Pease 1 in M 15

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Stefan_Meister

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Hallo zusammen

Hat schon jemand den kleinen Planetarichen Nebel Pease 1 innerhalb M 15 in einem 12.5 Zöller beobachtet? Habe letzte Woche einmal vergeblich nach ihm gesucht, aber vielleicht waren die Bedingungen immer noch nicht gut genug.

Gruss
Stefan
 
Hallo Stefan,

bitte mal ein paar mehr Angaben über deine Beobachtung...Grenzgröße, Seeing, verwendete Vergrößerung, Filter, Kartenmaterial? Alles Kriterien, die bei einer erfolgreichen Sichtung mit 12,5" stimmen müssen.
Erfolgreiche Berichte und Zeichnungen bis runter zu 8" gibt es bei blackskies.org Zusätzlich kenne ich eine positive Beobachtung von Matthias Kronberger mit 10" unter top Bedingungen.
Ich selbst konnte den PN schon mehrfach mit 16" und 24" sichten, ebenfalls unter top Bedingungen. Eine Zeichnung gibt es HIER.

Gruß, Uwe
 
Hallo Uwe

Danke für den interessanten Link. Also hier die paar Daten zur (erfolglosen) Beobachtung:

Ort: Weisshorn Mittelstation, oberhalb Arosa (Schweiz) auf 2010 m üN
Teleskop: Discovery PDHQ 12.5" f/5 Dobson
Okular: 7 mm Nagler (226x), einmal runter bis auf 4 mm plus 3x Barlow. Ohne Filter.
Himmel: Gut, aber nicht Top. Ständiges Blitzen durch entferntes Gewitter am Südhorizont.
Vis. Grenzgrösse nicht geschätzt, jedoch gemessen mit dem SQM.
SQM: 21.2 mag/"^2, entspricht umgerechnet ca. 6.3 mag vis.

Eine detaillierte Karte zu M 15 hatte ich nicht dabei. Ich wusste also auch nicht, auf was ich genau schauen musste und "scannte" einfach mal den Kugelsternhaufen ab, ob mir was auffiel, das wie ein PN aussah. Vermutlich war genau dies das Problem, denn der PN ist mit ca. 3" Durchmesser sehr klein und wenn man da nicht genau weiss wo er sitzt, wird's schwierig. Ich wollte auch erst mal schauen, ob das Objekt überhaupt im Bereich des Möglichen liegt, bevor ich mich dann an einen zweiten Versuch wage <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Gruss
Stefan
 
Hallo Stefan

Pease 1 ist von den Sterne des Haufens kaum zu unterscheiden.Habe M15 einmal mit dem 10" LX200 und einer Mintron Kamera aufgenommen,und selbst da konnte ich nur Pease 1 durch eine andere Farbaufnahme Identifizieren der sich durch einen kleinen Roten Punkt verrät.Bei meiner Aufname war nur ein Sternförmiges Objekt zu sehen.

Gruß
Manfred
 
Hallo Stefan,

ok, ohne Karte wird, wenn man die Position nicht auswendig kennt, eine visuelle Beobachtung wohl unmöglich.
Der PN ist zwar mit 3" Ausdehnung angegeben, dabei handelt es sich aber meines Wissens um die Ausdehnung des recht schwachen Halos vom PN. Visuell ist es also mit "normalsterblichen" Teleskopen nicht möglich, den PN "flächig" zu sehen. Er ist nur durch [OIII] (oder UHC) - Blink zu identifizieren. Die größte Schwierigkeit ist es also, mit Hilfe genauer Karten die exakte Position zu bestimmen. Das erste Mal ist das ziemlich zeitaufwendig bei den Massen an Sternen.
Wichtig ist also eine genaue Karte, ein [OIII]-Filter und sehr gutes Seeing. Bei AP's unter 1mm (bei dir dürfte sich das 4mm Oku gut dafür eignen) bleibt dann beim Blinken mit [OIII] an besagter Stelle ein "Sternchen" übrig, welches dann den PN darstellt.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim nächsten Versuch.

Gruß, Uwe
 
Hi Stefan

Ein Auszug aus unserem Beobachtungsprotokoll von unserer 1. erfolgreichen Sichtung von Pease 1 von 2003.

Beobachtungsort auf 1480m
visuelle Grenzgröße 6,7mag
Vergrößerung: 400x
Gerät: C11



Als M15 eingestellt war, wollten wir mit dem 9er Nagler das Ziel erreichen, aber ein erster visueller Eindruck sagte uns, dass in diesem Fall weniger Gesichtsfeld eindeutig von Vorteil ist (15,8 zu 8,4 Bogenminuten). Ausgangspunkt für diese Suche sollte eine nordöstlich vom Kern liegende Sternenkonstellation sein, die aus 4 etwa gleichhellen Sternen besteht. Zu unserer Überraschung war diese sofort und vor allem auch direkt zu erkennen. Von hier aus weisen 2 weitere Sterne direkt zu Pease 1, wobei der letzte Stern aber schon beinahe am äußeren Rand des Zentrums von M15 liegt und damit auch sehr schwer zu identifizieren ist. Verlängert man die beiden letzten Sterne um den gleichen Abstand und dieselbe Richtung weiter, sieht man einen winzigen Sternklumpen, der die Heimat des PN´s sein soll. Nun sollte der O-III Blink die Richtigkeit bestätigen. Dazu halten wir den Filter zwischen Okular und Auge, da ein Filterschieber leider noch nicht vorhanden ist. Nach den ersten 15-20 Blinks konnten wir folgendes sehen: Der beinahe voll aufgelöste M15 verschwindet bis auf den Kernbereich fast vollständig. Nach längerem schauen fällt auf, dass der Kern nordöstlich eine Auswucherung zu haben scheint. Ohne O-III verschwindet dieser Klumpen wieder im Glanz des Kerns von M15. Mit Filter erscheint die „Auswucherung“ in Momenten besten Seeings wenige Bogensekunden abgesetzt vom eigentlichen Kerngebiet. Somit war der PN indirekt sicher nachgewiesen. Da wir nun die genaue Position kannten, schraubten wir den O-III ins Gewinde, und betrachteten M15 nochmals in aller Ruhe.
Fazit: Kennt man den genauen Ort von Pease 1, ist die Beobachtung nicht schwierig. Wenige Bogensekunden nordöstlich des Kernes (mit O-III) sieht man einen winzigen, leicht abgesetzten 2. Kern, dessen Größe ich auf rd. 5 Bogensekunden schätze. Allerdings sei noch gesagt, dass wir den PN nach dem O-III Blink deutlich heller schätzen, als die angegebenen 15,1 mag.

Also, ran ans Gerät

schöne Grüße
Tom
 
Hallo Stefan

ich habe den Pease 1 schon mit 14" gesehen. Wenn man ihn mal hat, ist er sehr einfach zu sehen und bei einer späteren Beobachtungsnacht hatte ich ihn auch sofort wieder, dann sogar ohne genaue Karte.

Wie Uwe schon schrieb brauchst Du ein Foto, auf dem Pease 1 eingezeichnet ist, sonst hast Du *keine * Chance. Der PN ist in erster Linie ein Fleckchen, der beim Blinken mit Nebelfilter nicht abdunkelt. Ich habe Pease 1 mit 450x beobachtet und irgendetwas in der Region wirst Du auch brauchen, um ihn aus der Umgebung rausschälen zu können. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass das nicht so einfach ist, bei der Vergrößerung Nachzuführen und gleichzeitig noch mit dem Filter vor dem Okular hin und her zu fahren. Falls Du kein 4 bis 5 mm Okular mit genügend großem Augenabstand hast, um den Filter zwische Okular und Auge zu halten (oder alternativ einen Filterschieber), ist ein längerbrennweitiges Okular mit Barlow sicher nicht schlecht.

Viel Spaß beim Jagen!

Reiner
 
Buonasera Spechtler,

Pease 1 wurde damals von Daniel Restemeier mit 10"f5 bereits erfolgreich beobachtet.

Ich habe den Winzling im 12" LX200 gesichtet.

Um den Lütten erfolgreich zu beobachten sollte die Position laut Aufsuchkarte/Bilder (alte Interstellarum)genau lokalisiert werden und die Vergrößerung gnadenlos über die 400fach angehoben werden.
Dann noch nen O-III ins Okular und ab da an sollte es mit einer erfolgreicher Sichtung klappen :-)


saluti Gio
 
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