Passende Okularwahl für einen 6", f6 Newton

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El_Giancarlo

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Hallo liebe Astro-Gemeinde,

Vorweg möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich dieses Forum sehr zu schätzen gelernt habe, da es einem einen doch viel ehrlicheren Eindruck zu den jeweiligen Sachverhalten, bzw. Equipmentfragen liefert, als es in den immer doch recht schön klingenden Produktbeschreibungen im Netz der Fall ist. Vielen Dank schonmal für die vielen vielen Denkanstöße!

Ich bin (noch) blutigster Anfänger, bzw. Einsteiger, und möchte sehr gerne ins Astronomiegeschäft einsteigen.
Die letzten Wochen habe ich mich verstärkt in Foren und diversen Homepages informiert und möchte nun so allmählich die Hardware bestellen und auf eine klare dunkle Nacht warten.

Ich habe eigentlich (bisher) kein besonderes Interesse an der Astrofotographie, obwohl ich begeisterter Hobby-Fotograf bin, jedoch ausschließlich analoge Kameras besitze. Dadurch vlt nicht ganz einfach zu realisieren und nur mit einem hohen Filmverschleiß möglich...
Mein Einstieg in die Astronomie wird sich erst einmal "nur" auf visuelle Beobachtung reduzieren.

Als Teleskop käme für mich das 6"er Newton GSO 150/900 in Frage.

https://www.teleskop-express.de/sho...p-auf-stabiler-Montierung-Skywatcher-EQ5.html

Das Teil wurde ja schon des öfteren als guter Allrounder gelobt, und ich denke v.a. für den Einstieg könnte das Gerät viel Freude bereiten. Die Montierung EQ5 ist wohl auch (mindestens) notwendig, wenn man keine Lust auf tagelanges Scharfstellen und damit verbundene Tobsuchtsanfälle durchleiden möchte.

Nun stellt sich mir jedoch noch die Frage nach den Okularen. Und ob diese "richtig" bzw. ausreichend dimensioniert sind, und keine Perlen vor die Säue-mäßig unpassend sind.

Im Angebot ist ein 25mm Plössl dabei, was glaub ich nicht so wirklich das gelbe vom Ei ist. Und es muss ja ohnehin noch mehr her ;)

Als Übersichts- und DSO-Okular habe ich mir gedacht, dass das ES 82° 30mm mit 2" ganz brauchbar wäre. V.a. die 82° sollen ja eine sehr feine Eye-Candy-mäßige Erfahrung bringen.

https://www.teleskop-express.de/sho...mm-Weitwinkel-Okular---82----wasserdicht.html

Um z.B. die Planeten etwas genauer zu beobachten dachte ich mir, dass das ES 9mm zum Einsatz kommen könnte (nun die Frage wieviel Grad? 62, 82, 100? wieviel Zoll Okularsteckmaß? 1,25 oder 2?). Gibt es da eine Grenze, jetzt speziell beim zukünftigen 6" f6 Newton, was z.B. keinen Gewinn mehr bringt? Mehr Winkel und größeres Steckmaß geht ja Hand in Hand mit mehr Moneten. Wenn allerdings das ES 100° 2" 9mm die (auch merklich) schönste Beobachtung liefert, wäre es mir das durchaus Wert!

https://www.teleskop-express.de/sho...WP-N2---9mm---100----2--Weitwinkelokular.html

Im Forum habe ich mich mit den genannten Okularen sowie Teleskop beschäftigt und mich würde nun interessieren, ob die Zusammenstellung einigermaßen Sinn macht. Ich habe bisher nur eine vlt etwas oberflächliche Suche nach der Kombination der Optiken und Teleskop durchgeführt und noch nichts dazu gefunden. Falls ich jetzt doch einen "alter-Hut"-Thread gestartet habe, möchte ich das Entschuldigen.

Jetzt bin ich mit meinem Latein auch schon bald am Ende. Ich vermute, dass ich im Laufe der Zeit noch mehr Okulare brauche. Auf jeden Fall auch noch was zwischen 9 und 25mm. Oder braucht man für eine anständige Planetenbeobachtung auf jeden Fall noch was im Gebiet um die 5mm?

Vielleicht noch etwas zum Beobachtungsstandort. Ich wohne in Freiburg und könnte da auch mit dem Auto zu etwas dunkleren Hügeln bzw. Bergen fahren. Alternativ könnte ich auch bei meinem Heimatort im Oberallgäu, was schon ein ziemliches Kaff ist, durchaus noch dunklere Orte finden, an denen man schon mit bloßem Auge die Milchstraße sehen, bzw. erahnen kann.

Das wärs jetzt zunächst einmal von meiner Seite.
Liebe Grüße
Manuel
 
Hi Manuel,

das erscheint mir grundsätzlich durchaus eine mögliche Idee. Wenn Du nicht fotografieren willst, könntest Du das für die Montierung geplante Geld in Öffnung investieren und einen Dobson mit mehr Öffnung kaufen.

Insofern ist es für eine Okularwahlberatung vllt noch etwas früh. Was Du theoretisch zur Okularwahl wissen solltest kannst Du auf meinen Einsteigerseiten in diversen Artikeln nachlesen.

Vom Ansatz her, ist ein 30mm ES 82 Grad für schnellere Newton mehr als nur eine Überlegung zumal man eigentlich nie liest, dass jemand mit dem Okular nicht klar kommt. Aber es kann dennoch nicht das ideale Okular sein.
Solange Du gar keine eigene Okularerfahrung hast, ist der Zukauf von weiteren Okularen mitunter ein größeres Risiko.

Theorie ist aber nur eins. Entscheidend wird sein welches Scope es wird und welche Okulareigenschaften Du wirklich brauchst. Dies herauszufinden wird letztlich nur mit probieren gehen.
Dabei kannst Du viel lernen und Erfahrungen u.a. auch mit Okularen machen. Das wird helfen, Deine Anforderungen genau zu benennen, was uns wiederum hilft gezielt zu beraten.

CS
 
Hallo Manuel!
Ich bin selbst Einsteiger und habe einen 6" Dobson f8.
Das 2" 30mm kann ich empfehlen, da man einen sehr guten Überblick hat und es wirklich angenehm ist dadurch zu beobachten (ich habe nicht das ganz gleiche). Das 2" ist einfach komfortabler, aber wie Du schreibst für einen ganzen Satz muss man ordentlich in die Tasche greifen.
Für Planeten macht das glaub ich keinen Sinn, da die beim 6" sowieso nicht das Sichtfeld ausfüllen.
9mm wird bei 900 Brennweite auch nicht reichen, da kannst Du bis 4mm nehmen.
Folgender Link führt zu einem Okularrechner der Dir die maximalen und minimalen Vergrößerungen zeigt, da kann man auch die verschiedenen Planeten und andere Objekte auswählen für ein Beispielbild:
http://www.sternfreunde-muenster.de/orechner.php
Faustregel Öffnung x 1,5 bei Newton als max. sinnvolle Vergrößerung hat man mir gesagt.
Mit einer Barlow kann man sich natürlich auch gleich ein breiteres Vergrößerungsfeld schaffen, aber dazu gibt's auch geteilte Meinungen im visuellen Bereich.


LG Andi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Manuel,

Du hast Dich schon Mal vorinformiert und von Grundsatz her sind Deine Überlegungen richtig.

Zu Okularen für f/6 hat Sven Wienstein einen sehr guten Bericht auf Lager, okay, da gehts um einen 8" f/6 Dobson, aber die Anforderungen sind gleich.

http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Du greifst allerdings bei den Okularen schon in Richtung der "Sahnestückchen", was dann bei Sven die höherwertigen Paletten ausmacht. Da muss dann nur, je nach Öffnungsverhäktnis eine Anpassung der Brennweiten erfolgen. Da liegst Du z.B. mit dem 30er ES schon sehr wahrscheinlich richtig.

Was Du da ausgesucht hast funktioniert auch an f/5 mindestens genau so gut oder besser als Billigteile an f/6 und damit sind wir bei der Überlegung die Öffnung etwas größer zu wählen, wobei man aus Transport- und Gewichtsgründen dann eher in Richtung 10-12" Dobson denkt, wobei 12" m.E. das Maximum an Volltubus-Newtons darstellt und man da ebventuellchon auf Gitterrohrdesign umstellen, zumindest darüber nachdenken sollte.

Hier mal ein vergleichender

Beobachtungsbericht mit 6, 8, 10" Öffnung

Allerdings unter sehr guten äußeren Bedingungen.

Möglich wäre, dasss dabei dann der Gedanke an eine später auch langzeitfotografisch zu nutzende Montierung stört.
Wenn du das aber ohnehin auf später vertagt hast, kannst Du damit auch ganz klein montiert, nur mit einer Camera und Objektiv drauf beginnen. Da kommen herrliche Fotos rum und das ist häufig besser, frustfreier, als mit dickem Rohr und fetter Monti loszulegen.

Denk drüber nach. Für mich riecht das was Du schreibst ein wenig nach Öffnungssteigerung, wenn das denn mit Lagerung und Transport vereinbar ist.
Nötig ist das nicht aber eventuell hilfreich!
Erst wenn Du Dich dazu nochmal definitiv geäußert hast macht es m.E. Sinn, die weitere notwendige ERST-Ausstattung abzuklopfen.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die Kommentare!
Das mit dem Dobson ist natürlich so eine Sache... Ich dachte mir eben, dass wenn ich für einen guten Standort ein wenig laufen muss wäre das Ding unhandlicher zu transportieren als ein Stativ, was man zusammenschieben kann...
Wenn ich mir das andererseits mal nur vom Gewicht her ansehe, dann ist so ein 10" Dobson gesamt so bei ca. 30kg und das 6" mit EQ5 irgendwo auch so bei mitte 20kg.

Vielleicht muss ich so ein komisches Dobson doch nochmal überdenken. Man kann da ja schon i.d.R. die Rockerbox zerlegen etc?

hier z.B.: https://www.teleskop-express.de/sho...10-Zoll-mit-hochwertigem-Crayford-Auszug.html

Liebe Grüße
Manuel

 
Die Standard Rockerboxen kann man nicht zusammenklappen wenn Du das meinst.
Sie sind nur bei der Lieferung zerlegt und dann zum zusammenschrauben.
Wenn Du wirklich weiter gehen musst, dann ist ein Dobson vielleicht nicht die richtige Wahl.
Wobei mein 6" Dobson + Rockerbox nur ca. 15 Kg wiegt.

LG Andi
 
Hallo Manuel!

Zitat von El_Giancarlo:
möchte nun so allmählich die Hardware bestellen und auf eine klare dunkle Nacht warten.
Ersteres wird allerdings nach Ankunft der Bestellung letzteres torpedieren. Wie war das doch noch: Pro Zoll Öffnung gibt es eine Woche bedeckten Himmel? ;-)

https://www.teleskop-express.de/sho...p-auf-stabiler-Montierung-Skywatcher-EQ5.html

Das Teil wurde ja schon des öfteren als guter Allrounder gelobt, und ich denke v.a. für den Einstieg könnte das Gerät viel Freude bereiten. Die Montierung EQ5 ist wohl auch (mindestens) notwendig, wenn man keine Lust auf tagelanges Scharfstellen und damit verbundene Tobsuchtsanfälle durchleiden möchte.
Korrekt, unter die EQ5 sollte man mit einem 6"-Newton nicht gehen.

Im Angebot ist ein 25mm Plössl dabei, was glaub ich nicht so wirklich das gelbe vom Ei ist.
So schlecht sind die Dinger nicht, die meisten Plössl sind ganz ordentlich. Deine Idee
Als Übersichts- und DSO-Okular habe ich mir gedacht, dass das ES 82° 30mm mit 2" ganz brauchbar wäre. V.a. die 82° sollen ja eine sehr feine Eye-Candy-mäßige Erfahrung bringen.
ist freilich nicht von der Hand zu weisen, da Du einfach mehr Feld bekommen wirst. Das hilft nicht nur beim Aufsuchen, sondern auch bei großflächigen Objekten.

Um z.B. die Planeten etwas genauer zu beobachten dachte ich mir, dass das ES 9mm zum Einsatz kommen könnte (nun die Frage wieviel Grad? 62, 82, 100?
Durch das 100° konnte ich schon beobachten. Beim Öffnungsverhältnis 1:5 war es nicht sonderlich randscharf, aber der angenehme Einblick macht das mehr als wett. Ich mag kein Kidneybeaning und ähnliche Effekte, und bei dem Teil gab es diese Probleme auch nicht.

Ich vermute, dass ich im Laufe der Zeit noch mehr Okulare brauche. Auf jeden Fall auch noch was zwischen 9 und 25mm. Oder braucht man für eine anständige Planetenbeobachtung auf jeden Fall noch was im Gebiet um die 5mm?
Zwischen 9 und 25 wirst Du noch etwas brauchen, rein mathematisch wären das 15 mm (geometrisches Mittel). Planetenbeobachtungen fordern tatsächlich mehr Vergrößerung, und ich nutze 5 mm bei Öffnungsverhältnis 1:8, also werden die bei 1:6 nicht zu viel sein.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Manuel,

ich bin letzten Sommer ebenfalls mit 6" F6 Newton auf EQ-5 eingestiegen
und halte diese Kaufentscheidung rückblickend immer noch für sehr glücklich.

Meinen Erfahrungen hatte ich auch mal hier zusammengefasst:
Meine Erfarungen mit F6 Newton auf EQ-5

Das ES 30mm 82° als Übersichtsokular halte ich für eine gute Wahl. Ich
verwende das 31er Nagler und bin damit häufig auch am Himmel unterwegs.
Übersicht macht einfach Spaß !

Ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit meinem ersten Okular, dem Baader Hyperion Mark IV Zoom
mit Barlow gemacht. Ich benutze es bis heute gerne, obwohl einige Festbrennweiten der Marke
Televue dazu gekommen sind. Es hat mir wirklich geholfen ein Gefühl für meine bevorzugten
Vergrößerungen zu bekommen. An die enorme Flexibilität kann man sich auch gut gewöhnen, so
dass man das Teil sicher auch langfristig gut gebrauchen kann.

Bitte beachten, dass ich erst ein knappes Jahr dabei bin und ab-
gesehen von meinem Volksapo keine anderen Optiken kenne !
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Manuel,

also bei dem Dobson steckt fast das gesamte Geld in der Optik. Daher bekommt man auch bei kleinem Budget schon ein richtig gutes Teleskop mit großer Öffnung.

Ich habe einen 8" und 12" GSO Dobson. Den 8er kann ich auch mit Rockerbox tragen. Beim 12er lagere ich den Tubus in Griffhöhe auf einem Schrank in der Garage. Da trage ich erst die Rockerbox in den Garten und anschließend den Tubus. Einfach einhängen und loslegen. Der Aufbau dauert also nicht lange.
Beim 10" Dobson sol ja der Tubus und die Rockerbox jeweils ca. 12 Kg wiegen. Das ist doch noch recht leicht getrennt zu transportieren.

Zum Handling:
Ich finde das Aufsuchen am Himmel mit dem Dobson viel leichter als mit einer parallatischen Montierung. Die schrägen Bewegungsachsen liegen mir einfach nicht. Ich mag es da lieber waagerecht und senkrecht.

Okulare:
Die Beilagenokulare würde ich erst einmal verwenden und testen.
Für Planeten dann noch ein Okular zwischen 6-8mm. Das lässt sich auch bei schlechteren Bedingungen noch gut nutzen.
Ich bin mit meinem 8mm Planetary sehr zufrieden.
Beim 15mm Okular habe ich ein TS-SW15. Alles für mich vom Preis-/Leistungsverhältnis eine wirklich sinnvolle Anschaffung.

Gruß,
Holger
 
Mir wäre es auf jeden Fall wichtig ein wenig mobil zu sein, um eben ggf. mal noch einen guten Platz zu erreichen. Ich werde aber den Dobson nicht ganz ausschließen. Viel Zoll hilft viel ;)

Aber dass ich mit der Okularwahl nicht ganz falsch liege ist auf jeden Fall fein. Hat sich das Recherchieren ja ein wenig gelohnt. Obwohl ich jetzt gerade auch nicht mehr weiß woher ich die falsche Gewichtsangabe von 30kg für das 10" Dobson herhabe...

Ich denke ich muss mal wieder ne Nacht drüber schlafen. Bin aber extrem motiviert! Kann es kaum erwarten eine Entscheidung zu treffen, warten bis irgendwas im Paket ankommt, wiederrum warten bis die in Zoll angegebene Zahl an bewölkten Wochen vorrüber sind, um dann endlich die unendlichen Weiten zu sehen!

Vielen Dank für die schnellen und vielen Antworten!

Liebe Grüße
Manuel
 
Aber das mit den Okularen ist ja wahrscheinlich auch immer Geschmackssache. Vielleicht geh ich mal noch zum Planetarium oder so und frag, ob man da mal irgendwo durchschauen darf...
 
Nach ein wenig weiterrecherchieren bin ich nun auf einen Gitterdobson von ES gestoßen.

https://www.teleskop-express.de/sho...t-Dobson-Teleskop-254-mm-Oeffnung-Gen-II.html

Das ganze "klingt" nun schon etwas transportabler und durch die 10" Öffnung kann man wohl noch um einiges mehr an Details im DS-Bereich erkennen. Das ganze ist preislich allerdings schon extrem nahe der Schmerzensgrenze. Auch weil beim genannten Angebot gar keine Okulare dabei sind. Weiterhin sind die Okularanforderungen bei f5 etwas höher als bei kleineren (oder doch größeren?) Blenden? Also ich meine eine höhere Zahl hinterm f.
Jedes Mal wenn ich denke ich habe endlich was für mich gefunden dauert dieser Augenblick nicht sehr lange :D finde es echt extrem schwierig sich für ein Gerät zu entscheiden.

Wie dem auch sei...
Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
Manuel
 
Hallo Manuel,

das kommt wirklich darauf an, wie Du das finanziell handhaben kannst. Wenn Du an dieser Stelle in den 10" eine Menge Geld steckst, dann hast Du natürlich ein Teleskop mit dem entsprechenden Leistungspotenzial und der von Dir gewünschten Mobilität. Freiburg bietet ja wirklich extrem gute Möglichkeiten mit geringer Auto-Fahrzeit in der Umgebung und auch im Oberallgäu sollte es noch Ecken geben, wo der Tourismus nicht hin leuchtet. Da macht das schon großen Spaß!
Aber das bedingt auch eine brauchbare Ausrüstung und die Beschaffung vom Teleskop an der Schmerzgrenze ist nur dann sinnvoll, wenn in absehbarer Zeit Okulare und weiteres Zubehör folgen können. Falls das Dein Plan ist, kann man ja auch einige Monate mit einer recht eingeschränkten Ausstattung durchhalten. Aber es sollte wirklich klar sein, dass man so auf drei, vier Okulare hin planen sollte, um einigermaßen das Leistungsspektrum des Teleskops abzurufen. Bei f/5 lassen sich gut Okularbrennweiten zwischen 35mm und 3,5mm nutzen. Da Deepsky samt passendem Standort angesprochen ist, solltest Du um 30mm in 2", um 17mm und um 8mm für diese Zwecke einplanen und je nachdem eben auch schauen, ob Okular Nummer vier so den Bereich 3,5mm bis 5mm trifft. Eigentlich würde man ja die Brennweiten-Abstufungen zu kleinen Okularbrennweiten auch immer kleiner machen, aber das ist genauso Zukunftsmusik wie teure Okulare, die an f/5 wirklich gute Performance liefern.

Sollte das so nicht gehen, dann müsste es eben ein kleineres und günstigeres Gerät sein, denn ohne Okulare gibt es nichts zu gucken.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

Zitat von El_Giancarlo:
Jedes Mal wenn ich denke ich habe endlich was für mich gefunden dauert dieser Augenblick nicht sehr lange :D finde es echt extrem schwierig sich für ein Gerät zu entscheiden.

Über das Internet lässt sich meist nur eine grobe Vorauswahl treffen.
Wenn Du aber Kontakte zu Hobbyastronomen in Deiner Umgebung suchst oder ein Teleskoptreffen nicht zu weit von Dir entfernt stattfindet, könnte es Dir leichter fallen, einige Dinge auszuschließen.
Zur Entscheidungsfindung hilft es, eine Tabelle mit Pro und Contra zu erstellen und Prioritäten zusetzen. Ich gehe solche Tabellen dann an mehreren Tagen durch, notiere mir meine Gedanken und irgendwann gibt es einen Sieger. Es kann manchmal einige Monate dauern!


Gruß

Ronald
 
Hallo Manuel,

ich sag jetzt mal was sehr direkt und es wird sicher Manchereinem ein wenig provokant vorkommen:

Nimm einfach einen 8" f/6 Chinaböller, ob GSO oder Skywatcher ist ziemlich Latte.
Der ist mindestens so transportabel wie dene erste Idee auch.
Statte den schon vorsichtig f/5 tauglich aus, so wie es am Anfang soch Deine Idee für den 6" f/6 war.
Dazu Rigel Quickfinder, Kartenmaterial und eventuell noch einen OIII Filter in 2".
Dann loslegen, gucken, Spass haben, schauen was geht und nach eigenen, selbst erkannten Bedürfnissen weiter ausstatten (dabei immer an f/5 oder schneller für später denken).

Dann fällt irgendwann die eigene Entscheidung, wohin für Dich die weitere Reise geht.
Das kann in Richtung 12 Zoll und größer gehen oder auch in Richtung kleiner, feiner und parallaktisch montiert, eventuell sogar Fotografie.

Den 8" f/6 Dobson kannst und dabei immer als Zweitrohr behalten und wenn nicht hast Du dafür runde 400 Euro bezahlt und erzielst runde 250 Euro auf dem Gebrauchtmarkt dafür.

Es gibt teurere und unsinniger Tests die man im Leben machen kann. :/

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles klar! Das klingt durchaus nicht so übel... Ich glaube kommende Woche werde ich mir ein Teleskop organiseren, sei es jetzt Dobson oder parallaktisch Montiert. Ab einem gewissen Zeitpunkt hilft einfach nur noch ausprobieren. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass ich an der Astronomie Freude haben werde :)

Also nochmals vielen Dank für die Anregungen und Tips! Sehr coole Sache!

Liebe Grüße
Manuel
 
Ich werde mir nun den Gitterdobson 10" holen. Die 2 Boxen möchte ich dann bei Ausflügen zu Fuß auf ein gutes altes und altbewährtes bayrisches Tragegerät (https://de.wikipedia.org/wiki/Reff_(Rückentrage)) schnallen und losziehen!

Bei den Okularen muss ich noch ein wenig in der Bucht suchen, oder eben hier im Forum. Ich werde versuchen ein paar ES Okulare mit weitem Gesichtsfeld zu ergattern, oder vlt. auch etwas günstigeres und nach und nach aufstocken. Dabei erst einmal die wichtigsten, also 30mm, irgendwas im Bereich 17-20mm, 9mm und um die 4-5mm. Wenn ich dad Zeug da habe werde ich auch ein wenig Berichten und meinen Senf dazugeben :)

Liebe Grüße
 
Hallo Manuel,

das liest sich so als hätte da jemand einen Plan und ein Ziel. :super:

Ganz wichtig für den Anfang ist das gute, weitwinklige Aufsuch-/Übersichtsokular, da liegst Du mit einem 30er ES durchaus richtig.

Für die Aufsuche einen ordentlichen Peilsucher (Red Dot oder Rigel-Quickfinder z.B.) und den meistens mitgelieferten optischen 8x50 Sucher montiert und ein Sternenatlas dazu, dann steht ersten Beobachtungserfolgen an vielen Objekten nichts mehr im Wege.

Alles Andere hat Zeit mehr Zeit, okay, noch ein 13er Weitwinkel und ein gutes 6 mm Okular, dann ist okularmäßig schon für jede Aufgabenstellung was da, aber es gibt noch andere Sachen die auch wichtig sind.

Da du aus Transportgründen auf Gitterrohr gehst ist z.B. eine

Socke

wie im Link am Beispiel eines Meade Dobsons zu sehen, als Streu- und Störlichtschutz sehr wichtig. Sowas kann man auch selbst machen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Manuel,
ich glaube du hast eine gute Wahl getroffen. Ich habe mir vor kurzem das ES 16" Gitterdobson gekauft und bin sehr damit zufrieden. An Okularen habe ich Televue Nagler 7 16 32 und 56. Neu bestellt 4,7 und Fokal Extender 2x50,8 alles 2" bis auf 4,7 und 7. Wobei das 56er schon etwas grenzwertig wegen der Austrittspupille ist. Ich setze es trotzdem gerne ein, da alles so schön übersichtlich ist. Einen Strumpf gegen Streulicht habe ich noch nicht. unten der Spiegel liegt eigentlich immer gut im Schatten, nur beim Fangspiegel kann es schon mal problematisch sein.

Viel Spaß mit deinem neuen Instrument!

Herzliche Grüße
Siggi
 
Hi Siggi,

nix für ungut, aber ein Nagler 32 und gar ein 56???
Das gibts m.W.n. nicht.
So oder so wären für f/5 und erst Recht für f/4,5 56mm Okulare sicher keine gute Empfehlung.
Ich korrigiere ungerne hier, aber das paßt einfach gar nicht und es wäre schade wenn der Fragende am Ende so einer Empfehlung folgt und viel Geld versenkt. Sorry

CS
 
Hallo Antares,

du hast recht, das 56 ist ein Meade Serie 4000 und das 32 ein Tele Vue Wide Field. Habe zu schnell geschrieben, soll nicht wieder vorkommen. Muß dazu sagen, aus alten Zeiten habe ich ein C8 und dazu die Okulare gekauft. Subjektiv gesehen ist es trotzdem schön mit dem 56er durchs Dobson zu schauen!
Danke für die Korrektur!

Grüße
Siggi
 
Ich habs mir bis dato noch nicht bestellt... aber ich denke die Tage werde ich doch endlich mal eine Bestellung aufgeben. Als Okularauswahl würde ich vorerst drei Stück kaufen. Da könnte man ja auch mit der Zeit nachrüsten.
Allesamt Explore Scientific:
30mm, 82°, 2"
14mm, 82°, 2"
4,7mm, 82°, 1,4"

Als Alternative zur "Socke" zum Lichtschutz habe ich gesehen, dass man da evtl auch unten am Spiegelkasten einmal rundherum ein Stück schwarze Isomatte anbringen könnte. Aber das kann ja nach ein paar Testbeobachtungen nachträglich angebracht werden.
Filter-Technisch würde ich auch mit der Zeit aufstocken.

Man ey das ist echt schwierig :D harter Entscheidungs-Prozess mit allen möglichen Hoch- und Tiefphasen...

Liebe Grüße
Manu
 
Hallo Manu,
Zitat von El_Giancarlo:
... Als Okularauswahl würde ich vorerst..
Allesamt Explore Scientific:
entweder ich hab da grad in einem falschen Katalog geguckt oder Du solltest nochmal genau nachschauen.

finde ich nur als 1.25" Steckmass

finde ich auch nur als 1,25" Steckmass (1,4 Zoll gibs sowieso nicht)

 
Hallo,

ich kann nicht aus meiner Haut als notorischer Sparstrumpf und möchte darauf hinweisen dass als Socke auch schwarzer Stoff als Schlauchware gut funktioniert. Zumindest wenn die Gitterrohr-Konstruktion 8 Stangen mitbringt. Dafür würde ich jedenfalls keine 80 Euro locker machen.

CU
Klaus
 
Hallo,

Ich hab nun endlich den Schritt gewagt, das Ding und ein paar Okulare gekauft und alles bei mir in der Wohnung stehen. Wie schon prognostiziert hat sich nach dem Teleskopkauf erst einmal der Himmel verdunkelt, dicke Wolken und im sonst recht regenarmen Freiburg Sturzbäche an monsunartigen Regen gebildet.
Naja muss ich mich wohl erst einmal etwas gedulden...

So eine teure Socke für 80-100€ werde ich mir auf keinen Fall kaufen! Da möchte ich mir auch lieber selber was basteln. Der Spaß hat ja bisher schon genug gekostet ;)

Liebe Grüße
Manu
 
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