PC Equipment Astrobildbearbeitung

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HP_BK

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Könnt ihr mir eine Rechnerkonfiguration empfehlen, die gut für die Bearbeitung von Astrofotos geeignet ist - also stacken und die sonst so übliche EBV...
Eine schnelle Grafikkarte wird wohl eher nicht dazu gehören - dafür wohl eher eine SSD und Mehrprozessor CPU...aber welche ist bezahlbar und brauchbar...?
 
Moin,

so lange Du keine 50MPix-Kamera hast und mit Kurzzeitbelichtungen viele hundert Bilder auf einmal stacken willst reicht ein gut ausgestatteter Laptop mit einer schnellen Festplatte. SSD muss nicht sein, ist aber fein. Generell gilt der Spruch aus der Motorentechnik "Hubraum ist durch nichts ersetzbar außer durch mehr Hubraum" auch für Speicher, viele Programme nutzen Mehrkern-CPU's nur sehr unzureichend, CUDA-Schnittstellen um mit der Grafikkarte zu rechnen haben auch die wenigsten. Insofern würde ich Dir in etwa sowas empfehlen:

Core i7-Prozessor, 32 GB Ram, 500GB SSD, NVIDIA 780M

Für die NVIDIA gibt's Cuda-Treiber, d.h. die kann mit dem Grafikprozessor rechnen, wenn die Anwendung das unterstützt, also die Option "mit Grafikprozessor ausführen" anbietet. Eine Hochleistungsmaschine, wie sie manche Gamer verwenden brauchst Du nicht, einerseits viel zu teuer, andererseits meistens klobig und unhandlich. Ich habe mir vor einiger Zeit eine gebrauchte mobile Workstation Lenovo W520CTO geschossen, die erfüllt alle Ansprüche und war preiswert, ist top verarbeitet, würde ich unbedenklich weiter empfehlen. Habe inzwischen SSD nachgerüstet und Speicher voll ausgebaut, (geht alles do it yourself) mehr brauch ich nicht. Option wäre noch ein leistungsfähigerer Prozessor, an der Grafik man man auch noch was tun, aber ich habe die Grenzen der Kiste bis dato nicht erreicht.

Ich benutzte für verschiedene Zwecke noch ältere Kameras die entsprechend an XP-Rechnern laufen, selbst mit den T30 bzw. T60 habe ich schon spaßeshalber Startrails aufgenommen oder Zeitraffer - und selbst die werden mit den nicht ganz so riesigen Pixelzahlen der älteren DSLR noch gut fertig. Man sollte sich da keinen Bart wachsen lassen, wir haben im Notfall ja eine Nacht lang Zeit zum Rechnen bzw. den Arbeitstag, wenn wir dann abends heim kommen ist alles fertig.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

ganz herzlichen Dank für deine Empfehlungen - einen Bart habe ich auch schon...;)
Was hälst du von den aktuellen AMD Ryzen Prozessoren?

Beste Grüße HP
 
Hallo,

Im normalen Leistungsbereich (Standard-Consumerware wie Laptops usw) Hups wie Pups, spannend wirds im High-End Bereich, aber für den Normalanwender sind die Unterschiede die da mit den verschiedenen Benchmarks rausgekitzelt werden unbedeutend, die allermeisten Anwendungen können ja nicht mal vernünftig Multithreading sondern weisen allenfalls jedem Kern einen Task zu ...

Um die Leistung richtig zu nutzen braucht es Anwendungen, die die Möglichkeiten der modernen Prozessoren gezielt nutzen, d.h. Aufgaben parallelisieren, in Threads aufteilen und entsprechend Geschwindigkeit oder Datendurchsatz aus den vielen Kernen ziehen und auf die Speicherarchitektur angepaßt sind, die Programme die das können bzw. die Compiler die Programmcode entsprechend analysieren und in Maschinencode transformieren können dürften sehr sehr dünn gesäht sein.

CS
Jörg
 
Um die Leistung richtig zu nutzen braucht es Anwendungen, die die Möglichkeiten der modernen Prozessoren gezielt nutzen, d.h. Aufgaben parallelisieren, in Threads aufteilen und entsprechend Geschwindigkeit oder Datendurchsatz aus den vielen Kernen ziehen und auf die Speicherarchitektur angepaßt sind,

PixInsight macht genau dies in sehr vielen zeitaufwendigen Prozessen (z. B. CFA-Interpolation, Registrierung, Integration, ...) auch I/O-Operationen werden auf mehrere Threads verteilt.

Sehr wichtig für eine gute Performance von PixInsight sind schnelle Festplatten für Swap file storage. Nicht zu knappes RAM ist von Vorteil. Die Grafikkarte ist nicht so entscheidend, da PI die Grafikkarte nicht für Berechnungen einsetzt; wichtig ist allerdings eine korrekte Implementierung des Grafikkarten-Treibers. Die aktuelle Version von PI läuft mit Apple-Betriebssystem, mit Linux und Konsorten und mit Windows. Bei Windows wird allerdings W10 empfohlen.

AMD Ryzen Prozessoren sind sehr gut geeignet; in einem solchen Sytem sind schnelle Festplatten erforderlich, sonst bilden die den Flaschenhals.

Für PixInsight wurden Benchmarks veröffentlicht, die einem die Zusammenstellung der Hardware erleichtern könnten: https://pixinsight.com/benchmark/

PI läuft auch auf meinem Notebook (Intel i5-6200U Prozessor, 14-Zoll Display). Spaß macht das allerdings nicht - vor allem wegen des (viel zu) kleinen Bildschirms. Meine persönliche Meinung: man sollte sich auf jeden Fall einen großen Bildschirm guter Qualität gönnen.

Bernd
 
Ergänzend zu Bernd, den ich aufgrund seiner Beiträge im PI Forum als Kenner einstufe, erinnere ich mich an eine Bemerkung des zurecht genervten PI Entwicklers, dass er irgendwann aufgrund von seit Jahren fehlerhaften OpenGL-Implementierungen bei manchen Intel-Grafigkarten nun Nvidia und AMD zwingend als Voraussetzung festlegen will.
Wenn ich ihn richtig verstanden habe, benötigt PI's QT-basierte Oberfläche OpenGL...

Ich selbst brauche irgendwann was für PI und (!) Videobearbeitung. Als Prozessorbasis werde ich einen i9-9900K oder, wenn ich mich für mehr als 8 Kerne entscheide, einen i9-9900X wählen, dazu >= 64 GB RAM und zwei "sauschnelle" M.2 PCI Express SSD.
Na ja, ein Datengrab und wg. Videobearbeitung eine sehr kräftige GraKa benötigt man leider auch noch.
Wer will mir dafür was spenden...? ;)
 
Moin,

das ist das Problem - ein richtiger Numbercrunsher ist richtig teuer, wenn er wie bei mir mobil bleiben muss erst recht - ein guter i7 tut es aber auch, wie gesagt, ich werkle mit bis 18 MPix und damit kommt der i7 samt 1TB SSD und 32 GB Ram gut klar, ohne Übertaktung. Der Sprung von der alten Festplatte, Lenovo hatte eine Western Digital drin, auf die SSD war allerdings heftig.

Wenn man sich aktuell anschaut, was i9 Boards kosten zzgl. der ganzen Hardware drumrum + Grafikkarte - bei mir daheim nicht die infinitesimale Chance, das würde glaube ich ernsthaft mein aktuelles Lebensmodell in Frage stellen. Daher auch mein ausgeprägter Hang zu Gebrauchttechnik :cool:

Dass PI echtes Multithreading unterstützt ist sehr erfreulich, ist mir bis dato entgangen. Bislang kann ich keinen Unterschied feststellen, egal ob ich "mit Grafikprozessor ausführen" wähle oder nicht, ich denke mit der NVIDIA kann das Programm nix anfangen, wobei dann die Frage ist, wie die Prozesse aufgeteilt werden, Kerne haben die Grafikchips ja normalerweise genug.

CS
Jörg
 
Ein i7 ab der 3ten oder 4ten Generation sollte langen. Bei den Prozessoren hat sich nicht richtig viel getan die letzten 6-7 Jahre. RAM irgendwas zwischen 16 und 32gb. Flotte SSD für das Betriebssystem und eine HDD.

Cuda würde ich empfehlen... ich bin mit Gimp und Darktable unterwegs, PI ist mir zu teuer, und diese unterstützen CUDA. Da reicht aber eine günstige Nvidia Karte

Ich gehöre zu den Menschen, die viele Aufnahmen stacken. 400 Raws, jeweils 100 Flats, Biases und Darks und mein Rechner ist knapp 4h Beschäftigt, aber mit 2x Drizzle. Zum stacken nutze ich SIRIL.

Mir langt es. Die o.g. Konfiguration sollte all inklusive max 500 Euro beanschlagen.

Ansonsten einen aktuelleren Ryzen 2700x mit 8 Kernen und 16 Threads. Der hat aber keine integrierte Grafikkarte, wenn du CUDA fürs PP nicht benötigst, würde ein nackter I7 mit integriertem Grafikchip langen.
 
Ich habe mir neulich für ca 2000e so eine. pixInsight Rechner zusammengestellt: der 1950er AMD Rayzen, mit 64gb RAM, ner sehr schnellen SSD... und ne relativ humane GraKa, da die bei PI nicht wirklich genutzt wird.

Aber, und das kann ich nicht oft genug wiederholen, hier und auch in den PI Facebook Gruppen, der Unterschied zwischen “schnell” und “wow” ist die Nutzung von RAM Disks!!!!

Also, ja, ein schneller Multicore Prozessor ist wichtig! Aber das bremsende Glied ist oft der Austausch der Daten aus den TEMP Ordnern von PI zum RAM und zurück.

Mein Vorschlag: min 32GB RAM, dann zwei RAM Disks erstellen zu je 8GB und in den RAM Disk Laufwerken je zwei Ordner erstellen.

Diese 4 RAM Disk Ordner dann in den Einstellungen bei PI einfügen.

Der Trick ist nämlich, dass die RAM Disks von PI parallel genutzt werden können, ohne den normalen Festplattenbus. Also kann so der Multicore/Multithreaded Prozessor viel mehr WIRKLICH parallel machen.

Bei mir dauert z.B. die ImageCalibration von 200 Bildern der CCD so keine Minute...

Viel Erfolg,
Ernie
 
Hallo,

das ist natürlich auch eine Idee - richtig, dann wird der HDD-Speicherbus umgangen. Muss man drauf kommen ...

CS
Jörg
 
Ich habe mir neulich für ca 2000e so eine. pixInsight Rechner zusammengestellt: der 1950er AMD Rayzen, mit 64gb RAM, ner sehr schnellen SSD... und ne relativ humane GraKa, da die bei PI nicht wirklich genutzt wird.

Aber, und das kann ich nicht oft genug wiederholen, hier und auch in den PI Facebook Gruppen, der Unterschied zwischen “schnell” und “wow” ist die Nutzung von RAM Disks!!!!

Also, ja, ein schneller Multicore Prozessor ist wichtig! Aber das bremsende Glied ist oft der Austausch der Daten aus den TEMP Ordnern von PI zum RAM und zurück.

Mein Vorschlag: min 32GB RAM, dann zwei RAM Disks erstellen zu je 8GB und in den RAM Disk Laufwerken je zwei Ordner erstellen.

Diese 4 RAM Disk Ordner dann in den Einstellungen bei PI einfügen.

Der Trick ist nämlich, dass die RAM Disks von PI parallel genutzt werden können, ohne den normalen Festplattenbus. Also kann so der Multicore/Multithreaded Prozessor viel mehr WIRKLICH parallel machen.

Bei mir dauert z.B. die ImageCalibration von 200 Bildern der CCD so keine Minute...

Viel Erfolg,
Ernie
Hi Ernie,
kann ich voll unterstützen. Habe viel mit Swap´s und Ramdisk´s und deren Anzahl rum gespielt.
Linux ist für PI ebenfalls performanter als Win10.
Das ist übrigens meiner: 2950X Threadripper
(Bauvorschlag aus der c´t, der noch etwas gepimpt wurde)

Aber wie hier schon öfters erwähnt: So eine HighEnd-Maschine bringt natürlich nur was, wenn die Software das auch ausnutzt. Den Rechner habe ich ebenfalls nur wegen PI und der Verarbeitung mehrerer hunderter Bilder zusammengestellt. Bei anderen Anwendungen ist höhere single CPU-Geschwindigkeit vorteilhafter.

Viele Grüße
Stefan
 
SoftPerfect RAMDisk (Version 4.0.8) … kostete einmalig 29 e oder so... Ist aber eines der Programme, mit denen man beliebig viele RAM Disks erstellen kann - viele erlauben nur 1e einzelne RAMDisk.
 
Danke!(y)
Genau das schaue ich mir gerade mal an in der Trial-Version...
 
Welche Verzeichnisse erstellst du auf den RamDisks?

CS Matthias
 
Ganz einfach, zwei Verzeichnisse leere neue A und B pro RamDisk...
die trage ich dann, also alle 4, bei PI ein...
 
...als Swapdrive, richtig?
 
Genau, als Swapdrive!
Eventuell bleiben die angelegten Verzeichnisse nicht erhalten auf den RamDisks (kann man einstellen), aber das ist egal: dann einfach die zwei verschiedenen Laufwerke direkt je zwei Mal eintragen... muss kein Verzeichnis sein!!

Gruß
Ernie
 
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