Passungen H7, 0auf 0, k6 oder was?!?

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Der_Michael

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Hallo!
Ich habe schon wieder ein Verständnissproblem. Wenn ich das Schneckenrad für eine Selbstbaumontierung auf die 30mm Achse schieben möchte, welche passung muss ich denn dann haben. Also wenn das Schneckenrad auch genau 30mm Durchmesser hat, dann kann ich das mit der HAnd aufschieben oder?

Wenn ich jetzt eine h7 Passung in dem Schneckenrad habe, ist das Loch in dem Schneckenrad doch ein winziges Stückchen kleiner als 30mm oder größer?
Das heißt da quetsche ich die Achse schon ein bisschen.. So falls das so ist, ist das noch mit der Hand zu schaffen?
Oder bedeutet eine H7 Passung, dass ich in dem Schneckenrad ein winzig kleines bisschen größeres Loch habe?
Wenn das so ist, merkt man die Luft die man da hat?

Ich habe schon bei Google unter PAssungen gesucht, da sind dann aber immer nur pläne von irgendwelchen meisterprüfunguen oder so, wo ein Bauteil eine PAssung hatte. Eine Erklärung, was eine Passung ist also was + und was - ist( ich denke -ist K X und + ist H X) gibts da nicht.genauso, wie schwierig die verschiedenen passungen zu drücken sind(Handdruck, Hämmerchen, Vorschlaghammer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> )
Könntet ihr mir da weiterhelfen? Ich bin echt am Verzweifeln
mfG Michael

 
Hi Michael,
wenn die Welle tatsächlich genau 30.00 mm ist, musst du die Bohrung im Schneckenrad 30.02mm machen um innerhalb einer relativ geringen, guten Passung zu bleiben. Messe am besten die Welle mit einer Micrometer-Bugelmessschraube aus und das Schneckenrad mit einem Dreipunkt-Innenmikrometer. Sollte beides nicht vorhanden sein, reicht für diese Passung, bei sorgfältiger Arbeit auch ein digitaler Messschieber. Auf jeden fall würde ich dir max. 0.02mm Passung empfehlen, alles andere bringt zu viel "wackelei" anschliessend mit sich.
Im übrigen ist h7 Passung bei einem Durchmesser von 30 mm, soweit ich weiss max. 0,026 mm!! Also musst du schon verdammt gut arbeiten, aber ist möglich.
Max
 
..hab noch vergessen.
Falls du keinen digitalen Messschieber hast, kannst du dich an der Passung rantasten, indem du zuerst die Welle auf das Mass abdrehst. Dann spannst du das Schneckenrad ein und drehst dich langsam ran. Je näher du ans Mass angekommen bist, desto vorsichtiger musst du arbeiten. Du passt quasi die Teile so ineinander wie du meinst daß die laufen müssen. Du bist ja schliesslich nicht an irgend einem festen Mass gebunden.
Max
 
Übergangspassung

Bohrung: 30H7 +21µm bis +0µm
Welle: 30k6 +15µm bis + 2µm

d.h.:
Max Pressung (Kleinste Bohrung, Größte Welle)
Bohrung: 30,000mm; Welle: 30,015
ergibt Übermaß: 0,015mm (nix mit Hand verschieben)

Max Spiel (Größte Bohrung, Kleinste Welle)
Bohrung: 30,021; Welle: 30,002
ergibt Spiel: 0,019mm (gut mit der Hand zu verschieben)

Sag dem "Meister" er soll das saugend einpassen.


Gruß vom Meister
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo

Bohrung 30H6 +13µm bis 0µm






 
OK dann bleibt mir noch eie Farge offen. Wen ich alles auf 0 drehen lasse also wenn ich für die 30er Welle ein 30er Schneckenrad nehme, kann ich das noch per Hand aufschieben?
Hi Michael,
also 0 auf 0 geht nicht, es wäre PRESSPASSUNG. Mache wie ich es dir beschrieben habe, drehe die Welle auf ein Maß, von mir aus 30,00 mm und passe dann das Schneckenrad an. Das Anpassen geht so, daß du die Bohrung im Schneckenrad beim erreichen des Masses 30,01 mm dann immer wieder dranhälst und siehst wie schwer, oder leicht die Welle in die Bohrung geht. Solange es zu schwer geht, erweiterst du die Bohrung in sehr kleinen Schritten, bis diese so groß ist, daß die Welle "saugend" durchgeht. Dann hast du beide Teile miteinander angepasst, das ist immer die beste Passung, wenn du dich nicht an festen Passmassen halten musst. Dann kannst du auch das Schneckenrad per Hand aufschieben.
Max
 
Hi!
Ja ich frage nur nach den Maßen, weil ich die Schneckenräder bei Mädler bestellen will und die können die Räder schon im Werk zurecht drehen. Da ich keine Drehbank habe und ich auch für solche Teile keinen Bekannten hbe, derdas MChen kann [weil das einfach zu groß ist, weil der nur so kleinteil dreht(1cmX1cm)] will ich die Bohrung ab Werk machen lassen. Da müssen die ein genaues Maß haben...
So dann werde ich mich an die 30,02mm halten, die du mir schon gesagt hattest, weil ausprobieren einfach nicht geht...
mfG Michael
 
Michael,
wenn du schon die Welle fertig hast, messe diese genau aus und sage denen bei Mädler sie sollen dann das Maß im Schneckenrad bei +0,02 mm gegenüber dem Maß deiner Welle halten. Ich weiss nicht welches Maß deine Welle hat, wenn sie genau 30,00 mm hat (was ich nicht glaube) dann sollen die max. 30,02 mm Bohrung im Schneckenrad machen. Messe deine Welle genau aus !!! Ich weiss erfahrungsgemäß daß industriell gefertigte Ware eigentlich nach System "Einheitsbohrung" hergestellt wird und demnach die Wellen immer im Minusbereich der Toleranzen liegen. Also würde eine Welle nach h8 mit einer Toleranz um ca. 0,03mm kleiner gefertigt als eine Bohrung. Daher mein Tipp die Welle genau auszumessen um wirklich zu wissen welches Mass es hat. Ansonsten drehen die bei Mädler das Schneckenrad auf 30,02mm und deine Welle ist 29.98 mm macht dann schon 0.04 mm aus, was deutlich zu viel Spiel wäre.
Max
 
Hi!
Ja also die Welle hat mir ein bekannter gemacht und der hat gesagt er hätte sie auf exakt 30,00mm abgedreht. Das heißt die Welle war 32(ich schätz industriell) und die hat er abgedreht...
Vielen Dank für deine Auskunft. Ich hoffe, dassdie auch eine bestellung ohne dieses"Fachchinesisch" (h7 h8 k6...) verstehen, wen ich 30,02mm bestelle <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
mfG Michael
 
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> yo stimmt, man kann Passungen auch anders machen. Also, wenn dein Bekannter die Welle gemacht hat und dein Schneckenrad irgendwann mal fertig ist, sollte alles gut ineinander passen. Sollte widererwarten die Welle ein wenig zu stramm durchgehen, kann dann dein Bekannter die Welle erneut einspannen und mit Schmirgelpapier bearbeiten, bis diese dann saugend in das Schneckenrad passt.
Max
 
Hi!
Ja davon habe ich auch schon gehört, das man so sich die Sachen zurecht drehen kann, mit Schmirgelpapier... Toll wenn man es kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
mfG Mcihael
 
Hi,

von können kann leider keine Rede sein, leichtes schmirgeln sollte wenn überhaupt nur angewendet werden um die Oberflächequalität zu verbessern (Stichwort: verbesserung der Flächenpressung der Bauteile).
Normalerweise wird beim schmiergeln die Bohrung, Welle etwas unrund und das Schnekenrad sitzt nicht mehr exakt, (manchmal läßt sich die Welle dann nicht frei in der Bohrung drehen, hat also stellen an denen es hackt oder schwerer zu drehen geht).
Die Nachführgenauigkeit wird schlechter.

Grüße
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo


20µm Spiel wär mir für die Nachführung in RA zu groß.


 
Michael,
lass dich nicht durcheinander bringen. Bestelle das Schneckenrad wie gesagt auf 30.02 mm und wenn alle Stricke reissen, muss dein Bekannter halt die Welle neu machen. Ich liebe solche Aussagen wie die obige....
Also, hauptsache du hast erstmal das Schneckenrad aufgearbeitet bekommen, die Welle, sollte die erste nicht passen, kann dann um so besser neu angepasst werden.
Max
 
Hi

Variante 1
Schneckenrad bei Mäder fertig herstellen lassen Bohrung 30H6
Der Bekannte kann dann eine neue Welle auf die Schneckenradbohrung spielarm einpassen ( die Welle sollte in einer Spannung fertig gedreht werden (Lagersitze) da auch gute Drehmaschinen 0,01-0,02 mm schlagen können) die Bohrung des Schneckenrades würde ich auf keinen fall auf der Drehmaschine nacharbeiten.


Variante 2
Mit der aktuellen Welle wird´s schwieriger.
Istmaß der Welle auf mindestens 5µm genau ausmessen(z.B. D-Welle = 30,005, Bügelmesschraube vorher mit 30mm Endmaß überprüfen)
Bei Mäder als Bohrungsdurchmesser + Toleranz im Beispiel 30,01 + 0,005 angeben.

Istmaß der Bohrung von Mäder bestädigen lassen.
Wahrscheinlich wird Mäder die Bohrung schleifen wollen dann wird´s teurer
Theoretisch sollte das passen das ganze ist aber schon etwas grenzwertig mit Risiko der Nacharbeitung

Variante 3
Welle zu Mader schicken und Schneckenrad einpassen

Nur zur ergänzung


Grüße
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo

 
Hallo Michael,
wie soll denn das Schneckenrad mit der Welle verheiratet werden?
Eine weitere Möglichkeit wäre meiner Meinung nach die Bauteile auf zu schrumpfen.
Vorteil: kein Spiel zwischen den Komponenten und durch die Erwärmung / Abkühlung der Bauteile können Toleranzen in der Fertigung geringfügig kompensiert werden.
Nachteil: so gut wie nicht mehr zu demontieren.

Du solltest die Welle ruhig nochmal sehr genau vermessen (auch die Form -> Konusform), da bei von Hand gedrehten Teilen, sollte der Support nicht richtig ausgerichtet gewesen sein, Du keinen Zylinder sondern einen Konus erhälst.
Beim Aufschrauben bzw. arbeiten mit Paßfeder kannst Du 2/100 mm als Spiel zwischen Welle u. Rad angeben. Hängt aber auch ein bischen vom Absolutmaß (großer bzw. kleiner Durchmesser) ab.

Zu den Passungen:

- Großbuchstabe toleriert einen Innendurchmesser (Bohrung)
- Kleinbuchstabe toleriert einen Aussendurchmesser (Welle)
- Der Buchstabe selbst gibt die Lage der Toleranz
(Abstand)vom Nenndurchmesser an.
- Die Zahl hinter dem Buchstabe gibt die Größe der Toleranz
an. Je kleiner der Buchstabe um so kleiner die Toleranz.

Gruß

Marcus
 
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