Palm vs. WinCE

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Kosh

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Hallo,
das ist vielleicht das falsche Forum aber ich suche Astrosoftware für den Handheld. Problem Nr.1 ist: Soll ich mir einen Palm oder einen PocketPC mit WinCE zulegen. Der PDA soll hauptsächlich für astronomische Zwecke eingestzt werden. Könntet ihr mir helfen indem ihr mal ganz kurz schreibt welche Software ihr auf welchem System habt und ob ihr zufrieden seit, bzw. Argumente die für und gegen diese beiden System sprechen?

Die Palm Variante wäre der PEG-TJ27 von Sony.
Die WinCE Variante wäre der XDA von O2, den ein Bekannter von mir für 200€ an mich verkaufen würde.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich bin voreingenommen, da ich Betriebssysteme mag und keine Spielekonsolen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Also habe ich einen Palm. Ich kann die Software Planetarium http://www.aho.ch/pilotplanets/ sehr empfehlen. Der Sony HiRes Mode wird unterstuetzt.

Allerdings darf es keiner der ersten Palms mit nur 160x160 Pixeln sein. Farbe ist ebenfalls Pflicht.

Gruss knurlx
 
Hallo Kosh,
ich würde auf jeden Fall zum Palm greifen, da es:
1.) viel Astrosoftware gibt (siehe www.versiontracker.com)
2.) die Batterie-/Akkulaufzeiten i.d.R. deutlich länger sind als bei WinCE's
3.) in rund 5 oder 6 Jahren, die ich einen Palm (oder aktuell einen Clié) benutze, noch nie ein Problem aufgetreten ist
Planetariumssoftware für den Palm wäre z.B.: 2Sky oder Planetarium
darüber hinaus gibt es viele spezialisierte Software, z.B. zum Auslesen von Digitalen Teilkreisen und und und. Natürlich kann man auch Standardteleskope (LX200 etc.) steuern.
Die Wahl zwischen Palm und WinCE ist natürlich sehr individuell und hängt auch davon ab, ob man bestimmte Software-Schnittstellen zum einem Windows-PC braucht.
Gruß,
René
 
Hallo Kosh,

ich möchte mich Renès Meinung anschliessen. Ein großes und farbiges Display sieht schön aus, aber es wird keinen "richtigen" Bildschirm ersetzen. Mein alter Palm m105 ist sehr genügsam mit dem Strom. Eine Ladung der beiden AAA Akkus hält mehrere Wochen während sowohl den WinCE-Geräten als auch den schicken Clies nach ein paar Stunden der Saft ausgeht. Probleme mit Datenübertragung sind (nach allem was mir zu Ohren gekommen ist) bei CE durchaus gelegentlich zu beklagen, während die Palm-Nutzer stets mit der Stabilität und Datensicherheit zufrieden sind.

"Planetarium" ersetzt mir in vielen Punkten ein Jahrbuch und für Feldstecherastronomie oder NEAT aufsuchen reichen die Karten durchaus. Als "Listenspeicher" für einen per GOTO abzufahrenden Beobachtungsplan mag ein Handheld auch prima sein (s. dazu den Artikel im aktuellen VdS Journal).

Für ernsthafte Deep Sky Beobachtung ist ein Handheld m.E. leider nur unbrauchbares Spielzeug - weder Displaygröße noch Datenmenge reichen dafür. Planetarium 3.0 soll laut Autor A. Hofer deutlich mehr Daten bringen, aber ein Erscheinungstermin steht dafür nicht fest.

Wenn's also um schnelle Auskunft und eine Übersichtskarte geht, dan nist man mit einem s/w Palm und Planetarium für wenig Geld prima bedient. Allerdings sollten es schon 8MB RAM sein, der Zire mit 2MB ist untauglich.

Gruß,
Tom
 
Hi,
ich nutze einen Toshiba e800 unter WindowsPPC2003.
ALs Software setze ich Pocket Deep Sky sowie Pocket Stars Pocket Stars , die Pocket Edition von TheSky ein , siehe The Sky. Für alle gibts normale DesktopAnwendungen.
Damit kann ich übers Internet, die jeweils aktuellen Satelliten, Kometen und Astereoiden Informationen (usw usf) auf den PocketPC bringen. Beide PPC2003 Pocket PCs besitzen nicht nur die Grunfunktionen der üblichen kleinen PALM Programme sondern auch fast die volle Funktionalität der Desktopprogramme, von der Teleskopsteuerung bis hin zur (roten)Dämmerungshelligkeit der Bildschirme.

Mit hilfe von VMA habe ich mir PDA fähige Mondatlanten erstellt.
Moderne und neuere PDAs unter Windows unterstützen im Querformat schon eine 640 * 480 Auflösung. (Die Palmauflösung wurde oben genannt).Der e800 von Toshiba besitzt ausserdem einen deutlich größeren Bildschirm als die kleinen Palms (und WLAN sowieso) , die neuen Dell Axim und iPAQ ebenfalls

Da ich auch einen Palm besaß, konnte ich auch die Batterieleistungen vergleichen. Da ich ebenfalls einen Routenplaner darauf laufen lasse, war das einer der Gründe um zu wechseln.

Ein wichtiger Vorteil der WindowsBasierten MiniPcs:
Die Programmiersprachen Ebedded Visual C++ und embedded
Visual Basic bietet Microsoft kostenlos an. So kann auch der unerfahrene Programmierer Möglichkeiten sehr einfach
und schnell die eigenen Aufsuchkarten, Mondkarten usw auf den pocket PC zu bringen. Mit dem Visual Studio 2003, lassen sich auch Anwendungen mit der modernen Dot.Net Technologie erstellen. Das ist noch wesentlich effektiver als eVC++ und einfacher als mit Jawa. Diese Anwendungen laufen auch auf verschiedenen Betriebsystemen.

Gruß
Rainer Borchmann




)
 
Hallo zusammen,

Teleskopsteuerung und Rotmodus bietet auch das "Planetarium" auf dem Palm.

Noch zwei Fragen:

* Welche Grenzgröße bringt PocketSky?

* Kann Pocket Deep Sky Objektlisten aus irgendeinem Textformat importieren? (Dann könnte man solche Listen von Eye&Telescope generieren lassen)

Die von Rainer genannten Punkte zeigen, dass sich die Grenzen zwischen PDAs und Mini-Notebooks irgendwo verwischen. Man muss sich fragen, wann man noch von einem PDA spricht und wann es sich um "was Größeres" handelt. Entscheidungsrelevant sind m.E. dann die Gerätekosten und die Beschränkungen bei Gewicht und Platzbedarf. Ich schätze meinen klitzekleinen Palm (der gerade mal 120 Gramm wiegt und wochenlang mit einer kkuladung auskommt) für zwischendurch ("wann ist es heute nacht dunkel?") und habe für gute Online-Sternkarten ein kompaktes Notebook. Das kriegt seinen Strom entweder per Spannungswandler von der Autobatterie oder aus einer separaten "Powerstation" unabhängig vom Auto. Obwohl das Netzteil des Notebooks eine höhere Ausgangsspannung liefert, reichen die 12 Volt der Powerstation zum Betrieb des Notebooks aus! So habe ich Karten und Beobachtungsplan draussen superflexibel verfügbar.

Für die Benutzer von GOTO-Montierungen sind genaue Karten vielleicht nicht ganz so wichtig - ausser bei sehr schwierigen Objekten, wenn man trotz GOTO eine gute Karte für Endanflug und Identifikation braucht. Wenn sich die Funktion des PDAs am Fernrohr darauf beschränkt, eine gespeicherte Objektliste per GOTO anzufahren, dann reichen ja minimale Hardwarefeatures aus.

Gruß,
Tom
 
Hallo,

ich hatte sowohl einige Modelle mit dem Betriebssystem WinCE als auch einige Palms. Hängengeblieben bin ich beim Paln Tungsten|C. Schönes Gerät. Astrosoftware, die ich benutze sind: PalmPlanetarium (siehe auch http://www.ajoma.de/4843.html
und Jovian (allles zu Jupiter) - Lunar - Orrey (Planeteninfos) sowie astro-metrics. Die zuletzt genannten 4 Programme gibt es auch im Paket auf der Seite http://pdassi.de/product.php?prod_id=6530
Für Win gestützte Geräte habe ich nichts vergleichbares gefunden und die Planetariumprogramme für WIN benötigen ca. 20mal mehr RAM als die Palm-Programme. Außerdem laufen die Palm wesentlich stabiler.

Mit freundlichem Gruß
Toni Mayer

 
Hi,
das klingt sehr interessant. Da Sony die Clie-Produktion in diesen Tagen einstellt habe ich mir schnell noch einen geholt.
Das von Dir genannte astro-metrics Bundle gibt für den Pocket PC unter http://www.alfcen.com
die Seite wird von einem in Japan lebenden Deutschen betrieben. also keine Angst, wenn man mit dem Softwarehersteller in Kontakt treten will. Er hat mir eine schnelle Lösung für eine siderische Uhr binnen 2 Tagen hergestellt, das war schon prima. Die Softwaresammlung ist kostenfrei.

Kannst Du bitte die PlanetariumsProgramme nennen, die Du nutzt, und die 20mal weniger Ram als die Windows-Programme nutzen ? Ich würde es gerne benutzen.

Danke
Rainer
 
Hallo Rainer,

das Planetariumsprogramm ist PalmPlanetarium. Es braucht nur ca. 350 K und das ist im Vergleich zu dem von Dir genannten Planetariumsprogramm (ca. 5 MB) recht wenig. Die Programme, die ich bis dato auf WIN-Geräten gesehen habe, brachten aber alle so um die 20 MB.

Mit freundlichem Gruß
Toni Mayer
 
>die ich bis dato auf WIN-Geräten gesehen habe, brachten
>aber alle so um die 20 MB.

Hi,
meine PocketStars und pocket Deep Sky - Anwendungen, brauchen unter 1 MB auf dem PDA. Von welchem Programm sprichst Du, das 20MB benötigt? ZB. die Version von The Sky kann aktuelle Aseroiden und Kometenstellungen sowie weitere SAO Kataloge und eigene aufnehmen. Kann das die Palmversion auch ?
Anbei ich streite hier weder für das eine oder andere System
, mein Toshiba hat 128 MB Haupspeicher uns weitere 128 on Bord, die Programme habe ich auf einer 256 MB SD Karte laufen. So spielt Speicher keine Rolle. Wie kann Deine Palmsoftware, denn die unterschiedlichen USNO und Tychokataloge verwenden, wenn es mit den Katalogen nur 400 kB groß ist ?

Danke
Rainer

 
Hallo Tom,
Wenn's also um schnelle Auskunft und eine Übersichtskarte geht, dan nist man mit einem s/w Palm und Planetarium für wenig Geld prima bedient. Allerdings sollten es schon 8MB RAM sein, der Zire mit 2MB ist untauglich.
Dem kann ich nicht ganz beipflichten. Untauglich ist der Zire nicht. Er rechnet eben etwas länger. Da stört schon eher die die fehlende Displaybeleuchtung.
 
Hallo Kosh,

auf einem der letzten Astrotreffen in Frankreich wurde u.a. diese Software (Palm) vorgestellt : Astromist
Keine Angst, der Link ist auf englisch, die Software von einem Franzosen entwickelt. Ich habe selbst zwar keinen Handheld, aber das sieht doch recht gut aus. Ich habe diese Software auf deutschen Seiten noch nicht oft entdecken können - vielleicht hilft es ja weiter.

viele Grüsse

Thomas
 
Hallo Hubert,

statt "untauglich" hätte ich besser "m.E. nur eingeschränkt empfehlenswert" sagen sollen. Mit 2MB Speicher kommt man nicht weit. Wenn man ausser Planetarium und dem üblichen Organizer-Kram nichts machen will ist es vielleicht OK. Wenn noch andere Anwendungen dazu kommen (z.B. das Wörterbuch 'SlovoEd'), sind 2MB schnell zu wenig.

Die nächste Version von Planetarium soll laut dessen Autor in der Lage sein, mit deutlich größeren Datenbeständen umzugehen.

Geschwindigkeit: mein Palm ist leider auch einer der langsamsten, was das praktische Arbeiten mit der Saguaro Database am Fernrohr praktisch verhindert. Trotzdem ist er mir eigentlich schnell genug. Ich sehe einen Palm nicht als Ersatz für ein Notebook - er hat seine eigenen Vorteile, derentwegen man ihn schätzt (klein, immer dabei, nie mehr nach Telefonnummern suchen, Terminerinnerung etc. pp.).

Die Displaybeleuchtung benutze ich im astronomischen Einsatz so gut wie nie. Wenn man sich aber im Alltag bei schlechter Beleuchtung Notizen machen möchte, freut man sich doch drüber.

Datenvolumen bei WinCE-Geräten: wenn die Programme größere Datenbestände und damit detailliertere Karten anbieten können, sehe ich das als Vorteil. PalmOS hat zwar kompakteren Code, aber das alleine erklärt die angesprochenen Unterschiede nicht.

Gruß,
Tom
 
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