Partielle Mondfinsternis

#1
Hallo zusammen,

für alle, die beim Wort Mondfinsternis noch nicht reflexartig wegklicken,
sind hier noch ein paar Impressionen aus Friedberg. :/


Partielle Mofi bei Aufgang mit Burgfried


EOS 750D mit 150 mm

1600 x 599 Pixel (288 kB)

4170 x 1560 Pixel (1837 kB)


Etwas näher dran


EOS 5D Mk II an Pentax 75 SDHF

2022 x 2943 Pixel (1805 kB)


Verlaufskomposit


EOS 750D mit 150 mm

1600 x 867 Pixel (383 kB)

3022 x 1638 Pixel (1323 kB)


Halbschatten


EOS 5D Mk II an Pentax 75 SDHF

1724 x 2479 Pixel (1117 kB)



Zudem habe ich bei Vimeo mal den Versuch eines Zeitraffervideos hochgeladen: Link.



Viele Grüße,

Mario

 
#2
Hallo Mario,

wow - das ist ja mal ein echt cooler Beitrag!

Besonders das Verlaufsvideo und das Komposit finde ich toll!
Aber auch die Schärfe deiner Bilder ist beeindruckend.

Wie hast du denn das Verlaufskomposit belichtet? Ich nehme an Stativ mit programmierbarem Drahtauslöser?

Aber die Belichtungszeiten meine ich, die muss man doch anpassen, da der Mond immer heller wird, oder?
Hattest du da einen Plan, oder hast du die zwischendrin immer mal wieder runtergesetzt, je nachdem, welche Belichtung gut aussah? Und hinterher die Bearbeitung? Da muss man dann ja eine Tonwertangleichung machen, wenn verschieden lang belichtet wurde, oder nicht? (schaut sehr homogen aus, das Verlaufsbild).

Sowas würde ich auch gerne mal probieren - falls du uns hier ein paar Tipps geben kannst, wäre das genial!

Schöne Grüße,
Klaus
 
#5
Hallo Klaus, Eric, Jozef,

vielen Dank für euer Feedback! :)

@ Klaus:

Ja, den Verlauf habe ich mit einerm Timer aufgenommen.
Für das Video alle 3s ein Bild.
Für das Komposit habe ich jedes 50ste davon genommen.

Ne ne, der Mond wird nicht einfach heller. ;)
Es wird nur der Kontrast stärker, weil der Himmel dunkler wird.
Das erste Bild war natürlich das hellste.
Ich habe die Belichtungszeit daher am Anfang grob per Histogramm auf die Obergrenze getzt und konstant gelassen.
Am Ende ist es deshalb natürlich finster.
Eigentlich müsste die Belichtungszeit für den Vordergrund langsam heröht werden. Dann wäre der Mond allerding ausgebrannt.

Zur EBV:
In das erste Bild haben ich die anderen Monde (jeweils Mond und ein wenig Himmel drum herum maskiert) per "Negativ belichten" (Photoshop) eingefügt.
Das produziert die natürlichsten Übergänge.
Allerdings musste in der Tat jeder Mond per Tonwertkorrektur angepasst werden.
Und zwar per Schwarzwert so, dass der Himmel umden Mond jeweils schwarz wurde.
Sonst würde man ja immer wieder Himmelshelligkeit hinzufügen.
Die Tonwertkorrektur musste zudem für jeden Farbkanal individuell angepasste werden.

Viele Grüße,

Mario
 
#6
Hallo Mario,

vielen Dank für die ausführliche Beschreibung! Kommt in meine Sammlung, sowas will ich auch mal probieren...

Das mit der Mondhelligkeit macht Sinn - er hat bei einer gewissen Phase eine gewisse Helligkeit, und die bleibt gleich. Aber die Extinktion in der Atmosphäre nimmt ja, je höher er steigt, immer mehr ab. Ich musste bei meinen Aufnahmen mit der ASI120 jedenfalls kontinuierlich das Gain reduzieren, sonst wäre das Histogramm rechts angeschlagen. - naja, jedenfalls ein super Tipp von dir, auch das mit der Bildverarbeitung - Vielen Dank!

Hab mir übrigens mal deine Webseite angeschaut. Die ist ja "Hammer-Geil"! (Sorry für den Ausdruck) Du scheinst jede freie Sekunde zu nutzen - wenn man sich die Anzahl der Bilder und die Belichtungszeiten dafür anschaut. Auch das Design mit dem Hintergrundbild etc. finde ich super toll!
Eine Inspiration für weitere eigene Versuche und Bilder...

Schöne Grüße,
Klaus
 
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#9
Hallo Mario,

in dem Verlaufskomposit steckt ja eine Menge Arbeit drin.
Hast Du es mal alternativ mit Startrails versucht?
Bei Ison in der Dämmerung hat es funktioniert.

Gruß Eric
 
#10
Hallo,

danke für die Antworten!

@ Eric: Startrails habe ich schon eine Weile nicht mehr verwendet.
Ich dachte, die Bildkombination entspricht der Methode "falls heller" in Photoshop.
Da finde ich den Übergang zwischen Mond und Himmel etwas unnatürlich.
Aber vielleicht schau ich mir das nochmal an.

Viele Grüße,

Mario
 
#11
Hallo Mario,

tolle Bilder. Auch wenn es schon gut zwei Monate her ist, wage auch ich noch mal einen Rückblick hier, wenn Du nichts dagegen hast… ;)

Ich stand auf dem Landberg, meinem „Hausbeobachtungsberg“ in der Nähe von Herzogswalde in Sachsen, 17 km südwestlich von Dresden, 426 m. Hatte meine 500D damals (die ich noch nutze nach wie vor) mit einem 200 mm Teleobjektiv versehen. Die Stimmung war toll, warm, der Geruch der Felder und der partiell verfinstert aufgehende Mond. Im Hintergrund geht der Blick zum Děčínský Sněžník (Hoher Schneeberg) in der Tschechischen Republik – der markant flache Berg am Horizont. Aufnahmen entstanden etwas mehr als 20 Minuten nach Mondaufgang. Links im Bild die ehemaligen Vulkandome des Wilisch und der Quohrener Kipse im Vorland des Osterzgebirges:







Canon EOS 500D, 200 mm (F8), ISO 100, 1/4s


 
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Neustes Astronomie Foto

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