JostD
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Das kleine Pentax kostet aktuell in USA (www.amazon.com) ca. 270 €. Da ich die Möglichkeit hatte das Pentax günstig zu mir nach Hause transportieren zu lassen, schlug ich zu. Ein paar Tage hatte ich jetzt Zeit, es mal in Augenschein nehmen.
Das Pentax ist hier schon gelegentlich angesprochen worden, konnte aber bei den Autoren nicht so recht punkten. Deshalb hier meine etwas andere Meinung. Das Glas kommt sehr gut ausgestattet daher (Tasche, brauchbare Objektivkappen und Okulardeckel, Riemen Stativanschluss). Es macht einen sehr soliden Eindruck, es ist aber auch nicht ganz leicht.
Die Schärfe des Pentax wurde hier mal bemängelt: das kann ich nicht nachvollziehen. In der Tat ist die Schärfe etwas schwerer zu treffen, weil nur 1,5 Umdrehungen des Fokussierrades den ganzen Bereich von ca. 1,0 m bis unendlich überdecken. Das hört sich aber schwieriger an als es ist, und hat auch Vorteile. Die Schärfe ist aber da.
Ich kann das Glas direkt mit einem Docter 8x42 B/CF (das man übrigens auch in den USA für etwa 310 € erstehen kann) vergleichen und ich kann tagsüber im Prinzip kaum einen Unterschied zwischen diesen beiden Gläsern feststellen, was Bildhelligkeit, Randunschärfe und Gesichtsfeld angeht. Ebenso wie das Docter eine genaue Einstellung des Augenabstands verlangt, um den Farbfehler gering zu halten, verlangt das Pentax auch hier Exaktheit um Abschattungen beim Einblick zu vermeiden. Der Farbfehler scheint mir bei Pentax etwas geringer als beim Docter.
Ein Sterntest hat mangels Sternen noch nicht stattgefunden, beim Laternentest zeigten sich keine negativen Überraschungen..
Bei Dunkelheit wird allerdings auch klar, dass ein 32er Glas kein 42er Glas ist.
Desweiteren konnte ich das Pentax noch mit einem 8x30 Zeiss Conquest vergleichen. Das Conquest ist mir neulich nachts bei ein einem Auktionhaus für ca. 230 € zugelaufen.
Das kleine Gesichtsfeld bemerkt man sofort, ich war aber bereit, mich damit zu arrangieren, weil es doch ein sehr helles Bild liefert das aber am Rand ergraut. Dass das Conquest für mich dann doch nicht das Glas der Wahl war, merkte ich, als ich am nächsten Tag immer noch an meinem Einblick experimentierte ohne dass es mir gelang, sichelförmige Reflexionen im unteren Bildrand bei Seiten- und Gegenlicht zu vermeiden oder zu verringern. Ich kann das Conquest (jedenfalls das, das ich hatte,) nicht empfehlen. So musste das Conquest dann später mit gutem Gewinn den Weg alles Überflüsssigen nehmen.
Mein Fazit zum Pentax 8x32 DCF SP: Für das Geld bekommt man kein vergleichbar ausgestattetes 8x30 Dachkant auf diesem Qualitätsniveau, jedenfalls kenne ich keines.
Wer also die Gelegenheit hat, sich solch ein Glas aus USA kommen zu lassen, dem kann ich zum Kauf nur zuraten.
Insgesamt sind die Gläser von Pentax und Docter für mich sehr gute Gläser von untadeliger Qualität, die meinen Ansprüchen völlig genügen. Selbstverständlich bekommt man für das fünffache Geld ein Glas eines Premiumherstellers, das sicher in den meisten Belangen etwas besser abschneidet. Es ist für mich aber nicht interessant das teuerste und vielleicht allerbeste Produkt am Markt zu haben. Ein ausgewogenes Verhältnis von guter Qualität und Preis scheint mir die Herausforderung.
Noch eine Anmerkung: Es lohnt m. E. nicht, als Tagglas neben einem schlanken 8x42 noch das Pentax 8x32 zu haben. Das Pentax ist sehr dick gummiert, dadurch sind die Abmessungen nicht so verschieden dass sich die Anschaffung wegen einer Verbesserung der Handlichkeit rechtfertigen würde und beim Gewicht (ca. 150 g) sieht es ähnlich aus.
Jost
Das Pentax ist hier schon gelegentlich angesprochen worden, konnte aber bei den Autoren nicht so recht punkten. Deshalb hier meine etwas andere Meinung. Das Glas kommt sehr gut ausgestattet daher (Tasche, brauchbare Objektivkappen und Okulardeckel, Riemen Stativanschluss). Es macht einen sehr soliden Eindruck, es ist aber auch nicht ganz leicht.
Die Schärfe des Pentax wurde hier mal bemängelt: das kann ich nicht nachvollziehen. In der Tat ist die Schärfe etwas schwerer zu treffen, weil nur 1,5 Umdrehungen des Fokussierrades den ganzen Bereich von ca. 1,0 m bis unendlich überdecken. Das hört sich aber schwieriger an als es ist, und hat auch Vorteile. Die Schärfe ist aber da.
Ich kann das Glas direkt mit einem Docter 8x42 B/CF (das man übrigens auch in den USA für etwa 310 € erstehen kann) vergleichen und ich kann tagsüber im Prinzip kaum einen Unterschied zwischen diesen beiden Gläsern feststellen, was Bildhelligkeit, Randunschärfe und Gesichtsfeld angeht. Ebenso wie das Docter eine genaue Einstellung des Augenabstands verlangt, um den Farbfehler gering zu halten, verlangt das Pentax auch hier Exaktheit um Abschattungen beim Einblick zu vermeiden. Der Farbfehler scheint mir bei Pentax etwas geringer als beim Docter.
Ein Sterntest hat mangels Sternen noch nicht stattgefunden, beim Laternentest zeigten sich keine negativen Überraschungen..
Bei Dunkelheit wird allerdings auch klar, dass ein 32er Glas kein 42er Glas ist.
Desweiteren konnte ich das Pentax noch mit einem 8x30 Zeiss Conquest vergleichen. Das Conquest ist mir neulich nachts bei ein einem Auktionhaus für ca. 230 € zugelaufen.
Das kleine Gesichtsfeld bemerkt man sofort, ich war aber bereit, mich damit zu arrangieren, weil es doch ein sehr helles Bild liefert das aber am Rand ergraut. Dass das Conquest für mich dann doch nicht das Glas der Wahl war, merkte ich, als ich am nächsten Tag immer noch an meinem Einblick experimentierte ohne dass es mir gelang, sichelförmige Reflexionen im unteren Bildrand bei Seiten- und Gegenlicht zu vermeiden oder zu verringern. Ich kann das Conquest (jedenfalls das, das ich hatte,) nicht empfehlen. So musste das Conquest dann später mit gutem Gewinn den Weg alles Überflüsssigen nehmen.
Mein Fazit zum Pentax 8x32 DCF SP: Für das Geld bekommt man kein vergleichbar ausgestattetes 8x30 Dachkant auf diesem Qualitätsniveau, jedenfalls kenne ich keines.
Wer also die Gelegenheit hat, sich solch ein Glas aus USA kommen zu lassen, dem kann ich zum Kauf nur zuraten.
Insgesamt sind die Gläser von Pentax und Docter für mich sehr gute Gläser von untadeliger Qualität, die meinen Ansprüchen völlig genügen. Selbstverständlich bekommt man für das fünffache Geld ein Glas eines Premiumherstellers, das sicher in den meisten Belangen etwas besser abschneidet. Es ist für mich aber nicht interessant das teuerste und vielleicht allerbeste Produkt am Markt zu haben. Ein ausgewogenes Verhältnis von guter Qualität und Preis scheint mir die Herausforderung.
Noch eine Anmerkung: Es lohnt m. E. nicht, als Tagglas neben einem schlanken 8x42 noch das Pentax 8x32 zu haben. Das Pentax ist sehr dick gummiert, dadurch sind die Abmessungen nicht so verschieden dass sich die Anschaffung wegen einer Verbesserung der Handlichkeit rechtfertigen würde und beim Gewicht (ca. 150 g) sieht es ähnlich aus.
Jost