DieterBrümmer
Aktives Mitglied
Beobachtungsbericht
Beobachtungsdaten:
Datum: 18.12.2003
Uhrzeit: 18:30 - 19:30 Uhr MEZ
Standort: 3 km von Meppen, Feldweg in der "Wenkerei"
Instrument: 9x24 Fernglas "Padme"
Sonstiges Zubehör: Notizbuch, Kugelschreiber, Rotlichtlampe
Wetter: klar
Temperatur: Anfang: +1,1°C Ende: +0,8°C
Objekte:
M31, M33, M34, M35, M36, M37, M38, h&chi, M45 (Plejaden), Hyaden, NGC752, NGC663, NGC654, Mel20, M42, M39, Mizar/Alcor, epsilon Lyrae, einen Sternenhaufen bei pi4 und pi5 Orionis, Milchstrasze
Themengebiet: Erste Eindrücke vom kommenden Winterhimmel und die Durchforstung der Milchstrasze
Bericht:
DerHimmel liesz heute wieder eine Beobachtung zu, den ganzen Tag war es sonnig gewesen und gegen Abend präsentierte sich dann ein wesentlich dunklerer Himmel als am Montag. Also packte ich Padme und die zusätzlichen Utensilien ein und fuhr zum angestammten Beobachtungsplatz. Ich wartete ein wenig, um meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen und begann dann gegen 18:30 Uhr meine Beobachtung. Zuerst in den Zwillingen, wo ich wieder über mü und eta gemini zu M35 schwenkte, der sich heute wesentlich heller zeigte als am doch etwas dunstigeren Montag. Der Sternhaufen wirkt grosz, einzelne Sternchen blitzen heraus und das ganze is in einem nebligen Mantel umgeben. Das wirkt sehr schön. Dann ging es weiter in den Fuhrmann, wo ich die ebenfalls bekannten Sternhaufen M38, M36 und M37 sah. M38 ist der gröszte von den dreien, auch kann man einzelne Sternchen sehen in ihm, auch hier eine neblige Ummantelung, die andren beiden wirken nur neblig, wobei M36 der kleinste ist. Weiter wanderte ich dann in den Perseus hinein, wobei beta Persei eine gute Aufsuchhilfe ist, wenn man M34 aufsuchen will, man geht von dem Stern aus nach oben und kommt automatisch zu M34 , der, wenn ich so mit Padme beobachte, Ähnlichkeiten aufweist zu M35 , ein klein wenig kleiner, aber auch diese blitzenden Sternchen mit einem Nebelmantel, wobei dieser Nebel eine riesige Ansammlung ist, die nur so neblig wirken, weil sie eng beinander sind und schwächer leuchten. Eine lockere Sternengruppierung ist Melotte 20 . Man kann schon mit dem bloszen Auge bei alpha Persei eine Ansammlung von Sternen sehen, die sich aber mit so einem kleinem Instrument wie Padme zu einem wahren Genusz entfalten laszen, so viele Sterne eng beinander zu sehen. Ich wanderte noch weiter hinauf Richtung Zenit zu h&chi , dem bekannten Doppelsternhaufen, einige Sterne zeigen sich neblig umrandet, auch da zeigt ein so kleines Instrument Vorteile gegenüber gröszeren. Dann wollte ich in die Cassiopeia und hier konnte ich bei epsilon und delta Cassiopeiae endlich diesen nebligen Haufen wieder erkennen, wobei sich hier zwei tummeln, NGC663 und NGC654 , ich konnte jetzt aber nur einen erkennen und weisz jetzt nich genau, wer was ist. Er zeigt sich als nebliges Wölkchen. Im Zenit ist es auch nicht so einfach zu schauen, halte mich auch nicht lange auf und wander von dort aus weiter zur Andromeda, wo sich M31 "Andomedanebel" als wahres Prachtobjekt zeigt, ein länglich gezogener Nebel. Man musz sich vorstellen, dieses ist unsere Nachbargalaxie und das Teil ist genauso grosz wie unsere Milchstrasze. Es ist einfach unglaublich, auf diese ferne Welt zu blicken, man braucht dazu überhaupt kein Instrument, denn ich konnte diese Galaxie heute sogar mit dem bloszen Auge erkennen. Im Fernglas natürlich eine wahre Pracht. Zwischen gamma Andromedae und beta Trianguli konnte ich dann ein weiteren Sternhaufen erblicken: NGC752 , der schon vereinzelt Sternchen zeigt, in einer Nebulösität umrahmt. Schön, solche intereszanten Dinge am Himmel zu sehen, könnte jeder mit einem so kleinem Gerät, mit was ich heute beobachtet habe. Von alpha Trianguli kam ich dann auch schnell zu M33 "Dreiecksnebel" , eine weitere Nachbargalaxie, die aber wesentlich schwieriger zu beobachten ist als M31 . Heute konnte ich sie aber sogar direkt als schwache Wolke erspähen. Vom Dreieck aus wanderte ich dann Richtung Stier. Zuerst erblickte ich die Plejaden (M45) . Mit dem bloszen Auge soll man 6 - 7 Sterne sehen können, daher der Name Siebengestirn und dies konnte ich heute auch, 7 Sterne mit dem bloszen Auge. Mit Padme offenbaren sich dann weitere schwächere Sternenketten, die ich auch schon gezeichnet hab, nur wirken sie jetzt viel kleiner, Davor dann die Hauptsterne wie Diamanten aufgereiht. Als Anfangsobjekt rate ich jedem Anfänger, zuerst mal hier einen Blick drauf zu werfen, man wird diesen Anblick einfach nicht vergeszen können und somit immer wieder bei jeder Beobachtung die Plejaden aufsuchen. Weiter unterhalb bei Aldebaran befinden sich die noch lockere Haufen Hyaden , auch da ist ein kleines Instrument von Vorteil, wenn man diese Zerstreutheit von Sternen in einem Blick erfaszen will. Davor glüht Aldebaran, obwohl er nicht zu den Hyaden gehört. Mittlerweile ist der Orion etwas emporgestiegen, recht schön der Gürtel und das Schild des Himmelsjägers zu sehen, wobei beim Schild rechts oberhalb von pi4 Orionae ein Haufen sich befindet, wo ein heller Stern herausblitzt in einem nebligen Mantel. Leider hab ich keine Sternkarten zur Hand, es musz ein CR-Objekt sein, aber welches? Am Horizontrand taucht jetzt auch M42 "Orionnebel" auf. Mit dem bloszen Auge seh ich da nur zwei Sterne aufgrund der Horizontnähe, aber mit Padme offenbart sich mir auch der Nebel. Hier handelt es sich um einen Gasnebel, wo noch Sterne entstehen. Ein heller Stern lugt aus dem Nebel hervor, auch das ist ein sehr schöner Anblick im Fernglas.
Dann mache ich einen Augentest: Mizar/Alcor , wobei ich heute Alcor einwandfrei mit dem bloszen Auge sehen kann, trotz der tiefsten Stellung im Norden. Im Fernglas natürlich einwandfrei getrennt. Epsilon Lyrae kann ich leider nicht mit dem bloszen Auge trennen, aber auch hier schafft Padme Abhilfe.
Zum Schlusz durchwandere ich die Milchstrasze vom Schwan aus, wobei ich hier auf einen weiteren Sternhaufen stosze: M39 , der aber schon sehr deutlich hellere Sterne zeigt, auch hier eine neblige Umrahmung, dann geht es rauf in den Zenit durch den Kepheus und die Cassiopeia, atemberaubend die Vielfalt der Sterne in unserer Galaxie, weiter geh ich in den Perseus und den Fuhrmann, wo die Sternenanzahl langsam abnimmt, kein Wunder, die hellsten Teile befinden sich in den Sommersternbildern. Am Horizontrand im Osten kann ich sogar einige Sterne sehen mit Padme, das zeigt, wie klar es heute eigentlich ist. Gegen 19:30 Uhr beende ich meine Exkursion und fahr wieder nach Hause. Auf einem Acker konnte ich noch zwei Rehe entdecken, die langsam in den Wald verschwanden, als sie die Autolampen sahen.
Fazit:
Etwas mehr konnte ich heute mit Padme erblicken. Was ich nicht mithabe, sind Sternkarten, aber es intereszant, auch ohne Sternkarten zu beobachten, man glaubt, neue Welten zu entdecken. Wie müszen sich die alten Astronomen wie Galilei vorgekommen sein? Sowas beschäftigt mich immer, ich fühl mich beim Beobachten immmer diese Abenteuerwelt hineinversetzt, wenn ich den Himmel durchstreife. Morgen werd ich mal mit Noel (8x56 Feldstecher) rausfahren, um den Unterschiede zu sehen. Noel wird mir natürlich noch mehr offenbaren.
orange - blaue grüsze
dieter und die besatzung der gmv
Beobachtungsdaten:
Datum: 18.12.2003
Uhrzeit: 18:30 - 19:30 Uhr MEZ
Standort: 3 km von Meppen, Feldweg in der "Wenkerei"
Instrument: 9x24 Fernglas "Padme"
Sonstiges Zubehör: Notizbuch, Kugelschreiber, Rotlichtlampe
Wetter: klar
Temperatur: Anfang: +1,1°C Ende: +0,8°C
Objekte:
M31, M33, M34, M35, M36, M37, M38, h&chi, M45 (Plejaden), Hyaden, NGC752, NGC663, NGC654, Mel20, M42, M39, Mizar/Alcor, epsilon Lyrae, einen Sternenhaufen bei pi4 und pi5 Orionis, Milchstrasze
Themengebiet: Erste Eindrücke vom kommenden Winterhimmel und die Durchforstung der Milchstrasze
Bericht:
DerHimmel liesz heute wieder eine Beobachtung zu, den ganzen Tag war es sonnig gewesen und gegen Abend präsentierte sich dann ein wesentlich dunklerer Himmel als am Montag. Also packte ich Padme und die zusätzlichen Utensilien ein und fuhr zum angestammten Beobachtungsplatz. Ich wartete ein wenig, um meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen und begann dann gegen 18:30 Uhr meine Beobachtung. Zuerst in den Zwillingen, wo ich wieder über mü und eta gemini zu M35 schwenkte, der sich heute wesentlich heller zeigte als am doch etwas dunstigeren Montag. Der Sternhaufen wirkt grosz, einzelne Sternchen blitzen heraus und das ganze is in einem nebligen Mantel umgeben. Das wirkt sehr schön. Dann ging es weiter in den Fuhrmann, wo ich die ebenfalls bekannten Sternhaufen M38, M36 und M37 sah. M38 ist der gröszte von den dreien, auch kann man einzelne Sternchen sehen in ihm, auch hier eine neblige Ummantelung, die andren beiden wirken nur neblig, wobei M36 der kleinste ist. Weiter wanderte ich dann in den Perseus hinein, wobei beta Persei eine gute Aufsuchhilfe ist, wenn man M34 aufsuchen will, man geht von dem Stern aus nach oben und kommt automatisch zu M34 , der, wenn ich so mit Padme beobachte, Ähnlichkeiten aufweist zu M35 , ein klein wenig kleiner, aber auch diese blitzenden Sternchen mit einem Nebelmantel, wobei dieser Nebel eine riesige Ansammlung ist, die nur so neblig wirken, weil sie eng beinander sind und schwächer leuchten. Eine lockere Sternengruppierung ist Melotte 20 . Man kann schon mit dem bloszen Auge bei alpha Persei eine Ansammlung von Sternen sehen, die sich aber mit so einem kleinem Instrument wie Padme zu einem wahren Genusz entfalten laszen, so viele Sterne eng beinander zu sehen. Ich wanderte noch weiter hinauf Richtung Zenit zu h&chi , dem bekannten Doppelsternhaufen, einige Sterne zeigen sich neblig umrandet, auch da zeigt ein so kleines Instrument Vorteile gegenüber gröszeren. Dann wollte ich in die Cassiopeia und hier konnte ich bei epsilon und delta Cassiopeiae endlich diesen nebligen Haufen wieder erkennen, wobei sich hier zwei tummeln, NGC663 und NGC654 , ich konnte jetzt aber nur einen erkennen und weisz jetzt nich genau, wer was ist. Er zeigt sich als nebliges Wölkchen. Im Zenit ist es auch nicht so einfach zu schauen, halte mich auch nicht lange auf und wander von dort aus weiter zur Andromeda, wo sich M31 "Andomedanebel" als wahres Prachtobjekt zeigt, ein länglich gezogener Nebel. Man musz sich vorstellen, dieses ist unsere Nachbargalaxie und das Teil ist genauso grosz wie unsere Milchstrasze. Es ist einfach unglaublich, auf diese ferne Welt zu blicken, man braucht dazu überhaupt kein Instrument, denn ich konnte diese Galaxie heute sogar mit dem bloszen Auge erkennen. Im Fernglas natürlich eine wahre Pracht. Zwischen gamma Andromedae und beta Trianguli konnte ich dann ein weiteren Sternhaufen erblicken: NGC752 , der schon vereinzelt Sternchen zeigt, in einer Nebulösität umrahmt. Schön, solche intereszanten Dinge am Himmel zu sehen, könnte jeder mit einem so kleinem Gerät, mit was ich heute beobachtet habe. Von alpha Trianguli kam ich dann auch schnell zu M33 "Dreiecksnebel" , eine weitere Nachbargalaxie, die aber wesentlich schwieriger zu beobachten ist als M31 . Heute konnte ich sie aber sogar direkt als schwache Wolke erspähen. Vom Dreieck aus wanderte ich dann Richtung Stier. Zuerst erblickte ich die Plejaden (M45) . Mit dem bloszen Auge soll man 6 - 7 Sterne sehen können, daher der Name Siebengestirn und dies konnte ich heute auch, 7 Sterne mit dem bloszen Auge. Mit Padme offenbaren sich dann weitere schwächere Sternenketten, die ich auch schon gezeichnet hab, nur wirken sie jetzt viel kleiner, Davor dann die Hauptsterne wie Diamanten aufgereiht. Als Anfangsobjekt rate ich jedem Anfänger, zuerst mal hier einen Blick drauf zu werfen, man wird diesen Anblick einfach nicht vergeszen können und somit immer wieder bei jeder Beobachtung die Plejaden aufsuchen. Weiter unterhalb bei Aldebaran befinden sich die noch lockere Haufen Hyaden , auch da ist ein kleines Instrument von Vorteil, wenn man diese Zerstreutheit von Sternen in einem Blick erfaszen will. Davor glüht Aldebaran, obwohl er nicht zu den Hyaden gehört. Mittlerweile ist der Orion etwas emporgestiegen, recht schön der Gürtel und das Schild des Himmelsjägers zu sehen, wobei beim Schild rechts oberhalb von pi4 Orionae ein Haufen sich befindet, wo ein heller Stern herausblitzt in einem nebligen Mantel. Leider hab ich keine Sternkarten zur Hand, es musz ein CR-Objekt sein, aber welches? Am Horizontrand taucht jetzt auch M42 "Orionnebel" auf. Mit dem bloszen Auge seh ich da nur zwei Sterne aufgrund der Horizontnähe, aber mit Padme offenbart sich mir auch der Nebel. Hier handelt es sich um einen Gasnebel, wo noch Sterne entstehen. Ein heller Stern lugt aus dem Nebel hervor, auch das ist ein sehr schöner Anblick im Fernglas.
Dann mache ich einen Augentest: Mizar/Alcor , wobei ich heute Alcor einwandfrei mit dem bloszen Auge sehen kann, trotz der tiefsten Stellung im Norden. Im Fernglas natürlich einwandfrei getrennt. Epsilon Lyrae kann ich leider nicht mit dem bloszen Auge trennen, aber auch hier schafft Padme Abhilfe.
Zum Schlusz durchwandere ich die Milchstrasze vom Schwan aus, wobei ich hier auf einen weiteren Sternhaufen stosze: M39 , der aber schon sehr deutlich hellere Sterne zeigt, auch hier eine neblige Umrahmung, dann geht es rauf in den Zenit durch den Kepheus und die Cassiopeia, atemberaubend die Vielfalt der Sterne in unserer Galaxie, weiter geh ich in den Perseus und den Fuhrmann, wo die Sternenanzahl langsam abnimmt, kein Wunder, die hellsten Teile befinden sich in den Sommersternbildern. Am Horizontrand im Osten kann ich sogar einige Sterne sehen mit Padme, das zeigt, wie klar es heute eigentlich ist. Gegen 19:30 Uhr beende ich meine Exkursion und fahr wieder nach Hause. Auf einem Acker konnte ich noch zwei Rehe entdecken, die langsam in den Wald verschwanden, als sie die Autolampen sahen.
Fazit:
Etwas mehr konnte ich heute mit Padme erblicken. Was ich nicht mithabe, sind Sternkarten, aber es intereszant, auch ohne Sternkarten zu beobachten, man glaubt, neue Welten zu entdecken. Wie müszen sich die alten Astronomen wie Galilei vorgekommen sein? Sowas beschäftigt mich immer, ich fühl mich beim Beobachten immmer diese Abenteuerwelt hineinversetzt, wenn ich den Himmel durchstreife. Morgen werd ich mal mit Noel (8x56 Feldstecher) rausfahren, um den Unterschiede zu sehen. Noel wird mir natürlich noch mehr offenbaren.
orange - blaue grüsze
dieter und die besatzung der gmv