Parameter klassischer Cassegrain 6“ und 8“ von GSO.

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Ach ja, er will das ja für die Sonne. Sowas weiß ich nicht, könnte mir aber vorstellen, dass ein perfekt designtes, offenes Sonnenteleskop schon deutlich anders aussieht als eins für die Nacht. Vielleicht braucht man am Ende dann zwei von denen, ein helles, glänzendes und ein nachtschwarzes. Kosten zusammen auch nicht viel mehr als ein Mewlon 7.
 
Was mich noch brennend interessiert, vor allem, wo Reinhold passender weise den HS grad ausgebaut hat, wie klein kann man den Haltering, welcher mit seinen 72mm die Obstruktion bestimmt, bekommen, ohne, dass seine Funktion beeinträchtigt wird?

Zur Messung der Brennweite, den HS auf den Mond richten und mit einem weißen Stück Papier die Projektion des Mondes “einfangen“, die entfernung zwischen der Projektion und dem HS ist die Brennweite.

LG, Olli
 
So hab ichs ja auch gemacht, +-5 mm, genauer kann ichs nicht. Aber besser als nix. Da kam dann raus: 50 +- 0,5 cm.
Mit dem Haltering, da glaub ich nicht dran. Vielleicht holt man da einen mm raus, den Unterschied sieht man wohl nicht. Mehr bringt da schon, den HS möglichst maximal zu nutzen. Und noch immer hab ich die Aussage von GSO im Ohr: "Wir blenden absichtlich etwas ab, um höheren Kontrast zu erreichen" Diese Aussage ist entweder Quatsch, oder sie stimmt. Wenn sie stimmt, wieso? Etwa weil die Kanten ihrer Spiegel gar nicht so toll sind?
 
Das mit den Kanten wäre der einzige logische Grund. aber Abblenden, um durch einen kleineren FS weniger Obstruktion zu haben für mehr Kontrast, so wie GSO ja wirklich geschrieben hat, ist völlig Banane. Denn weniger absolute Obstruktion in mm auf dadurch abgeblendete Öffnung resultiert nur in der selben relativen Obstruktion in %.
Wenn ein zB 100mm HS exakt durch einen 40mm FS auf der Achse bedient wird, und ich den dann den FS auf 30mm reduziere, nutze ich nur noch 75mm Öffnung, also immernoch 40%, aber man kann schreiben, dass man vor einem 100mm HS nur 30mm FS hat und das Marketing macht daraus dann 30% Obstruktion. Super.
In der Hinsicht kann ich den Hate, den GSO dafür kassiert, absolut nachvollziehen.

LG, olli
 
Es ist doch noch schlimmer. Dieses Abblenden bezieht sich auf den Außenrand. Wenn man da abblendet bei gleicher Innenabschattung wird die Obstruktion in % noch größer.
Wir stellen also fest: Astronomie hat noch immer viel mit Sterndeuterei zu tun
 
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Was mich noch brennend interessiert, vor allem, wo *entfernt* passender weise den HS grad ausgebaut hat, wie klein kann man den Haltering, welcher mit seinen 72mm die Obstruktion bestimmt, bekommen, ohne, dass seine Funktion beeinträchtigt wird?

Der Innendurchmesser der spiegelnden Fläche beträgt hier 69mm. Damit hat mein Hauptspiegel (194mm) eine Obstruktion von ~35,6%. Weniger geht für mein CC8 nicht.

Da auch die Bohrung eine Fase hat, ließe sich der zentrale Halter auf 69mm verkleinern und könnte den Hauptspiegel über einen in die Fase gelegten O-Ring halten.

Eine solche Maßnahme würde sicherlich durch weitere Maßnahmen sinnvoll zu begleiten sein. Stichwort Durchmesser Cassegrain-Spiegel Blendschutztopf und zentrales Blendschutzrohr.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Dann hätten wir immerhin schon 3mm, wenn der Kragen am FS die Öffnung nicht mehr vignettiert, haben wir dann 69/194=35,6% statt 72/186=38,7%
 
Ich habe mir die Zeichnung aus Beitrag #173 nochmal genauer angeschaut. Der Cassegrain-Blendschutzzylinder ist dort als deutlich kürzer eingezeichnet, als an meinem Original-GSO-CC8 tatsächlich vorhanden.

Es gelte meines Erachtens nun zu prüfen, ob GSO eine neue Serie mit kürzerem Zylinder aufgelegt hat und ausliefert oder welchen Bezug die Zeichnung zu Lieferungen hat?

Ich erwähnte es, die Zeichnung enthält keinen Zeichnungskopf, aus dem relevante Informationen, insbesondere zur Autorenschaft hervorgingen.

Ich fand zumindest die Botschaft wertvoll, dass der Nennwert von 155mm scheinbar ab eingesetztem 1,25“ Adapter gilt
 
Hier sieht ihr gut, wie der Zylinder meines CC8 die mittig eingestellte Sonne beschneidet. Wollte man das vermeiden, müsste man den Zylinder um den hell beleuchteten Teil kürzen.

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Jop, ganz klare Sache. Da im anderen Forum geschrieben wurde, die Zeichnung stamme von GSO, und dort der Kragen im Maßstab tatsächlich kleiner ist, wäre das ja sehr lobenswert.
Aber es wäre halt immernoch nur ein 7 5/8 Zoll Teleskop, nicht 8.
LG, Olli
 
Mir schien sofort, dass der ganze Tubus kürzer in der Zeichnung aussieht als auf den Fotos und frage mich weiterhin, ob die Zeichnung echt ist und stimmt, oder ob die was geändert haben. Der Tubus sieht so kurz aus wie ein RC, aber das passt von den Daten auch nicht. Also, vielleicht hat GSO die Brennweite des HS gekürzt und den ganzen Tubus gleich mit. Der Spiegelabstand hingegen scheint gleich geblieben zu sein. Und haben die sowas auch beim 6er gemacht?

Also 69 mm innen, dann kann man vielleicht 2 mm rausholen, irgendwie muss der Spiegel ja noch eingeklemmt werden. Die zweite Frage ist, wie der Spiegel unter dem Klemmring aussieht. Also ob sich das lohnt und wieviel es bringt, auch da zweifle ich.
In der Zeichnung ermittle ich noch immer 72 mm für den Klemmring.

Wie schön wäre es, man fragt einfach den Fachhändler, den Spezialisten, was er gerade verkauft, dann bräuchte es diese Sterndeuterei nicht. Man darf ja mal träumen.
 
Ist der Tubus in der Zeichnung wirklich kürzer oder wirkt er kürzer, weil die mit eingezeichneten Prismenschienen in breiter aussehen lassen?
 
Das hab ich natürlich versucht zu berücksichtigen. Ich komme auf ein Längenverhältnis (ohne Schienen und OAZ von 2,14, bei den RCs (aus Fotos) auf 2,1 und bei den CCs (wieder Fotos) auf 2,4. Also Länge durch Außendurchmesser.
Aber wie ist denn nun euer letzter Stand bei der Brennweite HS? Habt ihr auch 615?
 
Hab grad nochmal vom Anfang an den Thread durchgeackert, in Post #41 hat Felix42 den Abstand HS-FS bei seinem Exemplar mit 422mm gemessen, das passt perfekt zu den in der Zeichnung angegebenen 420mm
 
Nochmal durchgerechnet, angenommen die 600mm Brennweite stimmen, der Spuegelabstand von 420 wurde ja bestätigt, bräuchte man bei exakt 420mm 58,2mm freien FS um 194mm abzugreifen, bei 422mm nur noch 57,5mm. Der Vorschraubring hat 58mm freien Durchmesser, ABER er ist auch 6mm hoch. Ziehen wir das von den 420mm ab und nehmen also eine Engstelle von 58mm bei 414mm an, würde der Vorschraubring allein die Öffnung auf 187mm limitieren, exakt der Wert, der gemessen wurde, das heißt, dass die Engstelle des Vorschraubringes mit der in den Strahlengang hineinragenden zu langen Blende ziemlich Deckungsgleich ist. Also selbst, wenn diese Blende nun kürzer ist, brächte das überhaupt nichts, wenn GSO nicht auch den Vorschraubring angepasst hat.
Im Endeffekt sind beide Teile, wie auch der Haltering am HS, einfache Drehteile, sodass man mit nur 3 custom Drehteilen ein 194mm Scope mit 69mm Obstruktion verwirklichen kann.

LG, olli
 
Also, demnach habt ihr auch, unabhängig von der Zeichnung, 600 mm Brennweite?. Ich kann mich an andere Zahlen erinnern, find sie aber nicht wieder.
Aus euren Daten kam ich auf 615 mm, das sind diese Übertragungs- und rundungsungenauigkeiten. Ist der Ring tatsächlich 6 mm dick? Das ist n dickes Ding!
Also, diese Blende von 58 mm um 6 mm nach hinten gesetzt macht bei mir nach Adam Riese und f/3 2 mm auf jeder Seite, das ist weit mehr als gedacht. Und am HS sind es dann, nach Strahlensatz entsprechend mehr, oder?
Also diesen Ring innen konisch auszudrehen, das könnte tatsächlich was bringen, und man muss sich nicht auf die Verklebung des Fangspiegels verlassen.
Ich glaub, nach den letzten schönen Erlebnissen am Mond gehe ich das an. Den Becher um 1 cm kürzen mit langer Fase innen und den Klemmring innen konisch ausdrehen. Muss nur einen finden, der das sauber kann.
Leider nützt sone Konifizierung des Klemmrings am HS nichts.
Dann bleibt noch die Frage, ob sich dabei vielleicht der Kontrast verschlechtert :-)
 
Die Daten für Abstände und den Klemmring stammen von Felix und Reinhold aus den ersten 3 Seiten dieses Threads, da hatte Gerd noch 640mm Brennweite und 448mm Spiegeldistanz vermutet. Kommt aber für die Durchmesserverhältnisse aufs gleiche raus.
 
Für das Tuning ja. Aber mich interessiert weiterhin die echte Brennweite des HS. Und ob die da was geändert haben. Und auch, wie konstant die Spiegeldurchmesser sind. Vielleicht hat Reinhold einen besonders kleinen erwischt. Inzwischen kann ich mir alles vorstellen, und bei welchen Bauteilen wie genau fabriziert wird, weiß man wohl nur, wenn man mal dabei war. Und wenn das vor 30 Jahren war, heißt das auch nichts. Inzwischen sind vielleicht einige Produktionsschritte völlig anders, wobei sich auch die Knackpunkte in Sachen Genauigkeit verändert haben können.
Ein Indiz ist für mich noch immer die großzügige Verstellmöglichkeit des Spiegelabstandes, die man vielleicht nur braucht, weil die Brennweite des HS mehr streut als früher
 
Die Brennweiten von HS und FS müssen schon zusammen passen, sonst gibts massiv SA höherer Ordnung, deshalb auch vorher meine Aussage, dass man sich bei Cassis keine so große Toleranz erlauben kann, vor allem, da sich da schon kleine Unterschiede in sehr großen Änderungen von Backfokus und Systembrennweite äußern. Mit einer weiten Verstellmöglichkeit erkauft man sich lediglich größere Toleranzen in den Fassungen, Halterungen und letztendlich auch Tubuslänge, womit die mechanischen Teile günstiger in der Produktion werden.
In Anbetracht dessen, was Skywatcher und Celestron so abliefern, ost die Serienstreuung über die letzten 20 Jahre spürbar kleiner geworden.
LG, Olli
 
Den Becher um 1 cm kürzen mit langer Fase innen und den Klemmring innen konisch ausdrehen. Muss nur einen finden, der das sauber kann.
Leider nützt sone Konifizierung des Klemmrings am HS nichts.
TS dreht Sonderteile nach selbsterstellter technischer Zeichnung, die eloxieren dass auch gleich noch schwarz. Den Haltering könnte man entsprechend mit 69mm Durchmesser, aber sonst gleich, vllt leicht konisch, damit der reflektierte Kernstrahl nicht dort lang “schrammt“, auch neu drehen lassen, und den mit einem O-Ring an die zentrale Fase des HS bringen, wie Reinholt schon schrieb. Ich denke, das wäre der sauberste Weg.
LG, Olli
 
Das sehe ich entspannter. Ich glaube nicht, dass ich oder jemand anders eine Veränderung der Abbildungsqualität erkennt, wenn son Spiegel eben 615 statt 600 mm hat, nachdem der Spiegelabstand jeweils optimiert wurde. Ich glaube, das gäbe einen akademischen Unterschied, den man bestimmt berechnen aber nicht sehen kann.
Ist ja bei SCTs gang und gäbe, am Abstand rumzudrehen, auch bei den neuen ACF mit hyperbolischen FS. Ich sehe ja auch keinen bei mir, nachdem der Abstand ca. 4 mm größer ist. Das heißt allerdings nicht so viel. Es ist ein großer Unterschied in der Dicke des Donuts intra und extra zu sehen, das soll ein Zeichen für Über- oder Unterkorrektur sein. Am Objekt kann ich keine Verschlechterung erkennen.
 
Danke für den Tip. Plötzlich schreibt der fett, bin irgendwo rangekommen.
Hast du ne Größenordnung, wieviel die berechnen?
Es ist nämlich so, eigentlich kommuniziere ich nicht mehr und will und erwarte auch nix mehr von denen. Eigentlich, man darf ja träumen, wäre dieser Service eine Nachbesserung im Sinne der Gewährleistung. Denn sie haben mir ja eindeutig falsche Angaben zum Gerät gemacht, mündlich und schriftlich. Und natürlich waren diese falschen Angaben ausschlaggebend für meine Kaufentscheidung. Und sie sagen weiterhin die Unwahrheit, obwohl sie es besser wissen (müssten). Nach dieser Nachbesserung wäre das Gerät noch immer nicht in dem Zustand, den sie angepriesen haben, es wäre nur begrenzte Nachbesserung.
 
Nach den Teilen, die ich bisher hab drehen lassen, würde ich mal so 80€ pro Teil vermuten.
Das Fettgedruckt stellt man oben links im Textfenster mit dem kleinen B um, ist das blass, ists normal, ists ordentlich gelb, schreibste Fett.
LG, Olli
 
Ich weiß jetzt, wie ich es selber machen kann, ohne zu viel Kollateralschaden. Mal sehen, wenn ich Lust habe und glaube, das bringt sichtbar was.
41% Obstruktion und 143-144 mm Öffnung.
 
Ich habs heut getan. Nur den Klemmring vom HS hab ich gelassen.
Den Klemmring vom FS innen gefast, die Blende um 6 mm gekürzt und innen auch gefast. Das gibt 144 mm Öffnung und 42% Obstruktion bei noch immer maximalem Spiegelabstand
 
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