügbaren sogenannten "Prosumer"-Camcorder (High-End-Consumer) wie Sony VX2000 oder Canon XL1 eine Syncmöglichkeit.

2. PAL&NTSC&Film
Das bei uns verwendete PAL hat eine Halbbildfrequenz von 60 Hz; NTSC anders wie von dir vermutet 59,94HZ. Jedes Bild ist in 2 Halbbilder aufgeteilt, eines mit den ungeraden Zeilen das andere mit den geraden. PAL hat somit 25Bilder/s, NTSC ~30Bilder/s. Die 24 Bilder (24Vollbilder) sind der gängige Filmstandard und im Kino zu bewundern.

3. Farbkorrektur
Nach der Filmabtastung ist ein Farbkorrektur zumindest Filmweise, bei den Profis Szenenweise erforderlich, das Kontrastumfang und Farbraum Film<->Video nicht deckungsgleich sind. Das geht aber mit Prosumer Video Editing Software wie z.b. Avid Express DV.

4. Bildstandskorrektur
Im PAL Videobild sind 625 Zeilen, davon 575 Nutzbild. Die restlichen zeilen sind für Videotext,Meß- und Prüfzeilen, Senderkennung,Timecode... Von den 575 Zeilen werden nocheinmal von jedem Fernseher ein paar abgeschnitten (ich glaube es waren oben&unten jeweils 8 Zeilen) damit es zu Hause scharfe Bildränder gibt. In diesem Bereich das Bildsignal zu verschieben dürfte kein Problem sein, darüber hinaus wird es schwierig.

Nochmal zur syncronisation: Ich könne mir vorstellen daß es auch (mit für dich akzeptablen Ergebnissen) funktioniert stumpf das Filmbild mit PAL(50Halbbilder) auf video aufzunehmen und dann im Rechner mit dem Gleichzeitig aufgenommenen Projektorsyncimpuls zu stetchen.

Wenn du weitere und/oder konkretere Fragen hast kannst du dich natürlich bei mir melden.

Grüße
Alex
 
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