PC Probleme durch Kälte?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

FFantasyX

Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

Ich hatte mir den Sommer über eine Sternwarte mit Rolldach gebaut. Wobei die Hütten ein getrennten und leicht isolierten Raum für den PC hat.
Bisher hatte ich mit dem Rechner keinerlei Probleme gehabt.
Allerdings war es jetzt endlich Winter geworden und die Temperaturen vielen um die -15°C. Im Raum ist ein kleiner Heizlüfter, der allerdings nicht stetig läuft. Es könnte also gut sein, dass es im Raum bei -5° gewesen ist.

Als ich heute in der Hütte nach dem Rechten sehen wollte und dabei den PC hochfahren wollte, lies sich dieser nicht mehr starten. Erst schwarzer Bildschirm, dann als ich den Rechner im Warmen testete kam ich nur bis zum "Windows wird gestartet" brach dann aber ab und es kam als Empfehlung eine Windows Wiederherstellung.

Ich gehe davon aus, dass die Festplatte nen Schuss hat.

Jetzt die eigentlich Frage, hat von den Sternwarte Erbauern jemand Erfahrungen gemacht, ob Kälte den Rechner Probleme bereiten kann. Zu erwähnen ist noch, dass die Hütte komplett aus Holz gebaut ist und ich mit Feuchtigkeit soweit keine Probleme habe, dass sich KEIN Niederschlag an Flächen wir Spiegel, oder Teleskop selbst abbildet.
Es ist also nicht trocken im Gebäude, aber Holz hat ja die dankbare Eigenschaft zu zirkulieren, das Innere also nicht arg feucht sein kann.

Vielen Dank,
Ronny
 
Hallo Ronny,

naja, so ein elektrisches Gerät hat seine Lagertemperaturgrenzen nach oben und unten. Wobei das wohl im verpackten Zustand gelten wird.

Ich würde einen PC nicht ständig in einem unbeheizten Raum belassen, sondern lieber zu einem mobilen Laptop greifen.

Dieter
 
Hallo Ronny,

ich weiß von einer Sternwarte in NRW, daß ihr mal eine Fetplatte eingefroren ist, obwohl die Kuppel auf einem halbwegs beheizten Treppenhaus sitzt. Danach bekam der PC eine Heizung ...

Grüße

fquadrat
 
Hi!

In Heilbronn ist die Festplatte auch mal eingefroren. Lösung: Rechner im Winter durchlaufen lassen (gibt ja mittlerweile genug, was so ein PC auch außerhalb derBeobachtungszeiten sinnvoll schaffen kann), bzw. nur mit der FS2-Steuerung o.ä. Handboxen arbeiten, die keine beweglichen Teile hat.

Beste Grüße,
Alex
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dieter,

benutzt du in Deiner Sternwarte ein Mobiles Gerät?
Ich kann mir zwar schon vorstellen, das Kälter der Mikroelektronik etwas machen könnte, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass jeder der so eine Sternwarte betreibt den Rechner immer mit rein nimmt.

Das schöne daran ist ja, das man nur rausgehen muss und alles ist quasi betriebsbereit. Das ist ja auch der Grund warum ich mir so etwas gebaut habe.

Wenn ich da Horst seine Kuppel sehe, wo gleich alles gefroren ist, wie funktioniert das dann bei ihm erst?
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../1103529/Aufbau_meiner_Sternwarte#Post1103529

Grüße,
Ronny
 
Hallo fquadrat,

kannst du mir das mit der Heizung näher erläutern?
Gibt es da extra für PC's Heizungen?

Hallo Alex,
da ich noch ziemlich am Anfang stehe und ich nicht tagtäglich raus gehen, weiß ich leider nicht, was der PC sonst so machen könnte.
Deswegen meine Frage an Dich, was ist damit gemeint? "nur mit der FS2-Steuerung o.ä. Handboxen arbeiten, die keine beweglichen Teile hat."

Würde es schon genügen, wenn der Rechner tagtäglich im StandBy steht? also arbeiten tut der dann aber auch nix.

Grüße,
Ronny
 
Hallo Ronny,

am Bau der Heizung war ich nicht beteiligt, weiß aber, daß sie von Elektrotechnikstudenten eingebaut wurde. Ist ziemlich sicher ein Eigenbau gewesen und so improvisiert, daß ein Sternwartenmitglied mal Kontakt zu 230 V bekommen hat ...

Den Nachfolge-PC hat man IIRC im Winter durchlaufen lassen. Nachteil war aber, daß der Lüfter dabei auch immer brav gelüftet hat - nicht optimal in einer Region mit Schwerindustrie. Ein Luftfilter ist so schnell dicht.

Grüße

fquadrat
 
Hi!

So Sachen wie Webcam oder Wetterstation können z.B. darauf laufen, damit er nicht umsonst an ist. Solange er läuft, produziert ein Computer normalerweise genug Abwärme, dass sich kein Kondenswasser auf den Platinen ansammelt oder Festplatte/Lüfter einfrieren. Also kein Standby- oder Energiesparmodus, sondern brav werkeln lassen. SETI@Home o.ä. ist natürlich auch eine Möglichkeit, aber dann schafft der Rechner unter Volllast, und das E-Werk freut sich noch mehr:-)

Wir hatten ihn auch ein paar Jahre im Dauerbetrieb, zumindest in der kalten Jahreszeit.

Wir haben mittlerweile zusätzlich zum PC eine FS2-Steuerung von Koch an der Montierung - das entspricht im Prinzip einer Handsteuerbox, wie bei den mobilen Celestron/SkyWatcher/Meade/Vixen-etc-Goto-Teleskopen. Die ursprüngliche Handsteuerbox der Montierung konnte kein GoTo, sondern nur Feinpositionierung über die Richtungstasten. Die modernen Handsteuerboxen haben keine beweglichen Teile (Lüfter, drehende Festplatte), damit kann auch keine Hardware einfrieren, sondern allenfalls die Batterie den Geist aufgeben. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass sich bei ausgeschalteten Geräten doch Luftfeuchtigkeit auf den Leiterbahnen absetzt und es Kurzschluss oder Rost gibt, der die Elektronik angreift – von daher ist es sinnvoll, zumindest die Handsteuerbox im Warmen zu lagern.

Mittlerweile ist der Rechner meistens aus, da die Handsteuerbox alles wichtige kann und Wetterstation sowie Webcam auch autonom arbeiten. Mit einer SSD dürfte zumindest das Problem eingefrorener Festplattenmechanik der Vergangenheit angehören.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo @all,

ich habe einen kleinen Intel Atom Rechner (2Kerne + SSD) in einen kleinen Gehäuse IMMER in der Sternwarte. Ob es -15° oder +40° Grad hat er funktioniert immer noch tadellos.

Ich habe weder Heizlüfter noch Entlüfter oder ähnliches bei mir stehen.

Clear Skies
Hans
 
Hallo liebe Leute!

Ich denke, es kommt immer auf mehrere Faktoren an, die da zusammenspielen.
Vor allem auch auf das Klima innerhalb der Sternwarte, siehe Horsts Beispiel von oben.

Ich habe eine Sternwarte auf dem Dach meines kleinen Häuschens, dort ist der Holzboden mit Dämm-Material isoliert.
Das Wartendach selbst besteht aber nur aus 3 mm Aluminium-Blech.
Link zur Grafik: http://www.a2p.at/Astronomie/pictures/t_Gaupe18.jpg
Dabei hatte ich noch nie ein Problem mit Taubildung im Inneren.

Der PC steht am Boden ca. 1 m vom Blechdach entfernt und ist nur in Betrieb wenn ich den Deckel öffne.
Ansonsten ist er wohl (wie auch meine Teleskope und beide Montierungen) der Umgebungstemperatur ausgesetzt.
Link zur Grafik: http://www.a2p.at/Astronomie/pictures/t_Gaupe17.jpg
(Noch ein altes Bild vor der Fertigstellung.)
Der PC steht heute links im Bild wo die A4-Beschreibung vom Wolfi steht.

Ich baute die Warte vor ca 10 Jahren, seit rund 5-6 Jahren ist fix ein PC installiert.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich hab mehere Mobilrechner in ungeheizten Gebäuden herumstehen. Nie Probleme gehabt, auch nicht bei -20°C.
Allerdings gibts mittlerweile Alternativen zu Festplatten. Eine SSD (Für das Betriebssystem reicht auch eine kleine 30GB Platte) hat keine bewegten Teile mehr und beschleunigt den Rechner enorm.
Für die ältere IDE Schnittstelle gibts Adapter (für Laptops dann IDE auf mSata) und trotz des Flaschenhalses "IDE Controller" wird der Rechner erheblich schneller.
 
Hallo Ronny,

das Problem des Elektronikausfalls liegt nicht an der Kälte sondern an der Feuchtigkeit.

Ich habe eine gut durchlüftete Sternwartenkuppel (Baader), in der auch ein Shuttle PC (I5) mit 1TB Festplatte eingebaut ist. Als Vorsichtsmaßnahme ist bei dem relativ offene Gehäuse die Elektronik zusätzlich mit Schutz-und Isolierlack (Cramolin Urethan) gegen Feuchtigkeit sehr gut geschützt.

Das Heizen von Sternwarten scheint eine schlechte Angewohnheit zu sein, die ich nicht so recht nachvollziehen kann. Denn warme Luft kann immer mehr Wasser aufnehmen als kältere Luft, die dann auch noch bei größeren Temperaturschwankungen wie in deinem Beispiel (-15°/-5°C) auf den Flächen kondensiert, weil in der Luft der "Wasserdampf" bereits gesättigt ist (Taupunkt).

LG
Eberhard

 
Hallo hallo zusammen...

danke für eure zahlreichen Antworten, jedoch bin ich nun nicht viel schlauer als vorher. :-)
Das soll nicht böse gemeint sein, sondern eher so, dass ich nicht weiß was ich nun machen soll.

wie gesagt, durch die Holzkonstruktion denke ich nicht, dass es wirklich sehr feucht ist. Zusätzlich habe ich einen passiven Luftentfeuchter drin stehen.

Nach einer Zeit im Warmen in der Rechner wieder gestartet, allerdings fährt Windows nicht hoch. Würde also versuche Windows neu aufzusetzen. Wenn das nicht klappt würde ich den Rechner einschicken, da es sich um einen Garantiefall handelt.
Allerdings weiß ich nicht wie ich anschließend weiter machen soll.
Ich meine irgendeinen Grund muss es ja geben, warum der Ausfall kam.

Die Festplatte ist eine Western Digital WD2500AAKX Blue 250GB.

können SSD Kälte wirklich besser ab, als eine Normale Festplatte?

Grüße,
Ronny

 
Hi Ronny,

Ich würde nichts mehr anderes einbauen.
Eine SSD Platte ist schnell, kann nicht einfrieren und ist auch für schwachbrüstige Rechner (Atom Prozessor) gut geeignet.

In meinem Atom Rechner läuft von TheSky6, MaxIm DL sowie diverse andere Programme. Hatte nie Probleme damit. Das ganze wird per Teamviewer Remote gesteuert.

CS Hans
 
Hallo Ronny,

Es ist also nicht trocken im Gebäude, aber Holz hat ja die dankbare Eigenschaft zu zirkulieren, das Innere also nicht arg feucht sein kann.
Das sind gängige Irrtümer, denn die Feuchtigkeit verschwindet nicht einfach, ausser mit guter Durchlüftung und schneller Temperaturanpassung. Bei meinem Gartengerätehäuschen bemerke ich es beispielsweise nur an den innen beschlagenen Kunststoffscheiben, der Innenraum erscheint aber sonst trocken.

Gerade das geschlossene Gehäuse einer Festplatte im PC braucht nach einer Kondensation im inneren einiges an Zeit zum Abtrocknen. Festplatten tolerieren daher nur leichte Unterschiede, kommt es jedoch zu hohen Temperaturunterschieden bei hoher Luftfeuchtigkeit (z.B.aus dem Kalten ins Warme) kann es zur Kondensierung innerhalb der Festplatte kommen. Diese Flüssigkeitsablagerung kann – sofern sie nicht von selbst abtrocknet – im plötzlichen Betrieb zu massiven Störungen und Beschädigungen führen. Das Problem ist nicht neu und tritt gern bei externen Festplatten auf.

Eine SSD Festplatte wie von Hans beschrieben ist da eine gute Alternative.
LG
Eberhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Eberhard,

richtig, die Feuchtigkeit verschwindet nicht einfach, sie wird vom Holz aufgenommen und damit dem Raum entzogen. Bei diffuisionsoffener Bauweise eines Holzhauses ist sie sogar selbst regulierend, so das keine dedizierte Belüftung mehr stattfinden muß (außer in Bad und Küche). Eine Restfeuchtigkeit von 40% ist damit erreichbar. Ist der Raum zu trocken, gibt das Holz die Feuchtigkeit wieder ab.
Deshalb wird im Handwerk auch gerne gesagt "Holz atmet".
Insofern ist die Aussage in dem Zitat schon richtig.
Grüße,
Gerrit

 
Hallo Gerrit,
natürlich hast du recht, Holz ist ein hygroskopisches Material und stets bestrebt, mit der umgebenden Luft in ein Feuchtegleichgewicht zu kommen.

Das freie Wasser in einem hygroskopischen Material bewirkt eine Dampfdruckerhöhung auf der Materialoberfläche. Es kann aber nicht beliebig viel und vor allem schnell an Luftfeuchte aufnehmen, weil es sich schon in einem "Grundsättigungsgrad" mit der Luft befindet. Je nach Holzart ist das natürlich sehr unterschiedlich. Das musste ich leider auch schon bei meiner alten Selbstbau-Kuppel vor ca. 30 Jahren erfahren. Der Shutter aus Alu war regelmäßig Tau-benetzt.

LG
Eberhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich dachte eigentlich auch, dass man gerade aus diesem Grund Holzhäusern baut, weil die ein besseres Raumklima geben.
In der Sternwarte (also weder dort wo das Teleskop steht, noch der Nebenraum wo der Rechner steht) hatte ich jemals Niederschlag sehen können.

Aber noch mal etwas anderes...
Ich habe mir gestern doch noch mal die Zeit gegönnt bevor ich den Rechner einschicke, das Image neu aufzusetzen.
Dies ist ohne Probleme geglückt. Auch auf der anderen Partition sind alle Daten vorhanden.

Dies würde doch eher weniger auf einen Festplattencrash hindeuten, oder???
Also hatte das Image nur nen Schaden bekommen, aber wodurch bleibt ist mir fraglich.

Ich weiß jetzt nur nicht, ob ich in Bezug auf Heizungen, oder stetiges Laufen des Rechners etwas unternehmen sollte?

Grüße,
Ronny
 
Hi Ronny,

deiner Beschreibung nach ist die Platte wohl etwas zu träge angelaufen, die Schreib/Leseköpfe haben aber schon die Parkposition verlassen. Dann wurde er ausgeschaltet - ohne Parkposition einzunehmen - und transportiert.
Die Schreib/Leseköpfe haben aber (vereinfacht gesagt) wohl schon wichtige Bereiche angefahren und darauf beim Transport "rumgehämmert".

Lösungsansätze:
- Temperatur innerhalb der vorgesehenen Parameter halten, z.B. 5°C. (Davon halte ich nix, egal ob per Heizung oder "Durchlaufen")
- Temperatur kurzfristig durch Heizlüfter o.Ä. anpassen. (könnte klappen - aber ggf. riskant bzgl. Frost/Taubildung/Elektrizität
- SSD statt HD. Auch noch ein gewisses Risiko, wie beim vorigen Punkt.
- Barebone (transportabler als ein Okularkoffer) und Monitor, der schlimmstenfalls mal draufgeht. So ein Minirechner lässt sich gut transportieren und reicht für typische Sternwartentätigkeit wie steuern, Guiding und Videoaufnahmen (auf ssd, flotten und ausreichenden Speicher und eine nutzbare USB 3.0 Schnittstelle achten.)
- selbiges, nur als Net/Notebook, das nicht eingefrohren wird.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Danke Dir für Deine Erklärung, was das Problem vielleicht erklären würde.

und auch für die Lösungsansätze:
wobei mir die Lösungen 4/5 nicht so recht gefallen...
der Grund dafür liegt ganz einfach auf der Hand.
Ich habe mir extra für die Sternwarte einen Rechner gekauft, der zwar Second Hand ist, aber dennoch Geld gekostet hat. Den jetzt einfach wieder austauschen, würde mir nicht passen. Zumal ich früher oder später vorhabe die Warte Remote-fähig zu machen, das heißt der Rechner muss stetig vor Ort sein.

Ansatz 1 sagt mir auch nicht so recht zu, da es Energieverschwendung ist.

Ansatz 2 würde ich vielleicht in betracht ziehen, da eh schon ein kleiner Heizlüfter in der Warte ist, der bei sehr niedrigen Temperaturen benutzt wird, wenn man drin sitzt.

Ansatz 3 ist evtl. die beste Lösung, auch wenn sie nicht 100% Sicherheit gegen Ausfall bietet.

cs,
Ronny
 
Hallo Ronny,
in einer Festplatte befindet sich Luft, denn der Schreib-/Lesekopf im Inneren der Festplatte schwebt auf einem dünnen Luftpolster nur wenige Tausendstel Millimeter über der Plattenoberfläche. Da man nicht reinschauen kann, vermute ich mal Tau, der inzwischen getrocknet ist. Das Problem ist mir nicht unbekannt. ;)
Prüfe deine Festplatte mit WD Data Lifeguard Diagnostics, denn Du kannst sie weiterhin benutzen wenn alles OK ist.
Lege zusätzlich einen Silikat-Gel Beutel an gut zugänglicher Stelle ins Gehäuse und lass das Heizen; dann wird alles gut. Beutel ggf. natürlich regelmässig auffrischen versteht sich von selbst.
LG
Eberhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Eberhard,

nach dem ich den Rechner wieder betankt hatte und weiter nachgelesen habe, was es sein könnte, habe ich auch nach Programmen gesucht, die eine Festplatte auf Fehler überprüfen und bin eben auch das von WD gestoßen.
Habe die Platte natürlich auch gleich damit getestet. Laut dem Programm gibt es keinerlei Probleme mit der Platte.

An Silica-Gel habe ich auch schon gedacht, da ich dieses bei der Arbeit in der Kunststoffindustrie auch schon verwendet habe. Werde ich mir also mal zulegen und im Gehäuse unterbringen.

Hoffe dann, dass das Probleme nicht wieder auftritt.
Ist schon nervig, wenn die ganzen Einstellungen vorallem in Bezug auf Guiding weg sind.

Grüße,
Ronny
 
Hallo Ronny,

ich bin seit ein paar Wochen stiller Leser hier. Als ich von Deinem Problem las habe ich mich dann mal angemeldet. Zur Astronomie kann ich als Anfänger nicht viel schreiben, IT und Elektronik sind mein Beruf. Grundsätzlich muss ich auch die Elektronik innerhalb ihrer Spezifikationen betreiben sonst gibt es Ausfälle. Nicht immer, aber immer öfter ;-). Sonst achten doch hier immer alle penibel darauf mit wieviel Gewicht ich meine Montierung belaste oder wie ich meine Bildfehler korrigiere. Aber der PC, der ja manchmal das ganze Ergebnis im Bild festhält der pfeift dann aus dem letzten Loch (im Übertragen Sinn).
So ein PC und seine Festplatte sind nicht für Minusgrade wenn ich nichts modfiziere. Manche schreiben das es bisher ging, und manche haben eben Schäden, so wie Du jetzt.
Lösungsansmöglichkeiten:
Dauerläufer PC. Wenn er schon älter ist und gebraucht... ich habe welche schon mit über 100 Watt gemessen, das sind dann 2,4 KW am Tag, so etwa 60 Cent. Ist der PC neu sind es nur etwa 1 KW pro Tag im Idle Modus (HD läuft und z.B. Bildschirmschoner an).
Günstiger wäre ein Heizelement, wie man sie auch in Schaltschränken verbaut. Das sollte dann unter der HDD sein, damit sie temperiert ist. So ein Heizelement samt Thermostat sind dann aber ca. 100€.
Günstiger wäre dann eine kleine Glühlampe mit 25 Watt. Die erzeugt zu 95% auch nur Wärme. Die kommt dann auch im Bereich unter die HDD. Das sind dann samt Schalter Fassung und Lampe nur 10€ kosten und nur etwa 15 Cent Stromkosten pro Tag.
Die Vernünftigste Lösung aber wäre eine HDD die für den Bereich spezifiziert ist: HGST Endurastar J4K320. Eine Festplatte die sonst im KFZ in den Navigationssystemen verbaut wird, nur 320 GB, für minus 30 bis plus 85 Grad, für ca. 180€ zu haben.
http://www.hgst.com/products/hard-drives/endurastar-j4k320
SSD ist nicht die Lösung für minus Grade. Mag sein das manche schreiben das es bei ihnen läuft. Aber die Datenrettungslabore haben eine Menge zu tun weil eben bei 0 Grad immer wieder Daten auf den SSDs verloren gehen.
Also der wenigste Stromverbrauch für den sicheren Betrieb ist somit die HDD auszutauschen gegen die EnduraSTAR.

Gruß *entfernt*
 
Hallo Michael,

Danke auch noch für Deine Antwort.
irgendwie gibt es hier ja stark geteilte Meinungen.
Die einen meinen es ist die Feuchtigkeit, die anderen sagen es ist die Kälte.
Möglicherweise ist es ein Stück aus beiden Themen.
Ich konnte jedenfalls das Windows ohne Probleme neu installieren. hatte aber seit kauf des Rechner, der bei GreenPanda gebraucht gekauft wurde, dass Gefühl das die Platte recht laut ist und komisch rattert... was jetzt nach dem neu betanken gefühlt leiser ist.

Ob es damit etwas auf sich hat, kann ich natürlich nicht belegen und habe dazu auch keine Erklärung, wenn es so wäre.

jetzt war es die Tage immer wieder recht wechselhaft zwischen mild (10°C) und regnerisch/feucht und kalt (-5°C). Der PC geht noch.

Ich weiß nicht.. ich streube mich eher davor, den Rechner einfach laufen zu lassen, ohne damit etwas zu machen. Auch eine Heizung einzubauen missfällt mir eigentlich. Das gleich eine so teure Festplatte einzubauen.

Wenn es ein Problem der Kälte oder Feuchtigkeit ist, müssen doch viel mehr Leute Probleme mit Ihren PCs haben, die eine Sternwarte haben. Diese Meinungen würde mich dringend interessieren.

Die Meinung von Horst.. mit seiner Kalten Tropfsteinhöhle würde mich da brennend interessieren, aber darüber schreibt er nix, also gehe ich davon aus, das er dieser Art keine hat.

Bei mir ist das Bauwerk aus Holz, habe also an sich keine Feuchtigkeitsprobleme... innen sind metallische, kalte Oberflächen alle Staubtrocken.
Habe jetzt aber trotzdem mal nen Beutel Silikagel gekauft.
Meinen Heizlüfter mit 750 Watt habe ich wieder ausgesteckt, denn obwohl ich den nur 3xtäglich ne Stunde laufen ließ merkte ich das schon an meiner monatlichen Strom Auswertung.

Grüße,
Ronny


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus Ronny!

Ich bin auch E-Techniker und hatte vielleicht bis jetzt einfach nur Glück, dass mein Equipment noch nicht kaputt wurde.
Dabei kann ich noch nicht sagen wie kalt es wirklich in meiner Sternwarte werden kann.
Ich habe diesen Tread als Anlass genommen eine Temperaturmessung in meine Hausautomatisierung einzubauen.
Im Frühling kann ich mehr über die Temperaturverhältnisse sagen... :cool:

Ich habe beim schnellen Googeln noch einen interessanten Aufsatz gefunden:
Sinngemäß wird hier beschrieben, dass eine Lagerung bis -40°C kein Problem ist,
nur dass vor dem Einschalten eine "Auftauphase" (zum Akklimatisieren) eingehalten werden soll.

Du könntest ja vor einer Astronacht eine Heizung (z.B. Glühbirne, wie Michael schon geschrieben hat)
im Rechner starten und diesen erst bei einer bestimmten Temperatur (z.B. +15°C bis + 20°C) einschalten.

Danach hält er die Temperatur durch die eigene Abwärme im Inneren.

 
Grüss Dich Ronny,
die Minustemperaturen machen den Festplatten nichts aus. Die Hälfte aller Festplattenschäden erfolgen gerade in der Anfangsphase durch Klimaschäden. Ist die Festplatte länger nicht in Betrieb, schafft sie einen nur langsamen Luft- und Feuchtigkeitsausgleich.

Wenn die Umgebungsluft dann stärker mit Feuchtigkeit gesättigt ist, wird diese feuchtwarme Luft bei Inbetriebnahme in die Platte gesaugt, trifft dort auf die ungesättigtere, kältere Luft und es kommt zur Kondensation. Das Trockenhalten der Umgebungsluft durch Silika-Gel wird den Effekt wirkungsvoll verhindern, denn der Sättigungsgrad der Luft ist bei Minusgraden ohnehin nur sehr gering.

Selbst wenn die Festplatte später mal ausfällt, sind 25-35€ für eine neue 250GB verschmerzbar; oder du schaust dich dann tatsächlich nach der erwähnten Industrie-Festplatte um (Hitachi Edurastar, HGST oder Seagate EE25), die neben dem extremen Temperaturbereich zusätzlich gegen geringen Luftdruck und hohe Luftfeuchtigkeit geschützt sind.

Wichtige Daten solltest du natürlich schon gesichert haben.

LG
Eberhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ronny

ich hatte früher einen Desktope PC in meiner Sternwarte und die Festplatte hat im Winter nur laute kreischende Geräusche verursacht und lief natürlich nicht. Die Festplatte hatte ich dann in einen Wechselrahmen verbaut und nahm im Winter die Festplatte in den Okularkoffer ins Haus. Festplatte aber nicht offen ins Haus tragen da diese schwitz. Seit etwa gut 10 Jahren habe ich einen Laptop in meiner Sternwarte und habe in im Winter ins Haus getragen. Seit ca 5 Jahren lasse ich ihn in der Sternwarte und der läuft. Da ist nur der Bildschirm wenn es sehr kalt ist kann man das Bild im Anfang nur schlecht erkennen. Abhilfe ist bei mir das der Laptop im sommer direkt auf dem Holztisch steht und im Winter zum besseren heizen (eigenwärme) legt ich ihn auf eine Schaustoffmatte und decke ihn im Anfang zu. Nach 5min hat es sich dann erledigt.

Gruß Rolf
 
Hallo und danke an die Teilnahme an diesem Thread.

Mit den Bildschirm hatte ich bisher nie ein Problem.

Wie schon geschrieben, werde ich auf jeden Fall mal das Silikagel nahe der Platte verstauen, was zur Feuchtigkeit Abhilfe schaffen soll..

Weiter finde ich die Idee von Armin, vor Betrieb die Festplatte anzuwärmen auch nicht schlecht.
Der Heizlüfter steht nun eh schon drin, also würde ich den dafür benutzen.

Und als letztes würde ich dann bei defekt doch auf eine SSD umsteigen, oder mir die Industrieplatten genauer anschauen.
Jetzt hoffe ich mal, dass es wieder läuft.

Grüße,
Ronny
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben