Pech wird nicht fest

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Twinandi

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Hallo allerseits,
Ich habe heute (mal wieder versucht) eine vernünftige Pechhaut zu gießen. Nach den verschiedensten Versuchen mit
[*]Pech gießen, rillen ziehen -> möööks - klappt nicht, Pech ist brüchig (Muschelbrüche im Pech)
[*]Pech in Streifen gießen, würfel schneiden und aufkleben -> möööks - einzelne Würfel lösen sich bei Polierversuchen
[*]Pech gießen, Farb-Abrollmatte, passend zurecht geschnitten, eindrücken -> möööks - das Gitter verbindet sich trotz Öl-bepinselung mit dem Pech

Nun, ich gehöre nicht unbedingt zu den Leuten die sich leicht unterkriegen lassen, aber nach mehr als einem Dutzend versuchen der unterschiedlichsten Art habe ich bei einem Bekannten die Silikon-Matten-Methode gesehen -> Pech in Matte gießen, Tool auflegen, leicht andrücken, Matte Abziehen und perfekte Pechhaut bestaunen. Bei der VDS-Materialzentrale sind die Matten nicht grad Billig, drum hab ich mich nach Alternativen umgeschaut. Irgendwann wurde hier im Forum von Gummimatten (mit Öl bepinselt) berichtet, die wie die Silikonmatten verwendet werden.
Im Praktiker bin ich auch fündig geworden, ca. 40 x 35cm für 2,30 Euro. Jau denk ich, das riskierste. Und gedacht getan. Heute versuchte ich diese Methode. Ich muß sagen die Pechhaut sieht wirklich perfekt aus, durch das Öl lässt sich die Gummimatte gut abziehen.
Nur einen Haken hat die ganze Sch****: entweder vertragen sich Gummi und Pech nicht (chemisch gesehen sind das alles verwandte, organische Klamotten aus der Petrochemie die sich nicht viel anhaben sollten), oder das Öl (handelsübliches Salat-Sonnenblumenöl) macht dem Gummi, bzw. dem Pech Probleme. Egal was es ist, auf jeden Fall wird das Pech nicht fest, zumindest bleibt die Oberfläche seifig-schmierig. Auch das Gummi hat einen mitbekommen, ist ebenso schmierig wie das Pech, und hat einen grünlichen Schimmer.
Ich nehme morgen nochmals neues Pech (übrigens Schwarzpech) und versuche es nochmals mit einer neuen Matte. So langsam will ich die Karre ins trockene bekommen und meinen Spiegel nutzen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Bis Bald
Andi
 
Ich bin zugegebenrmaßen nicht gerade der Oberexperte (mein Erstling 6" Selbstschliff liegt seit geraumer Zeit unangetastet auf dem Schleifplatz), Pechhäute habe ich aber schon zweimal erfolgreich (und zweimal ohne Erfolg!) gegossen. Daher die Frage: Warum "mööökierst" Du Dich denn so über die Muschelbrüche im Pech, die sind doch piepegal!? Da bröckelt doch immer was an den Kanten ab ... bei der letzten Pechhaut habe ich einfach unter fließendem Wasser im Keller-Waschbecken (!) Rillen reingesägt. Die erste hatte ich nach einem Tip von Rüdiger Heins gemacht: ca. 2-3mm breite Streifen Gewebeband im Abstand von ca. 2cm über den Rohling kleben, Pech drauf und dann den richtigen (!) Moment abwarten und abziehen. Gibt Rillen in eine Richtung, was auch lt. div. Experten völlig ausreicht. Wichtig ist meiner Meinung nach, daß die Pechhaut vor dem Polieren gut gepresst wird und "in Form" ist. Die Silikonmatten-Methode ist übrigens meiner Erinnerung nach nicht unumstritten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Vergiß das mit dem Öl und zieh die Matte einfach so ab. Wichtig ist dabei, daß Du das Werkzeug vorher aufheizt, damit sich Pech und Werkzeug gut verbinden. Dann einfch den richtigen Moment abgewartet und runter das ganze.
Sollte auch so gehen!

By the way, ich habe mir zwei Matten (eine aus den USA) besorgt und kann nur sagen, jederzeit wieder, eine Investition die sich lohnt.

Gruß

Marcus
 
Hallo,
bis zu meinem ersten zufriedenstellenden Guss habe ich auch einiges an Nerven gelassen und einiges Chaos produziert.
Das Gummipech würde ich nicht mehr benutzen, wer weiß was sich da gebildet hat...
Am besten ging bei mir schließlich die Trittelwitz-Empfehlung: herkömmlich gießen und mit Lötkolben mit alter Spitze die Furchen reinschmelzen. Im kalten Zustand dann Überstände abbröseln und mit dem Spiegel alles wieder in Form pressen (dafür habe ich einfach alles in lauwarmem Zustand mit dünner Plastikfolie dazwischen übereinandergestapelt.
Wenn das Pech zu spröde ist, wars entweder zu kalt oder zu hart (etwas Bienenwachs dazu).
Viel Erfolg wünscht
Martin Krahn
 
Nun weiß ich auch woher der Ausdruck kommt...

Pech gehabt.

Nimms leicht es ist Karneval
 
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