Pentacon 4/200 M42 Objektiv

komposer

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Hallo,

heute ganz frisch angekommen:
pentacon20241204_133534.jpg

Das ich abblenden muss war mir klar, daher wollte ich ein Objektiv mit 15 Blendenlamellen um unschöne Spikes zu vermeiden.
Das geht auch aber leider muss ich mehr abblenden als ich dachte:
sterntest.gif

Da müsste ich schon F11 verwenden, ob das Sinn macht, da ich mein Sonnar135mm ja sehr gut bei F5,4 nutzen kann ?

Jetzt bin ich unschlüssig ob ich das Objektiv zurückgeben sollte. Hat mich 50 Euro gekostet.
Vielleicht könnt ihr mir mit eurer Meinung etwas bei der Entscheidung helfen ???

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Holger,

Das Objektiv gehörte seiner Zeit zu den preiswerteren Objektiven. Auf normal empfindlichem SW-Film bildete es gut brauchbar ab. Mehr aber nicht. An den kleinen Pixel deiner Kameras wird es nicht sinnvoll nutzbar sein.
Ich an deiner Stelle, würde es zurück geben. Zumal 50€ schon eine Ansage sind - das letzte, was mir begegnete, sollte auf dem Flohmarkt 20€ kosten.
Ein qualitativer Schritt nach vorn im M42 wäre das 200er Zeiss Sonnar, aber das ist ein echt großes und schweres Trum - deshalb habe ich meines wieder verkauft. Aber es hatte zumindest an meiner Canon20DA ab 5.6 randscharf und nahezu frei von CAs performt. Aber ohne Stativschelle war es nicht stabil montierbar.

Viele Grüße Ronald

PS. : eventuell wäre ein 200er Pentax Takumar die bessere M42-Alternative?
 
Danke Ronald,

ich hatte mehrere im Blick, hatte mich dann aber für das mit dem besten Zustand entschieden. 50 Euro inkl. Versand bei einem Händler fand ich da nicht zu teuer.
Und das Objektiv sieht fast neuwertig aus:
pentacon20241204_133711.jpg

pentacon20241204_133604.jpg

Ja hatte ich auch auf dem Schirm aber zu teuer. Gibt es kaum günstig zu finden.
eventuell wäre ein 200er Pentax Takumar die bessere M42-Alternative?
Ok, hatte ich bisher nicht in die engere Auswahl genommen.
Wahrscheinlich werde ich aber nicht noch einen Versuch starten. 2 mal bin ich jetzt schon mit 200mm Objektiven reingefallen.
Wobei, das Pentacon ist zumindest bei F11 scharf, genau wie das Beroflex 400mm, mit dem ich ja schon ein paar Aufnahmen gemacht habe.

Gegenüber dem 135mm Sonnar müsste ich also ca. 4mal so lange belichten.

Naja, die erste Enttäuschung ist schon wieder verflogen. Ich hatte auf F5.6 gehofft aber mit dem Beroflex ging ja auch schon was bei F11.
Bin echt hin- und hergerissen.
Hier noch ein gestretchtes Light bei F11 mit Asi462mm Gelb & Ir-Cut Filter:
Deepsky_041224_191135_f6.jpg

Und ein Ausschnitt auf 200% vergrößert:
Deepsky_041224_191135_f6_3p200.jpg


Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachtrag: Hinter der Frontlinse ist ein sichtbares größeres Staubkörnchen, könnte daher der dunklere Fleck im Light mittig am rechten Rand kommen ?
Ist das problematisch ? Ich möchte deswegen nicht extra Flats machen.
 
Hallo Holger, ich lese immer gerne von Deinen Erfahrungen mit Altglas. Im Bereich +/-200 mm Brennweite würde ich eventuell auch mal das Noflexar 3,8 / 200 in die Auswahl nehmen, das ist oftmals für eine überschaubare Investition an Land zu ziehen. Im Gegensatz zum Noflexar 4 / 200 (ein 2-linser) ist das 3,8 / 200 laut WWW als 3-linser ausgeführt...hier z.B. ein Bericht...Achtung Original in russisch...einfach per Browser übersetzen lassen. Ich find's ganz interessant und werde mal danach Ausschau halten.
Ich könnte Dir für Tests bei Interesse mal ein Noflexar 4 / 200 zur Verfügung stellen, vielleicht lässt sich daraus schonmal ein Trend ableiten. Weiteres können wir gerne per PN / email besprechen.
Viele Grüße
Kay
 
Hallo Kay,

danke für das Angebot aber die Tendenz geht gerade eher in Richtung: Sei zufrieden mit dem was du hast:
55mm bei F2,75, 135mm bei F5.4 beides mit Aufsatzblende um Spikes zu verhindern.
400mm Beroflex bei F11, eher ungünstig aber eine schöne Brennweite für Sonne und Mond, das kommt alleine da schon häufiger zum Einsatz.
Fast kreisrunde Blende, also kein Aufsatz nötig. Das zeigte übrigens unter F11 ähnlich verzogene Sterne wie das Pentacon.

Die genannten Marken behalte ich aber im Hinterkopf falls mir da zufällig mal etwas sehr günstig auf dem Flohmarkt in die Hände fällt.
Ich bin zwar immer noch am Überlegen aber die Vernunft sagt mir: Zurückschicken.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

Da müsste ich schon F11 verwenden, ob das Sinn macht
In meinen Augen: nein
Hinter der Frontlinse ist ein sichtbares größeres Staubkörnchen, könnte daher der dunklere Fleck im Light mittig am rechten Rand kommen ?
Dunkle Flecken bei Kameras mit Sensoren kommen von Staub auf dem Sensor. Vorteil: der ist einfacher zu reinigen.

CS Thomas
 
Hallo Holger,

einfacher Test: Foto mit geschlossener Blende an den Tageshimmel. Was dann an dunklen Flecken auf dem Sensor ist, ist auf dem Sensor. Versuch mit 2 verschiedenen Objektiven - dann hast Du Klarheit. Bei offener Blende fällt Staub auf dem Sensor lange nicht auf.

Probleme mit dem Objektiv müssen schon richtig krass sein. Eine gesprungene Frontlinse, die wirklich schlimm aussah (wie ein Kuchen - in Stücke geschnitten), brachte als Problem auf dem Bild lediglich einen Weichzeichnereffekt.

CS Thomas

PS.: berichte bitte mal das Ergebnis
 
Du hattest recht Thomas !

Das ging gerade ganz schnell und eindeutig mit dem Beroflex bei F11 war der Fleck sofort sichtbar. Sonst fallen mir Flecken immer bei den Sonnenaufnahmen auf aber die steht mir zur Zeit zu tief.

Das war anscheindend eine lose Fluse, die sich frisch auf dem Klarglas befand, denn ich musste gar nicht mit dem Microfasertuch ran. Das übliche Ablasen mit dem Blasebalg brachte schon den Erfolg.

Zum Pentacon:
Ich habe es eben zurückgeschickt, die Vernunft hat gesiegt.

Diese extremen Abbildungsfehler sind mir jetzt bei beiden 200mm Objektiven (Pentacon 4/200 & Auto Revuenon 3,5/200) aufgefallen.
Das sind ja keine punktförmigen Sterne, auch keine eiförmigen, nein die sind ja eher kreuzförmig verzogen zu allen Seiten:
400%
Deepsky_041224_184020_f05.jpg

Kann das konstruktionsbedingt verursacht werden ?
Da sind ja mehr Linsen im System, beim Pentacon 5 Linsen um die Baulänge kürzer zu halten.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

die anderen 200mm Objektive haben meist nur 6 Blendenlamellen. Damit will ich nicht arbeiten.
Ist da auch noch das Ablenden vor der Frontlinse möglich ?
Beim 55mm und beim Sonnar 135 hat das sehr gut funktioniert in Kombination mit dem kleinen Sensor der Asi462mm:
blende-sonnar135.jpg


Gruß,
Holger
 
400%
Den Anhang 448548 betrachten
Kann das konstruktionsbedingt verursacht werden ?
Da sind ja mehr Linsen im System, beim Pentacon 5 Linsen um die Baulänge kürzer zu halten.

Gruß,
Holger

Wohl eher mehrere Verspannte oder dezentrierte Linsen.

Was haben mehrere Linsen im System mit der Baulänge zu tun? Ein Objektiv mit 200mm Brennweite kann so viele Linsen haben wie es will, 200mm bleiben 200mm und die Baulänge bleibt bis zur Sensorebene gleich, außer das hast eine difraktive Optik. Oder reden wir gerade aneinander vorbei?

Gruß Markus
 
Wohl eher mehrere Verspannte oder dezentrierte Linsen.

Was haben mehrere Linsen im System mit der Baulänge zu tun? Ein Objektiv mit 200mm Brennweite kann so viele Linsen haben wie es will, 200mm bleiben 200mm und die Baulänge bleibt bis zur Sensorebene gleich, außer das hast eine difraktive Optik. Oder reden wir gerade aneinander vorbei?

Gruß Markus
Ich denke Holger meinte die Baulänge kontra Brennweite. In alten Zeiten wurde gern von Fernbildobjektiven und Teleobjektiven gesprochen. Erstere: Baulänge etwa Brennweite, Zweitere: Baulänge deutlich kürzer als die Brennweite (=Barlowelement in der Konstruktion).

Viele Grüße Ronald
 
Hallo Holger,

schade, daß Dein Versuch mit der Linse keine Zufriedenheit brachte. Aber Blende 11 macht für die Anschaffung echt keinen Sinn.
Vielleicht greifst Du bei Gelegenheit auf die modernere Variante zurück, welche unten in der von Dir zitierten Seite erscheint:
Das Pentacon auto 4/200 MC.

Ich habe hier zwar keine Beispielbilder auf die Schnelle parat, bin damit aber ziemlich bis sehr zufrieden.
Lediglich ist es für die ursprünglich gedachten Zwecke (Astro...) doch zu wenig eingesetzt worden. Aber das hat keine Qualitätsgründe, sondern wie es im Laufe der Jahre viele so mitgemacht haben (Beruf, schlechtes Wetter, keine "passende" Zeit etc...).
Ich habe es 1984 vom ersten Lehrlinsgeld gekauft. 213 DM waren das bei meinem Händler.
Somit hängt da natürlich auch Nostalgie dran ;-)
Von den ersten Stern-Dias war ich schon enttäuscht. Aber: Da mußte ich lernen, daß unendlich nicht unendlich ist, und nach etwas "Rückfokussierung" paßte es schließlich gut. Ich besorgte mir später noch einen Minus Violet Filter von Lumicon (58 mm Filtergewinde), da hin und wieder etwas Blausaum auffiel.
(Das war damals noch bei Astrocom / Mario Costantino ...!!)
Praktisch ist die eingebaute verschiebbare Gegenlichtblende, welche bis etwa 2 cm über das Filtergewinde herausragen kann.
Hergeben mag ich die Linse auch heute überhaupt nicht und sie findet je nach Zweck Ihren Einsatz an Canon EF (APS-C), Sony E ("Vollformat") oder Panasonic (MFT).
Und ich denke, daß Du mit der von Dir anvisierten Blende 5,6 ganz gut zurechtkommen könntest.

Vielleicht kriege ich es ja irgendwann auf die Reihe hier was einzustellen...

Gruß, Olaf
 
Hallo Olaf,

vielleicht habe ich auch nur Pech gehabt und ein schlechtes Exemplar erwischt.
Das Auto MC wollte ich nicht wegen der 6 Blendenlamellen. Aber so wie es aussieht, komme ich nicht mehr drum herum mir wieder eine Vorsatzblende zu basteln.
Ich möchte keine hässlichen Spikes, daher kann ich nur vor der Linse abblenden. Bei meinem kleinen Sensor konnte ich bei den anderen Objektiven keine Vignettierung feststellen, also sollte das beim 200mm Objektiv hoffentlich auch gehen.

Habe da auch schon im Baumarkt was Passendes gefunden, eine Ablaufdichtung mit 36mm Innendurchmesser, den Rest würde ich wieder aus Pappe basteln.
Ich bin gerade an einem von Ronald vorgeschlagenen Takumar dran. Aber das Pentacon Auto mc merke ich mir schon mal vor, falls es mit dem Takumar nicht klappt.
Ich werde aber nur bei einem ganz günstigen Angebot einen weiteren Versuch starten.

Gruß,
Holger
 
Hallo

Was sich da beim 200mm schon in der Bildmitte abspielt hat nichts mit der Randsunschärfe die man mit abblenden kompensiert zu tun.

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

also meine bisherige Erfahrung mit dem 55mm und 135mm Objektiv zeigt in der Praxis deutliche Verbesserungen der Sternabbildung durch das frontseitige Abblenden auch bei den Sternen im Zentrum. Die sind einfach kleiner und vor allem gibt es weniger große Halos.
Hier z.B. eine ältere Vergleichsaufnahme bei schlechter Nachführung und nicht optimaler Blende mit dem Sonnar135 und Asi120mc.
plejaden.jpg


Allerdings sind hier auch bei Offenblende die Sterne nicht so komisch kreuzförmig verzogen wie beim Pentacon.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

für 35 Euro zugeschlagen, hoffentlich gibt es beim Takumar nicht so eine Serienstreuung.
Sobald es da ist werde ich euch berichten.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger, ich bin gespannt auf's 200er Takumar. Hier sind zumindest auf der ersten und 2. Seite zwei Bilder (Andromeda und Hale Bopp - analog) die sehr gut aussehen. Was kannst Du denn an Objektivanschlüssen verwenden? Ich frage direkt, weil sich in meinem Besitz noch ein Zeiss Tele Tessar 4 / 200 mit Rollei QBM befindet. Das gab es mit gleichem optischen Design auch für Contax/Yashica. Wenn Du in der Lage wärst, das Objektiv mit Rollei QBM irgendwie an Deine Kamera zu adaptieren, könnte ich es Dir für einen Vergleich gerne mal zukommen lassen.

Viele Grüße Kay
 
Hallo Kay,

die Fotos kannte ich schon. Ich informiere mich fast immer vor jeder Neuanschaffung extrem lange im Internet.
Manchmal auch schon zu viel und bis ich dann endlich eine Entscheidung treffen konnte ist eine Gelegenheit verpasst.
Zum Glück war ich diesmal noch schnell genug und das Angebot noch da.
Ich gönne mir recht selten etwas aber umso mehr freue ich mich jetzt auf das neue alte Objektiv !;)

Das wird auch so schnell wie möglich getestet, bei dem schlechten Wetter bestimmt erst am Tag an Hausdächern usw...

Was kannst Du denn an Objektivanschlüssen verwenden?
M42 und T2, dazu passen meine T2 Verlängerungen zu der Asi462mm & Asi120mc.

Gruß,
Holger
 
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